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Thema: OpenOffice sucht nach Unterstützern

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Von Nö! am Mo, 18. Mai 2020 um 14:52 #

Verdammt nochmal, AOO ist mittlerweile so überflüssig wie Opas alter Atlas, in dem Ostpreußen und Schlesien noch verzeichnet sind.

Man sollte doch auch mal realistisch sein und anerkennen, das man gegen LibreOffice verloren hat im Wettlauf um Entwickler und Community.
Es ist nichts, NICHTS substanzielles von AOO mehr zu erwarten, selbst wenn sie jetzt noch 10 neue Entwickler mit dem Aufruf bekommen.
Es ist einfach nur eine Fehlleitung von Ressourcen, die da betrieben wird und eine Verarschung von Usern, die nicht mit den Forks im Bereich freier Office-Software vertraut sind.

Sowas dummdreist egomanisches sucht wirklich seinesgleichen.

  • 3
    Von Buster am Mo, 18. Mai 2020 um 15:14 #

    so überflüssig wie Opas alter Atlas, in dem Ostpreußen und Schlesien noch verzeichnet sind.
    Dieser Atlas ist sogar sehr wichtig, um beispielsweise den Ukraine-Konflikt richtig zu verstehen. Generell sind alte Karten sehr, sehr wichtig und lehrreich. (Den Revisionisten-Schuh ziehe ich mir übrigens nicht an!)

    eine Verarschung von Usern, die nicht mit den Forks im Bereich freier Office-Software vertraut sind.
    LibreOffice gibt es jetzt seit bald zehn Jahren und trotzdem sprechen Windows-DAUs immer noch von OpenOffice.
    Angenommen, die DAUs sind so blöd wie eh und je, bedeutet das, dass LO offensichtlich immer noch ein Kommunikationsproblem hat.

    Sowas dummdreist egomanisches sucht wirklich seinesgleichen.
    Du bestimmst also, wer welches Programm verwendet und sich bei welchem Projekt engagiert?

    Ich habe mir AOO schon länger nicht mehr angesehen, geschweige denn benutzt, aber warum so emotional?

    • 1
      Von Nö! am Mo, 18. Mai 2020 um 16:05 #

      bedeutet das, dass LO offensichtlich immer noch ein Kommunikationsproblem hat.
      Schon möglich.
      Vielleicht bedeutet es auch, das es nicht hilfreich ist, wenn ein offensichtlich totes Projekt einen etablierten Namen aus welchen Gründen auch immer in alle Ewigkeit für sich reklamiert, obwohl Sie den Usern eine seit vielen Jahren nur mühsamst mit kleinsten Patches versehene Software andrehen.
      Aber stolz auf ihre hohen Downloadzahlen sind. Super.

      Du bestimmst also, wer welches Programm verwendet und sich bei welchem Projekt engagiert?
      Nein, natürlich nich. Woraus folgerst Du das?
      Darf jeder machen, was er will. Und ich darf es dummdreist finden.

      Ich habe mir AOO schon länger nicht mehr angesehen, geschweige denn benutzt, aber warum so emotional?
      Weil sie aus meiner Sicht ihre Nutzer verarschen und eine Software anbieten, die veraltet ist und keinerlei Mehrwert bietet.
      Da ist jede kleine Linux-Distro besser, denn die schneidern ja meistens irgendwas auf eine spezielle Zielgruppe zu, das ist ein gewisser Mehrwert. AOO hat aber keine spezielle Zielgruppe und keine speziellen Features. Das ist einfach nur eine mehr als 6 Jahre alte, ungepflegte Version einer Software.

      • 0
        Von Jürgen Sauer am Di, 19. Mai 2020 um 08:19 #

        Funktioniert der Zugriff auf PostGreSQL Server in AOO inzwischen?

        Die letzte Version vor dem Fork ist dabei zuverlässig gecrashed. Wollten die Oracle Leute so.
        Wir hatten Oracle sogar einen Patch für den Fehler im pg treiber geschickt, wurde abgelehnt.

        Mit der ersten geforkten LibreOffice Version war alles ok, unser Patch war drin.

        Seit der Aktion ist Oracle bei uns unten durch.

