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Thema: FSFE: Software-Freiheit in den letzten 12 Monaten

21 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Josef Hahn am Mo, 2. Dezember 2019 um 12:19 #

> Kernpunkt der Kampagne ist die Forderung, dass mit öffentlichen Geldern für öffentliche Verwaltungen entwickelte Software unter einer Freie-Software- und Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden soll.

Nochmal: Ich langweile damit zwar mich selbst inzwischen extrem, aber meine Mitmenschen (_UND ZWAR DIE, DIE SICH DAMIT BEFASSEN_) haben's noch nicht kapiert:

Diese ganzen Überlegungen bleiben bestenfalls akademischer Unfug, solange überall in der Schatten-IT alles mit WhatsApp gemacht wird!

Wenn ihr euch ernsthaft mit Freier Software usw auseinandersetzen wollt, und ihr wollt da wertvolle Aussagen zu machen, dann MUSS da der Name WhatsApp drin vorkommen.

Wer das Phänomen ignoriert und nur die gleichen Rede wie vor 20 Jahren schwingt, hat's einfach nicht kapiert! GARNICHT!

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    Von MancusNemo am Mo, 2. Dezember 2019 um 14:17 #

    Das Problem ist, dass es den Leuten schlicht egal ist. Ins Geschäft gehen Gerät kaufen, läuft, kann ich bedienen. Fertig! Die Masse interessiert das schlicht nicht!

    Die Benutzen Whatsapp, weil dort nun mal alles sind. Und nicht wegen der Sicherheit, das raffen die gar nicht. Da muss man denen erst das Handy wegnehmen und z.B. Telegramm installieren um zu erkennen das das auch geht, das überhaupt ein 2er Messanger auf dem Handy geht.

    Viele die ich kenne, dachten das das gar nicht geht. Und sind jetzt Happy über Telegramm. Und vorallem über deren Vorteile! Sicherheit juckt die nicht! Oder verstehen es erst gar nicht. Aber das ihr Auto vor der Tür geklaut werden kann, das schon... denen muss das alles extrem Müsam Bildlich und anschaulich erklärt werden, wenn sie denn überhaupt daran überhaupt interesse haben.

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      Von Josef Hahn am Mo, 2. Dezember 2019 um 15:31 #

      > Das Problem ist, dass es den Leuten schlicht egal ist.

      Das wird sicher so sein. Dann kann man entweder dort ansetzen und ihnen Interesse einhauchen, oder man lässt das halt alles ganz sein.

      Aber einem Völkchen, was das schon nicht checkt, brauchst du nichts erzählen von freier Software in der Verwaltung. Wie weit weg von allem, was sie irgendwie kapieren _könnten_, ist das denn dann?

      Vielleicht ist es halt so, dass die Masse rattendoof ist. Ich muss ehrlich zugeben: Derzeit würde ich nicht aggressiv widersprechen. Aber welchen Mehrwert hat es dann überhaupt noch, denen mühsam irgendwas bildlich und anschaulich zu erklären? Wozu? Zuviel Freizeit? :-P

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      Von msi am Mo, 2. Dezember 2019 um 15:42 #

      Das Problem ist, dass es den Leuten schlicht egal ist. Ins Geschäft gehen Gerät kaufen, läuft, kann ich bedienen. Fertig! Die Masse interessiert das schlicht nicht!

      Mir fallen an dieser Argumentation zwei Probleme auf.

      Erstens wäre doch an dem Umstand, dass man in irgendein Geschäft gehen und ein technisches Gerät kaufen kann, das sich einfach bedienen lässt, zunächst weiter nichts zu kritisieren. Die Kritik müsste sich vielmehr darauf richten, auf welcher Grundlage das alles prozessiert.

      Zweitens denke ich mittlerweile, dass es die Masse nicht interessiert, sollte man einfach – bis zu einer gewissen Grenze – anerkennen, statt sich in endloser Überzeugungsarbeit mit Argumenten, die nicht so recht verfangen wollen, zu verlieren. Der Fokus sollte stattdessen gerade darauf gelegt werden, für diejenigen, die es interessiert, gangbare Alternativen aufzubauen und durchzusetzen.

      Und wo wir gerade bei gangbaren Alternativen sind: Telegram zählt nicht dazu, aus verschiedenen Gründen: Erstens hat Telegram keine dezentrale Struktur, sondern läuft ausschließlich über die Server des Anbieters. Die Serversoftware von Telegram ist zudem – im Gegensatz zum Client – nicht quelloffen. Auch ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig deaktiviert, weswegen alle Daten, die im Standardmodus übertragen werden, auslesbar auf Telegrams Servern landen. Darüber hinaus verwendet Telegram eine eigens entwickelte Verschlüsselungsmethode statt eines etablierten Standards, wofür es bereits mehrfach in der Kritik stand. Ein kleiner Knüller ist auch, dass die Entwickler für den Desktop-Client, den man runterladen kann, weder Prüfsummen, noch digitale Signaturen anbieten.

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    Von Christian Imhorst am Di, 3. Dezember 2019 um 10:45 #

    Ja schon, aber WhatsApp ist auch eher ein Symptom. Denn was wäre gewonnen, wenn der WhatsApp-Client Open Source oder Freie Software wäre? Vermutlich nicht viel, wenn die Daten weiter in einen proprietären Serverdienst reinlaufen.

    Mit Microsoft ist es ähnlich: Es ist ja gut und schön, dass Microsoft Open Source verwendet und immer mehr Software als Open Source veröffentlicht. Open Source ist schließlich für alle da und jeder und seine Oma kann das machen. MS benutzt FLOSS aber, um Leute in ihre proprietären Dienste einzubinden. Es spielt keine Rolle, ob Azure oder O365 auf FLOSS laufen, wenn sie ihre Kunden mit ihren proprietären Diensten in einen Vendor-Lockin zwingen, so wie bei WhatsApp etc. auch. MS hat die Zeichen der Zeit gut erkannt, wenn sie sagen: "Cloud first, mobile first". Egal worauf die App läuft und welche Lizenz sie hat, solange die Daten der Anwender uns gehören.

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      Von Josef Hahn am Di, 3. Dezember 2019 um 11:11 #

      Ja klar. Alles richtig, was du sagst. Was soll gegenüber WhatsApp der Vorteil an einer liebevoll konfigurierten MS Teams Instanz sein, die dann bei MS im Datacenter läuft?! Ich sehe ihn nicht...

      Ich wollte es aber prägnant ausdrücken. Je weiter man sich von 140 (heute 280?!) Zeichen entfernt, desto unkonsumierbarer wird es für den Mainstream. :) Und für "MS ist im Prinzip auch nicht besser als Facebook" gibt es halt kein Emoji, was jeder direkt versteht... :)

      > MS hat die Zeichen der Zeit gut erkannt, wenn sie sagen: "Cloud first, mobile first". Egal worauf die App läuft und welche Lizenz sie hat, solange die Daten der Anwender uns gehören.

      Warten wir mal ab, bis Rezo dazu ein Video macht. Vorher muss man wohl befürchten, dass das keiner kapiert (/kapieren will)... Oder hast du den Eindruck, dass die FLOSS Community da derzeit angemessen mit umgeht?

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