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Di, 28. Januar 2020, 12:01

Gesellschaft::Politik/Recht

FSF startet Petition für die Öffnung von Windows 7

Nachdem Microsoft Windows Mitte dieses Monats offiziell eingestellt wurde, startete die Free Software Foundation diese Woche eine Petition zur Öffnung des Systems. Als Grund nennt die Organisation den Wunsch, die Quellen zu studieren und die Nutzer zu unterstützen.

Windows 7

Das Schäfchen/Wikipedia

Windows 7

Microsoft Windows 7 wurde vor über zehn Jahren, am 22. Oktober 2009 vorgestellt und stellt einen direkten Nachfolger des erfolglosen Microsoft Windows Vista dar. Mit der neuen Version hatte Microsoft die Benutzeroberfläche des Betriebssystems und einiger der Standardanwendungen überarbeitet und teils erheblich verbessert. Verbessert wurden ebenfalls die Systemsicherheit und die Stabilität, was unter anderem zu einer gesteigerten Akzeptanz in der Nutzerschaft führte. Seit dem 13. Januar 2015 wird von Microsoft allerdings das System nur noch der erweiterte Support angeboten und seit Mitte dieses Monats ist das System offiziell eingestellt. Nutzer sind dazu aufgefordert, einen Nachfolger oder eine Alternative zu wählen.

Die Einstellung der Unterstützung von Windows 7 stellt viele Millionen Nutzer vor teils erhebliche Probleme. Microsoft rät bereits seit geraumer Zeit zum Umstieg und macht einen Schwenk auf die neue Version des Betriebssystems privaten Anwendern unter anderem durch kostenlose Updates schmackhaft. Die Umstellung dürfte sich aber noch einige Zeit hinziehen – vor allem aber auch der Unternehmensnutzer wegen. Diese können immer noch im Zuge des »Extended Security Update«-Programms an Aktualisierungen kommen und werden deshalb einen Umstieg noch hinauszögern können. Privatnutzer müssen aber umsteigen.

Das Ende des Supportzeitraums muss aber nicht zwangsläufig auch den Tod des Systems bedeuten. »Obwohl wir nicht behaupten können, dass wir in Trauer waren, haben wir die vergangene Zeit damit verbracht, an das Vermächtnis von Windows 7 zu denken«, schreibt beispielsweise die Free Software Foundation (FSF). Microsoft lasse seine Benutzer im Regen stehen, was aber nicht sein müsse, denn es gebe auch andere Optionen.

Laut der FSF hat das Unternehmen bereits einige Schritte in die richtige Richtung unternommen und einige kleine, aber wichtige Komponenten von Windows als freie Software vorgestellt. »Wir wollen Sie ermutigen, weiter zu gehen«, schreibt die FSF weiter. Jetzt, nachdem Microsoft bereits etliche Male seine Liebe zu Open Source bekräftigt habe, sei es an der Zeit zu beweisen, dass es sich dabei nicht nur um eine Werbekampagne handelte. Der nächste Schritt wäre deshalb, Windows 7 komplett unter eine freie Lizenz zu stellen. »Die Geschichte der freien Software hat uns gezeigt, dass Software nicht eingestellt werden muss«, so die FSF weiter.

Um nun Microsoft von der Richtigkeit des Ansatzes zu überzeugen, startete die Organisation deshalb eine Petition zum »Upcycling von Windows 7«. Binnen der kommenden Wochen sollen mindestens 7.777 Unterschriften gesammelt werden und Microsoft dazu bewegen, sich mit dem Gedanken der Befreiung auseinander zu setzen. Zusätzlich sollen Nutzer das Vorhaben in sozialen Medien verbreiten und die Idee von freier Software weiter transportieren. »Die Unterstützung von Windows 7 durch Microsoft ist vorbei, aber es muss nicht sterben«, so die FSF.

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