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Thema: Die Bundeswehr wendet sich Open Source zu

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Von peter am Di, 20. März 2001 um 17:06 #
Nachdem sich herausgestellt hat, dass die Meldung mit Vorsicht zu geniessen ist, mal ein kleiner Kommentar:

Es ist für viele Umsteigewillige abschreckend, das geistige Niveau so mancher Linux-Liste zu lesen. Hier ist es nicht anders. Viele Schreiber ergehen sich in einem pubertierenden Schwachsinn und Halbwissen, das geradezu erschreckend ist. Vom realen Leben keine Ahnung. Linux ist ein Serversystem, sicherlich ein gutes. Aber auf dem Desktop? Besser geworden ist es zweifelsohne. Aber bis heute mangelt es allen GUIŽs unter Linux an fundamentalen Features, die auf der anderen Seite seit Win 3.0 vorhanden sind und erst die Akzeptanz auf dem Desktop ausmachen. Da kann ich mit einer zentralen Schriftverwaltung anfangen und mit der besch... Druckerunterstützung aufhören (trotz cups). Nur ein Beispiel: Wer als Einsteiger versucht, eine Schrift zu installieren, landet auf dem Bauch - es geht nicht. Hat er sich aus dem Internet (!!Hurra!!) das nötige Programm gesaugt, stellt er anschließend fest, dass SO die Schrift zwar annimmt, aber nur im HTML-Editor. Fragt er auf der Mailingliste nach der systemweiten Bereitstellung des Eurozeichens, kriegt er detaillierte Anweisungen, die auf original dem gleichen System, für dass die Beschreibung passen soll, nicht funktioniert. Noch Beispiele?

Da geht es weiter mit einer oft fehlenden Unterstützung periphärer Hardware, einer Inkompatibilität verschiedener Distributionen zu einander, einem verwirrenden Kleinkrieg der Vertreter verschiedener GUIŽs gegeneinander (der zu "Konkurrenz belebt das Geschäft" hochstilisiert wird - ohne zu merken, dass die eigentliche Konkurrenz M$ ist) usw. Da werden Listen wie diese zu idiotischen Äußerungen wie "dass unser TUX hier auf Menschen schießt" missbraucht - die Reihe läßt sich fortsetzen. Es ist kein Wunder, dass Linux auf dem Desktop von vielen noch nicht ernst genommen wird, nicht genommen werden kann - die Gemeinde trägt mit ein gut Teil schuld daran.

Von anderen Sachen ganz zu schweigen: Da wird Freie Software mit kostenloser verwechselt. da wird der Zwang, am nächsten Tag sich seine Brötchen kaufen zu müssen (soll heißen: ich muss Geld verdienen, um zu leben) als kapitalistisch verurteilt und lebt derweil auf Staatskosten. Da werden Äußerungen von Usern: "Ich brauche ..." mit "Ich brauch aber nur einen C-Compiler" abgetan usw. Da wird von tausenden von Programmen geschwärmt und vergessen, dass viele nur alpha oder beta sind. Da kürt Linux-User den IE zum Referenz-Browser, da offenbart Suse, dass es den besten HTML-Editor nur für W* gibt, da muss man in der Praxis des Werbebüros feststellen, das gimp zum produktiven Einsatz nicht brauchbar ist ...
Ich will aufhören. Leute, bleibt auf dem Teppich und sorgt lieber dafür, dass sich das ganze zu Linux gehörende Umfeld so bessert, dass Linux zu einer wirklichen Alternative wird.

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    Von Hannibal am Di, 20. März 2001 um 18:55 #
    Blah
    Blah
    Blah

    Warum sollte sich ein Top-Betriebssystem wie Linux an einem bösen System wie Windows orientieren?

    Damit vielleicht mehr Menschen der Umstieg erleichtert wird?

    Da kann ich gerne verzichten!
    Ich habe wertvolle Jahre meines Lebens mit Windows verschwendet. Jetzt bin ich froh, dass ich es nicht mehr verwenden muss. Jede mögliche Option, die den Desktop Windows-ähnlich macht, schalte ich sofort ab.
    Was soll der Blödsinn mit dem besseren M$-Desktop eigentlich?
    KDE hat mehr Funktionalität, ist durchschaubar, lässt sich einfach konfigurieren.

