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Thema: Torvalds: Benutzt kein ZFS!

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Von klopskind am Fr, 10. Januar 2020 um 18:01 #

Korrigier' mich, falls ich mir irre...

Aber beim thin-provisioning von LVM muss man aber umso mehr darauf aufpassen, dass die einzelnen Snapshots bzw. der Snapshot-Pool nicht überläuft. Sonst werden die Snapshots wie für LVM gewöhnlich ausgehangen, und werden damit quasi stillschweigend unbrauchbar. Als Nutzer erfährt das im Ernstfalls erst, wenn es zu spät ist. Zudem muss sich der Snapshot-Pool den Platz mit dem Rest teilen. Das macht es auch etwas statischer/unflexibler in der Speicheraufteilung/-reservierung im Vergleich zu btrfs-subvolumes.
Im Endeffekt ist thin-provisioning mit LVM bspw. auf einem Desktop oder einer Workstation relativ aufwändig (und für manche auf etwas kompliziert), es risikoarm zu administrieren.

dm-integrity ist erst seit 4.12 mainlined. Damit gab es für ZFS oder btrfs (beide älter) keine Möglichkeit, diese alternative Infratstruktur zu nutzen. Zudem liest sich das so, also ob es lediglich die Fehler erfasst, aber nicht automatisch korrigiert. Für eine Korrektur müsste man erst tätig werden. Das ist nicht self-healing wie bei ZFS und btrfs.
Der Grund hierfür wird sein, dass dm-integrity als Teil von cryptsetup entwickelt wird, und vermutlich in erster Linie für das Zusammenspiel mit dm-crypt für authentische Verschlüsselung entworfen wurde. Dass man es alleinstehend verwenden kann, wirkt eher wie ein netter Nebeneffekt.
Außerdem würde ich vermuten, dass diese Kompenente nicht besonders ausgiebig getestet worden ist.


Fazit: Ja, es gibt Alternativen, die das sauber getrennt voneinander anbieten. Aber die haben eben so ihre eigenen Macken.

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    Von Markus B. am Sa, 11. Januar 2020 um 16:01 #

    Alles korrekt.

    Ich dachte an Server, wo man mit overprovisioning umzugehen gewohnt ist.

    Das Scrubbing stößt man periodisch per cronjob an, dabei werden von dm-integrity erkannte Inkonsistenzen automatisch repariert.

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