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Thema: SUSE Linux in Zukunft ohne proprietäre Treiber

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von GeronWhatsUp am Di, 14. Februar 2006 um 15:40 #
die Entwicklung freier Treiber fördern!
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    Von G. W. am Di, 14. Februar 2006 um 16:57 #
    Es könnte allerdings auch die Nutzbarkeit der genannten Linux-Distribution senken.

    Im Ernst: Wie naiv muss man eigentlich sein, um zu glauben, dass Hardwarehersteller sich von Linux-Unternehmen zu irgendwas zwingen lassen? Die meisten Hardwarehersteller, deren Treiber ständig bemotzt werden, haben einen höheren Umsatz als der marktführende Linux-Distributor.

    Red Hat, 2005 (ganzes Jahr): 196,5 Millionen US-$ (Quelle: pro-linux.de)
    NVidia, 2005 (erstes Quartal): 583,8 Millionen US-$ (Quelle: golem.de)
    ATI, 2005 (viertes Quartal): 590,7 Millionen US-$ (Quelle: computerbase.de)

    Wir reden hier also um deutlich mehr als eine Zehnerpotenz.

    AVM, 2005 (ganzes Jahr): 200 Millionen Euro (Quelle: avm.de)

    Im Klartext bedeutet dass, das ein relativ unbedeutender Hersteller von Kommunikations-Hardware aus Deutschland größer ist als der marktführende Linux-Dienstleister. Na, wedelt der Schwanz mal wieder mit dem Hund? Würde mich nicht überraschen, schließlich geht es ja um Linux, da ist das immer so.

    Wie soll das denn bitte in der Praxis funktionieren? Glaubt hier jemand ernsthaft, dass Milliardenkonzerne wie NVidia und ATI vor der Linux-Community kuschen, wenn diese die "Daumenschrauben" anzieht?

    PS: Was sind eigentlich "unfreie" Treiber? Das ist Meinungsjournalismus und keine Berichterstattung. Diese "Meldung" hier ist ein Kommentar.

    • 0
      Von yangguan am Di, 14. Februar 2006 um 17:41 #
      Ich wollte mit noch vor 2 Wochen eine nVidia Geforce 7800 GTX 512 kaufen...
      Jetzt geb ich mich doch einem Intel-Chipsatz den Vorzug, da ich später keine
      Schwierigkeiten haben will!
      LG
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      Von clausi am Di, 14. Februar 2006 um 17:55 #
      "Raise the bridge! Raise the bridge!"

      (Ähnliches Argument)

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      Von Beans am Di, 14. Februar 2006 um 18:02 #
      Wenn IBM (96,5 Mrd.Dollar Quelle IBM) oder SAP (8,5 Mrd. Euro Quelle:SAP) interesse zeigen - und das machen sie - werden sich Hardwarehersteller das überlegen.
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      Von Wendebourg der II. am Di, 14. Februar 2006 um 18:20 #
      [] Du hast Ahnung von Programmierung.

      > Was sind eigentlich "unfreie" Treiber?
      Auf Datenträger angewiesene, was sonst?

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      Von GeronWhatsUp am Di, 14. Februar 2006 um 19:20 #
      Hiho G.W.,

      > Glaubt hier jemand ernsthaft, dass Milliardenkonzerne wie
      > NVidia und ATI vor der Linux-Community kuschen, wenn
      > diese die "Daumenschrauben" anzieht?

      Da hast du sicherlich recht, und ich glaube das auch nicht. Aber es interessiert mich einfach gar nicht wie es mit der "Industrie" läuft. Ich will auch gar nicht, dass Linux-Unternehmen diese zu etwas zwingen (machen die das überhaupt?). Und über freie und unfreie Treiber brauch man gar nicht zu reden, denn es ist wohl offensichtlich, wie diese Begriffe benutzt werden.

      Wie kommst du eigentlich darauf, dass alle sofort, nur durch das Tra-tra mit der GPL und den Modulen, die Industrie "leiten" wollen? Ich seh das gar nicht so, allerdings ist mir die Industrie in der Hinsicht auch echt egal.

      Und ferner geh ich mal davon aus, dass du mit deiner Antwort auf mein Post direkt alle nachfolgenden auch ansprichen willst. ;-)

      Schönen abend noch

      • 0
        Von Peters am Mi, 15. Februar 2006 um 11:39 #
        > ... es interessiert mich einfach gar nicht
        > ... allerdings ist mir die Industrie in der Hinsicht auch echt egal.

        Gibt es eigentlich auch etwas was Dir nicht egal ist?

        > Und über freie und unfreie Treiber brauch man gar nicht zu reden, denn es ist wohl
        > offensichtlich, wie diese Begriffe benutzt werden.

        Darüber, ob Linux jemals aus der Nische rauskommt braucht man auch nicht (mehr) zu reden!

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      Von red dog am Di, 14. Februar 2006 um 21:09 #
      Der Umsatz ist nicht unbedingt die beste Methode die "groesse" einer Firma zu messen.
      Ich bin mir sicher in Sachen Operativem Gewinn ist Red Hat vor AVM, auf Software und Dienstleistungen ist eh mehr verdient als auf Hardware.
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      Von tante frieda am Di, 14. Februar 2006 um 21:15 #
      Nvidia fing an Linux ernst zu nehmen, als Studios wie Pixar ILM etc. anfingen für die High-end Grafikkarten Linuxtreiber zu fordern!

      Und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.

      0
      Von Markus am Mi, 15. Februar 2006 um 12:19 #
      >PS: Was sind eigentlich "unfreie" Treiber? Das ist Meinungsjournalismus und keine Berichterstattung. Diese "Meldung" hier ist ein Kommentar.

      Mit unfrei ist doch klar proprietär/geschlossen gemeint.
      Kannst du dir nicht vorstellen, warum das schlecht sein soll?
      Du hast da 95% ein freies, transparentes System, wo man nachempfinden kann, was genau wo passiert (open source) und dann 5% an proprietären Quark, der keine weiss, was das genau macht.
      Da riskierst du wegen 5% die Sicherheit des ganzen Systems, da du ja (wie bei MS produkten) nicht weisst, ob dann das System noch für dich arbeitet oder für jemand anders.

      Als Beispiel ist nur das Sony Rootkit genannt.

