Login
Newsletter
Werbung

Di, 11. Februar 2020, 14:39

Software::Distributionen

Elementary OS: Crowdfunding zur Verbesserung des AppCenter

Die Entwickler von Elementary OS suchen Unterstützer für die Verbesserung des AppCenter. Die Kampagne auf Indiegogo hat das Spendenziel bereits übertroffen.

Elementary OS ist eine Linux-Distribution, die sich als sichere und die Privatsphäre respektierende bessere Alternative zu Windows und MacOS sieht. Sie wurde von einem kleinen Unternehmen auf Basis von Ubuntu entwickelt und finanziert sich durch freiwillige Beiträge der Benutzer.

Vor zwei Jahren wandte sich Elementary bereits einmal mit einer Crowdfunding-Kampagne an die Benutzer. Die Kampagne ermöglichte die Entwicklung eines eigenen Software-Centers, dem AppCenter, das den Anwendern paketierte freie Software bereitstellt und es den Anwendern ermöglicht, einen beliebigen Betrag an die Entwickler der jeweiligen Software zu spenden.

Zwei Jahre später hat das Projekt eine Reihe von Schwächen in der ursprünglichen Implementation erkannt und startet eine neue Kampagne auf Indiegogo, um diese zu beheben. Das Ziel der Kampagne sind gut 9.000 Euro. Drei Tage nach dem Start der Kampagne, die auf 30 Tage ausgelegt ist, ist das Ziel bereits übertroffen.

Ziele der Weiterentwicklung sollen zum einen die Verbesserung der Sicherheit, Privatsphäre und Stabilität des AppCenter sein. Ferner soll sich das AppCenter künftig auf die Verteilung von Flatpaks konzentrieren. Dies kann zwei Eigenschaften aktueller Anwendungen lösen, die in den letzten Jahren immer mehr als Probleme gesenen werden. Zum einen müssen Anwendungen für jede Distribution separat paketiert werden, damit die Abhängigkeiten korrekt erfüllt werden. Zum anderen verfügen Anwendungen über alle Rechte, die der Benutzer besitzt, was ein Sicherheitsrisiko sein kann. Ein weiteres Ziel ist, den Bezahlvorgang zu vereinfachen. AppCenter dürfte aber, auch wenn es freie Software ist, spezifisch für Elementary OS bleiben und es gibt keine Pläne für eine offizielle Portierung auf andere Distributionen.

Mit den Einnahmen aus der Kampagne soll ein einwöchiger Sprint bezahlt werden, bei dem die Entwickler in Denver, Colorado zusammenkommen. Ein solcher Sprint dürfte wesentlich produktiver sein als eine verteilte Entwicklung, verursacht aber Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten, so dass die Einnahmen nach Abzug der Gebühren und der Belohnungen für die Unterstützer schnell aufgebraucht ist. Sollten noch weitere Spenden zusammenkommen, will das Team erweiterte Ziele definieren, die aber noch nicht feststehen. Vorschläge dafür werden noch angenommen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Twitter
Neue Nachrichten
Werbung