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Thema: »Windows Subsystem for Linux 2« unterstützt GUI-Anwendungen

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von kraileth am Mi, 20. Mai 2020 um 18:31 #

Gerne. Herr Torvalds hat sich nicht bloß gegen „ZFS im Kernel“ ausgesprochen (da gehe ich u.a. deswegen noch mit, weil ich die Lizenzentscheidung der Linux-Entwickler respektiere, die sich nunmal mit der Lizenz von ZFS beißt), sondern er hat in dem Kontext auch ein paar andere Dinge zum besten gegeben, die dann schon eine ganz eigene Qualität haben (sie sind zum fremdschämen).

Beispiel: ZFS sei doch ohnehin kaum mehr lebendig. Das zeigt, daß er offenbar gerade so mitbekommen hat, daß Oracle sich redlich bemüht, Solaris an die Wand zu fahren, von wo aus ZFS herkommt. Daß es aber OpenZFS gibt, wo heute die Musik spielt, ist ihm offenbar gar nicht bewußt - ein wenig peinlich für jemanden, der über eine Technologie urteilt.

Zweites Beispiel: Er verstehe gar nicht, warum teilweise so ein Gewese um ZFS gemacht werde, denn die Benchmarks, die er gesehen habe, seien gar nicht so berauschend. Hier wird's komplett unterirdisch. Der gute Mann hat nicht einmal einen blassen Schimmer davon, welches Problem ZFS eigentlich löst (extreme Geschwindigkeit für unwichtige Daten ist gerade nicht der Einsatzzweck, für den es entwickelt wurde...)! Das weiß jeder, der sich ZFS schon mal aus weniger als 50 Metern Entfernung angesehen hat. Man muß fairerweise sagen, daß Herr Torvals vielleicht einfach kein Dateisystemmensch ist. Dateisysteme sind ein extrem hartes Brot und das muß man mögen. Geschenkt. Keine Ahnung und gleichzeitig eine feste „Meinung“ zu etwas zu haben ist wohl immer fragwürdig. Sich dann aber noch hinzustellen und seine Person für so maßgeblich zu halten, daß man Empfehlungen aufgrund dieser völlig unfundierten „Meinung“ gibt, setzt der Nummer die Krone auf.

Sogar noch einen Schritt brachialer als der Admiral höchst selbst ist sein erster Maat vorgegangen - was sich GKH in Bezug auf ZFS geleistet hat, zeugt von einem durch und durch dogmatischen Denken und einer sehr engen Weltsicht („GPL-Kondom“, „Toleranz für ZFS quasi nicht existent“, ...).

Zu der anderen Sache: Als ein Beispiel einfach mal das hier lesen (ist nur kurz). Wenn sogar eingeschworene Stallmaniten und sonstige Freunde des Goldenen GNU sich aus reiner Verzweiflung von Linux ab und BSD zuwenden, dann ist ziemlich offensichtlich einiges im Argen. :shock:

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    Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 10:29 #

    Ach darum geht's mal wieder. Nun, dieses Problem ist ja jetzt gelöst, da das unvergleichliche ZFS jetzt vom DingensBSD (mit Entwicklern die Schimmer von der Sache haben und ohne massive Kommerzialisierung) unterstützt wird. Einem weltweiten Siegeszug von DingensBSD und ZFS steht somit nichts mehr im Wege.

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      Von kraileth am Do, 21. Mai 2020 um 15:38 #

      Tja, mit beleidigten Pinguinen umzugehen ist nicht meine ganz starke Seite, aber ich versuche es mal.

      Wir sprechen hier über verschiedene Vertreter einer Betriebssystemfamilie. Als Menschen, die sich für derlei interessieren, sind wir wohl etwas stärker technisch interessiert als der Durchschnitt. Themengebiete, die einen interessieren und faszinieren gehen logischerweise nicht mit Gleichgültigkeit einher, sondern neigen dazu, deutliche Gefühle auszulösen.

      Auf der Arbeit haben wir auch diesen neckischen Schlagabtausch zwischen den Pinguinen und den Teufelchen. Ist Teil der lockeren Betriebskultur und wird von beiden Seiten gerne gepflegt. Der große Unterschied zu einem Forum im Netz: Man kennt sich und weiß, wie man die anderen einzuschätzen hat. Gleichzeitig war die Reaktion auch ungewöhnlich barsch, als ich genau den gleichen Punkt angesprochen habe wie hier - offenbar darf man nicht ansprechen, daß der Pinguin-Gott allzumenschliche Fehler hat, ohne daß man als Gotteslästerer gehaßt wird.

      Zurück von der gefühlsmäßigen auf die verstandesmäßige Schiene: Ist irgendetwas falsch daran, wie ich das Gebahren des Linux-Übervaters bewertet habe? Auch wenn manche das nicht hören wollen - er ist auch nur ein Mensch. Ein ziemlich eigenwilliger noch dazu. Aber es ist nunmal häufig so, daß relativ spezielle Persönlichkeiten zu Ikonen werden und nicht Otto Normal.

      Und noch eine bescheidene Empfehlung: Nicht mit Ironie und Sarkasmus gegen etwas sticheln, das man gar nicht kennt und nicht einschätzen kann. Der geneigte Pinguin macht in dieser Diskussion in den meisten Fällen einfach keine gute Figur, weil er nur Linux kennt, während die BSDler praktisch ausnahmslos mit beiden Welten vertraut sind.

      Oder inhaltlich: ZFS wird insbesondere von FreeBSD seit über einem Jahrzehnt unterstützt und seinen Siegeszug hat BSD bereits hinter sich (bevor Linux, das man zunächst als reines Spielzeug verlachte, populär wurde - ja, die Nummer mit dem hohen Roß ist den älteren BSDlern bekannt).

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        Von Gäääähn ... am Do, 21. Mai 2020 um 16:30 #

        Tja, mit beleidigten Teufelchen umzugehen ist nicht meine ganz starke Seite, aber ich versuche es mal.

        und seinen Siegeszug hat BSD bereits hinter sich

        Ja, eben. Wer zuletzt lacht ...

        Böse Zungen behaupten, BSDler kennen sich mittlerweile alle persönlich.
        So wie das Fähnlein der sieben Aufrechten bei den freien Solaris-Varianten.

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          Von kraileth am Do, 21. Mai 2020 um 21:35 #

          *Augenroll* Selbst als ich noch selbst Pinguin war, habe ich die Verbissenheit einiger Mitpinguine nie verstanden. Ja, wenn's um die Technik geht, von mir aus auch um Lizenzen oder weltbewegende Dinge wie die Tatsache, daß selbstverständlich eigentlich jeder Vi nutzen sollte (natürlich nicht Vim! Überhaupt: Wer Pfeiltasten auf der Tastatur hat, der hat bekanntlich UNIX gar nicht verdient!!1)...

