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Thema: Meilenstein für freie Software in Dortmund

20 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Caramba am Di, 11. Februar 2020 um 13:27 #

und wieder ein Versuch, OpenSource in öffentliche Verwaltungen zu verankern.
Na ja, zumindest haben die Dortmunder sich Gedanken gemacht und die verwendeten Dateiformate/Endungen gezählt: 49.063
Wieso muss jede Stadt (München, Schwäbisch Hall, Dortmund, ...) gleich eine aufwendige Studie durchführen, um letztendlich doch wieder proprietäre Software zu kaufen, weil Verwaltung X nicht mit Verwaltung Y kompatibel ist. Wäre nicht eine Umstellung auf Web-Applikationen sinnvoll, um unabhängig von Programmversionen, Dateiformaten und Hardware zu werden?
Die EU schreibt seit Jahren offenen Dateiformate für öffentliche Verwaltungen per Richtlinie vor und hält sich selbst nicht dran. Das Problem halte ich für unlösbar.

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    Von Bommel am Di, 11. Februar 2020 um 13:34 #

    Sehe ich genauso. Bei uns in SH ist der Wille auf dem Papier auch da. In der Praxis sieht es so aus, daß auf Win10 umgerüstet wird. Das dauert alles viel zulange und viele Beamte unterstützen das auch nicht richtig. Da fehlt der Elan. Beispiel CERN, das liest sich gut und denen traue ich zu, das sie es auch durchziehen.

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    Von linuxveteran am Di, 11. Februar 2020 um 13:36 #

    Es wird schon in Richtung webbasierter Anwendung umgestellt. Der Prozess ist aber langwierig, alte Strukturen müssen aufgebrochen werden. Ich erlebe das gerade selbst, wie verankert Denkweisen sind.

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    Von Anonymous am Mi, 12. Februar 2020 um 09:31 #

    Wäre nicht eine Umstellung auf Web-Applikationen sinnvoll, um unabhängig von Programmversionen, Dateiformaten und Hardware zu werden?

    Mit WebApps wird man nicht unabhängig, sondern versinkt noch schneller in der Abhängigkeitshölle.

    Alle 4 oder 6 Wochen werden neue Browser-Versionen auf den Markt geworfen, meist mit funktionalen Erweiterungen und Umbauten.

    Viel Spass beim Hinterherhecheln.

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      Von kamome umidori am Mi, 12. Februar 2020 um 10:29 #

      Wenn Du nicht alles mit dem „Super-Duper-Framework des Jahres“ machst, sondern auf Text, `img`, `form`, `input`, `textarea` setzt, dann kannst Du das auch mit IE verwenden (oder jedem Standard-konformen Browser) – auch in vielen Jahren noch!

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        Von MalSaulusMalPaulus am Do, 13. Februar 2020 um 13:02 #

        Genau die ganzen Frameworks zeichen natürlich alle Komponenten mittels canvas, oder?

        Eher nicht, die verwenden genau deine genannten HTML-Elemente und da man modere JavaScript Features via Babel zu ES5 compilieren kann, laufen die auch auf sehr alten Browsern. Wobei ja mittlerweile jeder modere Browser auch ES6 unterstützt...

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          Von kamome umidori am Fr, 14. Februar 2020 um 10:30 #

          Das war auch ungefähr meine Rede – Du sprichst ja gerade nicht von „Super-Duper-Framework des Jahres“, sondern von in dieser Hinsicht ordentlich aufgebauten (z. B. https://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_JavaScript_frameworks).
          Canvas wäre übrigens prima unterstützt (aber hoffentlich gibt es das nicht wirklich für ein allgemein zu verwendendes Framework).

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    Von Michael Stehmann am Mi, 12. Februar 2020 um 12:29 #

    Ich ich richtig unterrichtet bin, wurde in Dortmund sich auch intensiv darum bemüht, aus den Erfahrungen anderer Städte Lehren zu ziehen.

    Und Webapplikationen und Freie Software schließen einander nicht aus.

    Dass proprietäre Software generell die Tendenz hat, Formate zu vermehren, um der Konkurrenz das Leben schwer zu machen, ist auch altbekannt. Was das für das Archivwesen bedeutet kann man sich auch vorstellen. Letztlich muss man dann, wenn man nicht "unformatiert", nicht nur die Daten, sondern auch zwecks Lesbarkeit die Programme und zwar in vielen Versionen vorhalten.

    Insoweit bieten Offene Standards signifikante Vorteile.

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Von mw am Mi, 12. Februar 2020 um 07:15 #

So gaaanz langsam macht sich der Unmut über bestehende Umgebungen und den vendor Lock-In breit. Aber den Mut, alte Zöpfe abzuschneiden, haben die wenigsten. Es ist allerhöchste zeit, dass die EU Richtlinie konsequent angewendet wird und es ein Verbot proprietärer Anwendungsentwicklungen gibt. Wenn eine Kommune eine Anwendung entwickelt oder entwickeln läßt, dann sollte die auch für andere Kommunen zur Verfügung stehen und technologisch barrierefrei sein, d. h. auf allgemein anerkannten Standards beruhen, die nicht proprietär sind. Das ewige Genöle, dass die Anwender nichts anders können als Windows, ist lediglich ein vorgeschobenes Argument der Lobby. Die vielen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sind doch alle keine Dummchen.

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