      Ich kann das gut verstehen, warum das jetzt passiert: Die kritische Grösse (zuviel) an proprietären Teilen im Kernel ist erreicht und jetzt musst gebremst werden.
      Warum nur klammern sich alle Hersteller so an diesen proprietären Quark? Es ist keine Magie mehr, so einen Treiber zu erstellen und am Schluss verkauft der Hersteller ja immer noch Hardware, die nicht einfach kopiert werden kann. Also für mich ist proprietär mittlerweihle schon ein Schimpfwort, gestützt auf meine eigenen Erfahrungen. Es gibt keinen besseren Verschleierungsgrund, mistigen und von unkompetenten Programmierern erstellter Code (häts Maurer sollen werden) so zu verstecken, dass keine laut rauslachen kann wenn er ihn sieht.
      Für alle Hersteller, die es noch nicht gescheckt haben: Software und Driver sind nichts magisches mehr, die Zeit ist vorbei. Man muss nicht alles so verkrampft unter IP schützen, weil es häufig gar niemanden interessiert. Sonst wäre OpenSource schon weiter verbreitet als Windows.

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Von Mark am Di, 14. Februar 2006 um 15:43 #
Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr.
Erst wird vehement eingefordert das Hardwarehersteller doch bitteschön Treiber für Ihre Geräte bereitstellen sollen, dann wird vieles dafür getan das man die wenigen die sich die Mühe gemacht haben möglichst heftig anprangert und vergrault.

Es ist meiner Meinung nach völlig legetim das Programme nicht unter die GPL gestellt werden.
Es ist auch definitiv in Ordnung geschlossene Programme mit oder für Linux zu vertreiben (in diesem Fall zu verschenken).

Ein Hersteller (und eigentlich jeder Programmierer) will einmal einen Treiber entwickeln. Dann sollte er über die Lebensdauer des Produktes funktionieren.
Ständige änderungen, teils politischer Natur, werden über kurz oder lang jeden Hersteller vergraulen.

Zudem haben viele Hersteller überhaupt nicht die Möglichkeit Ihre Treiber offenzulegen da meist Komponenten von Zulieferern integriert sind, die wiederum ihre Firmengeheimnisse schützten wollen.

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    Von GeronWhatsUp am Di, 14. Februar 2006 um 15:47 #
    > Zudem haben viele Hersteller überhaupt nicht die Möglichkeit
    > Ihre Treiber offenzulegen da meist Komponenten von Zulieferern
    > integriert sind, die wiederum ihre Firmengeheimnisse schützten wollen.

    Und das soll Linux' Problem sein?

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      Von G. W. am Di, 14. Februar 2006 um 17:03 #
      > Und das soll Linux' Problem sein?

      Nein, selbstverständlich nicht. Das hat ja auch keiner behauptet. Es ist primär das Problem der Anwender, die Lösung wären Binärtreiber, aber leider will die Kernelentwicklerschaft nicht, dass die Probleme der Anwender gelöst werden, weil sie ideologisch motivierte Eigeninteressen hat, was sehr schade ist.

      Dass das Rezept nicht aufgehen kann, zeigt sich doch bereits jetzt: Novell schiebt den Schwarzen Peter von sich weg, liefert aber gleich den Mechanismus mit, damit Binärtreiber eben doch benutzt werden können.

      Leute, lernt es: DRM-Methoden gegen Binärtreiber bringen nichts! Die einzige Möglichkeit, Binärtreiber aus der Welt zu schaffen, ist eine Klage, die zu einem juristischen Präzedenzfall werden kann, aber auch zum Gegenteil, wenn es nicht "klappt". Vorher steht gar nicht fest, ob die Kernelentwickler überhaupt ein Mitspracherecht haben, denn dass diese Binärtreiber von Linux abgeleitete Werke sind, ist keine gottgegebene Wahrheit. Wer es rausfinden möchte, darf gerne so ein Verfahren in Gang setzen, aber bitte auch finanziell in Vorleistung treten.

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        Von broesel am Di, 14. Februar 2006 um 17:06 #
        Unsinn was du schreibst. Ein laden von Binärtreibern ist imho ok und die Hardwarehersteller sollen die Treiber dann auch auf ihren CDs (die jeder Packung beiliegen) zusätzlich die Linuxtreiber draufpacken .. wo ist das Problem?? Novell will es den Usern erleichtern nach einer Installation die Treiber möglichst einfach nachzuinstallieren .. macht Windows ja auch .. tssss aber eigentlich sollte man Trolle nicht füttern ..
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          Von anonymous am Mi, 15. Februar 2006 um 00:07 #
          > Novell will es den Usern erleichtern nach einer Installation die Treiber möglichst einfach nachzuinstallieren

          Schön, wenn der Treiber für eine DSL-Karte irgendwo im Internet auf'm Server schlummert... manchmal denken die Leut echt von heut bis gestern, weil sie zu sehr von sich selber und ihrer Hardwareumgebung ausgehen. Nicht jeder hat nen Router und erst die Treiberauswahl bei Suse war ein Schlüsselpunkt für den Erfolg von Suse in Europa, z.b. die mitgelieferten AVM Treiber.

          So eine Begriffsstutzigkeit überall...

          Nein, ich habe keine AVM-Karte. Aber schon unter Windows hatte ich mal das Problem, einen ISDN-Treiber aus dem Internet zu besorgen. Glücklicherweise war das in der Firma...

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            Von broesel am Mi, 15. Februar 2006 um 08:08 #
            Das hat nix mit Begriffsstutzigkeit zu tun .. Die Verantwortung für die Treiber (binär/gpl) liegt bei den Herstellern. Wenn eine CD mit Linuxtreibern dabei wäre hättest keine Probleme zuerst einen Treiber aus dem Netz laden zu müssen damit alles funktioniert. Bei z.b. den AVM Treibern ist es imho so das grundlegende Sachen mit den mitgelieferten Treibern funktionierten .. willst Du aber z.b. Faxen oder sonstwas benötigst Du nach wie vor die original Treiber von AVM.
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        Von anonym am Di, 14. Februar 2006 um 17:29 #
        > aber leider will die Kernelentwicklerschaft nicht, dass die
        > Probleme der Anwender gelöst werden, weil sie ideologisch
        > motivierte Eigeninteressen hat, was sehr schade ist.
        Die Kernelentwickler geben ihre Zeit für die Entwicklung und dürfen selbst entscheiden, was mit Ihrem Code gemacht wird.
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        Von Keno am Di, 14. Februar 2006 um 18:50 #
        > ...die Lösung wären Binärtreiber, aber leider will die Kernelentwicklerschaft nicht, dass die
        > Probleme der Anwender gelöst werden, weil sie ideologisch motivierte Eigeninteressen hat...

