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Mo, 10. Februar 2020, 11:44

Software::Multimedia

Video-Editor OpenShot 2.5.0 mit Unterstützung für Hardware-De-/Encoding freigegeben

Der quelloffene Video-Editor OpenShot 2.5.0 führt neben der Unterstützung für Hardware-De- und Encoding unter anderem auch Unterstützung für Blender 2.8 ein.

OpenShot 2.5.0

OpenShot

OpenShot 2.5.0

OpenShot 2.5.0 ist nach Aussage von Entwickler Jonathan Thomas in der Ankündigung die umfangreichste Veröffentlichung in der Geschichte des freien, auf Qt basierenden Video-Editors. Eine der vermutlich wichtigsten Neuerungen ist die zunächst experimentelle Unterstützung der Hardware beim De- und Encodieren, sofern die Grafikkarte das leistet. Wenn die Grafikkarte in der Lage ist, Videodaten selbst ohne Hilfe der CPU zu de- und encodieren, lassen sich je nach Ein- und Ausgabeformat Geschwindigkeitszunahmen von 30 bis 40 Prozent erreichen.

Die Leistung des Keyframe-Systems von OpenShot konnte in der neuen Ausgabe wesentlich verbessert werden. War es bisher oft so, dass bei Projekten, die lange Clips oder viele Clips enthielten, der Zugriff oft verlangsamt erfolgte, wurde für OpenShot 2.5.0 das Keyframe-System komplett neu geschrieben, um interpolierte Werte in Echtzeit zu liefern und nicht mehr den gesamten Wertebereich zwischenzuspeichern. Somit soll künftig auch schnelles Bewegen in der Zeitleiste das Keyframe-System nicht mehr aus dem Takt bringen.

OpenShot 2.5.0 kann erstmals Daten in weit verbreiteten Formaten wie etwa Schnittlisten im EDL-Format oder grundlegende Daten der Zeitachse per XML in und aus verschiedenen anderen Anwendungen im- und exportieren. Diese Fähigkeit war eine der am häufigsten nachgefragten Funktionen für OpenShot. Das Thumbnail-System war in der Vergangenheit nicht allzu stabil, das Verschieben oder Umbenennen von Ordnern resultierte nicht selten in vielen kaputten Thumbnails. Das soll nun mit dedizierten Projektordnern verhindert werden. Zudem werden Thumbnails künftig über einen lokalen HTTP-Server erstellt, der kaputte oder fehlende Thumbs selbstständig neu generieren kann.

Darüber hinaus unterstützt OpenShot 2.5.0 das neue .blend-Format von Blender 2.8. Das Problem von versehentlich durch den Anwender gelöschten Projektdaten wird gelöst, indem vor jedem Speichern eine Kopie des gesamten *.osp-Projekts in einen Wiederherstellungsordner kopiert und von dort wiederhergestellt werden kann. Zudem wurden viele Probleme im Zusammenhang mit der SVG-Unterstützung besonders unter OS X und älteren Linux-Distributionen behoben.

OpenShot 2.5 wird für Linux, OS X und Windows bereitgestellt. Ein AppImage für Linux ist bereits verfügbar, Pakete für die Distributionen werden folgen. Der Quellcode kann von GitHub bezogen werden.

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