        • 0
          Von Donnerhorst am Di, 19. Mai 2020 um 08:56 #

          https://bz.apache.org/ooo/show_bug.cgi?id=113494 ?

          • 0
            Von Jürgen Sauer am Di, 19. Mai 2020 um 10:47 #

            Indirekt.
            Wir hatten einen Patch/Fix an die OO Developer für den prostgres sdb driver geschickt, damit das in den Upstream kommt, aber der wurde aus irgendwelchen fadenscheinigen gründen abgelehnt.

            Dann sind wir auf libreoffice geschwenkt, hatten einfach keinen Bock mehr auf die Idioten, besonders da die wohl produkt politisch von oracle gesteuert wurden.

            Ausserdem war es uns auf die Dauer zu mühsehlig eigene builds für den Betrieb hier zu machen, die eigentlich in der Distri drin sein sollten.

            Ziemlich armseelig.

    0
    Von Opa am Di, 19. Mai 2020 um 00:13 #

    Ich muss widersprechen. Mein Atlas ist zumindest noch von nostalgischem Wert.

    0
    Von homer am Di, 19. Mai 2020 um 07:08 #

    so überflüssig wie...

    Was überflüssig oder sehr wertvoll ist, erschließt sich erst im Nachhinein. Hauptsache man nimmt eine Aufgabe ernst.
    Monty Python hat dies schon vor 40 Jahren parodiert: "The Royal Society For Putting Things On Top of Other Things".

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Von Ubuntu User am Mo, 18. Mai 2020 um 14:54 #

Freeoffice 21 Beta macht einen sehr guten Eindruck. Sonst Libreoffice.

  • 0
    Von Herr Strudel am Di, 19. Mai 2020 um 10:58 #

    Wo macht denn bitte Freeoffice einen guten Eindruck?
    Allein das Handbuch zu TextMaker enthält 61 mal den Hinweis "Die Funktion [...] ist in SoftMaker FreeOffice nicht enthalten." Und das betrifft nicht nur so heavy-PowerUser-Features wie "Drucken von Serienbriefen" sondern auch so ganz banale Dinge wie Vollbildansicht.

    Also doch eher LibreOffice.

    • 0
      Von Zerfallskonstante am Di, 19. Mai 2020 um 11:46 #

      Also die Handbücher von SoftMaker Office finde ich sehr gut. Gerade was Dokumentation angeht, haben die freien Alternativen deutlichen Aufholbedarf. Was nützt mir eine zwar vorhandene Funktion, die ich nicht finde, weil es kein gescheites Handbuch gibt? Da zahle ich doch gerne für SoftMaker Office.

      • 0
        Von Herr Strudel am Di, 19. Mai 2020 um 14:56 #

        Was nützt mir eine gut dokumentierte Funktion, wenn sie nicht vorhanden ist?

        Dann ist der Name "FreeOffice" irreführend und sollte eigentlich "SharewareOffice" heißen.

        • 0
          Von Zerfallskonstante am Di, 19. Mai 2020 um 18:00 #

          Softmaker Office muss irgendwas richtig machen, sonst könnten sie nicht am Markt bestehen. Ich setze die Kaufversion seit mehreren Jahren täglich äußerst zufrieden ein. Sie koexistiert übrigens friedlich mit LibreOffice. Was die kostenlose Variante "FreeOffice" anbelangt: Sie bietet eine komplett kostenlose Office-Suite, aber halt keine freie. Und darum geht es bei der ständigen Stichelei gegen Softmaker doch: Mancher ärgert sich einfach darüber, dass für LibreOffice "nur" das Libre übrig blieb, weil das "Free" schon besetzt war. Apropos besetzt: Beim Schildchen "frei" an der Toilettentür freue ich mich grundsätzlich. Und bei der Flasche "WC frei" im Laden frage ich auch nicht nach dem Gnu.

        0
        Von Atalanttore am Mi, 20. Mai 2020 um 11:43 #

        Wenn man zum Auffinden einer Programmfunktion ein Handbuch braucht, ist es meiner Meinung nach ein Problem mit der Benutzeroberfläche und nicht der Dokumentation.

