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Thema: Torvalds: Benutzt kein ZFS!

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Von klopskind am Mi, 15. Januar 2020 um 09:49 #

Daran ist nichts unübersichtlich. CDDL-Lizenze ist nun mal eine Lizenze.
Wenn dem nicht so wäre, könnten Sie mir ja mal präzise darlegen, wie die Patentsituation um ZFS so bestellt ist. Die Details um den Streit mit NetApp um die WAFL-Patente (2007) wären bspw. äußerst interessant. Wie sah/sieht die außergerichtliche Einigung denn genau aus? Selbst ein Bryan Cantrill ist sich da nicht so sicher (siehe meine obigen Verweise). Heute beteuern NetApp und Oracle, die Streitigkeiten wären überwunden. Aber wer weiß, ob nicht doch noch jemand aus der Deckung hervorkommt?

Und zur CDDL sind sich Beteiligte auch nicht ganz einig, siehe hier.
Ja, die CDDL hat eine Patentklausel ähnlich der MPL. Allerdings ist entscheidend, wie diese bisher juristisch bewertet und ausgelegt wurde, und wie auf deren Grundlage geurteilt wurde oder Gerichtsverfahren endeten.
Sie suggerieren, es gäbe an dieser Stelle einschlägige Informationen. Quelle?

Die Patentklausel bedeutet auch, dass sich jeder Lizenznehmer dazu verpflichtet, keine Patentklagen gegen Oracle (bzw. damals Sun) einzureichen. Andernfalls erlischt die Lizenz. Das wäre durchaus fatal für den Lizenznehmer.
Auf der anderen Seite ist die Aggressivität der juristischen Vorgehensweise Oracles branchenweit bekannt. Auf so eine Lizenz möchte sich kein Unternehmen gerne einlassen; zumindest birgt dies auch geschäftsschädigende bis -vernichtende Risiken.

OracleZFS und OpenZFS gehen seit 2010 getrennte Wege und [...]
Ja, und?

[...] ein großer Teil des einstigen ZFS wurde bei OpenZFS schon geändert.
Das bezweifle ich. Haben Sie belastbare Belege für diese Aussage? Und wieso reicht „ein großer Teil“ aus, um die Argumente gegen die Inklusion von ZFS in Linux vollständig zu entkräften? In den Streitigkeiten zwischen AT&T USL und BSDi (inkl. Verwaltungsmitglieder der Universität von Kalifornien) um die BSD-Quelltexte war jeder kleine überbleibende Schnipsel für den Verteilungs-/Vertriebsstopp hinreichend. Alles musste entfernt oder ersetzt werden, siehe hier.

Siehe Update Juni 2019:
OpenZFS hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung auf Illumos, FreeBSD und GNU / Linux erlebt: ZFS vs. OpenZFS
Ja, es gibt diese Unternehmen und Stimmen, die dort keine Probleme sehen (z.B. iX Systems und Canonical). Die Verbreitung der Quelltexte allein erachten einige als weitestgehend unproblematisch. Deswegen existiert ZFS in Ubuntu auch lediglich als dkms-Modul.

Das heißt aber nicht, dass keine existieren können würden. Andere Unternehmen, bei denen auch etwas zu holen wäre, werten die Situation insgesamt immer noch so, dass der Einsatz und die Verbreitung der Binärcodes von ZFS unverhältnismäßige juristische Risiken mit sich trägt.
Hinzu kommt aber eventuell auch noch, dass sich Canonical im Falle des Falles besser der US-Patentgerichtsbarkeit entziehen können könnte, und deswegen die effektiven Risiken geringer einschätzt als amerikanische Unternehmen.

Es sind also einfach nur unterschiedliche juristische Bewertungen dieser Situation. Ob und wie die Situation gerichtlich beurteilt wird, könnte sich meiner Meinung nach noch erweisen. Erst dann scheint man sich hier einig werden zu können.

Übersichtlich ist daran leider gar nichts.

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