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Thema: »Ein Warnschuss vor den Bug«

151 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von B.W am Di, 22. November 2005 um 13:12 #
Tja, und damit dürften dann die Hersteller Linux als OS nicht beachten, denn sooooooooo groß sind die Umsätze der Hardwarehersteller mit Linuxusern als Kunden nicht, dass jemand ernsthaft einem Hardwarehersteller drohen kann. Solange die Hardare zu 98% unter Windows betrieben wird, lächeln die nur...

Schade, schade

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Von Mr. Chauv am Di, 22. November 2005 um 13:17 #
> Der Entwickler wolle mit seinem Patch den Produzenten ein Denkanstoß
> geben, dass jederzeit die Schnittstellen des Kernels geändert werden
> können und ihr Treiber dann wertlos sei.

Ich glaube, genau das ist vielen Herstellern klar und deswegen entwickeln sie erst gar keinen. ;)
Aber mal im Ernst: So sehr ich auch gerne endlich alle Treiber im Source hätte (schon alleine aus Portabilitätsgründen) - so eine Aktion wird vermutlich kaum einen Hersteller dazu bewegen, über die Lizenz seines Treibers nachzudenken. Höchstens dazu, mal darüber nachzudenken, ob er ihn überhaupt weiterentwickeln soll.

Das bekannteste Beispiel für einen propr. Treiber ist sicher nVidia. Aber inzwischen hat (hoffe/denke ich) jeder verstanden und akzeptiert, warum dieser momentan nicht offen ist. Sicher haben alle die Hoffnung, dass sich das in Zukunft irgendwann einmal ändern wird, aber bestimmt nicht durch einen "Warnschuss vor den Bug".

So etwas löst imho nur künstlich Streit aus. Als Hersteller würde ich mich jedenfalls angegriffen fühlen und "eingeschnappt" (a la 'jetzt erst Recht nicht!') reagieren.
cya

Mr. Chauv

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Von Mario am Di, 22. November 2005 um 13:21 #
So langsam geht mir der Typ auf den Nerv. Durch solche gezielte Provokation schürt er die Legende der Linux-Taliban, die nix außer des eigenes Systems sehen. Mann, lass doch die Hersteller machen was sie wollen. Warum muss man immer anderen den eigenen Willen aufzwingen und sie gar hindern? Oder bezieht sich die nun so propagierte Freiheit nur auf die GPL?
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Von Anon Y. Mouse am Di, 22. November 2005 um 13:30 #
also was hindert mich (den Treiberentwickler, den Distributor, ...) das einfach wieder raus zu fummeln?!! gepatchte Kernel sind ja (leider?) an der tagesordnung!

gruss anon

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Von Abrams am Di, 22. November 2005 um 13:51 #
Endlich zeigen die mal Flagge, das war ja kaum noch auszuhalten, diese Spannung. Gratulation!!

Ich möchte auf keinen Fall irgendwelche CS-Treiber, mit vollem Zugriff, auf meinem System laufen haben. Wer garantiert für die Stabilität. Der Hersteller wohl kaum, der verabschiedet sich, sobald der Produktzyklus durchlaufen ist.

Ich habe damals bei der Petition bzgl. der ATI-Treiber mitgemacht. Heute tut es mir leid. Als es noch keine Treiber von ATI gab, haben die wenigstens die Specs rausgerückt. Heute scheint das niemand mehr nötig zu haben und NVidia will dieses Spiel auch noch auf andere Hardware ausdehnen. So eine Frechheit.

Rein mit dem Patch und gut, dann weiß man wenigstens wieder welche Hardware den wirklich von Linux unterstützt wird, ganz gleich auf welcher Architektur man das installieren möchte.

Auf die Zocker können wir verzichten. Es gibt ja noch Windows, die PS2 und die XBox. Ich will eine stabile Plattform. Ich habe gegen meinen Willen eine NVidia-GraKa in meinem Firmen-PC. Und bei mir laufen die OS-Treiber, weil die CS-Treiber nicht stabil sind. Und bitte, G.W., Smeik und wie ihr alle heißt, verschont mich mit euren Kommentaren.

Gibt es irgendwo eine Petition für den Patch? Die muß ich dringend unterschreiben, damit das endlich mal auf hört.