        Schon interessant, wie Du wieder Ursache und Wirkung durcheinander bringst und nebenbei Unwahrheiten verbreitest. Natürlich wollen die Entwickler, dass die Probleme der Anwender gelöst werden. Das wollen Entwickler immer (von Virenprogrammierern vielleicht mal abgesehen...)

        Das, was Du hier als "Ideologie" darstellst, hat ganz handfeste Gründe, mit denen Du Dich nur nicht auseinander setzen magst. Aber immerhin kannst auch Du nicht leugnen, dass diese Gründe Linux und Freie Software im Allgemeinen erst so erfolgreich gemacht haben.

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    Von allo am Di, 14. Februar 2006 um 16:02 #
    einfach API zum ansprechen veröffentlichen. das reicht.
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    Von Rones am Di, 14. Februar 2006 um 16:02 #
    Um mal nur das Thema "Suse ohne proprietäre Treiber im Lieferumfang" zu betrachten: wieviel Hardware gibt es, für die es für Linux ausschließlich einen proprietären Treiber gibt? Ich denke, dass man die meisten Geräte auch ohne proprietäre Treiber benutzen kann, wenn auch u.U. in eingeschränktem Umfang. Das ist doch unter Windows nicht anders: die Grafikkarte wird nach der Windows-Installation erst ordentlich angesteuert, nachdem man den Treiber nachinstalliert hat, trotzdem funktioniert sie erst mal mit reduzierter Auflösung und Geschwindigkeit. Wenn nun bei Suse direkt nach der Installation die proprietären Treiber noch nicht vorhanden sind, sondern erst noch aus dem Internet nachgeladen werden müssen, dann sollte das nicht vielen weh tun, außer vielleicht denjenigen, deren Internet-Verbindung nicht ohne einen solchen Treiber aufgebaut werden kann. Vielleicht gibt es dann demnächst auf Zeitschriften-CDs nicht nur die neusten Windows-Treiber sondern auch Linux-Treiber als Beilage, weil ein größerer Kundenkreis daran Interesse haben könnte.

    Losgelöst vom konkreten Anlaß (Suse) hat man mit freien Treiber langfristig gesehen die besseren Karten, weil die Unterstützung für Hardware unabhängig vom Hersteller fortgeführt werden kann; das kostet den Hersteller auch nicht zwingend etwas, die Community erledigt das, solange es genug fähige Leute gibt. Insofern ist es nur zu begrüßen, wenn durch solche Schritte Signale an die Hersteller gesetzt werden.

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, geht es den Kernel-Entwicklern hauptsächlich darum, dass proprietäre Treiber nicht mehr als Kernel-Modul sondern als Userspace-Programm zur Verfügung gestellt werden, ein Hersteller könnte sich also eine Art "stabile API" selbst bauen, indem er seinem Userspace-Treiber eine GPL-lizensierte Kernel-Komponente beistellt (oder geht das lizenztechnisch nicht?).

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      Von G. W. am Di, 14. Februar 2006 um 17:06 #
      Es gibt sehr wohl einen grundlegenden Unterschied, und zwar den, dass man Treiber unter Windows mit dem grafischen Zeigegerät (sog. "Maus") installiert, was sehr einfach ist, während unter Linux Konsolen-, Kompilier- und Dokumentationsstudienorgien angesagt sind. Schätz doch einfach mal, wie viele Leute wohl bereit sind, diese zusätzliche Barriere auf sich zu nehmen. Kleiner Tipp: Es geht um Zeit, die manch einer statt für Linux lieber für Kinobesuche, Gartenarbeit, soziale Aktivitäten, Sport und derartiges nutzt. Ohne Linux geht es schneller und durch Binärtreiberverbote wird es bestimmt nicht besser!
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        Von Calle am Di, 14. Februar 2006 um 17:39 #
        Ehhhhhhh
        Also ich benutze Linux seit längerem, und ich habe schon seit Jahren keine
        "Konsolen-, Kompilier- und Dokumentationsstudienorgien" gehabt.
        Das einzige was ich bei einer frischen Installation machen muss ist ein einfachen Hacken in der "3D" Box setzen, und schon habe ich 3D Beschleunigung andere Hardware funktioniert sofort. Ich brauche nicht mal einen Systemneustart wie unter Windows.
        Neulich unter Windows Fire Wire versucht zu benutzen. Ein unglaublicher krampf. Zuhause habe ich die Digitale Videokamera eingesteckt, und schon hatte ich ein Bild auf meinem Monitor.
        Sag mal ehrlich benutzt du Linux? Ich meine jetzt eine andere Distribution als LFS?
        Du hast in einem Punkt recht.
        Besondere Hardware oder eben Hardware bei der es keinen Treiber gibt kommt man schnell in Teufels Küche. Das ist aber bei allen Betriebsystemen so.

        grüsse,
        Calle

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        Von Du kennst dich nicht aus, am Mi, 15. Februar 2006 um 00:01 #
        Mann!

        Hast Du schon einmal ein Windows Problem gelöst?? Und da ging sich noch ein Kinobesuch aus??

        Pustekuchen! Du hast keine Ahnung. Schlußendlich mußt du Dich auch bei KlickiBunti einlesen. Und die 100 Reboots abwarten.

        PS: Aussage gilt für Win3.1 - WinXP

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        Von Jehu am Mi, 15. Februar 2006 um 08:36 #
        > Treiber unter Windows mit dem grafischen
        > Zeigegerät (sog. "Maus") installiert

        ACK. Deine Klugscheißerei kannst Du Dir sparen, nebenbei bemerkt.

        > was sehr einfach ist

        WENN es funktioniert. Was es leider nicht immer tut. Wenn es nicht funktioniert, dann gute Nacht.

        > während unter Linux Konsolen-, Kompilier-
        > und Dokumentationsstudienorgien angesagt
        > sind.

        man Paketmanager.

