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Mi, 29. Januar 2020, 10:05

Software::Distributionen

Kali Linux 2020.1 erschienen

Kali Linux, eine Live-Distribution für Penetrationstests, forensische Analysen und Auditing ist in Version 2020.1 erschienen. Die neue Version verabschiedet sich unter anderem von Root als Standardbenutzer.

Offensive Security

Kali Linux 2020.1, die erste Ausgabe der auf Penetrationstests und forensischen Analyse ausgelegten, auf Debian beruhenden Linux-Distribution im neuen Jahr geht einen tiefgreifenden Schritt. Der vom Vorgänger BackTrack übernommene Standard-Root-Account wird abgeschafft und durch einen unprivilegierten Account ersetzt. Mit Kali 2020.1 lautet der Standard-Anmeldename somit nicht mehr root/toor, sondern kali/kali.

Um zu verstehen, warum eine Distribution mit Root als Standard arbeitet, muss man weit zurückgehen in der Geschichte von Kali Linux. Der 2006 ins Leben gerufene Vorgänger von Kali Linux war ein reines Live-System, das zunächst auf Slackware aufsetzte und 2009 zu Debian und Ubuntu wechselte. Viele der damals verwendeten Werkzeuge benötigten entweder Root-Rechte oder liefen damit besser. Bei einem Betriebssystem, das ausgelegt war, von einer CD ausgeführt zu werden und nicht aktualisiert wurde, erschien es damals sinnvoll, ein solches Root-Modell zu nutzen.

Mit der zunehmenden Popularität nach dem Wechsel von BackTrack zu Kali wollten viele Anwender die Distribution als ihr Hauptsystem fest installieren und aktuell halten. Der bereits länger geplante und jetzt umgesetzte Wegfall des standardmäßigen Root-Accounts wird die Wartung von Kali vereinfachen und Probleme für die Endbenutzer vermeiden. Die Entwickler empfehlen Kali aber auch weiterhin als Live-System, auch wenn die Verwendung als fest installiertes System mit 2020.1 einfacher geworden ist.

Die Struktur der Abbilder von Kali wurde ebenfalls an die neuen Gegebenheiten angepasst. So erscheint Kali Linux künftig als Live-, Installer- und Netinstall-Abbild. Abgeschafft wurden Abbilder für einzelne Desktops, der Installer bietet die Auswahl zwischen Xfce als Haupt-Desktop und Plasma, Gnome, Mate oder LXDE als Alternativen. Auch die Anzahl der zu installierenden Werkzeuge lässt sich mittels verschiedener Kriterien auswählen.

Neben den erwähnten Images bietet Kali Linux auch solche für die ARM-Plattform. Diese laufen mit 2020.1 allerdings noch mit Root als Benutzer. Ein Image für das Pinebook Pro wird nachgeliefert. Das Android-ROM Kali NetHunter setzt nicht mehr zwingend ein gerootetes Gerät voraus. Weiterführende Informationen zu Kali Linux 2020.1 vermitteln die Notizen zur Veröffentlichung. Abbilder in 32 und 64 Bit können vom Download-Server heruntergeladen werden.

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