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Thema: »Windows Subsystem for Linux 2« unterstützt GUI-Anwendungen

36 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von yagga am Do, 21. Mai 2020 um 11:14 #

Es ist ja nicht nur ZFS, DTrace (eines der wichtigsten instumente fuer performance) ist in MacOS vorhanden in Linux gibt es hier kein vergleichbares Tool.

Ein Kernel (Linux) hardstop bei einem fehler wurde absichtlich deaktiviert...gibt nur noch eine warnung d.h wenn im kernel etwa schieflaeufft rennt das system einfach weiter, ohne einen konsistenten oder nachvollziehbaren zustand zu haben.

Es ist wirklich schade dass wir nun ein verbreitetes *nix haben, welches einfach irgendwie lauffen muss...man kann schon fast sagen dass Windows der Unixes. Ein BSD oder Illumnos waere fuer uns Admins soo viel schoener gewesen (ganz zu schweigen vonn all dieses verkackten Distros)

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    Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 11:30 #

    Dann will ich mal das System mit harter Echtzeit sehen, wo der Kernel bei einem Fehler einfach mal so stoppt. Ihr müsst Euch mal von der Vorstellung losmachen, dass Linux ausschließlich für irgendwelche Fileserver mit mehreren EiB Speichergröße verwendet wird.

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      Von yagga am Do, 21. Mai 2020 um 11:59 #

      Das hat nix mit echtzeit zutun, sondern damit dass wenn der kernel einen Fehler macht er moeglichst schnell stoppt und nicht einfach weiterlaeufft als waere das nur eine warnung wert.

      Und wenn es um harte echtzeit geht wird auch kein Linux verwendet sondern VXwork und Integrity oder gleich ein selber geschriebenes 'OS'

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        Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 18:48 #

        wenn es um harte echtzeit geht wird auch kein Linux verwendet sondern VXwork und Integrity

        Völliger Schwachsinn. Suche mal nach RTAI, RT_Preempt oder Xenomai.

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        Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 18:55 #

        Das hat nix mit echtzeit zutun, sondern damit dass wenn der kernel einen Fehler macht er moeglichst schnell stoppt und nicht einfach weiterlaeufft als waere das nur eine warnung wert.

        In kritischen Echtzeit-Anwendungen laufen zwei unabhängige Systeme (auf unterschiedlichen CPUs um CPU-Fehler zu vermeiden), die sich gegenseitig überwachen. Da ist eine Warnung sinnvoll und kein Stillstand des Kernels.

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          Von kraileth am Do, 21. Mai 2020 um 21:56 #

          Wir können natürlich über harte und weiche Echtzeit debattieren - aber wir können auch feststellen, daß das eine Nische ist und Linux das nicht hauptsächlich macht, sondern lediglich „auch kann“. In diesem Bereich gelten Sonderanforderungen, ganz ohne Frage. Aber da bin ich skeptisch, ob man mit Linux am besten bedient ist. Mir wäre da mit einfacheren und weniger überfrachteten Kerneln wohler, als mit einem, der auf allen Hochzeiten tanzen möchte - eben eine Sache machen und diese möglichst gut.

          In der Mehrzahl der Fälle haben wir aber Linux auf dem Server oder dem Desktop. Typischerweise amd64-Hardware, die zwar ordentlich Leistung bringt, insgesamt aber eine Katastrophe ganz eigener Güte ist. Aber was soll's, das ist es, was wir haben und womit wir arbeiten müssen. Ob man nebenher hofft, irgendwann mal CheriBSD auf entsprechenden RISC-V-Maschinen mit Hardware-Capabilities einsetzen zu können, gerne mehr Software im Einsatz hätte, die in Sprachen wie Ada/SPARK geschrieben ist, usw., tut im Augenblick wenig zur Sache.