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Von Michael Stehmann am Mo, 18. Mai 2020 um 15:55 #

Kleine Korrektur:

Der Branch ist AOO42X

2
Von cybercrow am Mo, 18. Mai 2020 um 18:39 #

Aus meiner Sicht war es ziemlich schnell ersichtlich. Die Community hat sich von Oracle gelöst und mit LibreOffice ein Projekt geschaffen welches nicht nur bei der Lizenz sondern auch im Bereich Projekt Governmance der Open Source Philosophie treu geblieben ist. Schnell haben sich alle dahinter vereint: Contributor, Distributionen und Anwender. Aus trotz heraus "Den Namen bekommt ihr aber nicht", hat Oracle das Trademark an Apache verschenkt.

Vielleicht hatte man am Anfang noch ein funken Hoffnung, dass sich die Community doch nochmal bei Apache versammelt. Es wurde aber ziemlich schnell klar, dass das nicht der Fall sein wird. Warum sich Apache bis heute zum Steigbügelhalter für Oracle & Co macht ist mir ein Rätsel. Meiner Meinung nach wäre der einzig richtige Schritt gewesen den Namen OpenOffice an die Document Foundation zu übergeben und das Projekt, das sowieso so gar nicht in das restliche Portfolio von Apache passt, dicht zu machen.

  • 0
    Von LutzB am Mo, 18. Mai 2020 um 18:56 #

    Schnell haben sich alle dahinter vereint: Contributor, Distributionen und Anwender.
    Bei den Anwendern bezweifle ich das. Für Onkel Otto und Tante Erna gibt es nur OpenOffice, von LibreOffice haben sie noch nie etwas gehört. Und wenn, dann bleiben sie trotzdem beim gewohnten Programm. Otto und Erna sind nicht allein. Das wird auch so bleiben, solange die Computer Bild so etwas hier schreibt:"Um es vorwegzunehmen, weder mit Open- noch mit LibreOffice machen Sie etwas falsch."

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    Von nicorama am Di, 19. Mai 2020 um 12:02 #

    Apache ist nur eine neutrale Dachorganisation, welche rechtliche und technische Infrastruktur für OSS-Projekte bereit stellt. Die Apache Projekte selbst sind eigenständig und entstammen überwiegend Entwicklungsprojekten bzw. Kooperationen von IT-Konzernen ... und fliesen bei diesen in kommerzielle Produkte ein. Bis auf Ausnahmen gibt es da keine Enduserprodukte. Dass Openoffice dort landet war war einerseits logisch, gleichzeitig untypisch da das Projekt selbst das Produkt für Endanwender darsetellt.

    Die Hoffnung war, dass IBM die Führung des Projektes übernimmt. Da diese selbst Lotus Symphony aber in die Tonne gedrückt haben und sich vom Desktop verabschiedeten wurden die Ressourcen dafür abgezogen.

1
Von Anon Y. Mouse am Mo, 18. Mai 2020 um 20:04 #

Dachte bis zum Lesen von "Apache" es handle sich um libre office...

3
Von #! am Mo, 18. Mai 2020 um 22:38 #

Ich unterstütze Sie mit diesem Tipp:
Stellen Sie AOO ein, leiten Sie von der Downloadseite zu LibreOffice weiter und unterstützen dort die Entwicklung.

  • 1
    Von mikevx am Di, 19. Mai 2020 um 07:30 #

    Wäre jetzt auch meine Empfehlung. :up:

    Und wen es wirklich so ist, daß sich die Ziele (leicht) unterscheiden (Ich hatte mal gehört LibreOffice sehtzt mher auf Inovation, OpenOffen mehr auf Stabilität? ...), dann sollen sie einfach alle 2 Jahre eine LTS-Version von LibreOffice unter dem Namen OpenOffice herausbringen das sie auf Stablität patchen.

    • 3
      Von wm am Di, 19. Mai 2020 um 08:25 #

      ich glaube es ist nicht nur die Philosophie der Projekte die sie massiv unterscheidet. Es sind vor allem auch die Menschen hinter den Projekten.