        > Kleiner Tipp: Es geht um Zeit

        Ja, die man unter Windows genauso verbraten kann. Und Du stiehlst hier meine.

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        Von Bingo am Mi, 15. Februar 2006 um 14:19 #
        Es gibt sehr wohl einen grundlegenden Unterschied, und zwar den, dass man Treiber unter Windows mit dem grafischen Zeigegerät (sog. "Maus") installiert, was sehr einfach ist, während unter Linux Konsolen-, Kompilier- und Dokumentationsstudienorgien angesagt sind.

        ...und was glaubst du, was Novell da wohl anbieten wird?
        Schon jetzt werden die Treiber für NVidia oder ATI direkt über YOU angeboten und der "normale Zeigergerät-Nutzer" braucht dort nur einen Haken zu setzen und schwubs ist der Treiber installiert.

        Jetzt wurde der Paketmanager unter YOU so umgestellt, dass dieser eben auch Pakete von Fremdherstellern akzeptiert - für den Endkunden dürfte sich also kaum etwas ändern.

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    Von Sandra am Di, 14. Februar 2006 um 16:32 #
    >Es ist meiner Meinung nach völlig legetim das Programme nicht unter die GPL gestellt werden.
    ---

    Natürlich ist dies völlig in Ordnung. Es ist auch völlig in Ordnung wenn selbst Treiber nicht unter die GPL gestellt werden. Ja es ist sogar in Ordnung wenn es die Treiber nur in Binärform gibt. Also unter einem CS System wäre es mir schlicht egal ob es Treiber xy nur ohne SourceCode gibt.
    Aber in einem OS System, wo der Kernel sogar noch GPL ist, sind CS Treiber nicht nur wegen der juristisch Probleme vollkommen deplaziert.

    Sandra Podie

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      Von G. W. am Di, 14. Februar 2006 um 17:10 #
      Welche "juristischen Probleme" meinst Du denn? Mir sind keine bekannt.

      Dass die Treiber OSS sein müssen, nur weil der Kernel es auch ist, ist kein Automatismus und dass die Kernel-Entwickler überhaupt irgendein Mitspracherecht haben, was Voraussetzung für "juristische Probleme" wäre, kannst Du gar nicht wissen, weil es keinen juristischen Präzedenzfall gibt.

      Festzuhalten bleibt: Anderswo sind sowohl offene als auch geschlossene Treiber erlaubt. Unter Linux sind nur offene Treiber erlaubt. Linux bietet also an dieser Stelle weniger als andere Systeme. Konsequenzen bitte selber herleiten.

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        Von fuffy am Di, 14. Februar 2006 um 19:59 #
        Geschlossene Treiber sind auch unter Linux erlaubt, aber eben nur im Userspace.
        Microsoft machts mit Vista ja ähnlich, dass nämlich nur signierte Treiber im Kernelspace laufen dürfen. Für die Signatur müssen die Treiber Microsoft vorgelegt werden. Da der Linux-Kernel von der Community entwickelt wird, müssten die Linux-Treiber konsequenterweise der Community zur Prüfung vorgelegt werden.
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        Von Jehu am Mi, 15. Februar 2006 um 08:38 #
        > dass die Kernel-Entwickler überhaupt
        > irgendein Mitspracherecht haben, was
        > Voraussetzung für "juristische Probleme"
        > wäre, kannst Du gar nicht wissen

        ACK. Allerdings müssen die Kernel-Entwickler auch nicht binäre Treiber fördern. Das ist ihre ureigene Entscheidung, denn sie verwenden ihre eigene Zeit dafür, die meisten unbezahlt.
        Sie sind auch dem Endanwender, der "einfach nur möchte, daß es läuft" zu nichts verpflichtet.

        Wem das nicht paßt, der setze auf eine andere Plattform.

        Jehu

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        Von Sandra am Mi, 15. Februar 2006 um 11:39 #
        >Dass die Treiber OSS sein müssen, nur weil der Kernel es auch ist, ist kein Automatismus und dass die Kernel-Entwickler überhaupt irgendein Mitspracherecht haben, was Voraussetzung für "juristische Probleme" wäre, kannst Du gar nicht wissen, weil es keinen juristischen Präzedenzfall gibt.
        ---
        "pacta sunt servanda" -- Und dafür gibt es Tausende von "Präzedenzfällen".

        Sandra Podie

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        Von Manfred Tremmel am Mi, 15. Februar 2006 um 12:31 #
        > Dass die Treiber OSS sein müssen, nur weil der Kernel es auch ist, ist kein Automatismus

        Nicht zwangsweise, da aber Treiber im Kernelspace normalerweise Includes des Kernels einbinden (die unter GPL stehen) und gegen den Kernel gelinkt werden (der unter der GPL steht), sind die Lizenzbestimmungen der GPL bei Closed-Source Treibern wohl kaum einzuhalten.

        > Festzuhalten bleibt: Anderswo sind sowohl offene als auch geschlossene Treiber erlaubt.
        > Unter Linux sind nur offene Treiber erlaubt. Linux bietet also an dieser Stelle weniger
        > als andere Systeme. Konsequenzen bitte selber herleiten.

        In Anlehnung an die "wehrhafte Demokratie" würde ich das mal "wehrhafte Freiheit" nennen. Linux ist nicht nur frei, sondern versucht auch, seine Freiheit zu verteidigen und sich nicht unterwandern zu lassen. Funktionell mag das wie in diesem Fall kurzfristig von Nachteil sein, langfristig sehe ich aber da durchaus Vorteile, weil Hersteller (sicher nicht alle, aber einige) anstatt ClosedSource Treiber bereitzustellen, OpenSource Treiber anbieten, oder zumindest die Spezifikationen den freien Entwicklern zur Verfügung stellen. Wenn diese Hersteller dann ein paar Prozent mehr Umsatz machen und den anderen Herstellern diese paar Prozent abgehen, schwenken vielleicht mehr und mehr um.
        Die Konsequenz für mich ist (wie bisher), ich mag Linux und pass beim Hardwarekauf eben auf, dass entsprechende freie Treiber zur Verfügung stehen. Dass ich nicht einfach die nächstbeste Hardware kaufe, hab ich eh noch aus Amiga-Zeiten intus ;-)

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    Von Bernie am Di, 14. Februar 2006 um 20:10 #
    Bist Du Kernelentwickler?
    Nein!