          Aber in Sachen Open-Source-Kultur? Wo ist der Pioniergeist geblieben, der völlig frei damit umgeht, daß man seinen Röhrenmonitor zerstört hat, weil man Xfree86 falsch konfiguriert hat? Daß man natürlich mal mit dd ein Gerät überschrieben hat, das man eigentlich noch gebraucht hätte? Daß man aus eigener Erfahrung weiß, in welchem Zustand ein System ist, wenn man das Paket deinstalliert, welches die glibc bereitstellt? Warum immer bierernst und verbissen, nie mal über sich selbst lachen können, wenn man (zurecht) aufgezogen wird?

          Ich vermisse übrigens Deinen Versuch, mit einem beleidigten Teufelchen umzugehen (auch wenn ich noch nicht viele erlebt habe - wir kennen die Nachteile unserer Systeme und gehen damit üblicherweise relativ ehrlich um)! Oder zumindest den Versuch, mich zu einem zu machen. Möchtest Du mir nicht wenigstens sagen, daß mein Betriebssystem auf Deiner Hardware nicht läuft oder mindestens die Drahtlosverbindung nicht geht? Daß Dein Linux Suspend/Resume vernünftig beherrscht? Ihr K8s habt? Wir nicht mal Netflix schauen können, obwohl die deren Orange Boxes unter FreeBSD laufen? Irgendwas in der Richtung? Ich meine, es ist wirklich nicht schwer, von einer mit Aufmerksamkeit und Geld überfluteten Plattform, wie Linux sie ist, mit dem Finger auf die altersschwachen, ausgemergelten und sterbenden BSDs zu zeigen - oder etwa doch?

          Die illumos-Gemeinschaft ist in der Tat sehr klein und auch bei den BSDs ist's erheblich familiärer als unter Linux. Insofern ist die Allegorie nicht völlig daneben. Beide scheinen allerdings wieder zu wachsen, weil sich doch immer mal wieder Menschen mit Grausen von Linux abwenden, wenn sie beginnen zu verstehen, wie UNIX eigentlich mal gedacht war. Ich habe mit einigen Neuankömmlingen bei FreeBSD zu tun haben dürfen und kann sagen: Die Leute, die da kommen, sind nicht die schlechtesten ihrer Zunft. Manche verabschieden sich dann weiter Richtung OpenBSD, viele andere sind undogmatisch genug, Linux und BSDs dem „für jede Aufgabe das beste Werkzeug“-Ansatz gemäß in ihrem Zuständigkeitsbereich zu mischen.

          ...und am Ende des Tages sind wir bei aller Stichelei und allen etwas nachdrücklichen Standpunkten Freunde im Open-Source-Bereich. Betriebssysteme sind eine wirklich ernste Sache - wir sollten sie mit mehr Humor nehmen. ;)

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            Von RubiKa am Mo, 25. Mai 2020 um 13:29 #

            Aber in Sachen Open-Source-Kultur? Wo ist der Pioniergeist geblieben, der völlig frei damit umgeht, daß man seinen Röhrenmonitor zerstört hat, weil man Xfree86 falsch konfiguriert hat? Daß man natürlich mal mit dd ein Gerät überschrieben hat, das man eigentlich noch gebraucht hätte? Daß man aus eigener Erfahrung weiß, in welchem Zustand ein System ist, wenn man das Paket deinstalliert, welches die glibc bereitstellt? Warum immer bierernst und verbissen, nie mal über sich selbst lachen können, wenn man (zurecht) aufgezogen wird?

            Das mußt du die Jungen fragen, die das bei den heutigen Geräten einfach nicht mehr nötig haben, und wenn doch mal einer entwickelt, dann steht meist Geld verdienen ganz oben.

            Ich meine, es ist wirklich nicht schwer, von einer mit Aufmerksamkeit und Geld überfluteten Plattform, wie Linux sie ist, mit dem Finger auf die altersschwachen, ausgemergelten und sterbenden BSDs zu zeigen - oder etwa doch?

            Das haben sich die BSDs mit ihrer Freibier-Lizenz selbst eingebrockt mit. Da kommt halt nix zurück. noch nicht einmal Geld!

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              Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 13:59 #

              Hatte eigentlich erwartet, daß man bei dem gewählten Wortlaut erkennt, daß das ironisch gemeint ist. Aber ich schätze, manche glauben halt an das Mantra „BSD is dying“...

              Es kommt übrigens genug zurück, um mehrere Betriebssysteme einer faszinierenden Familie zu pflegen, die auf vielen Gebieten durchaus mit Linux mithalten kann. Freunde des Copyleft wünschen sich zwar immer, es wäre anders, aber darauf nimmt die Wirklichkeit glücklicherweise keine Rückicht.

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                Von RubiKa am Mo, 25. Mai 2020 um 14:06 #

                Es kommt übrigens genug zurück, um mehrere Betriebssysteme einer faszinierenden Familie zu pflegen, die auf vielen Gebieten durchaus mit Linux mithalten kann. Freunde des Copyleft wünschen sich zwar immer, es wäre anders, aber darauf nimmt die Wirklichkeit glücklicherweise keine Rückicht.

                Anscheinend ja nicht, oder warum bist du auf die Aufmerksamkeit und Gelder die Linux bekommt so neidisch?

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                  Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 15:04 #

                  Bin ich das denn? Ehrlich gesagt ist mir der Wirbel um Linux heute schon zu groß. Ich denke, daß zu große Geldsummen dazu neigen, gute Dinge ins Kippen zu bringen und die Kommerzialisierung fast naturnotwendig zu einer Abnahme der Kernwerte und des technischen Selbstverständnisses führt. Das Web ist heute in einem mäßig guten Zustand, und wenn man fragt, warum das so ist, kommt man bei diesem Grund raus. Und bei Linux ist es für mich nicht anders. Da bin ich dann doch irgendwie in meiner kleinen Nische wesentlich glücklicher - zumal ja alles da ist, was ich brauche und es relativ wenig Dinge gibt, die ich mir wirklich anders wünschen würde.

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                    Von knall am Mo, 25. Mai 2020 um 17:47 #

                    Ich denke, daß zu große Geldsummen dazu neigen, gute Dinge ins Kippen zu bringen und die Kommerzialisierung fast naturnotwendig zu einer Abnahme der Kernwerte und des technischen Selbstverständnisses führt.