    Und Du solltest Dich mal mit Linux befassen und mehr lesen, um Dein Hintergrundwissen aufzufrischen. Falls das für Dich keine Option ist, bleibe bei Windows und erspare Deinen Mitmenschen den Unsinn.

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    Von Datschge am Di, 20. März 2001 um 19:00 #
    Nette Rede, aber die kommt mir m.E. etwa ein Jahr zu spät. Sicher gibt es unter Linux noch dieses und jene Schwachstellen, aber gerade die Entwicklungen in den letzten 12 Monaten waren mehr als erfreulich. An den letzten Zentimeter zur "Referenzsoftware" Windos wird sich Linux allerdings wohl solange messen müssen, bis auch der letzte Hersteller Sinn darin sieht, nicht nur Windows mit Betatreibern zuzumüllen (Stichwort nVidia). Bei freier Software zu beklagen, daß es keinen gäbe, der nach microsoftmanier festlegt, was nun bleiben und im Markt sich durchsetzen und was verschwinden soll halte ich auf der anderen Seite für maßlos überzogen.

    Aber der nichtswissende Otto Normalverbraucher kann beruhigt sein, der Markt wird es für ihn richten (und da herrscht immer noch Microsoft mit seiner "Referenzsoftware". Ich hoffe ja eigentlich immer noch, daß der nichtswissende Otto Normalverbraucher ausstirbt, natürlich Wunschdenken ^_°).

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    Von Datschge am Di, 20. März 2001 um 19:02 #
    Bezog sich natürlich komplett auf den ursprünglichen Post von Peter...
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    Von nick am Di, 20. März 2001 um 19:53 #
    @peter
    was du da kritisierst nenn ich vielfalt.
    und bei m$ sagen dir die leute,
    "da brauchst du nur visual basic"
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    Von LH am Di, 20. März 2001 um 20:20 #
    @ Peter
    Na das ist doch mal ein Brocken von Text.
    Du sprichst eine Menge Punkte an, allerdings muß ich sagen das ich manches davon so nicht stehen lassen kann, andres ist hingegen denke ich richtig :

    >mal ein kleiner Kommentar:<
    Wie sieht den ein großes Kommentar aus? ;)

    >eistige Niveau so mancher Linux-Liste zu lesen. Hier ist es nicht anders<
    Nun, das ist der denkbar dümmste einstieg um hier sinnvoll zu diskutieren. Ich sehe darüber hinweg...

    >Linux ist ein Serversystem<
    Linux ist UNTER ANDEREM ein Server System, aber es läuft ebenso gut auf einen PDA; Handy und Desktop PC. Linux ist sehr vielseitig. Es komtm doch auf die Anforderung an die man an solch ein System stellt.

    >Besser geworden ist es zweifelsohne<
    Und es wird immernoch. Die Entwicklung steht ja nicht.

    >ber bis heute mangelt es allen GUIŽs unter Linux an fundamentalen Features<
    Na da bin ich ja mal gespannt was jetzt kommt :)

    >zentralen Schriftverwaltung<
    Das stimmt durchaus was du da schriebst das es nicht so einfach ist, aber wem schonmal unter Windows alle Schriften zerstört wurden durch die ach so tollen Zentralen Systeme weiss auch hier wieder Linux zu schätzen... Vor allem: Die wenigsten Installieren Extra Schriften.Und wenn dann als reine Spielerei. Also etwas auf was man auch gut verzichten kann

    >Noch Beispiele?<
    Ja, warum nicht. Was du beschreibst ist aufgabe einer Distribution. Dort muß das geregelt sein. Wenn es nicht so ist hat die Distrie noch Probleme. Wie wäre es wenn du das Problem an die Distrie deiner Wahl sendest?