      Ich verstehe diese Rufe nach "gebt LibreOffice den Namen" oder "stellt endlich dieses Projekt ein" nicht. Das Projekt AOO ist nicht tot - es gibt Entwickler und Unterstützer. Nicht viele, aber es gibt sie. Es gibt Updates, nicht viele, aber ...

      Es kann doch jeder nutzen und unterstützen was er möchte. Wahlfreiheit ist eines der stärksten Argumente für Open Source, auch hier.

      Wenn ihr OpenOffice nicht mögt und nicht benutzen wollt, bitte - alle die es tun wollen, sollten es tun können.
      Und ob Tante Erna nun AOO oder LO nutzt wird egal sein - denn vermutlich wird ihr Engagenment für das Projekt nahzu 0 sein.

      • 2
        Von Froz am Di, 19. Mai 2020 um 09:25 #

        Generell stimme ich dir mit der Wahlfreiheit ja zu. Leider finde ich das auch oftmals hinderlich, da damit die Community und die Entwicklerressourcen unnötig aufgeteilt werden :/.
        Es gibt natürlich auch positiv Beispiele für Forks, wie Libreoffice oder Nextcloud, meist verschwendet man aber Ressourcen für gute Open-Source-Software wodurch man propritären Anwendungen Zeit gibt und überholt wird.

        • 0
          Von wm am Di, 19. Mai 2020 um 10:03 #

          Ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur 1 Entwickler oder sonstiger Unterstützer zum von OpenOffice zu LibreOffice geht oder umgekehrt.
          Von daher glaube ich nicht, dass es Ressourcenverschwendung ist.
          Und ob LibreOffice UND Nextcloud positive Fork´s sind, dass überlasse ich jedem selbst zu beurteilen.

          0
          Von nicorama am Di, 19. Mai 2020 um 12:16 #

          Dass die Bundelung von Entwicklerressourcen, speziell hier Manpower besser ist bezweifle ich.

          Mehr Personen schaffen noch lange kein besseres Produkt. Wenn Personen mit unterschiedlichen Lösungsansetzen und Projektphilosophien zusammen wirken sollen bringt das keine Punkte.

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        Von Pete431 am Di, 19. Mai 2020 um 19:06 #

        Das mit der Wahlfreiheit ist bei OpenOffice.org und LibreOffice etwas schwieriger als üblich.

        OpenOffice ist nach wie vor viel bekannter und ist mittlerweile gnadenlos veraltet, sieht altbacken aus und hat nicht behobene Sicherheitsprobleme. LibreOffice ist weniger bekannt und ist in 99.99% der Fälle besser, da es kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Philosophie-Unterschiede sind bei LO und OOo m.E. vorgeschoben.

        Das Problem, was daraus entsteht ist, dass selbst in meinem Bekanntenkreis (privat und beruflich) dutzende Personen das bekannte OpenOffice ausprobiert haben und enttäuscht beiseite gelegt haben. Auf LibreOffice musste ich sie erst stoßen. Damit waren sie dann zufrieden, da moderner und aktuellere Funktionen.

mehr AOO
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Von Fredlicker am Di, 19. Mai 2020 um 09:36 #

Wieso soll man eine amerikanische Organisation unterstützen, von der sich die Community abgewandt hat? Macht keinen Sinn. Soll doch IBM da was weiter finanzieren.

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Von Irssu am Mi, 20. Mai 2020 um 00:22 #

Der Witz ist, dass selbst Oracle LibreOffice als festen Bestandteil seiner Linux Distribution ausliefert.
Warum sollte man also als Linux Nutzer OpenOffice einsetzen?

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Von Libreoffice-Fan am Di, 26. Mai 2020 um 21:33 #

bzw. 1/2 Jahr danach bin ich auf der Arbeit und Privat auf LibreOffice als Alternative zu MS Office umgestiegen und wenn es manchmal nur benutzt wird um vermeintliche Makrodokumente gefahrlos aufzumachen ...
Gefühlt war die Entwicklungsgeschwindigkeit bei Libre schneller auch die "Firma" die dahinter steckte hatte dazu animiert ist ja irgendwie ähnlich wie bei mysql und mariadb ...
Vermisse das Open Office nicht, aber jedem das seine.

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