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Di, 14. Januar 2020, 09:37

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 32 aktiviert FSTRIM als Standard

Mit der Ende April erwarteten Veröffentlichung von Fedora 32 wird die Distribution mit aktiviertem FSTRIM-Timer für SSDs ausgeliefert.

fedoraproject.org

Nach einer längeren Diskussionsphase stimmte das Fedora-Steuerungskomitee FESCO gestern einem Vorschlag vom Dezember zu, durch den FSTRIM mit Fedora 32 zum Standard wird. Der Befehl TRIM informiert die Firmware von auf Flash basierten Speichermedien unter den Dateisystemen EXT4, XFS, Btrfs und F2FS über unbenutzte oder ungültige Datenblöcke, gibt diese zur Benutzung frei und verbessert damit auch das Wear-Leveling. Praktisch wird die Änderung umgesetzt, indem der fstrim.timer von Systemd standardmäßig aktiviert wird und die Option OnCalendar=weekly für die Ausführung einmal wöchentlich sorgt.

Seit die ersten SSDs auf den Markt kamen, gibt es geteilte Meinungen zu TRIM in seinen verschiedenen Ausprägungen. Dabei wird zwischen Online-Discard und Batched-Discard unterschieden. In der Anfangszeit wurde Online-Discard als Mount-Option in der Datei fstab verwendet. Dieser Methode werden durch die Art der Ausführung Performance-Einbußen nachgesagt. FSTRIM entspricht dem Batched-Discard, bei dem die Meldung ungenutzter Bereiche gesammelt zu bestimmten Zeitpunkten stattfindet. Auf Kernel.org wird zudem eine Liste gepflegt, die Geräte aufführt, die Probleme mit dem TRIM-Befehl haben.

Dafür, dass Fedora oft führend ist, wenn es um die Einführung von Neuerungen geht, kommt die Entscheidung zum automatischen TRIM recht spät. Bei Opensuse, Ubuntu und anderen Distributionen wird FSTRIM schon länger automatisch per Timer gesteuert, Arch Linux, Debian und Manjaro dagegen verfügen zwar über die vom Paket util-linux bereitgestellten fstrim.service und fstrim.timer, der Timer muss aber vom Anwender per sudo systemctl enable --now fstrim.timer manuell aktiviert werden.

Eine weitere, ebenfalls mit Fedora 32 erst spät eingeführte Neuerung ist die einfachere Wahl alternativer Compiler. Damit würden die bestehenden Symlinks des Pakets GCC auf /usr/bin/cc und /usr/bin/c++ künftig durch das Paket update alternatives gehandhabt.

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