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Mi, 4. März 2020, 11:48

Software::Spiele

Steam: Linux-Nutzung immer noch gering

Die Betreiber der Vertriebsplattform Steam haben eine aktualisierte Statistikauswertung der genutzten Betriebssysteme veröffentlicht. Nachdem die Nutzung von Linux in den vergangenen Monaten leicht gestiegen ist, ist sie im vergangenen Monat wieder gefallen und liegt unter 0,9 Prozent.

Valve

Nur 0,83 Prozent der Steam-Awender setzen auf Linux. Das ergibt eine Auswertung der detaillierten Betriebssystemangaben, die die kommerzielle Vertriebsplattform Steam Anfang des Monats erneut veröffentlichte. Das freie Betriebssystem schwankt damit immer noch knapp unter der Ein-Prozent-Marke. Vor Linux liegt in der Auswertung mit drei Prozentpunkten (3,15%) Mac OS X. Platz eins geht wie erwartet wieder an Microsoft Windows. Das beliebteste Betriebssystem ist dabei mit rund 80 Prozentpunkten die 64 Bit-Variante von Windows 10. Das mittlerweile in die Jahre gekommene und eigentlich nicht mehr unterstützte Windows 7 kommt immer noch auf 12,39 Prozent, gefolgt von Windows 8.1 mit 2,1 Prozent.

Dass die Zahlen von Linux als Spieleplattform nicht wirklich überzeugen, dürfte kein Geheimnis sein. Valve hatte vor über siebeneinhalb Jahren die Spieleplattform Steam unter Linux veröffentlicht und verkündet, künftig das freie Betriebssystem unterstützen zu wollen. Einer der Gründe war die Abkehr von Windows und der Start einer eigenen, auf Linux aufsetzenden Plattform unter dem Namen »Steam Machine«. Doch auch wenn sich die Zahl der Spiele für das freie Betriebssystem seit der Freigabe vervielfachte, konnte Linux immer noch keine nennenswerten Marktanteile auf der Plattform erzielen. Immer wieder tauchten deshalb Gerüchte auf, wonach Valve seine Linux-Aktivitäten einschränken will. Das Unternehmen widersprach allerdings stets und beschwor weiterhin das Engagement für das freie Betriebssystem.

Fakt ist allerdings auch, dass die Zahlen – trotz aller Kritik an der Methodik der Erhebung – für Valve nicht zufriedenstellend sein dürften. Das freie Betriebssystem rangiert bereits seit der Einführung knapp über der Wahrnehmungsschwelle. Daran hatten weder neue Spielefreigaben noch die Einführung von Proton etwas geändert. Bei letzteren handelt es sich um eine Erweiterung, mit der Windows-Spiele, die über keine eigene Linux-Version verfügen, auch unter Linux spielbar sind. Valve hatte dazu zwei Jahre zusammen mit Wine-Unterstützer CodeWeavers daran gearbeitet und nach der Freigabe den Pool an unter Linux verfügbaren Spielen weiter verbreitert.

Einen massiven Schub für Linux hätte ein exklusiver Titel bringen können. Nachdem Valve allerdings angekündigt hatte, die Fortsetzung des Spieleklassikers »Half Life« exklusiv für VR-Systeme unter Windows bringen zu wollen, dürfte sich auch diese Hoffnung in Rauch auflösen. Übelnehmen wird Valve die Entscheidung allerdings kaum jemand. Geht man davon aus, dass auch unter Windows nur ein Bruchteil der Spielerschaft über ein VR-System verfügt und projiziert man diese Erkenntnis auf Linux, dürfte die Zahl der relevanten Spieler unter Linux in einem homöopathischen Bereich liegen.

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