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Von clausi am Di, 22. November 2005 um 13:54 #
Und? Was würde schon passieren, wenn keine proprietären Treiber mehr zugelassen wären?

Die Hersteller zucken mit den Schulter, sagen sich "Wenn's Ihr nicht wollt!" und stellen den Support für Linux ein. Dann blicken schätzungsweise rund 2/3 der Linux-Desktop Nutzer etwas verwirrt in die Runde, zucken auch mit den Schultern und wechseln zurück zu Microsoft, ein Teil vielleicht zu Mac. Bereits jetzt sind die 10 erfolgreichsten Projekte auf Sourceforge nur für Windows: Wozu also braucht man Linux?

Linux bleibt dann auf den Server beschränkt -- Support nur noch durch speziell ausgebildete und damit teure Leute. Schließlich lernt nur noch eine Minderheit die Grundlagen: "Bash? Was soll das sein?"

Irgendwann stellen dann die "Nur-GPL-Treiber"-Verfechter fest, daß sie allein eine Minderheit sind, die nur noch unter unverhältnismäßig hohem Aufwand Ihren Traum leben können. Dieses Schicksal teilen Sie sich dann mit den verbleibenden Alt-Hippies, Alt-Rockern, und anderen Alten. Sie werden sich anschauen und fragen: "Was ist nur passiert? Sah' doch alles so gut aus, damals!" Und alle werden sich ratlos anschauen und mit den Schultern zucken.

Die Aktion von Kroah-Hartman ist FUD von seiner schönsten Seite; wozu sich da noch über zweifelhafte Microsoft-Werbefeldzüge aufregen?

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Von Anti-Gates am Di, 22. November 2005 um 13:56 #
Was an dieser Nachricht viel interessanter ist, ist das endlich mal jemand aufsteht und den Herstellern zeigt wo der Hammer hängt und sich nicht einschüchtern lässt damit der Verbraucher ständig nach der Nase von irgendwelchen Herstellern tanzt.

Das ist was den OpenSource Gedanken ausmacht.

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Von wer am Di, 22. November 2005 um 14:28 #
wäre jetzt einen Ausweg an zu bieten.

Wie wäre es für CS-Treiber eine VM in den Kernel zu intergrieren? (z.B. Parrot)
Dann können CS-Treiber überall ausgeführt werden, wer aber Geschwindigkeit will, muß die Treiber unter die GPL stellen.
Über die VM können die Treiber dann auch überwacht werden und notfals auch gekillt falls sie den Kernel gefährden.

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Von Micha am Di, 22. November 2005 um 15:30 #
Ist es nicht Sache der Kernel-Entwickler zu bestimmen, welche Regeln für Ihren Code gelten?
Schließlich gilt das für jeden Entwickler und jeder pocht auf Einhaltung der Lizenzregeln.

Und wäre es nicht an der Zeit mal drüber nachzudenken, warum heutzutage immer mehr Funktionen in die Treiber verlagert werden, die dadurch immer komplizierter, schwerer portierbar, störanfälliger und stabilitäts- und leistungsgefährdend für das Betriebssystem werden?

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Von vicbrother am Di, 22. November 2005 um 16:38 #
Gute Christen halten bekanntlich auch die andere Wange hin - wann wird es zu diesem Patch denn den AntiPatch geben?
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Von xTs am Di, 22. November 2005 um 17:19 #
Moin,

die Diskussion geht ja schon eine Weile, da wird mein Beitrag nicht viel bringen.

Der Patch richtet sich sicherlich NICHT gegen Desktopuser, die sind der geringste Teil am Linux-Kuchen. Ati und Nvidia wären zwar von solch einer Änderung auch betroffen, aber um die geht es einfach nicht.

Es geht um die Massen an Herstellern, die für z.B. Raid-Controller keine Spezifikationen rausrücken wollen, die werden davon betroffen. Der Markt ist größer und besteht nicht nur aus Nvidia und ATI, es gibt viel mehr Hersteller und einige, die nicht nur Spezifikationen rausrücken, sondern sogar eigene freie Treiber schreiben.

