Login
Newsletter
Werbung

Di, 17. März 2020, 08:18

Software::Distributionen::Fedora

Fedora will die RPM-Datenbank RPMDB von Berkeley DB zu SQLite wechseln

Fedora-Entwickler planen, die RPM-Datenbank von Berkeley DB zu lösen und auf SQLite umzusetzen. Die letzte frei nutzbare Version von Berkeley DB wird seit Jahren nicht mehr unterstützt.

fedoraproject.org

Berkeley DB wurde vor fast 30 Jahren an der University of California in Berkeley entwickelt und später von der Firma Sleepycat vertrieben, die das Produkt unter eine eigene Copyleft-Lizenz stellte. Oracle kaufte 2006 Sleepycat und somit die Berkeley DB und stellte die Datenbank 2013 mit Berkeley DB 6.0 unter die AGPLv3. Damit sind Projekte wie Fedora, Red Hat, CentOS oder Suse/OpenSuse, die Berkeley DB für die RPM-Datenbank nutzen, auf die seit Jahren nicht mehr unterstützte Version 5.x festgelegt, da sie ansonsten RPM als Nutzer der Berkeley DB unter der AGPLv3 relizenzieren müssten. Der Aufwand dafür wäre wesentlich höher als die jetzt geplante Umstellung der Datenbank.

Die veraltete Version der Datenbank ist nicht transaktional und hat auch sonst keine Möglichkeit, Inkonsistenzen zu entdecken. Um der daraus resultierenden häufigen Korruption der RPM-Datenbank (RPMDB) und anderen Problemen zu entgehen, planen Red Hat Entwickler, das Format der RPMDB von Berkeley DB zu lösen und auf dem weitaus moderneren SQLite neu aufzusetzen. Das neue Format soll mit Fedora 33 im Herbst verfügbar sein. Die Unterstützung für das aktuelle Berkeley DB-Format soll in Fedora 33 beibehalten und in Fedora 34 auf die reine Leseunterstützung umgestellt werden.

Die Entwickler warten mit der Umstellung auf RPM 4.16, das ebenfalls bei Fedora 33 zum Einsatz kommen soll. Die neue Version der Paketverwaltung bringt viele Verbesserungen, die den Umstieg der RPMDB auf SQLite begünstigen. Zu nennen ist hier im Besonderen ein experimentelles SQLite-Backend. Ein neuer Ausdrucks-Parser sowie die automatische Erkennung und Optimierung für SSDs sind weitere Neuerungen der neuen RPM-Version. Für Anwender bedeutet der Wechsel zu SQLite die Notwendigkeit einer manuellen Umstellung, die über den Befehl rpmdb --rebuildd angestoßen werden kann. Zudem sollen Anwender über die Änderung der Konfiguration die Wahl haben, bei Berkeley DB zu bleiben.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 39 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Twitter
Neue Nachrichten
Werbung