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Mi, 22. Januar 2020, 14:11

Software::Cloud

Canonical stellt Anbox Cloud vor

Canonical hat Anbox Cloud vorgestellt, ein Cloud-System, in dem Android durch den Einsatz zahlreicher in Containern laufenden Instanzen hochgradig skalierbar gemacht wird. Anbox Cloud ermöglicht die Zentralisierung von Anwendungen und das Auslagern von rechen- und speicherintensiven Operationen vom Endgerät in die Cloud.

Anbox Cloud

Canonical

Anbox Cloud

Die von Canonical vorgestellte Anbox Cloud ist eine Plattform, die es ermöglicht, Android-Systeme in Containern zu starten und somit verteilte Android-Anwendungen auszuführen. Das neue Produkt ist für Unternehmen gedacht, die Anwendungen aus ihrer Cloud heraus verteilen wollen. Als Beispiele für solche Angebote nennt Canonical Spiele, Arbeitsplatzanwendungen, Software-Tests und die Virtualisierung von Mobilgeräten. Da die Cloud-Systeme standardisiert sind, sind die dort laufenden Anwendungen unabhängig von den Fähigkeiten der Mobilgeräte. Die Anwendungen sind ferner skalierbar und laut Canonical auch sicherer.

Anwendungen, die zu speicher- oder energiehungrig für Mobilgeräte sind, können in der Anbox Cloud ausgeführt werden und ihre Ergebnisse auf die Geräte streamen. Dabei können ARM- und x86-Varianten von Android zum Einsatz kommen. Das kann zum Beispiel auf kommende Spiele zutreffen, die sich in der Cloud auf eine große Zahl von Benutzern skalieren lassen. Dabei sollen die Spiele trotzdem blitzschnell reagieren und keine merklichen Latenzen zeigen. Für Details hierzu kann man ein Whitepaper anfordern. Spiele werden zudem nicht mehr auf das Mobilgerät heruntergeladen, was auch das von den Anbietern meist unerwünschte Kopieren erschweren dürfte.

In Unternehmen kann Anbox Cloud entsprechend Anwendungen bereitstellen, die, sofern von einer privaten Cloud ausgeliefert, die die Privatsphäre und Konformität mit Richtlinien wahren. Das kann die Kosten senken, die Unternehmen für die Entwicklung ihrer internen Anwendungen aufwenden müssen, da eine einzelne Anwendung für alle Anwendergeräte geeignet ist.

Für Entwickler kann die Anbox Cloud eine Möglichkeit darstellen, ihre Anwendung mit einer großen Zahl von emulierten Android-Geräten zu testen. Auch kontinuierliche Integration ist möglich. Die Anbox Cloud kann in öffentlichen Clouds eingesetzt werden, wenn beispielsweise die benötigten Kapazitäten die internen Kapazitäten übersteigen, oder in privaten Clouds. Für Cloud-Anbieter offeriert Canonical auch, dass sie Anbox in ihr Angebot integrieren.

Anbox Cloud baut auf vielen Technologien auf, die bei Canonical initiiert oder entwickelt wurden. In der Cloud wird Android auf dem Kernel von Ubuntu 18.04 LTS ausgeführt. Als Containersystem kommt LXD zum Einsatz, was zu schlanken Containern führt und somit zu mehr Containern pro physischem Rechner. Über MAAS wird die Infrastruktur aufgesetzt, Juju sorgt für die Automatisierung der Prozesse. Anbox Cloud kommt mit langfristigem Support durch das »Ubuntu Advantage«-Programm. Canonical verspricht darin kontinuierlichen Support und Sicherheitsupdates für bis zu zehn Jahre.

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