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Thema: Dateisystem Reiser5 soll Skalierbarkeit und Effizienz steigern

18 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Markus B. am Fr, 3. Januar 2020 um 13:36 #

Reiser5 sollte noch nicht produktiv eingesetzt werden, da es noch nicht komplett ist und die zugehörigen Werkzeuge ebenfalls nicht.
Also genau wie Reiser4. Etliche Anwender (speziell unter SUSE, wo es längere Zeit default war) klagten damals über urplötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund zerschossene Dateisysteme.

In englischsprachigen Foren wird auch darüber diskutiert, ob man ein Open Source Projekt überhaupt nach dem Gründer benennen sollte, da sich das später wie in diesem Fall als unvorteilhaft für das Projekt-Image erweisen könnte.

Dementsprechend gibt es Vorschläge für eine Umbenennung des Dateisystems. Mir persönlich gefallen "MurderFS" und "KillerFS" am besten, sowohl in Bezug auf den Gründer als auch bezüglich der oben erwähnten Eigenschaften.

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    Von glasen am Fr, 3. Januar 2020 um 14:40 #

    Also genau wie Reiser4. Etliche Anwender (speziell unter SUSE, wo es längere Zeit default war) klagten damals über urplötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund zerschossene Dateisysteme.
    Reiser4 war noch in keiner Distribution "Default". Was du meinst ist ReiserFS3. Grundsätzlich gebe ich dir aber recht.

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    Von Christian Wetzel am Fr, 3. Januar 2020 um 22:18 #

    SuSE ist damals mit Reiserfs3 vorgeprescht und war wohl ein bisschen frueh dran (so wie auch mit glibc). Aber mit der Version 3.6 lief reiserfs absolut stabil. Wir haben da zwischenzeitlich mehrere Petabytes mit verwaltet ohne jemals auf Probleme zu stossen. Selbst zwei Server in Nigeria mit nahezu taeglichen Stromausfaellen liefen jahrelang - im Gegensatz zu ext4 was schon nach einen Stromausfall einen haendischen Check brauchte.

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      Von Markus B. am Fr, 3. Januar 2020 um 22:33 #

      Naja, das ist ja das Schicksal vieler Projekte: sie werden viel zu früh, noch im Beta-Status, released (gar nicht mal immer von den Entwicklern, siehe das KDE4-Debakel dank Kubuntu) und dann ist der Ruf dauerhaft ruiniert.

      Auch mir haben sich die ganzen Horrorstories von ReiserFS3 eingebrannt, sodass ich es nie angefasst habe. Du bist tatsächlich der Erste, von dem ich a) höre, dass er das FS professionell eingesetzt hat und b) das auch noch ohne Probleme, was mich für euch freut, FS-Fehler braucht man wirklich am allerwenigsten.

      Ich hoffe aber schon, das ihr in Nigeria USVs dahinter hattet, was ja auch hierzulande bei Servern Standard sein sollte, denn jedes FS droht bei Stromverlust zerschossen zu werden.

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        Von Christian Wetzel am Fr, 3. Januar 2020 um 23:00 #

        wir haben sehr unterschiedliche Kunden, von kleinen Praxen bis zu grossen Kliniken.
        Letztere haben natuerlich eine USV (+Dieselgenerator), aber Erstere manchmal nicht. In Nigeria sind die Server permanent nicht sauber runtergefahren, aber die Daten waren trotzdem immer unbeschaedigt (wurden aber auch immer nach Deutschland synchronisiert - sofern das Netz lief).
        Insgesamt haben wir sicherlich ueber Hundert Stromausfaelle bei Servern mit ReiserFS erlebt und in allen Faellen liefen diese sauber wieder hoch und die Daten waren ok (wir speichern von allen Dateien Pruefsummen in der Datenbank).

