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Thema: Debian erlaubt Booten vom F2FS-Dateisystem

15 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von schmidicom am Mo, 13. Januar 2020 um 10:36 #

Meiner Meinung nach sollte es eigentlich völlig ausreichen wenn der Bootloader die eigene Boot-Partition, wo der Kernel + Initrd ja normalerweise liegen, lesen kann. Und unter einem UEFI macht der erweiterte Zugriff noch weniger Sinn weil da eh eine ESP vorhanden sein muss für die das UEFI den Dateisystemtreiber gleich selbst bereitstellt.

Wozu also bitte der Vollzugriff auf weitere Partition?

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    Von /o\ am Mo, 13. Januar 2020 um 11:22 #

    Also wenn du den Sicherheitsaspekt meinst... das ist vollkommen egal. Der Bootloader hat so oder so vollen Zugriff auf alles. Ob man da jetzt was künstlich abtrennt oder nicht, das ist dem egal. Wer den Bootloader hackt, hat immer vollen Zugriff auf das System. (Und ja, ich rede auch von Systemen, die ne Smartcard brauchen, um Daten zu entschlüsseln)

    • 0
      Von schmidicom am Mo, 13. Januar 2020 um 11:30 #

      Nein um diese Sicherheit (Schutz vor Hackern und Schadsoftware) geht es mir nicht, sondern um die unnötige Komplexität die insbesondere bei GRUB offenbar immer schlimmer zu werden scheint.

      Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 13. Jan 2020 um 11:32.
      • 2
        Von Josef Hahn x am Mo, 13. Januar 2020 um 12:16 #

        Aber nein doch... Er friert bei mir hier nur ein, sobald ich "loopback ..." eintippe. :)

        Das schöne am Menschen ist ja: Es ist keine Aufgabe zu simpel, um sie zu versauen. Es wird alles aufgebohrt bis ultimo, und dann wird gesucht, wo man immer nochwas und nochwas und nochwas dranfummeln kann. Wie in der Wirtschaft: Stillstand ist der Tod.

        So und nur so bekommt man es hin, dass simpelste Sachen nicht zufriedenstellend gelöst sind. Neulich ätzte ein Kabarettist ins ähnliche Horn: "Wir haben Boxspringbett-Kompetenzzentren, aber sind nicht in der Lage, [...]".

        • 1
          Von Oiler der Borg am Mo, 13. Januar 2020 um 14:55 #

          Sachen die 20Jahre 1A funktioniert haben, werden auf komplexeste Weise kaputtgefriemelt!
          Offensichtlich ist allgemeiner Konsens, dass man binnen der nächsten 5Jahre den umfassenden Techgau erreichen muss, nachdem man wieder von NULL anfangen darf , denn dort gibt es den meisten Ruhm zu ernten :x

          • 1
            Von Naja am Mo, 13. Januar 2020 um 18:08 #

            Jaja, alles wird immer schlimmer. Schon immer! Und jetzt kommt auch noch die Weltverschwörung dazu! Oh mein Gott! Warum tut denn niemand was!?

            • 1
              Von blablabla233 am Mo, 13. Januar 2020 um 19:26 #

              No nie was von den Illuminaten gehoert????

              • 1
                Von klopskind am Mo, 13. Januar 2020 um 20:44 #

                Sind die auch seit Boris Becker mit AOL online und auf 4chan unterwegs? Selbst bei den Illuminaten geht's steil bergab. Die sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren...

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          Von Tex-User am Di, 14. Januar 2020 um 07:32 #

          Es ist keine Aufgabe zu simpel, um sie zu versauen.
          +1
          Meine Dissertation aus dem Jahre 2003 wird auch mit meinem tagesaktuellen TeX-Live ohne Fehler in ein makelloses PDF/A-Dokument zur Langzeitarchivierung kompiliert. Der damalige Forschungsbericht musste im Word-2000-Format erstellt werden und ist praktisch nur noch als HardCopy zu gebrauchen, da sowohl die eingebetteten Bilder als auch die Dateistruktur (mehrere Filialdokumente in einem Zentraldokument) heute nicht mehr mit MS-Office funktionieren. Aber das "Boxspringbett-Kompetenzzentrum" in Redmond hat sicherlich eine kuschelige Office-Suite im Angebot, das alles besser macht.

          • 1
            Von Josef Hahn x am Di, 14. Januar 2020 um 11:07 #

            Das ist schön, wenn das bei dir so ist; typischerweise ist es andersrum. Das FOSS Gespiele hat nach ein paar Jahren einmal alles auf links gedreht; von Bugs nochmal ganz ab. Knuth ist wohl ein Ausnahmetalent, und die Umstehenden haben's auch nicht kaputt bekommen.

            So Abenteuer, wo den Leuten MS Office Dateien kaputtgegangen sind... Naja; schwer dem auf den Grund zu gehen, zu welchem Teil das real ist, und zu welchem Teil das provozierte Probleme sind, weil man mit MS Office Probleme haben _möchte_. Ich benutze selten Office-Suites. Ein Erlebnis bezüglich Instabilität ist mir hängen geblieben. Da habe ich mit LO an einem .odt gearbeitet. Irgendwann ging es nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts; die Datei war korrumpiert. Ich habe mir mal den Jux erlaubt, diese Datei dann nochmal ins MS Office zu werfen. Spannenderweise hatte Word da gar keinen Streß mit. Ich schweife ab...