Zum Beispiel zurück: Raid-Controller: In jedem Server ist heutzutage einer drin. Ein Hersteller rückt keine freien Treiber raus oder eine Dokumentation. Das Fazit dessen ist: Kein Hardwarelieferant wird mehr einen seiner Server mit einem solchen Raid-Controller bestücken, wenn Linux darauf laufen soll. Und ich meine jetzt nicht einen Laden um die Ecke, sondern Firmen wie IBM, HP oder FujitsuSiemens.

Der Patch ist wohl ein Warnschuß, eben weil der Autor sicher weiß, daß dann die 3D-Treiber für die Grafikkarten nicht mehr weiterentwickelt werden, was zu einer gewissen Unruhe führen würde. (Brot und Spiele und der Mensch ist glücklich, klappte schone im alten Rom)
Aber, in dem Augenblick, in dem es eine 3D-Grafikkarte mit freien Treiber gibt, wird der Kernel dicht gemacht. Davon ist ziemlich sicher auszugehen.

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Von Jürgen Lippert am Di, 22. November 2005 um 17:54 #
Dieser Herr Hartmann macht das einzig richtige: Er zeigt den Herstellern, daß sich Linux nichts mehr gefallen lässt. Denn wer sich nicht wehrt lebt verkehrt. Wenn die Hersteller an Linux Geld verdienen, dann sollen sie sich an die Spielregeln der GPL halten. Wenn die Hersteller keinen Treiber schreiben wollen/können, dann sollen sie halt die specs rausgeben, dann machen das begeisterte Linux-Jünger für sie ganz umsonst.

Ich finde die Idee sehr gut!

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Lippert

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Von omfg am Di, 22. November 2005 um 23:00 #
OMFG! Dann werde ich Linux vom Desktop werfen müssen. Mit solch einem Popelmist kann man natürlich Leute, die 3D-Leistung brauchen, von GNU/Linux fernhalten. Aber das sind ja anscheinend nur wenige. Ich hoffe zumindest, dass dann Nvidia wenigstens weiterhin einen Treiber für FreeBSD entwickeln wird, denn nach einem ersten Test laufen unter FreeBSD all meine Spiele genauso gut wie unter Linux :).
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Von bushido am Mi, 23. November 2005 um 00:41 #
Ich habe so schlechte Erfahrungen mit diversen CS-Treibern gemacht. Davon möchte ich nicht noch mehr haben. Das sollte doch mit Linux aufhören und jetzt geht das schon wieder los. Naja, zumindest scheint alles derzeitig im meinem Sinne zu laufen.

Ich habe auch kein EGO-Problem, wenn mir jemand erzählt, dass er Linux nicht benutzen könne, da er 3D-Leistung benötige. Meine Intel-Karte ist zudem mit den OS-Treibern flotter als meine 9500 Pro mit den CS-Treibern. Ok, wenn Shader anstelle von der T&L Engine verwendet werden, mag das anders aussehen. Aber wenn Shader, dann die OpenGL-2.0 Shader. Und damit sind die ATI-Treiber AFAIK auch schon wieder raus.

Außerdem wird das nächste X.org die ATI9500 nativ unterstützen. Meine ATI-9250 wird schon lange nativ unterstützt. Ich habe zwei Notebooks von Apple und JVC, deren Hardware zu 100% unterstützt wird. Das ist ja nun wirklich nicht so als ob man auf CS-Treiber angewiesen wäre.

Tststs... ;)

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Von Anon Y. Mouse am Mi, 23. November 2005 um 11:47 #
was mich noch interessieren würde:
wer nutzt eigentlich wen, der treiber den kernel oder der kernel den treiber?????
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Von Sven am Mi, 23. November 2005 um 19:47 #
Binärtreibern die Tür vor der Schnauze zuzuknallen wäre das Dümmste, was die Kernel-Entwickler tun können! Ich bin ein Fan von Linux und Open Source, aber so fanatisch nun auch wieder nicht! Ich bin froh, dass es wenigstens einen anständigen, 3D-beschleunigten Grafikkarten-Treiber von Nvidia gibt. Da ist mir schnurz egal, ob der nun binär oder GLP-lizenziert ist.

Falls irgendwann mal ein solcher Patch in den Kernel Einzug halten sollte und bis dato kein gleichwertiger GPL-Ersatz für den Nvidia-Treiber vorliegt, sehe ich mich wohl gezwungen, kein Kernel-Update mehr durchführen zu können.

