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Mo, 9. Dezember 2019, 08:12

Software::Distributionen::Debian

Debian stimmt über Init-Systeme ab

Debians Entwickler stimmen seit dem 7. Dezember per General Resolution darüber ab, wie sich das Projekt künftig zu alternativen Init-Systemen verhält.

Software in the Public Interest (SPI)

Debian kommt in Sachen Init-System nicht zur Ruhe. In den letzten Monaten wurde erneut teils heftig diskutiert, ob Debians Paketbetreuer Alternativen zu Systemd weiterhin pflegen sollen oder gar müssen. Der amtierende Projektleiter Sam Hartman sah eine General Resolution (GR) als einzigen Ausweg aus dieser kräftezehrenden Diskussion, die zu keiner Annäherung führte.

Das Instrument einer General Resolution in Debian ist eine Grundsatzentscheidung, bei der die offiziellen Debian-Entwickler über im Vorfeld eingereichte Vorschläge zur Lösung einer Fragestellung entscheiden, welche Richtlinie künftig im Projekt gelten soll. Bereits 2014 wurde wenige Wochen nach der Entscheidung für Systemd als Standard bei Debian eine ähnliche GR abgehalten. Hier entschieden die Entwickler, es bedürfte keiner Grundsatzentscheidung, man überlasse den Paketbetreuern die Entscheidung, ihre Pakete auch für alternative Init-Systeme anzubieten.

Jetzt muss man sich der Sache erneut annehmen und dieses Mal gibt es keinen Ausweg. Die GR stellt acht Optionen zur Wahl, die auf sieben Vorschlägen beruhen, die vom 22. bis 30. November zur Diskussion standen. Die achte Option würde das Problem zur weiteren Diskussion wieder an die Entwickler zurückverweisen. Die Vorschläge decken Positionen von der Konzentration auf den Standard Systemd über Empfehlungen, alternative Init-System zu pflegen bis hin zur Verpflichtung zur Pflege dieser alternativen Systeme ab. Die acht Vorschläge im Einzelnen:

Option 1: F: Fokussierung auf Systemd, Option 2: B: Systemd, aber wir unterstützen Alternativen, Option 3: A: Unterstützung für mehrere Init-Systeme ist wichtig, Option 4: D: Unterstützung für Nicht-Systemd-Systeme ohne den Fortschritt zu blockieren, Option 5: H: Unterstützt Portabilität, ohne den Fortschritt zu blockieren, Option 6: E: Unterstützung für mehrere Init-Systeme ist Pflicht, Option 7: G: Unterstützt Portabilität und mehrere Implementierungen, Option 8 verweist das Problem zur weiteren Diskussion zurück an die Entwickler. Die Wahlperiode wurde wegen der Komplexität der Sache um eine auf drei Wochen verlängert und endet am 27. Dezember.

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