          Und da haben wir die Entscheidung von Linux, im Zweifel zu sagen: „Uhh, hier ist gerade irgendwas fürchterlich schiefgelaufen - aber scheiß drauf, daß das System jetzt in einem völlig unklaren Zustand ist, wir machen einfach mal weiter, als ob nichts wäre, vielleicht ist es ja nicht schlimm“. Als Admin will ich, daß mein System laut schreit, sobald es nicht mehr weiter weiß und mich schauen läßt, anstatt im Zweifel furchtbaren Blödsinn zu machen. Panic, core dump in den Swap und einen Menschen draufschauen lassen, der hoffenlich nachvollziehen kann, was da passiert ist und idealerweise mit anderen Leuten zusammen Vorsorge dafür trifft, daß es nicht mehr passiert. Die Linux-Haltung ist für mich die eines Drückebergers, der nicht dafür gerade stehen will, wenn ein Fehler passiert ist. Und es ist auch eine defätistische Einstellung, weil sie, weitergedacht, das Eingeständnis ist: „Wir können halt keine vernünftige Software schreiben“. Den Anspruch aber, daß es besser geht, als der ganzen Wahnsinn, den wir derzeit haben, möchte ich auf keinen Fall aufgegeben wissen.

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            Von Xyla am Do, 21. Mai 2020 um 22:54 #

            Wir können natürlich über harte und weiche Echtzeit debattieren
            Über harte und weiche Echtzeit braucht man eigentlich nicht debattieren. Bei z.B. Audioanwendungen setzt man einen "low-latency" Kernel mit geringer Antwortzeit ein (weiche Echtzeit). Bei industriellen Anwendungen ist das nicht ausreichend, da braucht man eine garantierte Antwortzeit (harte Echtzeit).
            Aber da bin ich skeptisch, ob man mit Linux am besten bedient ist.
            Linux hat sich z.B. auf CNCs bereits durchgesetzt, die weltweit größten Hersteller setzen auf Linux: Fanuc, Siemens, Heidenhain. Wenn Sie allerdings skeptisch sind, dann sollten Sie sich mit Ihren Bedenken direkt an diese Hersteller wenden.
            In der Mehrzahl der Fälle haben wir aber Linux auf dem Server oder dem Desktop.
            Das wage ich zu bezweifeln, in der Mehrzahl der Fälle läuft der Linux-Kernel auf Mobiltelefonen.
            Als Admin will ich, daß mein System laut schreit, sobald es nicht mehr weiter weiß und mich schauen läßt
            Das ist schön. Das Thema war aber:
            Von yagga am Do, 21. Mai 2020 um 11:14 #
            Ein Kernel (Linux) hardstop bei einem fehler wurde absichtlich deaktiviert.
            Ich will aus verschiedensten Gründen keinen Hardstop. Wenn Sie einen brauchen, dann setzen Sie bitte weiter DingensBSD ein. Da stoppt der Kernel die Ausführung ja offensichtlich sofort bei einem Fehler?

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              Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 03:15 #

              Nur mal aus Neugier, weil ich versuche, es zu verstehen: Welche Gründe wären es denn z.B., die man haben könnte, um ein System im undefinierten Zustand weiterlaufen zu lassen? Mir fällt da ehrlich gesagt nichts ein. Systeme, die irgendwie wichtig wären, kommen dafür auf keinen Fall in Frage. Vielleicht unwichtige Testsysteme? Aber auch da ist mir unklar, warum man sie im Fehlerfall weiterlaufen lassen sollte, anstatt eine Panic auszulösen. :?

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                Von Xyla am Fr, 22. Mai 2020 um 13:01 #

                Systeme, die irgendwie wichtig wären, kommen dafür auf keinen Fall in Frage.
                Im Gegenteil: Regelsysteme, die man so einfach anhalten kann, sind für wichtige Aufgaben keinesfalls geeignet. Eine Industrieanlage ist kein Server, den man ohne Schäden für Anlage, Umwelt oder gar Gesundheit 'mal eben anhalten kann.

                Einfaches Beispiel Industrieofen: Der Brenner steht auf "volle Pulle" und ich halte den Kernel dann an. Das zuletzt vor dem Stopp gesetzte Signal "Brenner volle Pulle" steht dann weiter permanent an, auch wenn die Höchsttemperatur überschritten wird.

                Übrigens ist das keineswegs so, daß bei solchen Anlagen "Hinz oder Kunz" ein Kernelupdate machen darf oder kann (auch kein Admin). Die Systeme sind getestet, zertifiziert und auch nicht so einfach zugänglich.

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                  Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 13:24 #

                  Solche Systeme muß ich redundant auslegen, so daß Cluster-Teilnehmer aussteigen können, wenn ein grober Fehler passiert. Weiterlaufenlassen und hoffen, daß durch den undefinierten Zustand nicht erst recht z.B. völlig falsche Signale gesendet werden, wäre für mich reinstes Glückspiel - und das mag ich bei kritischen Systemen nicht so wirklich.