    >Unterstützung periphärer Hardware<
    Es ist zu empfiehlen sich in diesem Fall an ein Linux Forum zu wenden. Einen großteil der Hardware ist zum laufen zu bringen, ansonsten beim Hersteller beschweren oder das nächste mal nicht Bild kaufen. 10 DM Mehr für ein Qualitätsprodukt können wunder bewirken :)

    >iner Inkompatibilität verschiedener Distributionen zu einander<
    Das wird gerade bereinigt. Im enteffekt dürfte es RPM vs DEB werden. Ich würde sagen: Bis zur nächsten Distrie Version warten, momentan wird das deutlich besser.

    >verwirrenden Kleinkrieg<
    Sehe ich nicht so. Unerfahrene User werden nur eine Frage stellen: Gibt es einen guten GUI unter Linux? Ja, KDE2. Zumindest sage ich das immer. Dieser "Kleinkrieg" tobt nur unter erfahrenen Usern, die können aber damit leben denke ich.

    >[hochstilisert]...dass die eigentliche Konkurrenz M$ ist<
    Ich denke hier kann Spark die am besten "helfen", er hat da ja scheinabr schon einen vorgefertigetn Text, zumindest sagte er bei jeder Kritik zum GUI "War" das gleiche (und zwar das was ich auch als richtig sehe= Konkuzenzkampf ist gut fü die Entwicklung)

    >TUX hier auf Menschen schießt<
    Du solltest nicht diese Punkte rausnehmen. Sowas ist als Humorvoll zu sehen. Nimmst du alles fpr bare Münze?

    >die Gemeinde trägt mit ein gut Teil schuld daran<
    Ich denke hier verfällst du in Selbstbestätigung:)
    Jeder Linux Neulign wird hier freundlich behandelt. Alle "kämpfe" finden zwischen erfahrenen Usern statt. Ich sehe das Problem nicht.

    >kostenloser verwechselt<
    Etwas wogegen hier immer vorgegangen wird, Aufklärung ist halt alles.

    >Geld vervdienen...als kapitalistisch verurteilt <
    Also ich lese ja viel hier, aber das gehörte bisher nicht dazu. Ok, es gab ausnahmen, aber diese wurden hier mit Argumenten zu Boden gerunden. Siehe gelabere von Balmer und die Reaktion darauf.

    >dass viele nur alpha oder beta sind.<
    Bei Alphas gebe ich dir recht, das heißt aus gutem Grund so.
    Aber Betas sind unter Linux nunmal was anderes als unter Windows. beta heißt das es nicht 100% getestet ist und /oder nicht alle Funktionen besitzt die der Autor plant.
    Oft ist sie aber SEHR stabil.
    Nicht jede 0 am Anfang einer Versionnummer bedeutet eine schlechte Qualität.
    M$ hat 3(!) Versionen gebraucht bis WIndows auch nur ansatzweise nutzbar war. Ist das besser? Ich denke nicht :)

    [Beispiele zum IE, Webgesign und GIMP]
    Linux-User habe ich nicht gelesen. Worum genau ging es?
    Das mit dem Webdesign stimmt so nicht. Der Mac hat das alles auch ;)
    Und zu GIMP: Auch hier kann der Mac eher Puntken als Windows.
    Aber liegt das an Linux? Ich denke nicht ( :) ), eher an den Software herstellern die endlich ihre Software umsetzen müßen. (Ich will Photoshop für Linux). Ich hoffe starkl das sich das in zukunft in richtung Linux ändert. Nur solltest du dich in diesem fall bei deinem Software hersteller beschweren. Sooo schwer kann das ja wohl nicht sein.

    >dass Linux zu einer wirklichen Alternative wird.<
    IST es schon. Nur nicht für jeden. Aber Windows ist auch nicht für jeden sinnvoll. Sonst gäbe es keine Macs...