                    Warum lehnt FreeBSD dann nicht die Geldspenden des Milliardenkonzerns Netflix ab? Wo doch die "Kommerzialisierung fast naturnotwendig zu einer Abnahme der Kernwerte und des technischen Selbstverständnisses führt"?

                    Oder gilt dieser Satz nicht wenn das Geld an FreeBSD fließt?

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                      Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 18:28 #

                      Ich spreche nicht für das Projekt, da ich kein Committer oder Mitglied der Foundation bin. Was ich hier darlege ist meine eigene Sichtweise, nicht mehr, nicht weniger.

                      Zur Sache:

                      1) FreeBSD schwimmt nicht in Geld. Das, was das Projekt an Spenden bekommt, kann leicht sinnvoll genutzt und ausgegeben werden. Ich denke nicht, daß es jemals dazu kommt, Spenden abweisen zu müssen, weil man schon übersättigt ist. Sollte das aber passieren, hoffe ich sehr, daß man vernünftig ist und es tut. Die Alternative führt typischerweise zum unnützen Aufblähen des Wasserkopfes, zum Abnicken der Kostenübernahme für ein Teilprojekt nach alleinigem Begutachten der Summe und übergehen des technischen Teils und zum Abbröckeln der Identität eines wesentlich von der Gemeinschaft getragenen Projektes.

                      2) Die Netflix-Spenden führen, wie bereits hier im Thema erwähnt, nicht zu einer Kommerzialisierung von FreeBSD. Netflix setzt das Betriebssystem schlicht intern ein, freut sich über dessen Möglichkeiten und möchte die Weiterentwicklung unterstützen. Es wird nicht Geld hineingepumpt und versucht, FreeBSD so „auf Vordermann zu bringen“, daß man es wegen seiner hohen Verbreitung zu seinem taktischen Vorteil nutzen kann.

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                        Von knall am Mo, 25. Mai 2020 um 19:28 #

                        Die Netflix-Spenden führen, wie bereits hier im Thema erwähnt, nicht zu einer Kommerzialisierung von FreeBSD. Netflix setzt das Betriebssystem schlicht intern ein, freut sich über dessen Möglichkeiten und möchte die Weiterentwicklung unterstützen.

                        Offensichtlich sitzt Du im Aufsichtsrat des Milliardenkonzerns Netflix? Oder woher Deine Kenntnis darüber was die Aktiengesellschaft Netflix intern so denkt und möchte? :D

                        Es wird nicht Geld hineingepumpt und versucht, FreeBSD so „auf Vordermann zu bringen“, daß man es wegen seiner hohen Verbreitung zu seinem taktischen Vorteil nutzen kann.

                        Um Gottes Willen, nein! Keineswegs wollen die Aktionäre durch ihre Investitionen irgendwelche finanziellen Vorteile haben! Die kaufen die Aktien selbstredend nur, um ihre Konkurrenten und die fröhliche BSD-Gemeinschaft mit kostenlosem und auch geschlossen verwendbarem Code zu beglücken. Wer könnte etwas anderes denken? :D

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                          Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 19:52 #

                          Mit Verlaub: in letzter Konsequenz weiß ich auch nicht, was meine Frau oder meine Kinder denken. Wenn Du nicht in der Lage bist, aus vielfältigen Informationen Schlüsse zu ziehen, tut mir das sehr leid, denn dann kannst Du praktisch gar nichts wissen. Falls doch solltest Du aber aufhören, solchen Stuß von Dir zu geben.

                          Die Aktionäre investieren in Netflix weder weil dort FreeBSD verwendet wird noch trotz dieser Tatsache. Sie investieren, weil sie dem Unternehmen zutrauen, Gewinn zu machen und Rendite abzuwerfen. Genau das tut Netflix und damit ist die kleine AG-Welt in Ordnung.

                          Daß sie rein gar nichts anderes tun dürfen, ist Deine Interpretation. Ich hoffe mal, daß Du nur in der Pause auf die Toilette gehst, denn schließlich wirst Du dafür nicht bezahlt. Andere Unternehmen haben eine etwas andere Philosophie, die Dir fremd zu sein scheint. Z.B. liefert man sich einen Wettkampf mit anderen Firmen um die besten Köpfe. Und stell Dir vor: Es gibt in der IT richtig seltsame Menschen, die ordentliche Gehälter haben und nicht nach einem noch höheren Einkommen streben, sondern sich von ihren Firmen andere Vergünstigungen zusprechen lassen. Das kann sein, daß man (nach einer internen Prüfung) Code grundsätzlich zurückgibt. Das kann sein, daß man ein paar Arbeitstage für die Arbeit an einem Open-Source-Projekt bekommt. Es kann auch sein, daß der Arbeitgeber Spenden, die man an ein Open-Source-Projekt gibt, verdoppelt.

                          Macht mein Arbeitgeber übrigens auch. Oh je, wenn das der Aufsichtsrat erfährt...

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                            Von knall am Mo, 25. Mai 2020 um 23:49 #

                            Daß sie rein gar nichts anderes tun dürfen, ist Deine Interpretation. (...)
                            Andere Unternehmen haben eine etwas andere Philosophie, die Dir fremd zu sein scheint.

                            Hier sieht man am besten die "Philosophie" von Netflix und richtig, diese "Philosophie" ist mir durchaus fremd:

                            „Bird Box“ war 2018 ein großer Erfolg für Netflix – bis Beschwerden über den Thriller mit Sandra Bullock (54) aufkamen. Denn im Film kommt echtes Videomaterial vom Zugunglück im kanadischen Lac-Megantic vor, welches sich 2013 ereignete und 47 Menschen das Leben kostete.

                            Angehörige der Opfer beschwerten sich natürlich über die Verwendung des Materials. Doch erst als sich das kanadische Parlament einschaltete, nahm Netflix die Szene aus dem Film.

                            Quelle

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                              Von Donrad am Di, 26. Mai 2020 um 08:43 #

                              Und morgen schwenkst du die neueste Ausgabe der „Bäckerblume“ und willst uns damit einen Teilchenbeschleuniger erklären? Beim Bäcker sind die Teilchen ja auch immer so schnell weg? :D

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                              Von kraileth am Di, 26. Mai 2020 um 08:52 #

                              Und anstatt auch nur irgendwie auf meinen Beitrag einzugehen pickst Du Dir ein einzelnes Wort heraus, zu dem Dir gerade etwas einfällt. Das ist eigentlich schon wieder beeindruckend. Aber dazu sind Scheuklappen eben da, schätze ich.