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                    Von Xyla am Fr, 22. Mai 2020 um 14:35 #

                    Diese System SIND redundant ausgelegt, das habe ich weiter oben auch geschrieben.

                    Übrigens ist es nicht so, dass jeder dahergelaufene "Admin", der sich sonst mit Fileservern beschäftigt und von Echtzeit keine Ahnung hat, bei solchen System nach Belieben Kernelupdates oder -upgrades einspielen dürfte. Das stellen sich manche "Admins" zwar so vor, ist aber nicht so.

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                      Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 15:01 #

                      Natürlich werden solche Systeme redundant ausgelegt, alles andere ist auch Wahnsinn. Aber ich verstehe weiterhin nicht, warum man im Zweifel lieber einen potentiellen Geisterfahrer in einer kritischen Umgebung duldet, anstatt angemessen zu reagieren (der Fehler, der zu einem undefinierten Systemzustand geführt hat, ist schließlich passiert, nicht?).

                      Daß man für einige kritische Systeme Spezialisten bracht und nicht jedem Wald-und-Wiesen-Admin, der „ssh-keygen“ tippen und seinen öffentlichen Schlüssel verteilen kann auf alle Systeme läßt, ist mir klar, das mußt Du nicht betonen. Unklar ist mir, warum man an den Fehlerfall mit „na, mal schauen, vielleicht ist ja nichts wirklich Schlimmes passiert!“ herangeht. Das ist in meinen Augen extrem unprofessionell.

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                        Von Zerfallskonstante am Fr, 22. Mai 2020 um 15:38 #

                        Das ist in meinen Augen extrem unprofessionell.
                        Das ist der ganz normale alltägliche Linux-Wahnsinn. Vor 20–25 Jahren haben die Linuxer dieses Verhalten der Windows-Welt kritisiert und sich zugleich über die arroganten *nix-Admins aufgeregt. Heute sind die Linuxer beides: arrogant und doof. Die Devise lautet: "Einfach mal laufen lassen und bei Bedarf ohne weitere Analyse neu starten oder gleich neu aufsetzen", also genau das was seinerzeit jeder "Minesweeper Consultant and Solitaire Expert" gemacht hat. Das Ganze noch mit der himmelschreiend ignoranten Arroganz der Generation Doof garniert.

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                          Von kraileth am Fr, 22. Mai 2020 um 16:08 #

                          Ganz so krass hätte ich es nicht ausgedrückt, bin aber tendenziell bei Dir, seit ich einsehen mußte, daß die Art und Weise, wie man unter Linux Containerisierung betreibt, die letzte Konsequenz genau dieser Haltung ist... Fast nur noch „cattle“, Wegwerf-Container, bei denen eingeplant ist, daß sie im Zweifel nicht vernünftig laufen - was man dann dadurch „löst“, daß man einige davon vorhält und sie eben nur kurz leben läßt, bevor die dicken Probleme auftreten.

                          Es ist wirklich bitter, wo das hinführt. Wobei man, um fair zu bleiben, sagen muß, daß das alles keine ganz neue Erscheinung ist. Bei MySQL hat man seit Jahr und Tag viel lieber irgendwas herumprogrammiert, anstatt sich auf die Lauer zu legen und die Speicherlecks zu stopfen. Läßt sich ja auch gut anders lösen: Einfach den Datenbankserver öfter mal durchladen (und wenn man das nicht so oft tun will, dann halt mehr Hauptspeicher in die Kisten ballern). Gut, MySQL wird von vielen Leuten als Schrott betrachtet - aber das hat seiner Verbreitung und Nutzung keinen Abbruch getan! Vielleicht wollen wir als Homo sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens sapiens (neunmalkluger Mensch) aber auch gar keine vernünftigen Programme einsetzen.

                          Der Gipfel ist dann aber noch das hohe Roß, auf welchem so mancher Pinguin gerne Platz nimmt. Das war einer der Punkte, die mich nach *BSD haben flüchten lassen: Unter den den technisch guten Leuten, die auch das Herz am rechten Fleck haben, sind einfach so viele Stinktiere, die ihr Halbwissen mit einer Arroganz vor sich hertragen, die ihresgleichen sucht. Himmel, ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, daß es kein gutes Gefühl war, als ich meinen ersten eigenen Kernel gebacken habe, der dann auch mit der Hardware lief! Aber muß man deswegen gleich über den Wolken schweben und auf die armseligen Sterblichen herabblicken, die das noch nie getan haben?

