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Di, 3. März 2020, 12:58

Gemeinschaft::Organisationen

20 Jahre Linux Foundation

Vor 20 Jahren wurde die Linux Foundation unter dem Namen OSDL gegründet. Zu Anfang unterstützte die Organisation lediglich die Entwicklung von Linux, inzwischen sind es über 225 Projekte von globaler Wichtigkeit, die von der Linux Foundation unterstützt werden.

Linux Foundation

Die Linux Foundation feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Gegründet wurde die Organisation, die von vielen der größten Unternehmen der Welt finanziert wird, im Jahr 2000 unter dem Namen Open Source Development Lab (OSDL). Ihr anfängliches Ziel war es, das zu dieser Zeit stark aufstrebende Linux mit der notwendigen technologischen, administrativen und juristischen Infrastruktur zu unterstützen. OSDL wurde anfänglich von 19 großen IT-Unternehmen unterstützt und gewann in den nächsten sechs Jahren zahlreiche Mitglieder hinzu. 2003 kam auch Linus Torvalds zum OSDL, so dass er seine gesamte Zeit der Linux-Entwicklung widmen konnte. Zuvor war er bei Transmeta, wo er die Hälfte seiner Arbeitszeit für Linux zur Verfügung hatte.

Nach der Umbenennung in Linux Foundation explodierte die Zahl der Mitglieder ebenso wie die Zahl der von unterstützten Projekte, was sich auch gegenseitig bedingte. Waren es 2010 etwa ein Dutzend Projekte, so sind es nun über 225. Diese gehören laut Linux Foundation zu den wichtigsten freien Projekten der Welt. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Projekte zu Cloud, Netzwerk, Sicherheit, Fahrzeugen, Blockchain, Web und auch Hardware-orientierte Organisationen wie RISC-V, OpenPower und CHIPS Alliance. Die ständig wachsende Zahl der Mitglieder, die Beiträge zahlen, ist kaum noch genau zu beziffern. Einige Statistiken besagen, dass Beitragende über 12.000 Contributor License Agreements (CLAs) unterzeichnet haben, über 700 Projekt-Domains registriert wurden, über 700 Namen als Marken angemeldet wurden und hunderte weitere Marken ohne Anmeldung existieren. Der freie Quellcode wird in über 3400 Repositorien verwaltet.

Die Linux Foundation unterstützt Projekte unter anderem bei der Finanzierung, durch Vorgabe einer Projektstruktur mit Regelungen, Administration einschließlich Personalverwaltung, Organisation von Konferenzen und vielem mehr, was die Projektmitglieder entlastet, die sich so mehr auf ihr Projekt konzentrieren können. Dabei kommen fünf Grundprinzipien zur Anwendung. So ist die Linux Foundation herstellerneutral. Die Finanzierung ist strikt von der Beteiligung getrennt. Die Projektleitung wird den den einzelnen Projekten selbst gewählt. Lizenzen und andere Formen geistigen Eigentums werden klar definiert. Und schließlich ist die kommerzielle Nutzung der Projekte ein Ziel. Durch die Nutzung der Software kommen wieder neue Beitragende zu den Projekten und für die Entwickler entstehen neue Karrieregelegenheiten. Auch nach 20 Jahren geht die Linux Foundation von einem weiteren Wachstum aus, eine Grenze ist so schnell nicht in Sicht.

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