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Di, 28. Januar 2020, 15:32

Software::Kommunikation

Lightmeter soll E-Mail-Kommunikation verbessern

Das freie Programm Lightmeter soll die Auslieferung von E-Mails überwachen und visualisieren. Es wurde jetzt von der gleichnamigen Berliner Firma als technische Vorschau vorgestellt.

Übersichtsseite von Lightmeter

Lightmeter

Übersichtsseite von Lightmeter

E-Mail bleibt mit geschätzten 3,8 Mrd. Benutzern, 18 Mio. E-Mail-Servern weltweit und 103 Billionen E-Mails pro Jahr eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Doch an die 20% aller Nachrichten kommen nicht beim Empfänger an. Ursachen dafür können fehlerhafte Mailfilter sein, die legitime E-Mail verwerfen, aber auch die gestiegene Komplexität der Mail-Zustellung mit Mail-Verifikationssystemen wie DMARC, DKIM und SPF und vieles mehr. Ein weiteres Problem ist, dass trotz der dezentralen Natur von E-Mail ein Großteil aller Mails über nur wenige Anbieter läuft. Diese Anbieter können die Bedingungen diktieren, zu denen sie E-Mails annehmen, so dass sich alle anderen Betreiber von Mail-Servern nach diesen richten müssen, auch wenn das Extra-Arbeit erfordert. Die Ursachen für Zustellprobleme zu finden, ist dementsprechend nicht leicht. Abhilfe will hier Lightmeter schaffen. Lightmeter ist freie Software, die von der gleichnamigen Berliner Firma entwickelt wurde.

Lightmeter liegt jetzt als technische Vorschau vor. Diese erste Version analysiert die Logdateien von Postfix-Servern, die geschätzte 35 bis 40% aller Mails befördern. Damit erleichtert Lightmeter die Arbeit von Mail-Administratoren und macht den Betrieb eines Mail-Servers einfacher und billiger. Die Software visualisiert den aktuellen Zustand der Mail-Auslieferungen, abgewiesene Mails, Domains und Leistung, aufgeschlüsselt nach Empfänger-Domain. Spätere Versionen von Lightmeter sollen auch andere Server, darunter Exim, analysieren. Sie sollen ferner mehr Probleme erkennen und passende Lösungen vorschlagen können.

Lightmeter steht unter der Affero GPL Version 3 (AGPLv3). Die technische Vorschau von Lightmeter kann als Docker-Image von Dockerhub bezogen werden, was wahrscheinlich die einfachste Möglichkeit ist, die Software auszuprobieren. Der Quellcode von Lightmeter ist auf Gitlab vefügbar.

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