    Na gut, dieser Text ist jetzt Lang genug. Ich hoffe es ist klar was ich meine. Wenn nicht: Auch gut ;)

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    Von Frank Arnold am Mi, 21. März 2001 um 00:28 #
    @peter
    Iss ja z.T. richtig, es gibt sehr viele Ecken und Kanten und wie wir alle gelesen haben, würde selbst Linus Torvalds seiner Schwester eher zu Windows raten.
    In einem Linux-Forum ist selbstverständlich auch immer etwas Selbstbeweihräucherung dabei und einige erklären ihre Einstellung für die einzig wahre. Es sind halt keine "Bots" die hier Posten sondern echte Menschen und damit ist doch alles vollkommen im "grünen Bereich" - oder ?

    Abgesehen davon, wenn alles Perfekt wäre würden in diesen Foren keine Leute mehr auftauchen. Schliesslich hat man nur da Lust sich zu äussern, wo man "Reibung" verspürt.


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    Von Spark am Mi, 21. März 2001 um 12:14 #
    Hui, ist ja mal wieder interessant hier. Noch ein bisschen was zu LH's Antwort.

    Zu den Features, die Linux fehlen seit Win3.0

    Schoen, also eine Moeglichkeit Schriften zentral zu installieren und Drucken. Bingo.
    Die Installation der Schriften ist noch nicht super geloest, genausowenig wie Truetype und Antialiasing bisher perfekt und einfach geloest ist. Aber es ist vorhanden, es muss nur noch eben ausreifen und dann etwas vereinfacht werden. Und wie LH schon sagte, wie oft installiert Otto Normalverbraucher schon eine neue Schrift? Ich jedenfalls hab das noch nie gebraucht.
    Drucken: Falls es dir nicht auffaellt, das wird immer einfacher. Das groesste Problem ist noch der Support der Hardwarehersteller, aber das legt sich langsam.
    Waren das jetzt wirklich ALLE Argumente gegen die Linux GUI's? Dann schliesse ich daraus, dass selbige annaehernd perfekt sind. Oder willst du behaupten, Windows oder irgendeine andere GUI waere perfekt? Ich koennte dir gerne eine Liste schreiben mit dem, was DENEN noch so fehlt. Aber das wird ja nie beachtet, da viele glauben Linux muesse ein besseres Windows sein, darf es natuerlich nicht sein, dass es auch nur ein einziges Windows Feature gibt, welches unter Linux nicht so gut unterstuetzt wird. Oder wie?
    Denk ma darueber nach.
    Zu Gimp und Bildbearbeitung. Wie LH schon sagte, nimm 'nen Mac, das machen auch alls professionellen.
    Mit Linux ginge es auch. Im professionellen Bereich aber leider nur mit unfreier Software, wegen mancher unsinniger Patentprobleme. Wir sind also auf einen Hersteller wie Adobe angewiesen. Fuer alle anderen Dinge reicht der Gimp.

    Zu LH's "Spark hat da sicher schon einen vorgefertigen Text".
    Was unterstellst du mir bitte? ;)
    Ja, ich bin dagegen eine der grossen GUI's einzustellen. Aber nicht einfach, weil Konkurrenz durchaus positiv sein kann, sondern hauptsaechlich, weil diese beiden Systeme so unterschiedlich sind, dass es gar keinen SINN machen wuerde, eines davon verschwinden zu lassen.
    Manche Menschen koennen mit Vielfalt halt nicht umgehen. Und die wenigsten kapieren, dass Linux nicht ein komplettes Betriebsystem ist, sondern lediglich der Kernel. Und JEDEM steht es frei, damit zu machen was er will. Die Flexibilitaet von Linux ist seine Staerke, nicht seine Schwaeche!
    Ein komplettes Betriebssystem zusammenzubasteln ist die Aufgabe der Distributoren. Dass bisherige Distributoren lediglich alle vorhandene Linux Software zusammenklatschen, anstatt spezialisierte und Homogene Systeme anzubieten, ist ja wohl nicht die Schuld von Linux.
    Oder wer verbietet irgendjemandem, Morgen ein System rauszubringen, welches einzig und allein auf der Gtk Librarie basiert? Natuerlich waere das dann nicht "das" Linux, aber genauso wenig ist irgendeine andere Distribution "das" Linux, auch wenn viele das nicht kapieren und SuSE mit aller Macht daran arbeitet, dass es aussieht wie SuSE = Linux.

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