                              Nur der Form halber die Rückfrage: Glaubst Du wirklich, daß die Technikverantwortlichen bei Netflix irgendwie bei den Filmen mitreden? Wenn ja: Haben sie den Einfluß, inhaltliche Änderungen vorzunehmen und geschmacklose Szenen einzufügen? Wenn nein: Meinst Du nicht, daß man diese Personen nach dem Konzept der Kontaktschuld viel besser auf andere Weise angreifen könnte? In einer hochvernetzten Welt „kennen“ sie ziemlich sicher über zwei bis fünf Zwischenkontakte mindestens einen wirklich furchtbaren Menschen. Stell Dir das mal vor: FreeBSD-Verantwortliche bei Netflix stehen quasi in Kontakt mit Terroristen, Kinderschändern und anderen Verbrechern! Das ist doch eine viel knackigere Feststellung, als irgendwelche alten Filmschnipsel, findest Du nicht? Also: Nochmal in die Trollschule und büffeln.

                              (Wobei... Möglicherweise verwenden diese Personen sogar Emacs und sind auf die gleiche Art und Weise mit St. IGNUcius bekannt und damit wieder seliggesprochen, man weiß es nicht...)

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                                Von knall am Di, 26. Mai 2020 um 10:15 #

                                Nur der Form halber die Rückfrage: Glaubst Du wirklich, daß die Technikverantwortlichen bei Netflix irgendwie bei den Filmen mitreden?

                                Nur der Form halber die Rückfrage: Glaubst Du wirklich, daß die Technikverantwortlichen einer skrupellosen Firma wie Netflix (die Gewinn selbst durch das ungefragte Abbilden von Leichen erzielen will) sich über die Vorgaben des Aufsichtsrates hinwegsetzen darf?

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                                  Von kraileth am Di, 26. Mai 2020 um 10:55 #

                                  Nein, das tut aber auch wenig zur Sache. Denn ich bezweifle stark, daß der Aufsichtsrat dumm genug ist, bis ins Letzte technische Vorgaben zu machen. Die Mehrheit der Menschen wollen mit solchen Details gar nichts am Hut haben und lassen die entsprechenden Techniker ihre Sache machen, solange alles zu laufen scheint.

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          Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:46 #

          Der komische hass aus der Linux ecke ist irgendwie sowas von schreag...es errinern mich immer an die Windows fanboy's der 90'er (aka es gibt nur ein betriebsystem), die sagten das gleiche uber Mac und Unix's, genau die gleichen argumentationen und genau die gleiche schmallspur-sicht

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    Von yagga am Do, 21. Mai 2020 um 11:14 #

    Es ist ja nicht nur ZFS, DTrace (eines der wichtigsten instumente fuer performance) ist in MacOS vorhanden in Linux gibt es hier kein vergleichbares Tool.

    Ein Kernel (Linux) hardstop bei einem fehler wurde absichtlich deaktiviert...gibt nur noch eine warnung d.h wenn im kernel etwa schieflaeufft rennt das system einfach weiter, ohne einen konsistenten oder nachvollziehbaren zustand zu haben.

    Es ist wirklich schade dass wir nun ein verbreitetes *nix haben, welches einfach irgendwie lauffen muss...man kann schon fast sagen dass Windows der Unixes. Ein BSD oder Illumnos waere fuer uns Admins soo viel schoener gewesen (ganz zu schweigen vonn all dieses verkackten Distros)

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      Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 11:30 #

      Dann will ich mal das System mit harter Echtzeit sehen, wo der Kernel bei einem Fehler einfach mal so stoppt. Ihr müsst Euch mal von der Vorstellung losmachen, dass Linux ausschließlich für irgendwelche Fileserver mit mehreren EiB Speichergröße verwendet wird.

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        Von yagga am Do, 21. Mai 2020 um 11:59 #

        Das hat nix mit echtzeit zutun, sondern damit dass wenn der kernel einen Fehler macht er moeglichst schnell stoppt und nicht einfach weiterlaeufft als waere das nur eine warnung wert.

        Und wenn es um harte echtzeit geht wird auch kein Linux verwendet sondern VXwork und Integrity oder gleich ein selber geschriebenes 'OS'

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          Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 18:48 #

          wenn es um harte echtzeit geht wird auch kein Linux verwendet sondern VXwork und Integrity

          Völliger Schwachsinn. Suche mal nach RTAI, RT_Preempt oder Xenomai.

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          Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 18:55 #

          Das hat nix mit echtzeit zutun, sondern damit dass wenn der kernel einen Fehler macht er moeglichst schnell stoppt und nicht einfach weiterlaeufft als waere das nur eine warnung wert.

          In kritischen Echtzeit-Anwendungen laufen zwei unabhängige Systeme (auf unterschiedlichen CPUs um CPU-Fehler zu vermeiden), die sich gegenseitig überwachen. Da ist eine Warnung sinnvoll und kein Stillstand des Kernels.

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            Von kraileth am Do, 21. Mai 2020 um 21:56 #

            Wir können natürlich über harte und weiche Echtzeit debattieren - aber wir können auch feststellen, daß das eine Nische ist und Linux das nicht hauptsächlich macht, sondern lediglich „auch kann“. In diesem Bereich gelten Sonderanforderungen, ganz ohne Frage. Aber da bin ich skeptisch, ob man mit Linux am besten bedient ist. Mir wäre da mit einfacheren und weniger überfrachteten Kerneln wohler, als mit einem, der auf allen Hochzeiten tanzen möchte - eben eine Sache machen und diese möglichst gut.

            In der Mehrzahl der Fälle haben wir aber Linux auf dem Server oder dem Desktop. Typischerweise amd64-Hardware, die zwar ordentlich Leistung bringt, insgesamt aber eine Katastrophe ganz eigener Güte ist. Aber was soll's, das ist es, was wir haben und womit wir arbeiten müssen. Ob man nebenher hofft, irgendwann mal CheriBSD auf entsprechenden RISC-V-Maschinen mit Hardware-Capabilities einsetzen zu können, gerne mehr Software im Einsatz hätte, die in Sprachen wie Ada/SPARK geschrieben ist, usw., tut im Augenblick wenig zur Sache.