                          Dazu kommt, daß immer wieder Pinguine auftreten, die felsenfest von der absoluten Überlegenheit ihres Systems überzeugt sind, aber nicht einmal einen blassen Schimmer davon haben, was es sonst noch gibt. Zu Beginn mußte ich über die Frage noch schmunzeln, aber inzwischen ist es mir zu oft passiert, daß ich gefragt wurde, ob BSD denn „auch schon Container könne“! Niemals von Jails gehört, nie eine Zone hochgezogen, aber freilich davon ausgehen, daß Linux-Container der Weisheit letzter Schluß sind (und das sind sie dermaßen überhaupt nicht...). Na ja.

                          Ich will nicht der Behauptung des Unix-Scheichs „BSD is where the sane people are“ das Wort reden, aber es kommt mir doch ganz deutlich so vor, als hätten wir sehr, sehr viel weniger Schreihälse, Klugscheißer mit letztlich dürftiger Substanz, „mach mal chmod 777, dann geht's“-Empfehler und andere Elemente, auf die man einfach verzichten kann.

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                            Von ac am Fr, 22. Mai 2020 um 23:55 #

                            Es ist halt wirtschaftlicher, einfache Standardvorgehensweisen und -systeme zu haben, mit denen zur Not auch derjenige in der Riege der Verantwortlichen mit dem einfachsten Strickmuster in den Gehirnwindungen umgehen kann, als euch Koryphäen tagelang dabei Knöchelchen würfeln zu sehen, ob und wann das gestoppte Produktionssystem wieder hochgefahren werden kann.

                            Wie schnell kann die IT ihren Teil zur Wertschöpfung bei welchen Verfügbarkeitsgarantien (ja, genau - das ist dann SLA beim Dienstleister :x) leisten...

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                              Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 08:58 #

                              Moin ac,

                              um Koryphäen geht es doch gar nicht. Natürlich gibt es die in sämtlichen Lagern, genauso wie es überall Schlamperei und Schnell-Schnell gibt. Was hier kritisiert wurde - und dies meiner Meinung nach zurecht - war, daß in der Linux-Welt inzwischen ein etwas ungesunder Geist vorherrscht. Der Wille, es richtig(tm) zu machen, fehlt teilweise schon ganz. Wie gesagt: Man hat weder immer die Zeit und die Ressourcen, um alles richtig(tm) umzusetzen oder die richtigen Leute dafür. Trotzdem, finde ich, sollte man den Anspruch, es bestmöglich zu machen, nicht aufgeben. Alles andere endet in notorisch kaputten Programmen, um deren Fehler man dann lieber igrendwie drumherumarbeitet, anstatt sie zu reparieren. Und das ist tragisch.

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                            Von Xyla am Sa, 23. Mai 2020 um 16:39 #

                            Ich will nicht der Behauptung des Unix-Scheichs „BSD is where the sane people are“ das Wort reden, aber es kommt mir doch ganz deutlich so vor, als hätten wir sehr, sehr viel weniger Schreihälse, Klugscheißer mit letztlich dürftiger Substanz

                            Nicht nur das. DingensBSD hat auch sehr, sehr viel weniger aktive Nutzer (um präziser zu sein: mindestens 2,5 Milliarden Nutzer weniger)... :D

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                          Von Xyla am Sa, 23. Mai 2020 um 17:20 #

                          Das ist der ganz normale alltägliche Linux-Wahnsinn.

                          Ja, es ist einfach unerhört das die Industrie nicht auf die Universalgenies aus dem DingensBSD-Umfeld hört! Verfahrenstechniker braucht es nicht, man braucht nur ein Universalgenie welches DingensBSD und ZFS aufsetzen kann und schon läuft alles. :D

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                            Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 09:11 #

                            Leider also trotz etwas Substanz in den Beiträgen doch ein Troll, schade. Niemand hat behauptet, daß das jeweilige BSD der Wahl (vielleicht noch mit ZFS) alle Probleme löst. Niemand. Wie ich bereits des öfteren schrieb: Die BSDs sind weder fehlerfrei noch für alle Zwecke gleich gut einsetzbar. Im Gegensatz zu manchen Pinguinen gehen wir damit auch relativ locker um - uns bricht kein Zacken aus der Krone, obwohl Linux der technisch weitentwickeltste Open-Source-Kernel ist. Aber aus „es gibt erheblich weniger Idioten“ (anteilig übrigens) irgendwelche „Universalgenies“ zu machen, ist ziemlich kleingeistig. Und das nur, weil ich den Pinguin-Gott gelästert habe...

