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Thema: Torvalds: Benutzt kein ZFS!

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von klopskind am Fr, 10. Januar 2020 um 14:55 #

Am Anfang war Linux halt wie der wilde Westen. In gewisser Hinsicht ist es das in gemäßigterer Form heute noch. Da sind Entwicklungen wie MINIXfs -> ext2 -> ext3 -> ext4, die eher notdürftigen Hacks als vorausahnendem, sauberen und saklierbarem state-of-the-art-Design gleichen.

Aber im Prinzip war Linux - inspiriert von MINIX, welches ein Microkerneldesign verfolgt - selbst nicht wirklich state-of-the-art - zumindest aus technischer Sicht. Wenigstens hatte Linus dafür einen Grund: Er hatte ein Intuition, dass eine Voraussetzung, damit Linux an Fahrt gewinnt und sich erfolgreich entwicklt, auf möglichst weit verbreitetes, bestehendes Wissen und Können in der weltweiten Entwicklergemeinde setzen. Microkernelarchitektur wurde zwar mancherorts studiert oder gar praktiziert, aber die Communities deren Erfolge waren zu klein.

Daß die zu frühe Adaption v.a. durch SuSE und die Taten des Schöpfers dem Dateisystem die weitere Verbreitung verbaut haben, kann man diesem zumindest nicht anlasten.
Adoption, oder?


Dem Rest Ihres Kommentars kann ich uneingeschränkt zustimmen. Linus hat mMn auch immer mal wieder bewiesen, dass er auf der Grundlage schwacher Argumente, welche teils ein naives Halbwissen suggerierten, die Kryptographie- und Sicherheits-Communities nicht so richtig ernst nahm, Teilen davon unnötig vor den Kopf stieß, und sich häufig über diese hinwegsetzte.
Meines Wissens nach lehnt er (und Greg Kroah-Hartman) bis heute die Unterscheidung von Fehlern in Sicherheitslücken und rein funktionale Fehler prinzipiell ab ("a bug is a bug" / "masturbating monkeys" / ""). Dafür wird er auch bis heute kritisiert - mMn zu recht (im Kern).

  • 0
    Von schmidicom am Fr, 10. Januar 2020 um 15:53 #

    Meines Wissens nach lehnt er (und Greg Kroah-Hartman) bis heute die Unterscheidung von Fehlern in Sicherheitslücken und rein funktionale Fehler prinzipiell ab ("a bug is a bug" / "masturbating monkeys" / ""). Dafür wird er auch bis heute kritisiert - mMn zu recht (im Kern).
    Ich kann mir schon denken warum manche so etwas ablehnen.
    Es gibt immer wieder Projekte die dazu neigen weniger wichtige Bugs (also so lange sie zum Beispiel kein Sicherheitsproblem sind) wie eine Welle vor sich herzuschieben und diese Welle im Laufe der Zeit immer grösser werden zu lassen.

    • 1
      Von klopskind am Fr, 10. Januar 2020 um 16:38 #

      Ja, das wäre das andere Extrem. Es ist schlecht, wenn man sagt, dass es gute und schlechte Bugs gäbe. Wenn sich die Behebung einer bestimmten Art von Bugs irgendwie besonders lohnen würde (nicht fürs Projekt, sondern für die behebende Person), dann erhält man schnell andere Probleme.
      Davon spreche ich hier aber nicht.

      Die Bugs aber nach objektiven Charakteristiken zu klassifizieren und ggf. einem gesonderten Auflösungsprozess zu unterwerfen hat allerdings schon Vorteile, auch für den Anwender/Administrator. Der kann dann nämlich deutlich besser abschätzen, ob sich ein Minor-Upgrade - und die erscheinen manchmal mehrmals wöchentlich - tatsächlich lohnt. Von GKH hört man da häufig nur "All users of the [x.y] kernel series must upgrade." Das ist wenig hilfreich. Welche Lücke wurde geschlossen? Benutze ich diese Feature überhaupt? Ist die Option aktiviert? Bin ich tatsächlich angreifbar? Muss ich wirklich aktualisieren?

      Dass andere Prozesse nötig sind, hat Linus hoffentlich endlich mit dem Meltdown-Spectre-Fiasko mit Intel realisiert. In einige Interviews konnte man das jedenfalls heraushören, dass ihm da Änderungen vorschweben.

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