            Und da haben wir die Entscheidung von Linux, im Zweifel zu sagen: „Uhh, hier ist gerade irgendwas fürchterlich schiefgelaufen - aber scheiß drauf, daß das System jetzt in einem völlig unklaren Zustand ist, wir machen einfach mal weiter, als ob nichts wäre, vielleicht ist es ja nicht schlimm“. Als Admin will ich, daß mein System laut schreit, sobald es nicht mehr weiter weiß und mich schauen läßt, anstatt im Zweifel furchtbaren Blödsinn zu machen. Panic, core dump in den Swap und einen Menschen draufschauen lassen, der hoffenlich nachvollziehen kann, was da passiert ist und idealerweise mit anderen Leuten zusammen Vorsorge dafür trifft, daß es nicht mehr passiert. Die Linux-Haltung ist für mich die eines Drückebergers, der nicht dafür gerade stehen will, wenn ein Fehler passiert ist. Und es ist auch eine defätistische Einstellung, weil sie, weitergedacht, das Eingeständnis ist: „Wir können halt keine vernünftige Software schreiben“. Den Anspruch aber, daß es besser geht, als der ganzen Wahnsinn, den wir derzeit haben, möchte ich auf keinen Fall aufgegeben wissen.

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              Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 22:54 #

              Wir können natürlich über harte und weiche Echtzeit debattieren
              Über harte und weiche Echtzeit braucht man eigentlich nicht debattieren. Bei z.B. Audioanwendungen setzt man einen "low-latency" Kernel mit geringer Antwortzeit ein (weiche Echtzeit). Bei industriellen Anwendungen ist das nicht ausreichend, da braucht man eine garantierte Antwortzeit (harte Echtzeit).
              Aber da bin ich skeptisch, ob man mit Linux am besten bedient ist.
              Linux hat sich z.B. auf CNCs bereits durchgesetzt, die weltweit größten Hersteller setzen auf Linux: Fanuc, Siemens, Heidenhain. Wenn Sie allerdings skeptisch sind, dann sollten Sie sich mit Ihren Bedenken direkt an diese Hersteller wenden.
              In der Mehrzahl der Fälle haben wir aber Linux auf dem Server oder dem Desktop.
              Das wage ich zu bezweifeln, in der Mehrzahl der Fälle läuft der Linux-Kernel auf Mobiltelefonen.
              Als Admin will ich, daß mein System laut schreit, sobald es nicht mehr weiter weiß und mich schauen läßt
              Das ist schön. Das Thema war aber:
              Von yagga am Do, 21. Mai 2020 um 11:14 #
              Ein Kernel (Linux) hardstop bei einem fehler wurde absichtlich deaktiviert.
              Ich will aus verschiedensten Gründen keinen Hardstop. Wenn Sie einen brauchen, dann setzen Sie bitte weiter DingensBSD ein. Da stoppt der Kernel die Ausführung ja offensichtlich sofort bei einem Fehler?

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                Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 03:15 #

                Nur mal aus Neugier, weil ich versuche, es zu verstehen: Welche Gründe wären es denn z.B., die man haben könnte, um ein System im undefinierten Zustand weiterlaufen zu lassen? Mir fällt da ehrlich gesagt nichts ein. Systeme, die irgendwie wichtig wären, kommen dafür auf keinen Fall in Frage. Vielleicht unwichtige Testsysteme? Aber auch da ist mir unklar, warum man sie im Fehlerfall weiterlaufen lassen sollte, anstatt eine Panic auszulösen. :?

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                  Von Xyla am Fr, 22. Mai 2020 um 13:01 #

                  Systeme, die irgendwie wichtig wären, kommen dafür auf keinen Fall in Frage.
                  Im Gegenteil: Regelsysteme, die man so einfach anhalten kann, sind für wichtige Aufgaben keinesfalls geeignet. Eine Industrieanlage ist kein Server, den man ohne Schäden für Anlage, Umwelt oder gar Gesundheit 'mal eben anhalten kann.

                  Einfaches Beispiel Industrieofen: Der Brenner steht auf "volle Pulle" und ich halte den Kernel dann an. Das zuletzt vor dem Stopp gesetzte Signal "Brenner volle Pulle" steht dann weiter permanent an, auch wenn die Höchsttemperatur überschritten wird.

                  Übrigens ist das keineswegs so, daß bei solchen Anlagen "Hinz oder Kunz" ein Kernelupdate machen darf oder kann (auch kein Admin). Die Systeme sind getestet, zertifiziert und auch nicht so einfach zugänglich.

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                    Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 13:24 #

                    Solche Systeme muß ich redundant auslegen, so daß Cluster-Teilnehmer aussteigen können, wenn ein grober Fehler passiert. Weiterlaufenlassen und hoffen, daß durch den undefinierten Zustand nicht erst recht z.B. völlig falsche Signale gesendet werden, wäre für mich reinstes Glückspiel - und das mag ich bei kritischen Systemen nicht so wirklich.

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                      Von Xyla am Fr, 22. Mai 2020 um 14:35 #

                      Diese System SIND redundant ausgelegt, das habe ich weiter oben auch geschrieben.

                      Übrigens ist es nicht so, dass jeder dahergelaufene "Admin", der sich sonst mit Fileservern beschäftigt und von Echtzeit keine Ahnung hat, bei solchen System nach Belieben Kernelupdates oder -upgrades einspielen dürfte. Das stellen sich manche "Admins" zwar so vor, ist aber nicht so.

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                        Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 15:01 #

                        Natürlich werden solche Systeme redundant ausgelegt, alles andere ist auch Wahnsinn. Aber ich verstehe weiterhin nicht, warum man im Zweifel lieber einen potentiellen Geisterfahrer in einer kritischen Umgebung duldet, anstatt angemessen zu reagieren (der Fehler, der zu einem undefinierten Systemzustand geführt hat, ist schließlich passiert, nicht?).

                        Daß man für einige kritische Systeme Spezialisten bracht und nicht jedem Wald-und-Wiesen-Admin, der „ssh-keygen“ tippen und seinen öffentlichen Schlüssel verteilen kann auf alle Systeme läßt, ist mir klar, das mußt Du nicht betonen. Unklar ist mir, warum man an den Fehlerfall mit „na, mal schauen, vielleicht ist ja nichts wirklich Schlimmes passiert!“ herangeht. Das ist in meinen Augen extrem unprofessionell.

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                          Von Zerfallskonstante am Fr, 22. Mai 2020 um 15:38 #

                          Das ist in meinen Augen extrem unprofessionell.
                          Das ist der ganz normale alltägliche Linux-Wahnsinn. Vor 20–25 Jahren haben die Linuxer dieses Verhalten der Windows-Welt kritisiert und sich zugleich über die arroganten *nix-Admins aufgeregt. Heute sind die Linuxer beides: arrogant und doof. Die Devise lautet: "Einfach mal laufen lassen und bei Bedarf ohne weitere Analyse neu starten oder gleich neu aufsetzen", also genau das was seinerzeit jeder "Minesweeper Consultant and Solitaire Expert" gemacht hat. Das Ganze noch mit der himmelschreiend ignoranten Arroganz der Generation Doof garniert.