    Geht es um DEINE Arbeit?
    Nein!

    Mit welchem Recht kritisierst Du Kernelentwickler, die auf die Einhaltung der GPL bestehen?
    Mit keinem!

    Wenn dir die Lizenz nicht schmeckt -> Tschuess!

    • 0
      Von mark am Di, 14. Februar 2006 um 21:45 #
      >Bist Du Kernelentwickler?
      >Nein!
      Stimmt.


      >Geht es um DEINE Arbeit?
      >Nein!
      Stimmt auch.

      >Mit welchem Recht kritisierst Du Kernelentwickler, die auf die Einhaltung der GPL bestehen?
      >Mit keinem!
      Wieso sollte ich kein Recht haben anderer Leute Arbeit zu kritisieren?
      Genau genommen kritisiere ich nicht die Arbeit sondern die Art und weise wie diese Leute meiner Meinung nach Linux schaden.
      Und Linux gehört keineswegs nur den Kernelprogrammierern.
      Ich nehme mir das Recht zur Kritik raus, weil ich auch schon, im bescheidenem Umfang, an Linux mitgewirkt habe.
      Ich möchte allerdings betonen das ich aus dieser Sache keinen Religionskrieg machen möchte.
      Wenn die geschlossenen Treiber aus dem Kernel entfernt werden, bekomme ich bestimmt keine Lebenskrise.
      Das in dieser Angelegenheit noch Diskussionsbedarf steckt ist allerdings offensichtlich.

      Trotzdem noch einen schönen Abend
      Mark

      >Wenn dir die Lizenz nicht schmeckt -> Tschuess!

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Von chrm am Di, 14. Februar 2006 um 15:44 #
Schafft SuSE durch die Einbindung der Module als RPM die (von Einigen) langersehnte Modul-Schnittstelle?
So respektieren sie also den Standpunkt der Kernel-Entwickler?!?
  • 0
    Von Stephan am Di, 14. Februar 2006 um 16:31 #
    In erster Linie werden sie mal die Interessen ihres Sparschweins respektieren.

    Was diese Schnittstelle angeht so scheinen das wohl eher wie bisher vorkompilierte Module zu sein für die man wie früher den passenden Kernel braucht. Bei einem Kernel Update wird man wohl auch die rpm Pakete updaten müssen und das hat dann wohl nicht so viel mit einer stabilen Schnittstelle zu tun.

    So wie ich das mit den closed Source Treibern verstanden habe geht es auch in ersterline darum, dass diese nichts im Kernel zu suchen haben um die stabilität des Systems nicht zu gefährden. Gegen Closed Source im Userspace scheint kaum jemand was zu haben.

    Gibt es denn kleine Möglichkeit Treiber wie z. B. die von ATI und Nvidia in den Userspace zu verlagern und dort eine stabile Schnittstelle einzurichten?

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      Von Sandra am Di, 14. Februar 2006 um 16:50 #
      >Gibt es denn kleine Möglichkeit Treiber wie z. B. die von ATI und Nvidia in den Userspace zu verlagern und dort eine stabile Schnittstelle einzurichten?
      ---

      Nun, gerade GFX Treiber dürften dabei mit die größten Probleme bereiten (Geschwindigkeit!).
      Aber mit einigen ausgesuchten Binary-only USB Treibern ist es mir schon gelungen dass vom Hersteller vorkompilierte Modul vollkommen unabhängig vom Kernel im Userspace zu betreiben. Nur stellte sich dann natürlich die Frage warum der Hersteller den Treiber nicht gleich als Userspace Treiber implementiert hat.

      Sandra Podie

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        Von Kevin Krammer am Di, 14. Februar 2006 um 18:35 #
        Nun, gerade GFX Treiber dürften dabei mit die größten Probleme bereiten (Geschwindigkeit!).

        Sollte es nicht reichen, einen DMA Transfer anzustoßen und alle Treiberdaten mit zu übertragen?

        Nur stellte sich dann natürlich die Frage warum der Hersteller den Treiber nicht gleich als Userspace Treiber implementiert hat.

        Gewohnheit nehm ich mal an.
        Wenn in Vista wirklich weniger Treiber als bisher im Kernelspace laufen dürfen, wird sich das vermutlich positiv auf das Linux Problem auswirken.

        USB Treiber scheint man nach den Informationen im "AVM" Thread auf der Linuxkernel-Mailinglist ja schon ohne weiteres im Userspace machen können.

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          Von Sandra am Mi, 15. Februar 2006 um 14:04 #
          Naja von den niedrigen Kernelspace Latenzen muss man sich bei UserspaceTreiber aber auf jeden Fall verabschieden.
          Da braucht man nur an Architektur unabhängige Userspace Interrupts und Kontextswitch zu denken. Auch wenn es für die Userspace Interrupts Architektur unabhängige Lösungen gibt, die Latenz wird darunter leiden.
          Und dies in einem Markt in dem sie sich wegen 1-2% Leistungspunkte beschummeln und an ihren Treibern "rumbasteln".

          AVM würde mal lieber schreiben wo genau sie den ihrer Meinung nach Probleme mit USB-Userspace Treiber sehen. Denn was da in diesen Zusammenhang von denen kommt ist schlicht garnichts.

          Sandra Podie

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      Von G. W. am Di, 14. Februar 2006 um 17:13 #
      > So wie ich das mit den closed Source Treibern verstanden habe geht es
      > auch in ersterline darum, dass diese nichts im Kernel zu suchen haben
      > um die stabilität des Systems nicht zu gefährden.

      Das ist kein Argument, weil es für dieses Problem schon längst eine Lösung gibt, diese nennt sich "Tainted-Flag".

      > Gegen Closed Source im Userspace scheint kaum jemand was zu haben.

      Du bist nicht oft hier, oder? Von der allgegenwärtigen Basherei und Missioniererei müsstest Du sonst eigentlich mehr als genug mitbekommen haben.

      Natürlich, und das ist dann auch der nächste Schritt, den die "Gemeinde" irgendwann fordern wird. glibc unter die GPL, und schon sind alle "proprietären" Userspace-Binaries verboten.