                            Ach, was soll's. Wenn jemand mit jedem einzelnen Beitrag zur Schau stellt, daß er willentlich nicht in der Lage ist, den Namen des Projektes auszuschreiben (nimmt sonst der Schaum vorm Mund solche Dimensionen an, daß die Atmung bedroht ist?), dann muß man wohl der Bitte, nicht für voll genommen zu werden, entsprechen, schätze ich. Zumal dann, wenn die vollrelevanten Teile meiner Antworten durchweg ignoriert werden und diese Person sich nur an einzelnen anderen Fetzen nochzieht. Ich wünsche noch einen schönen Tag (und, sofern das möglich ist, eine Aktualisierung der Module „Diskussionskultur“ und „unbefangenes Herangehen“).

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                              Von knall am Mo, 25. Mai 2020 um 12:54 #

                              Im Gegensatz zu manchen Pinguinen gehen wir damit auch relativ locker um - uns bricht kein Zacken aus der Krone

                              Ja, dass merkt man ganz deutlich an diesem Satz:

                              fallen insbesondere innerhalb der letzten zwei Jahre Entwicklungen auf, die andeuten, daß auch Linux seine besten Tage bereits hinter sich hat. Wen die Götter vernichten wollen, den strafen sie mit Blindheit. Die Arroganz einiger maßgeblicher Personen ist schon beachtlich, krasse Fehlentscheidungen wie bezüglich ZFS und allgemein der Öffnung für eine massive Kommerzialisierung sind mehr als Ungesund.

                              Den BSDlern "bricht kein Zacken aus der Krone", wenn es darum geht gegen Linux zu hetzen ("Linux seine besten Tage bereits hinter sich", "Bindheit", "Arroganz", "krasse Fehlentscheidungen wie bezüglich ZFS" und "massive Kommerzialisierung" zeugen nicht gerade von ausgeprägter Objektivität, ganz besonders nicht im Hinblick auf die "massive Kommerzialisierung" von BSD durch den Milliardenkonzern Netflix)... :D

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                                Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 13:54 #

                                Gekonnt mißverstanden! Aber Stück für Stück:

                                1) Nichtmal bei dem, was die oberste Riege der Kernelentwickler über ZFS sagt, würde ich von Hetze sprechen. Eher von ignorantem Geschwätz und Unfug. Aber mir „Hetze“ zu unterstellen ist eine krasse Falschverwendung des Wortes. Wen „hetze“ ich denn auf? Und was zu tun? Habe ich irgendwo dazu aufgerufen, jeden Pinguin, der nicht freiwillig seinem irrigen Glauben abschwört, zu teeren und zu federn und habe das bloß vergessen? Ich habe nicht einmal gesagt, daß man doch bitte tunlichst Linux meiden solle - und das werde ich auch jetzt nicht tun. Warum auch? Linux ist in gar nicht so wenigen Fällen schlicht und ergreifend die sinnvollere Wahl.

                                Ich würde Dich bitten, mindestens einen Gang zurückzuschalten. Zwar würde ich mich auch noch dagegen verwahren, Schmähkritik zu betreiben, aber so kann man es vielleicht lesen, wenn man unbedingt möchte. Selbst das wäre aber von „Hetze“ ein ganzes Stück weg.

                                Bleiben wir bei den Tatsachen:

                                a) Herr Torvalds weiß nicht, was ZFS ist, welchem Zweck es dient oder überhaupt nur, daß es OpenZFS und OracleZFS gibt. In Anbetracht dessen, daß es sich dabei um das wesentliche Dateisystem unserer Tage handelt und um den derzeitigen Goldstandard unter Enterprise-Dateisystemen, spreche ich von Blindheit. Es wird selbst dem verbortesten Torvalds-Fan schwerfallen, dies als eine illegitime Sichtweise darzustellen.