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                            Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 16:08 #

                            Ganz so krass hätte ich es nicht ausgedrückt, bin aber tendenziell bei Dir, seit ich einsehen mußte, daß die Art und Weise, wie man unter Linux Containerisierung betreibt, die letzte Konsequenz genau dieser Haltung ist... Fast nur noch „cattle“, Wegwerf-Container, bei denen eingeplant ist, daß sie im Zweifel nicht vernünftig laufen - was man dann dadurch „löst“, daß man einige davon vorhält und sie eben nur kurz leben läßt, bevor die dicken Probleme auftreten.

                            Es ist wirklich bitter, wo das hinführt. Wobei man, um fair zu bleiben, sagen muß, daß das alles keine ganz neue Erscheinung ist. Bei MySQL hat man seit Jahr und Tag viel lieber irgendwas herumprogrammiert, anstatt sich auf die Lauer zu legen und die Speicherlecks zu stopfen. Läßt sich ja auch gut anders lösen: Einfach den Datenbankserver öfter mal durchladen (und wenn man das nicht so oft tun will, dann halt mehr Hauptspeicher in die Kisten ballern). Gut, MySQL wird von vielen Leuten als Schrott betrachtet - aber das hat seiner Verbreitung und Nutzung keinen Abbruch getan! Vielleicht wollen wir als Homo sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens (neunmalkluger Mensch) aber auch gar keine vernünftigen Programme einsetzen.

                            Der Gipfel ist dann aber noch das hohe Roß, auf welchem so mancher Pinguin gerne Platz nimmt. Das war einer der Punkte, die mich nach *BSD haben flüchten lassen: Unter den den technisch guten Leuten, die auch das Herz am rechten Fleck haben, sind einfach so viele Stinktiere, die ihr Halbwissen mit einer Arroganz vor sich hertragen, die ihresgleichen sucht. Himmel, ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, daß es kein gutes Gefühl war, als ich meinen ersten eigenen Kernel gebacken habe, der dann auch mit der Hardware lief! Aber muß man deswegen gleich über den Wolken schweben und auf die armseligen Sterblichen herabblicken, die das noch nie getan haben?

                            Dazu kommt, daß immer wieder Pinguine auftreten, die felsenfest von der absoluten Überlegenheit ihres Systems überzeugt sind, aber nicht einmal einen blassen Schimmer davon haben, was es sonst noch gibt. Zu Beginn mußte ich über die Frage noch schmunzeln, aber inzwischen ist es mir zu oft passiert, daß ich gefragt wurde, ob BSD denn „auch schon Container könne“! Niemals von Jails gehört, nie eine Zone hochgezogen, aber freilich davon ausgehen, daß Linux-Container der Weisheit letzter Schluß sind (und das sind sie dermaßen überhaupt nicht...). Na ja.

                            Ich will nicht der Behauptung des Unix-Scheichs „BSD is where the sane people are“ das Wort reden, aber es kommt mir doch ganz deutlich so vor, als hätten wir sehr, sehr viel weniger Schreihälse, Klugscheißer mit letztlich dürftiger Substanz, „mach mal chmod 777, dann geht's“-Empfehler und andere Elemente, auf die man einfach verzichten kann.

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                              Von ac am Fr, 22. Mai 2020 um 23:55 #

                              Es ist halt wirtschaftlicher, einfache Standardvorgehensweisen und -systeme zu haben, mit denen zur Not auch derjenige in der Riege der Verantwortlichen mit dem einfachsten Strickmuster in den Gehirnwindungen umgehen kann, als euch Koryphäen tagelang dabei Knöchelchen würfeln zu sehen, ob und wann das gestoppte Produktionssystem wieder hochgefahren werden kann.

                              Wie schnell kann die IT ihren Teil zur Wertschöpfung bei welchen Verfügbarkeitsgarantien (ja, genau - das ist dann SLA beim Dienstleister :x) leisten...

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                                Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 08:58 #

                                Moin ac,

                                um Koryphäen geht es doch gar nicht. Natürlich gibt es die in sämtlichen Lagern, genauso wie es überall Schlamperei und Schnell-Schnell gibt. Was hier kritisiert wurde - und dies meiner Meinung nach zurecht - war, daß in der Linux-Welt inzwischen ein etwas ungesunder Geist vorherrscht. Der Wille, es richtig(tm) zu machen, fehlt teilweise schon ganz. Wie gesagt: Man hat weder immer die Zeit und die Ressourcen, um alles richtig(tm) umzusetzen oder die richtigen Leute dafür. Trotzdem, finde ich, sollte man den Anspruch, es bestmöglich zu machen, nicht aufgeben. Alles andere endet in notorisch kaputten Programmen, um deren Fehler man dann lieber igrendwie drumherumarbeitet, anstatt sie zu reparieren. Und das ist tragisch.

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                              Von Xyla am Sa, 23. Mai 2020 um 16:39 #

                              Ich will nicht der Behauptung des Unix-Scheichs „BSD is where the sane people are“ das Wort reden, aber es kommt mir doch ganz deutlich so vor, als hätten wir sehr, sehr viel weniger Schreihälse, Klugscheißer mit letztlich dürftiger Substanz

                              Nicht nur das. DingensBSD hat auch sehr, sehr viel weniger aktive Nutzer (um präziser zu sein: mindestens 2,5 Milliarden Nutzer weniger)... :D

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                            Von Xyla am Sa, 23. Mai 2020 um 17:20 #

                            Das ist der ganz normale alltägliche Linux-Wahnsinn.

                            Ja, es ist einfach unerhört das die Industrie nicht auf die Universalgenies aus dem DingensBSD-Umfeld hört! Verfahrenstechniker braucht es nicht, man braucht nur ein Universalgenie welches DingensBSD und ZFS aufsetzen kann und schon läuft alles. :D

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                              Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 09:11 #

                              Leider also trotz etwas Substanz in den Beiträgen doch ein Troll, schade. Niemand hat behauptet, daß das jeweilige BSD der Wahl (vielleicht noch mit ZFS) alle Probleme löst. Niemand. Wie ich bereits des öfteren schrieb: Die BSDs sind weder fehlerfrei noch für alle Zwecke gleich gut einsetzbar. Im Gegensatz zu manchen Pinguinen gehen wir damit auch relativ locker um - uns bricht kein Zacken aus der Krone, obwohl Linux der technisch weitentwickeltste Open-Source-Kernel ist. Aber aus „es gibt erheblich weniger Idioten“ (anteilig übrigens) irgendwelche „Universalgenies“ zu machen, ist ziemlich kleingeistig. Und das nur, weil ich den Pinguin-Gott gelästert habe...