      • 0
        Von fuffy am Di, 14. Februar 2006 um 20:02 #
        Das ist kein Argument, weil es für dieses Problem schon längst eine Lösung gibt, diese nennt sich "Tainted-Flag".
        Das ist keine Lösung gegen Instabilität, sondern sorgt nur dafür, dass Bugreports von Leuten, die einen proprietären Treiber einsetzen müssen, prinzipiell nicht bearbeitet werden.
        0
        Von Jehu am Mi, 15. Februar 2006 um 08:42 #
        > diese nennt sich "Tainted-Flag".

        Leg Dir bitte, bitte Ahnung zu oder halt einfach den Rand, ja?

        > Von der allgegenwärtigen Basherei und
        > Missioniererei müsstest Du sonst
        > eigentlich mehr als genug mitbekommen
        > haben.

        Nenn Ross und Reiter oder halt den Rand. Wo wird hier gegen Userspace-CS gepöbelt? Wer es benutzen will, der benutze es, wer nicht, der eben nicht.

        > das ist dann auch der nächste Schritt, den
        > die "Gemeinde" irgendwann fordern wird

        Hetzer. Halt einfach den Sabbel, ja?

        Jehu

        • 0
          Von Peters am Mi, 15. Februar 2006 um 11:58 #
          >> diese nennt sich "Tainted-Flag".

          Hast Du dahingehend etwas zu sagen? Nein? Dann:
          Leg Dir bitte, bitte Ahnung zu oder halt einfach den Rand, ja?

          > Von der allgegenwärtigen Basherei und
          > Missioniererei müsstest Du sonst
          > eigentlich mehr als genug mitbekommen
          > haben.

          > Nenn Ross und Reiter ...

          Also hast Du nichts mitbekommen? Dann halt den Rand!

          >> das ist dann auch der nächste Schritt, den
          >> die "Gemeinde" irgendwann fordern wird

          > Hetzer. Halt einfach den Sabbel, ja?

          Weißt Du überhaupt was ein Hetzer ist? Offensichtlich nicht! Dann:
          Leg Dir bitte, bitte Ahnung zu oder halt einfach den Rand, ja?

0
Von theBohemian am Di, 14. Februar 2006 um 17:09 #
Ich finde es erschreckend, dass einige Hersteller ihre Energien lieber damit verschwenden die Nutzung des Linux Kernels (und netfilters) zu verschleiern, als sich darum zu kümmern die verwendeten Techniken offen und frei zu implementieren.

Ich wüsste auch gerne, ob sich ein Entwickler wohl dabei fühlt, wenn er diese arbeiten für seine Firma macht ....

Quelle: Webblog von Harald Welte

0
Von patch am Di, 14. Februar 2006 um 17:11 #
Ich finde diese Entwicklung mehr als ungünstig. Ein großes Plus von SuSe war eben das einfache Einrichten auf einem Rechner. Man musste sich keine Gedanken machen um irgendwelche Treiber, denn es wurde alles mitgeliefert. Nun schmeisst man die Treiber raus, dafür werden aber irgendwelche Updates-Links angeboten, damit man das dann doch noch installieren kann? Komplizierter geht es wohl nicht. Und die Hersteller werden wohl kaum OS-Treiber anbieten - aus den bekannten lizentrechtlichen Gründen.
  • 0
    Von broesel am Di, 14. Februar 2006 um 17:53 #
    Woher weißt Du das dies kompliziert werden wird?? Warte doch einfach mal ab was Suse/Novell anbietet und erst dann motzen.
    • 0
      Von Tobi am Di, 14. Februar 2006 um 19:54 #
      Ich will ja nicht schwarzsehen... Update geht doch meistens übers Internet, oder? Ich persönlich habe einen Nvidia-Chipsatz, für dessen Netzwerkfunktion ein Treiber gebraucht wird... aus dem Internet... Kann mir jemand verraten, wie ich da jetzt rankommen soll???

      Ich erinnere mich an Suse9.0-Zeiten: Da musste ich tatsächlich UNTER WINDOWS!!!! die benötigten Treiber runterladen und per gebrannter CD zu meinem Rechner bringen... das ist nicht lustig!

    0
    Von comrad am Di, 14. Februar 2006 um 18:46 #
    Ja, wenns genauso kompliziert wird, wir bei der Nvidia-Geschichte hab ich richtig Angst mich mit den Starten von YOU zu überlasten. *wein*
0
Von thomas001 am Di, 14. Februar 2006 um 18:12 #
Ich verstehs langsam nicht,ich dachte die leute nutzen GNU/Linux aus ueberzeugung heraus und wuerden es begruessen wenn propitaere produkte verbannt werden, aber anscheinend sammeln sich nur die leute denen windows einmal zuviel abgestuerzt ist oder die ein leetes 2. betriebssystem auf der platte haben wollen...
  • 0
    Von clausi am Mi, 15. Februar 2006 um 00:09 #
    Es gibt sicher viele Gründe: weil Linux stabil und sicher ist, weil es sich hervorragend als Serverbetriebssystem eignet, weil es ein billiger UNIX-Klon ist, weil die Dominanz von Microsoft alles anderen platt gemacht hat, oder weil es das einzig mögliche Mittel ist, sich gegen die Dominanz von Microsoft zur Wehr zu setzen.

    Der Grund, daß es Freie Software ist, gehört für viele sicher nicht dazu. Das war möglicherweise nie der Fall.

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Von Nachdenklicher am Di, 14. Februar 2006 um 18:25 #
Keine binären Treiber.
Keine stabile API für Treiber.
Treiber, welche unter GPL ode LGPL stehen, sonst gilt der Kernel als 'vergiftet'.

Und es wird diskutiert den nicht freien Modulen einfach wichtige Kernelfunktionen zu entziehen.

Es ist doch erstaunlich, daß ständig von Freiheit, Demokratie und Transparenz geredet wird. Jedoch, wenn wir uns
den Entwicklungsprozess anschauen, alles für eine Diktatur spricht. Hier möchte ich nur einmal die Themen
Speicherverwaltung, IDE und vor allem BitKeeper erwähnen.

Ich persönlich stehe auf der Seite der Kernelentwickler, welche schon seit einer Ewigkeit eine stabile
API fordert. Sollten dann irgendwelche binären Treiber/Module Probleme bereiten, wird vom System einfach verkündet:
"Treiber/Modul XYZ von Hersteller XYZ hat diesen Absturz verursacht." (Bitte wenden Sie sich an diesen Hersteller zur Problembehebung!)