            Die Frage wäre, was in TeX Live das Analogon zu dieser Einbetterei gewesen wäre. Waren das bei dir seinerzeit auch einfach Word-Dateien innerhalb des "Zentraldokuments", oder exotischere andere Dokumenttypen? Was kann man mit einem Word-Dokument tun, um auf diese Weise die Kompatibilität zu untergraben? Und: War das für dich im Vorfeld wirklich unabsehbar?

            > Aber das "Boxspringbett-Kompetenzzentrum" in Redmond hat sicherlich eine kuschelige Office-Suite im Angebot, das alles besser macht.

            Also zumindest stellt man nicht irgendwann fest, dass er stillschweigend alle dokumentinternen Links (etwa auf andere Abschnitte) auf kaputte Weise ins Zieldokument überführt, und es noch einen siebten Durchlauf gebraucht hätte, der dann diese Links final geradegezogen hätte. ^^

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    Von Tamaskan am Mo, 13. Januar 2020 um 15:31 #

    systemd-boot funktioniert genau so: Der Kernel, Initrd und der Bootloader selbst (systemd-bootx64.efi) liegen auf der ESP. Das Mainboard-UEFI startet den Bootloader, der ggf. ein Menü anzeigt, wo man den zu bootenden Kernel auswählen kann (oder ein anderes Betriebssystem, wie Windows).

    Dann wird direkt der Kernel gestartet und die Initrd eingebunden, anschließend kann / eingehängt werden. Dem Bootloader ist es völlig egal, welches Dateisystem / ist, nur der Kernel muss es natürlich unterstützen und in der Initrd müssen die nötigen Tools vorhanden sein.

    Ich boote schon seit Jahren mein Arch Linux über systemd-boot mit f2fs als /. GRUB war mir immer zu kompliziert, unter anderen Distributionen bekommt man das nur nicht so mit, weil der Installer alles einrichtet.

    (systemd-boot läuft übrigens auch ohne systemd)

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      Von klopskind am Mo, 13. Januar 2020 um 20:50 #

      Ich boote schon seit Jahren mein Arch Linux über systemd-boot mit f2fs als /.
      Hinweis: Bei openSUSE hält von F2FS als Dateisystem fürs Bootmedium wenig, siehe hier.

      • 1
        Von Tamaskan am Mo, 13. Januar 2020 um 23:40 #

        openSUSE hat soweit ich weiß nie f2fs für / oder /boot unterstützt (zumindest hat YaST es bei der Installation nicht angeboten). In dem verlinkten Reddit scheint es aber um etwas anderes zu gehen, einen Kernel-Panic wenn man eine f2fs-Partition mountet die mit einem älteren Kernel formatiert wurde. Das wäre dann ja distributionsübergreifend und müsste Upstream gefixt werden. Bisher hatte ich mit f2fs keine solchen Probleme.

        Ich hatte aber mal mit einem anderen Dateisystem unter openSUSE massive Probleme, nämlich mit btrfs. Das System fror in regelmäßigen Abständen komplett ein, besonders bei Verwendung des Dateimanagers oder beim Aufruf von "ls". Unter anderen Distributionen zeigte sich nicht dieses Verhalten. Ursache war, das openSUSE das Paket "btrfsmaintenance" vorinstalliert, das im Hintergrund dauernd irgendwelche Scrub- und Balance-Operationen ausführt. Als ich das Paket deinstallierte, verschwand das Problem auch wieder.

        • 1
          Von klopskind am Di, 14. Januar 2020 um 09:04 #

          In dem verlinkten Reddit scheint es aber um etwas anderes zu gehen, einen Kernel-Panic wenn man eine f2fs-Partition mountet die mit einem älteren Kernel formatiert wurde. Das wäre dann ja distributionsübergreifend und müsste Upstream gefixt werden.
          Ja, darum ging es mir. Ja, das Problem betrifft natürlich jede Distribution, die F2FS nicht entsprechend anpasst - und ich vermute, dass das derzeit jede sein wird. Ja, die F2FS-Entwickler (vorwiegend Samsung, inzwischen auch Google mit Android als großem Nutzer) müssten hier tätig werden. Laut Fehlerbericht im Reddit sind die Entwickler sich des Problems bewusst und haben keine Ambitionen, dies zu lösen.

          Bisher hatte ich mit f2fs keine solchen Probleme.
          Und ich hoffe, dass das so bleibt. Also alles kein Thema, ich wollte Sie lediglich auf diese Eigenschaft von F2FS und deren Bewertung seitens (open)SUSE - bzw. deren angestellte(r) Mitarbeiter / Ingenieur(e) - hinweisen, denn ich halte diese bei der Entscheidung, F2FS für /boot (oder /) zu unterstützen oder zu verwenden, nicht ganz unerheblich.

          Bzgl. btrfs: Ich halte von der Umsetzung unter openSUSE auch nicht viel. Allerdings bin ich auch von btrfs selbst nicht besonders angetan.

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Von Janko Weber am Mi, 15. Januar 2020 um 21:55 #

Debian macht das was Google macht.

Bei Debian 8 ist Schluß.

Schlaft weiter!


MfG Janko Weber

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