                              Ach, was soll's. Wenn jemand mit jedem einzelnen Beitrag zur Schau stellt, daß er willentlich nicht in der Lage ist, den Namen des Projektes auszuschreiben (nimmt sonst der Schaum vorm Mund solche Dimensionen an, daß die Atmung bedroht ist?), dann muß man wohl der Bitte, nicht für voll genommen zu werden, entsprechen, schätze ich. Zumal dann, wenn die vollrelevanten Teile meiner Antworten durchweg ignoriert werden und diese Person sich nur an einzelnen anderen Fetzen nochzieht. Ich wünsche noch einen schönen Tag (und, sofern das möglich ist, eine Aktualisierung der Module „Diskussionskultur“ und „unbefangenes Herangehen“).

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                                Von knall am Mo, 25. Mai 2020 um 12:54 #

                                Im Gegensatz zu manchen Pinguinen gehen wir damit auch relativ locker um - uns bricht kein Zacken aus der Krone

                                Ja, dass merkt man ganz deutlich an diesem Satz:

                                fallen insbesondere innerhalb der letzten zwei Jahre Entwicklungen auf, die andeuten, daß auch Linux seine besten Tage bereits hinter sich hat. Wen die Götter vernichten wollen, den strafen sie mit Blindheit. Die Arroganz einiger maßgeblicher Personen ist schon beachtlich, krasse Fehlentscheidungen wie bezüglich ZFS und allgemein der Öffnung für eine massive Kommerzialisierung sind mehr als Ungesund.

                                Den BSDlern "bricht kein Zacken aus der Krone", wenn es darum geht gegen Linux zu hetzen ("Linux seine besten Tage bereits hinter sich", "Bindheit", "Arroganz", "krasse Fehlentscheidungen wie bezüglich ZFS" und "massive Kommerzialisierung" zeugen nicht gerade von ausgeprägter Objektivität, ganz besonders nicht im Hinblick auf die "massive Kommerzialisierung" von BSD durch den Milliardenkonzern Netflix)... :D

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                                  Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 13:54 #

                                  Gekonnt mißverstanden! Aber Stück für Stück:

                                  1) Nichtmal bei dem, was die oberste Riege der Kernelentwickler über ZFS sagt, würde ich von Hetze sprechen. Eher von ignorantem Geschwätz und Unfug. Aber mir „Hetze“ zu unterstellen ist eine krasse Falschverwendung des Wortes. Wen „hetze“ ich denn auf? Und was zu tun? Habe ich irgendwo dazu aufgerufen, jeden Pinguin, der nicht freiwillig seinem irrigen Glauben abschwört, zu teeren und zu federn und habe das bloß vergessen? Ich habe nicht einmal gesagt, daß man doch bitte tunlichst Linux meiden solle - und das werde ich auch jetzt nicht tun. Warum auch? Linux ist in gar nicht so wenigen Fällen schlicht und ergreifend die sinnvollere Wahl.

                                  Ich würde Dich bitten, mindestens einen Gang zurückzuschalten. Zwar würde ich mich auch noch dagegen verwahren, Schmähkritik zu betreiben, aber so kann man es vielleicht lesen, wenn man unbedingt möchte. Selbst das wäre aber von „Hetze“ ein ganzes Stück weg.

                                  Bleiben wir bei den Tatsachen:

                                  a) Herr Torvalds weiß nicht, was ZFS ist, welchem Zweck es dient oder überhaupt nur, daß es OpenZFS und OracleZFS gibt. In Anbetracht dessen, daß es sich dabei um das wesentliche Dateisystem unserer Tage handelt und um den derzeitigen Goldstandard unter Enterprise-Dateisystemen, spreche ich von Blindheit. Es wird selbst dem verbortesten Torvalds-Fan schwerfallen, dies als eine illegitime Sichtweise darzustellen.

                                  b) Weder Herr Torvalds noch Herr KH wissen über das Thema irgendwie bescheid und erlauben sich nicht nur trotzdem ein Urteil, sondern sprechen raten mit deutlichen Worten ab. Wenn man eine gewisse Stellung innehat, muß man sich überlegen, was man sagt. Wenn diese beiden Persönlichkeiten den Bannstrahl auf etwas schleudern, hat dies weiterreichende Konsequenzen, als wenn klein Kraileth sagt, daß Oracle doof ist. Den Stab über etwas zu brechen, das auch nur ansatzweise zu verstehen man sich gar nicht erst die Mühe gemacht hat, wird gemeinhin als arrogant angesehen. Ich bin unsicher, mit welchem Recht man mir vorhalten kann, dies anzukreiden.

                                  c) Über die krasse Fehlentscheidung können wir reden. Mein Punkt ist, daß Linux nicht nur größeren Gewinn durch vernünftige Unterstützung von ZFS hätte, sondern durch dessen fragwürdige Behandlung Schaden nimmt. Aber das ist das gute Recht der Kernel-Lenker - sie geben die Richtung vor. Sie für grundfalsch halten (und dies sogar kundtun) darf ich aber - oder?

                                  2) Wo genau fehlt Dir die Objektivität? Ich habe nicht wahllos Flüche in alle möglichen Richtungen ausgestoßen, sondern sehr konkret (Fall ZFS) Verfehlungen angeprangert als auch weniger Faßbares (gefühlte Kommerzialisierung) kritisiert. Wie hätte harsche Kritik am in Frage stehenden Thema für Dich aussehen müssen? Falls Du Schwierigkeiten haben solltest, diese Frage zu beantworten, empfehle ich, einen Schritt zurück zu tun und über die Situation nochmal kurz nachzudenken. Vielleicht schmeckt Dir nämlich in Wirklichkeit der Inhalt nicht, obschon Du die Form kritisierst.

                                  Zu Netflix: Ich habe in einem anderen Kommentar bereits erklärt, warum diese Verbindung falsch eingeschätzt wird. FreeBSD nimmt Unterstützung von Netflix gerne an (übrigens auch von Google, Intel, Microsoft, ...). Die Projektleitung ist jedoch völlig anders aufgestellt, so daß dies nicht die gleichen Effekte hat, die es bei Linux zeitigt.