  • 0
    Von fuffy am Di, 14. Februar 2006 um 20:05 #
    "Treiber/Modul XYZ von Hersteller XYZ hat diesen Absturz verursacht." (Bitte wenden Sie sich an diesen Hersteller zur Problembehebung!)
    Und der behauptet, es liegt am Kernel. Ergo wird dir niemand helfen (wollen).
    Was du meinst. gibt es mit dem "Tainted"-Flag eh schon. Sobald das gesetzt ist, setzt sich kein Kernelentwickler mit deinem Problem auseinander.
    0
    Von unreal am Di, 14. Februar 2006 um 20:12 #
    Als Denkanstoss sage ich nur:

    *) binäre Treiber geben Hardwareherstellern die Kontrolle, die Hardware nur so lange zu unterstützen wie sie es für richtig halten.

    *) eine stabile Treiberapi behindert die freie Entwicklung des Kernels. Fazit würde die Kernelentwickler nicht mehr frei entwickeln dürfen. Bei einer möglichen Änderung würden die Kernelentwickler auf was Wohlwollen von anderen Herstellern angewiesen sein. Außerdem würden einige Firmen dann erst recht nur mehr Closed Source Treiber herstellen.

    *) die entziehung von Kernelfunktionen ist aufgrund sicherheitstechnischer Bedenken einleuchtend. Wieso soll ich einem Hersteller vertrauen, wenn er mir nicht anvertraut, was er mit diesen Kernelfunktionen macht. --> siehe aktuelle Fälle wie jetzt bei Sony BMG, usw...
    Plötzlich findet man Rootkits auf Musik CDs usw...
    Auch gewisse Anti Viren Hersteller arbeiten mit derartigen Mitteln (wie man erst unlängst sehen konnte).

    Sorry aber Freiheit ist das worauf Linux gegründet wurde. Bitte erkläre mir nun wie sich Freiheit mit Abhängigkeit vereinen lässt! Sobald Linux abhängig von einem oder einem Kartell von Herstellern ist, ist Linux tot!

    Nur mal so als Beispiel:
    Wenn AVM keine Fax Karten mehr an uns verkaufen will, werden wir einfach Eicon Diva den Vorzug geben! AVM hat die Freiheit sich diesen Weg auszusuchen. Als Konsument habe ich die Möglichkeit mir einen anderen Hersteller zu suchen!

    Prinzipiell möchte ich hier mal an dieser Stele AVM für die bisherige Linux Unterstützung danken und werde auch in Zukunft ein Fürsprecher für deren Produkte sein, sofern sich unsere Wege vereinen lassen. Sollte AVM in Zukunft zu 100% vom guten Willen Microsofts abhängig sein wollen, dann ist das eine Entscheidung welche ich respektiere. Ansonsten muss AVM akzeptieren, daß einem der Betriebssystemhersteller nicht einen Teil der Treiberentwicklung abnehmen kann. --> das macht noch nicht mal MS, wieso also sollte die Linux Community das machen.

    mfg unreal

    • 0
      Von mb am Di, 14. Februar 2006 um 23:49 #
      *) binäre Treiber geben Hardwareherstellern die Kontrolle, die Hardware nur so lange zu unterstützen wie sie es für richtig halten.
      > so lange die Treiber-API stabil bleibt kann ich die binären Treiber auch benutzen

      *) eine stabile Treiberapi behindert die freie Entwicklung des Kernels...

      > weg mit den APIs dieser Welt, sie behindern ja nur die frei Entwicklung der zugrundeliegenden Software

      *) die entziehung von Kernelfunktionen ist aufgrund sicherheitstechnischer Bedenken einleuchtend...

      > und aufgrund der aktuellen entwicklung sollten alle kernelfunktionen auch nur noch von nicht religiösen
      > Programmierern genutzt werden dürfen, wieso sollte ich einem Programmierer trauen der nicht meiner Meinung ist

      Sorry aber Freiheit ist das worauf Linux gegründet wurde.
      > Freiheit durch Entzug von Rechten (Zugriff auf Kernelfunktionen), nur mal 2 Zitate auch als Denkanstoß:
      >
      > Freiheit ist immer auch die Freiheit der andersdenkenden (Rosa Luxemburg)
      > Freiheit ist ein "Zustand, in dem ein Mensch nicht dem willkürlichen Zwang durch den Willen eines anderen oder anderer unterworfen ist" (Friedrich Hayek)

      einen schönen abend, mb

      PS: ich bin übrigens gegen closed source treiber, ich benutze wo es geht quelloffene Software und Treiber,
      aber ich würde niemals auf die Idee kommen anderen zu verbieten (oder technisch zu verhindern)
      CSS oder CS-Treiber zu verwenden, Das ist nicht mein Verständnis von Freiheit...

      • 0
        Von unreal am Mi, 15. Februar 2006 um 09:25 #
        Worte verdrehen und fremde Zitate benutzen kann ich auch, nur habe ich nicht die Zeit für Endlosdiskussionen.

        Aber nochmal:
        Nicht weg mit allen APIs. Das war nicht meine Aussage! Nur eine stabile API wie diese gefordert wird, kann sich sehr schnell als Bummerang entwickeln. So lange nicht alle Bedenken ausgeräumt werden können, ist es unverantwortlich eine derartige API zugunsten anderer Hersteller zu schaffen. (denn Vorteile bringt dies nur für andere nicht für die Community selbst, außer ein paar Lippenbekenntnisse von einigen Herstellern) --> die Unterstützung von Linux ist Firmenpolitik, die stabile Treiber API ist hier ein Nebenkriegsschauplatz (d.h. Ablenkungsmanöver für Leute wie Dich und mich)

        Du unterstellst hier einen Rassismus welcher nicht existiert und argumentierst als wäre es das Recht der Hersteller einen Closed Source Treiber im Kernelmode zu bauen. Rechtlich gesehen sind alle Kernelmodule abhängig von der Lizenz des Kernels selbst. Daher ist die Akzeptanz eines solchen Kernel Moduls ein sehr starkes Entgegenkommen der Entwickler selbst. --> somit hat man es bisher zu einem Graubereich erklärt, um eine Zusammenarbeit aufgrund fehlender Alternativen auf beiden Seiten zu ermöglichen.

        bzgl. der entzogenen Kernelfunktionen: Der Hersteller darf diese Funktionen verwenden, wenn er die Spielregeln der GPL achtet. --> d.h. es treffen die Grundbedingungen eines Verbietens nicht zu!
        Wenn aber jemand vor mir verheimlichen will, wozu er betreffende Funktionen braucht, dann liegt es an Ihm mich vom Gegenteil zu überzeugen. --> das einfachste und sicherste ist hier nunmal der Source Code!