        Ich hoffe sehr dass ReiserFS5 was wird, denn ReiserFS3 hinterlaesst eine Luecke.
        ext4 und btrfs sind zu buggy und besonders btrfs mit Funktionen ueberladen und ein Speicherfresser, ext3 hat zu viele Einschraenkungen und ZFS unter Linux ist wegen der Lizenzstreitigkeiten auch nicht optimal.
        Aktuell sind wir bei xfs, aber eher aus Mangel an Alternativen.

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          Von Anon Y. Mouse am Fr, 3. Januar 2020 um 23:50 #

          Ich hoffe ja immer noch, dass jemand mal HAMMER und/oder HAMMER 2 von dfbsd auf Linux portiert...

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          Von Ach je ... am Sa, 4. Januar 2020 um 10:50 #

          Ja klar, jahrelange Nutzung von ext4 ohne Probleme aber mit hoher performance = "buggy"... genau.

          Aber solange es Menschen gibt, wird es Missionare geben, die den Stein der Weisen haben. Also den echten. Die anderen Missionare haben alle nur eine Fälschung.

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            Von Christian Wetzel am Sa, 4. Januar 2020 um 13:19 #

            wir haben ext4 auf >1000 Partitionen eingesetzt und geschaetzt bei jedem zweiten Servercrash ein Problem mit einer oder mehreren Partitionen.
            Diese liesen sich zwar alle mit fsck loesen, aber da wir Server mit vielen Platten einsetzen (aktuell 36 * 12TB Platten pro Server) dauert das einfach viel zu lange.
            Mit reiserfs3 gab es diese Probleme kein einziges Mal.
            Und nein, ich bin kein Missionar. Ich will ja niemand davon ueberzeugen im Jahr 2020 reiserfs3 einzufuehren, wir sind ja selber davon weg und die meisten Installer bieten es nichtmal mehr an - insofern habe ich auch keinen 'Stein der Weisen'.
            Aber ein Journaling Filesystem sollte nach einem Stromausfall sauber wieder starten und beim mount das Journal einspielen - das hat bei uns leider oft nicht geklappt, daher nenne ich ext4 buggy, was denn sonst ?
            Zur Performance hatte ich nichts gesagt, aber die ist bei ext4 gut.

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              Von Ach je ... am Sa, 4. Januar 2020 um 14:09 #

              In meiner aktiven Zeit - inzwischen bin ich Rentner - liefen bei uns für DAX-Konzerne 100e von SAP-Applikationsserver-Farmen für 100e bis 1000e Beschäftigte im 24/7-Betrieb für Handel, Materialwirtschaft, Finanzen und Produktion.

              Da ist über Jahre hinweg niemals ein Problem im FS nach Störungen $welcherArtauch aufgetreten.

              Und "hohe Last" ist in solchen Systemen nicht die Ausnahme, sondern zumindest tagsüber der Dauerzustand ... Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte nonchalant, dass derlei Lasten in der Charité nicht einmal dann aufkommen, wenn dort im Minutentakt Unfallopfer eingeliefert werden.

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                Von Christian Wetzel am Sa, 4. Januar 2020 um 14:22 #

                ich kann hier nur unsere Erfahrungswerte wiedergeben, und bei uns liefen jfs, ext3, reiserfs3 und xfs problemlos aber ext4 hat uns viel Aerger bereitet.
                Wenn ext4 anderswo stabil laeuft - freut mich, dann ist ja alles gut.
                Es waere natuerlich interessant die Ursache fuer diesen Unterschied herauszufinden, aber das wird im Nachhinein kaum moeglich sein.

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        Von haha am Sa, 4. Januar 2020 um 14:56 #

        Das war immer ein Problem von nicht-Mandriva-Nutzern

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    Von Ach je ... am Sa, 4. Januar 2020 um 10:45 #

    Und schon damals hat niemand ReiserFS eingesetzt, dem Zuverlässigkeit wichtig war.
    Nur Spielkinder und Nerds.
    Ebenso wie ich auch heute kein btrfs nutze, sondern ext4.

    Datenverluste? Unzuverlässigkeit? Systemprobleme?

    Was bedeuten diese Begriffe? Ich kenne so etwas nicht. Aber Performance.

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