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Thema: Torvalds: Benutzt kein ZFS!

5 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Potz Blitz am Fr, 10. Januar 2020 um 13:35 #

... den man aus der GNU/Open-Source Gemeinde herausekelt. Ich habe den Eindruck, Entwickler mit Ecken und Kanten sind dort immer weniger erwünscht.

Ich finde das bedauerlich. Es waren diese Entwickler die GNU/Linux groß gemacht haben. Imho haben sich Leute, wie z.B. Richard Stallman, bleibende Verdienste erworben -- Verdienste die auch nach einem persönlichen Fehlverhalten berücksichtigt werden sollten.

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    Von klopskind am Fr, 10. Januar 2020 um 15:11 #

    Ich fände es auch besser, wenn er seine Rolle weiter ausübt. Er ist innerhalb des Projekts eine der unparteiischsten Instanzen, wenn technische Differenzen der Entwickler nicht anders aufgelöst werden konnten, oder die abgelieferte Qualität der Arbeit von Entwicklern, deren gewohnte Qualität er kennt, deutlich zu wünschen übrig ließ - jedenfalls ist es anzunehmen, dass er größtenteils unparteiische Absichten in seiner Position als Gründer/Erfinder vertritt.

    Andererseits hat er ja nun schon mehrfach zugegeben, nicht mehr wirklich Beiträge in Form von Code beizusteuern. Er ist ein cat herder geworden (Greift hier das Peter-Prinzip?). Er kennt die Leute und befasst sich mit übergeordneten strukturellen und organisatorischen Problem der technischen Entwicklung. Im Wesentlichen hat er sich viel damit beschäftigt die Entwicklung von Linux weiter zu beschleunigen, etwa durch Festlegung des allgemeinen und technischen Workflows (Pull-Requests über Mailinglisten von ausgewählten Subsystem-Maintainern, heute via git).
    Ich zweifle immer mehr daran, dass er der einzige ist, der diese Aufgabe in dieser Qualität erledigen könnte. Und für das Projekt Linux bedeutet das etwas Gutes (bus factor > 1)!

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      Von Falk am Sa, 11. Januar 2020 um 15:35 #

      Gut, weil er es ja mal als Hobbyprojekt begonnen hatte, könnte er sicherlich noch mitprogrammieren. Das würde zu einem Hobby-Projekt "Just for Fun" passen.

      Aber für einen Koordinator wäre das eher nicht sinnvoll. In Thüringen erzählt man sich eine Geschichte, wo er wohl in Jena mal hinternander weg mehrere Bildschirmseiten Code geschrieben hat und es lief beim ersten Compilevorgang. Er hat diese außergewöhnlichen Talente.

      Vermutlich ist Linux auch deshalb so stark auf dem Server, weil er die ganze Zeit die Hand darüber hatte. Wenn man sich ansieht wie andere Projekte abgedriftet sind mir vergleichbarer Komplexität, dann kann man sich bei Linus eigentlich nur bedanken, dass er damals z.B. nicht das Angebot von Apple angenommen hat. Beim Kernel gibt es eigentlich keine Phasen, wo das vormals renommierte Projekt sich selbst demontiert hat. Das können einige nicht von sich behaupten. Z.B. Gnome, KDE, gcc.

      Und was er sagt ist ja auch richtig. Er muss in seiner Position strategische Steine aus dem Weg räumen. Er greift dafür Nvidia und offensichtlich auch ZFS an. Es mag zwar ein leistungsfähiges Dateisystem sein, aber es ist offensichtlich ein Fremdkörper am Kernel. Und das versucht er zu ändern. Entweder, indem er empfiehlt, dass die Energie in ein anderes Dateisystem fließt oder dass die Lizenzfrage gelöst wird.

      Ich sehe da keine Inkompetenz und vermutlich werden das auch die Kernelentwickler so sehen. Linus war im Gegensatz zu Stallman eigentlich nie ernsthaft insgesamt umstritten.

      Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11. Jan 2020 um 16:08.
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    Von pointer am Di, 14. Januar 2020 um 10:01 #

    Ich finde das bedauerlich. Es waren diese Entwickler die GNU/Linux groß gemacht haben. Imho haben sich Leute, wie z.B. Richard Stallman, bleibende Verdienste erworben -- Verdienste die auch nach einem persönlichen Fehlverhalten berücksichtigt werden sollten.

    Ein Problem dabei ist IMO, dass heutzutage mit sehr engmaschigen Netzen nach "Fehlverhalten" gefischt wird. Nur die ganz glatten, zu 100 % auf Zeitgeist gebürsteten Typen können da (vielleicht) noch durchschlüpfen.

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