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Von Arnomane am Mi, 23. November 2005 um 22:59 #
Bei all der erhitzten Debatte über Closed-Source-Treiber ja/nein hat scheinbar noch keiner an ein echtes "Joe-User"-Problem mit Closed-Source-Treibern gedacht.

Warum ist 3D unter linux so kompliziert? - Ganz einfach. Man kann es bei den Grafikkarten ohne freien 3D-Treibern nicht "Out-of-the-Box" im Gegensatz zu so vielen anderen Möglichkeiten nutzen und daran würde nichtmal eine stabile Treiber-API für die ach so benutzerfreundlichen Closed-Source-Treiber ändern.

Jeder der schonmal ein übliches Suse-Linux, Mandrake usw. installiert hat, weiß, dass Linux "Out-of-the-Box" weit mehr und besser die Hardware unterstützt als Windows. Das ist ein *echter* Vorteil für den Benutzer, so soll es sein. Kein lästiges Suchen nach Treibern auf irgendwelchen CD's oder gar noch im Internet mit dem Computer eines Bekannten (und im Extremfall zwei Stunden lang Windows im Flimmerkistenmodus installieren und konfigurieren).

Bei 3D kommt unter Linux nun aber echtes "Windows-Feeling" auf. Nerviges Rumgesuche auf den Seiten des Kartenherstellers nach dem richtigen Treiber, obskure Anleitungen lesen und seitenlange Lizenzen auf Englisch ungelesen mit "ja" abnicken und dann womöglich noch kryptische Befehle eintippen und zum Schluss war der Treiber ab und zu nicht wirklich kompatibel mit dem eigenen System (ja soll auch unter Windows ein beliebtes Problem sein).

ATI und NVIDIA *verbieten* es den Distributoren deren Closed-Source-Treiber mit ihren Distributionen auszuliefern, selbst wenn die Distributoren wollten. An einem derart kundenunfreundlichen Verhalten ändert auch die Erlaubnis von Closed-Source-Treibern im Kernel bis in alle Ewigkeit nix.

Das heißt konkret: Für den Linux-Desktop und die Steigerung seiner Akzeptanz ist es sprichwörtlich scheißegal, ob es überhaupt einen Closed-Source-3D-Treiber von diesen arroganten Herstellern gibt, Joe-User wird *niemals* mit dem nervigen obskuren Gefummle klarkommen, ob es nun Windows oder Linux ist (Der Unterschied bei Windows ist, dass es dank OEM des Computerherstellers ihm oft abgenommen wird). Ein Computerbauteil hat gefälligst einfach nach Einbau prinzipiell zu funktionieren und sollte sich anschließend möglichst unkompliziert konfigurieren lassen. Alles was von diesem Anspruch abweicht ist per Definition für den Hausgebrauch schlecht (und für Supporthotlines und "Computerexperten" eine wahre Goldgrube).

Also es ist eine Frage der Usability, wenn ein Treiber quelloffen ist der nicht. Quelloffene Treiber lassen sich (vom Hersteller der Distribution, erfahrenem Anwender) vielfältig an die jeweilige Situation anpassen (ohne quelloffene Treiber währe soetwas wie Knoppix/Kanotix in der Form schlicht unmöglich). Es ist also für den Linuxdesktop und seine Akzeptanz von entscheidender Wichtigkeit, dass alle Treiber quelloffen sind, will man komplizierte Extraverrenkungen, die zulasten der Zuverlässigkeit und Usability und somit Akzeptanz durch Benutzer gehen, vermeiden.

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Von BufferOverflow am Fr, 25. November 2005 um 19:58 #
Der damals gegen SuSE so gestaenkert hat und eine Funktion in cdrecord baute, damit es die Arbeit unter SuSE Linux verweigerte. [1]

Ausserdem: Den Patch kann man 1. wieder herauskommentieren, oder ihn 2. umgehen, indem man ne andere Kernelversion nimmt. Jeder Hersteller macht eh seinen eigenen Kernel...

Also das ganze ist ziemlich schwachsinnig...

[1]
http://www.pro-linux.de/news

mfG

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