                                  Selbst wenn Dir das zu abstrakt erscheinen sollte: Bitte einfach mal überlegen, ob man von einem FreeBSD-Desktop aus Netflix-Filme schauen kann und wie sehr sich dieses Unternehmen darum bemüht. Und das dann mal mit z.B. Steam vergleichen (um nicht wie üblich Google zu bemühen) und sich fragen, welche der beiden Firmen das eine oder andere Betriebssystem nur intern für die eigene Infrastruktur nutzt und welches versucht, es im Rahmen der eigenen Geschäftsstrategie zu schleifen und zu polieren, um damit Einfluß zu erhalten (oder wahlweise: sich ein Hintertürchen/Trumpf offenzuhalten für den Fall der Fälle). Fällt Dir ein Unterschied auf?

                                  Abschließend: Wenn Linus „Fuck you, nVidia!“ Torvalds polarisieren darf, warum darf ich nicht mit klaren Worten sagen, daß dabei mitunter auch Grütze herauskommen kann? Hast Du mal die besten Schimpftiraden auf den Linux-Mailinglisten gesehen? Sag mir nach deren Lektüre nochmal, daß mir kein völlig nüchterner, zivilisierter Tonfall eignet...

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                                    Von mm am Mo, 25. Mai 2020 um 14:46 #

                                    Linux ist in gar nicht so wenigen Fällen schlicht und ergreifend die sinnvollere Wahl.
                                    In welchen Fällen konkret?

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                                      Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 15:26 #

                                      Einfach ein paar schnell zusammengestückelte konkrete Beispiele:

                                      - Einer der für mich wichtigsten Gründe: Wenn die Belegschaft nur Linux kann (und gleichzeitig auch nicht besonders aufgeschlossen ist), dann vielleicht einfach Linux nehmen.
                                      - Programme sind nur für Linux verfügbar - ich selbst würde ihn zwar ohnehin nicht verwenden, aber manche Leute brauchen Chrome und nicht Chromium. Auch andere Dinge sind teilweise nur unter Linux verfügbar.
                                      - Variante davon: Programme sind in aktueller Version nur auf Linux verfügbar.
                                      - Treiber sind nur für Linux verfügbar. Z.B. CUDA.
                                      - Hardware läuft mit Linux besser (z.B. Suspend/Resume, Bluetooth, WLAN, ...).
                                      - Es gibt feste Anforderungen (z.B. bei Zertifizierungen), die entweder nur mit Linux oder zumindest mit erheblich geringerem Aufwand erreichbar sind.
                                      - Es müssen häufig Daten auf Linux-Dateisysteme geschrieben werden.
                                      - Bootzeit ist kritisch - einfach Linux nehmen. Selbst wenn man hämmert und schraubt kann kein BSD-System in diesem Bereich auch nur annähernd mit Linux mithalten.
                                      - Es werden Features benötigt, die nur unter Linux (vernünftig) funktionieren. Eine der wenigen Dinge, die ich gelegentlich vermisse, ist die Unterstützung für mehrere gleichzeitige Sessions in X11. Unter Linux kann ich z.B. meinen Login erhalten und schnell mal meine Frau sich auf der gleichen Kiste anmelden lassen, wenn sie etwas braucht. Unter FreeBSD muß ich vorher meine grafischen Programme schließen und mich ausloggen.
                                      - Eine Sache macht unter BSD Probleme und unter Linux nicht (z.B. hatten wir auf der Arbeit unter FreeBSD größere Probleme mit NFS stale handles bei der Verwendung mit Clustern gehabt; unter Linux traten diese Probleme nicht, bzw. erheblich milder auf).

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                        Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:36 #

                        Wenn solche systeme redundant sind MUSS das nicht korrekt funktionierende system ein sofortigen halt machen.

                        Ich glaube du hast absolut keine ahnung was Echtzeit ist, auch kommst Du mit scheingruenden wie kernelupdates etc...bist ne schraege socke.

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                        Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:39 #

                        Und hier wenn Du trotzdem noch was lernen willst:
                        https://www.youtube.com/watch?v=Oe9WzYjKYQg

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                    Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:43 #

                    Ein Industrieofen (wenn wen er denn ein OS benoetigt) hat externe sicherheitschaltungen, dass sind meist ganz einfache bimetal-schaltungen (wie bei deinem haartrockner), bei solchen systemen vertraut man niemals alleine auf software oder elektronische-sensoren, sondern einer mischung aus mechanik und eletronik.

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                      Von Xyla am Sa, 23. Mai 2020 um 18:11 #

                      Ein Industrieofen (wenn wen er denn ein OS benoetigt) hat externe sicherheitschaltungen, dass sind meist ganz einfache bimetal-schaltungen (wie bei deinem haartrockner)

                      Danke, bei dem Kenntnisstand erübrigt sich wohl jede weitere Diskussion. Von Durchlauföfen, der "Bildung explosionsfähiger Atmosphären" < 750°C, dem bei Brennerausfall entstehenden Unterdruck durch Abkühlung und der deshalb erforderlichen Flutung des Ofenraums mit Inertgas, usw. usf. hast Du offensichtlich noch nie etwas gehört. Es gibt da schon einige Unterschiede zu (m)einem Haartrockner... ;)
                      Das ist übrigens genau der Grund, weshalb solche Anlagen nicht im "Hau-Ruck-Verfahren" einfach abgeschaltet werden können, sondern geregelt heruntergefahren werden müssen.

                      bei solchen systemen vertraut man niemals alleine auf software oder elektronische-sensoren

                      Das war früher mal so (bis auf Kernkraftwerke, da ist das vorgeschrieben). Einige praxisfremde Professoren erzählen sogar noch heute das wäre so. Übrigens werden selbst in der zivilen Luftfahrt seit der Einführung des "Fly by Wire" (Airbus A320) alle sicherheitsrelevanten Funktionen (mehrfach redunant) per Software übernommen.

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            Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:33 #

            Wenn es zwei unabhängige syteme sind IST es per definition keine Harte Realtime!

            Auch ging es gar nicht um realtime systeme sondern das der Linuxkernel eine warnung statt einem halt ausgiebt, und dann kommt ploetzlich einer mit Realtime (ohne jeglichen zusammenhang), deshalb schrieb ich dass dieses verhalten nix mit realtime zutun hat.

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      Von RubiKa am Mo, 25. Mai 2020 um 13:35 #

      DTrace (eines der wichtigsten instumente fuer performance) ist in MacOS vorhanden in Linux gibt es hier kein vergleichbares Tool.

      Doch gibt es, sogar eine von Oracle portierte Version ;)

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