                                b) Weder Herr Torvalds noch Herr KH wissen über das Thema irgendwie bescheid und erlauben sich nicht nur trotzdem ein Urteil, sondern sprechen raten mit deutlichen Worten ab. Wenn man eine gewisse Stellung innehat, muß man sich überlegen, was man sagt. Wenn diese beiden Persönlichkeiten den Bannstrahl auf etwas schleudern, hat dies weiterreichende Konsequenzen, als wenn klein Kraileth sagt, daß Oracle doof ist. Den Stab über etwas zu brechen, das auch nur ansatzweise zu verstehen man sich gar nicht erst die Mühe gemacht hat, wird gemeinhin als arrogant angesehen. Ich bin unsicher, mit welchem Recht man mir vorhalten kann, dies anzukreiden.

                                c) Über die krasse Fehlentscheidung können wir reden. Mein Punkt ist, daß Linux nicht nur größeren Gewinn durch vernünftige Unterstützung von ZFS hätte, sondern durch dessen fragwürdige Behandlung Schaden nimmt. Aber das ist das gute Recht der Kernel-Lenker - sie geben die Richtung vor. Sie für grundfalsch halten (und dies sogar kundtun) darf ich aber - oder?

                                2) Wo genau fehlt Dir die Objektivität? Ich habe nicht wahllos Flüche in alle möglichen Richtungen ausgestoßen, sondern sehr konkret (Fall ZFS) Verfehlungen angeprangert als auch weniger Faßbares (gefühlte Kommerzialisierung) kritisiert. Wie hätte harsche Kritik am in Frage stehenden Thema für Dich aussehen müssen? Falls Du Schwierigkeiten haben solltest, diese Frage zu beantworten, empfehle ich, einen Schritt zurück zu tun und über die Situation nochmal kurz nachzudenken. Vielleicht schmeckt Dir nämlich in Wirklichkeit der Inhalt nicht, obschon Du die Form kritisierst.

                                Zu Netflix: Ich habe in einem anderen Kommentar bereits erklärt, warum diese Verbindung falsch eingeschätzt wird. FreeBSD nimmt Unterstützung von Netflix gerne an (übrigens auch von Google, Intel, Microsoft, ...). Die Projektleitung ist jedoch völlig anders aufgestellt, so daß dies nicht die gleichen Effekte hat, die es bei Linux zeitigt.

                                Selbst wenn Dir das zu abstrakt erscheinen sollte: Bitte einfach mal überlegen, ob man von einem FreeBSD-Desktop aus Netflix-Filme schauen kann und wie sehr sich dieses Unternehmen darum bemüht. Und das dann mal mit z.B. Steam vergleichen (um nicht wie üblich Google zu bemühen) und sich fragen, welche der beiden Firmen das eine oder andere Betriebssystem nur intern für die eigene Infrastruktur nutzt und welches versucht, es im Rahmen der eigenen Geschäftsstrategie zu schleifen und zu polieren, um damit Einfluß zu erhalten (oder wahlweise: sich ein Hintertürchen/Trumpf offenzuhalten für den Fall der Fälle). Fällt Dir ein Unterschied auf?

                                Abschließend: Wenn Linus „Fuck you, nVidia!“ Torvalds polarisieren darf, warum darf ich nicht mit klaren Worten sagen, daß dabei mitunter auch Grütze herauskommen kann? Hast Du mal die besten Schimpftiraden auf den Linux-Mailinglisten gesehen? Sag mir nach deren Lektüre nochmal, daß mir kein völlig nüchterner, zivilisierter Tonfall eignet...

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                                  Von mm am Mo, 25. Mai 2020 um 14:46 #

                                  Linux ist in gar nicht so wenigen Fällen schlicht und ergreifend die sinnvollere Wahl.
                                  In welchen Fällen konkret?

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                                    Von kraileth am Mo, 25. Mai 2020 um 15:26 #

                                    Einfach ein paar schnell zusammengestückelte konkrete Beispiele:

                                    - Einer der für mich wichtigsten Gründe: Wenn die Belegschaft nur Linux kann (und gleichzeitig auch nicht besonders aufgeschlossen ist), dann vielleicht einfach Linux nehmen.
                                    - Programme sind nur für Linux verfügbar - ich selbst würde ihn zwar ohnehin nicht verwenden, aber manche Leute brauchen Chrome und nicht Chromium. Auch andere Dinge sind teilweise nur unter Linux verfügbar.
                                    - Variante davon: Programme sind in aktueller Version nur auf Linux verfügbar.
                                    - Treiber sind nur für Linux verfügbar. Z.B. CUDA.
                                    - Hardware läuft mit Linux besser (z.B. Suspend/Resume, Bluetooth, WLAN, ...).
                                    - Es gibt feste Anforderungen (z.B. bei Zertifizierungen), die entweder nur mit Linux oder zumindest mit erheblich geringerem Aufwand erreichbar sind.
                                    - Es müssen häufig Daten auf Linux-Dateisysteme geschrieben werden.
                                    - Bootzeit ist kritisch - einfach Linux nehmen. Selbst wenn man hämmert und schraubt kann kein BSD-System in diesem Bereich auch nur annähernd mit Linux mithalten.
                                    - Es werden Features benötigt, die nur unter Linux (vernünftig) funktionieren. Eine der wenigen Dinge, die ich gelegentlich vermisse, ist die Unterstützung für mehrere gleichzeitige Sessions in X11. Unter Linux kann ich z.B. meinen Login erhalten und schnell mal meine Frau sich auf der gleichen Kiste anmelden lassen, wenn sie etwas braucht. Unter FreeBSD muß ich vorher meine grafischen Programme schließen und mich ausloggen.
                                    - Eine Sache macht unter BSD Probleme und unter Linux nicht (z.B. hatten wir auf der Arbeit unter FreeBSD größere Probleme mit NFS stale handles bei der Verwendung mit Clustern gehabt; unter Linux traten diese Probleme nicht, bzw. erheblich milder auf).

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                      Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:36 #

                      Wenn solche systeme redundant sind MUSS das nicht korrekt funktionierende system ein sofortigen halt machen.

                      Ich glaube du hast absolut keine ahnung was Echtzeit ist, auch kommst Du mit scheingruenden wie kernelupdates etc...bist ne schraege socke.

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                      Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:39 #

                      Und hier wenn Du trotzdem noch was lernen willst:
                      https://www.youtube.com/watch?v=Oe9WzYjKYQg

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                  Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:43 #

                  Ein Industrieofen (wenn wen er denn ein OS benoetigt) hat externe sicherheitschaltungen, dass sind meist ganz einfache bimetal-schaltungen (wie bei deinem haartrockner), bei solchen systemen vertraut man niemals alleine auf software oder elektronische-sensoren, sondern einer mischung aus mechanik und eletronik.

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                    Von Xyla am Sa, 23. Mai 2020 um 18:11 #

                    Ein Industrieofen (wenn wen er denn ein OS benoetigt) hat externe sicherheitschaltungen, dass sind meist ganz einfache bimetal-schaltungen (wie bei deinem haartrockner)

                    Danke, bei dem Kenntnisstand erübrigt sich wohl jede weitere Diskussion. Von Durchlauföfen, der "Bildung explosionsfähiger Atmosphären" < 750°C, dem bei Brennerausfall entstehenden Unterdruck durch Abkühlung und der deshalb erforderlichen Flutung des Ofenraums mit Inertgas, usw. usf. hast Du offensichtlich noch nie etwas gehört. Es gibt da schon einige Unterschiede zu (m)einem Haartrockner... ;)
                    Das ist übrigens genau der Grund, weshalb solche Anlagen nicht im "Hau-Ruck-Verfahren" einfach abgeschaltet werden können, sondern geregelt heruntergefahren werden müssen.

                    bei solchen systemen vertraut man niemals alleine auf software oder elektronische-sensoren

                    Das war früher mal so (bis auf Kernkraftwerke, da ist das vorgeschrieben). Einige praxisfremde Professoren erzählen sogar noch heute das wäre so. Übrigens werden selbst in der zivilen Luftfahrt seit der Einführung des "Fly by Wire" (Airbus A320) alle sicherheitsrelevanten Funktionen (mehrfach redunant) per Software übernommen.

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          Von yugga am Fr, 22. Mai 2020 um 15:33 #

          Wenn es zwei unabhängige syteme sind IST es per definition keine Harte Realtime!

          Auch ging es gar nicht um realtime systeme sondern das der Linuxkernel eine warnung statt einem halt ausgiebt, und dann kommt ploetzlich einer mit Realtime (ohne jeglichen zusammenhang), deshalb schrieb ich dass dieses verhalten nix mit realtime zutun hat.

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    Von RubiKa am Mo, 25. Mai 2020 um 13:35 #

    DTrace (eines der wichtigsten instumente fuer performance) ist in MacOS vorhanden in Linux gibt es hier kein vergleichbares Tool.

    Doch gibt es, sogar eine von Oracle portierte Version ;)

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