        Es gibt eventuell noch andere Möglichkeiten dies zu ermöglichen. z.B.: Zusätzliche Lizenzen welche das Copyright des Herstellers wahren und den Quelltext offenlegen (d.h. nicht GPL aber trotzdem nachvollziehbar und vertrauenswürdig), usw...
        Bin sicher daß es hier noch einiges an Spielraum auf beiden Seiten gibt.

        Außerdem hilft Novell einigen Firmen, die Treiber in den Userspace zu verlegen. D.h. es geht hier wirklich nur um die Entschärfung und Klarstellung der Supportzuständigkeit und rechtlicher Bedenken.

        Niemand wird ausgeschlossen, im Gegenteil man hilft sich gegenseitig das Ganze in den Griff zu bekommen. --> wenn sich hier Manger wieder mal wie Kleinkinder aufführen, wild um sich schimpfen und drohen, dann sollte man dem gelassen entgegensehen und diese Schreie einfach ignorieren! ;)

        Wenn Du das anders siehst würde ich mich über eine neuerliche Antwort freuen.

        mfg unreal

        • 0
          Von Nachdenklicher am Mi, 15. Februar 2006 um 10:21 #
          Was ist eigentlich der definitorische Unterschied zwischen:

          a) Ein Programm sitzt im Usersapce und arbeitet mit vom KERNEL bereitgestellten Funktionen, welche man
          landläufig auch als API bezeichnet.

          und

          b) Ein Programm heißt Module sitzt im Kernelspace und arbeitet mit vom KERNEL bereitgestellten Funktionen, welche man
          landläufig auch als API bezeichnet.

          PS: Beide Programme können ohne den Kernel nicht funktionieren. Sind sie deswegen gleich ein Bestandteil des Kernels und
          müssen seine Lizenz teilen, auch wenn sie unabhängig vertrieben werden?

          • 0
            Von fuffy am Mi, 15. Februar 2006 um 13:29 #
            Der Unterschied ist der, dass im ersten Fall nicht gegen den Kernel gelinkt wird und sich die Binaries nicht den Speicherbereich teilen, was auch schlecht geht, da Userspace und Kernelspace strikt getrennt sind.
            • 0
              Von Nachdenklicher am Mi, 15. Februar 2006 um 14:49 #
              Ergo alle Programme die sich einen Speicherbereich teilen und eine Abhängigkeit (auch wenn nur einseitig Bsp. Program->Kernel) besitzen
              erben die Lizenz des Programmes von dem sie abhängig sind ???

              Bsp.: Ich definiere den gesamten Hauptspeicher zu einen Speicherbereich, dann müssen alle Programme welche darin Laufen die Lizenz des Betriebssystems, von welchem sie ja abhängen, teilen.

              Ich glaube hier kommen wir zum philosophischen Teil: Was ist ein Program? Wo begint Abhängigkeit und wo hört sie auf? Eine API zum Userspace ist bereits eine Abhängigkeit? Was ist der selbe Speicherbereich, die Privileglevel der MMU oder willkürlich vom Betriebssystem oder gar User festgesetzte? Wem gehört der Speicherbereich? Muss ein Programm, welches im Bereich eines in den Speicher eingeblendeten Hardwarebausteines arbeitet dessen Lizenz teilen?

          0
          Von mb am Do, 16. Februar 2006 um 12:45 #
          ja eigentlich hasse auch ich sinn- und endlose Diskussionen,
          aber auf eine vernünftige Antwort möchte ich auch verbünftig antworten,
          zumal ich mit meinem vorherigen Posting zugegebenermaßen ein wenig übertrieben habe.

          Das eine stabile Treiber-Api zugunsten der Hersteller nicht im Sinne
          der Kernelentwickler wohl auch nicht im Sinne der Anwender ist sehe ich ein.

          Ich bin dennoch für Kontinuität in diesem Bereich und würde es sehr begrüßen,
          wenn ich zum Beispiel innerhalb eines Kernel-Majorrelease einmal kompilierte
          Treiber nicht bei jedem Kernelpatch neu kompilieren muss.

          Ich hab z.B. zwei Linux-CDs für Imaging und System-Reparatur die einen
          speziellen Netzwerktreiber benötigen der aufgrund der Imagegröße nicht
          von Haus aus dabei ist. Also muss ich mir bei jedem neuen Kernelrelease
          ein Developmentsystem mit genau der selben Kernelversion aufsetzten um den
          Treiber zu kompilieren um in dann wieder in die CD-Images zu kopieren....

          Zu den entzogenen Kernelfunktionen ist es wohl gute Recht der Entwickler,
          alle Kernelmodule auszusperren, die nicht unter der GPL stehen,
          ich finde es trotzdem nicht gut und noch weniger akzeptanzfördernd,
          die Beispiele die du genannt hast sind da auch nur die Spitze des Eisbergs,
          auch Module die unter einer anderen z.B. quelloffenen Lizenz stehen würden
          dann ausgesperrt und da zieht das Argument des Verheimlichen nicht...
          Naja wie du schon schrubst sollten da wohl beide Seiten den vorhandenen Spielraum
          ausnutzen und nicht zu sehr auf Ihre jeweiligen Positionen pochen...

          have fun, mb

0
Von Peter am Di, 14. Februar 2006 um 19:20 #
Ich weiß nicht, was das Ganze soll!?

Es bleibt jedem Selber überlassen, ob er/sie diesen Schritt mitgehen will oder nicht.
Wenn einer mit der Linie von SuSE nicht einverstanden ist, so möge er eine andere Distribution wählen.
Wenn das alle tun, wird es SuSE irgendwann nicht mehr geben.
Ich für meinen Teil halte diese Idee für hervorragend und begrüße das.
Die Kernelentwickler können sich schon lange nicht mehr benehmen. Nichts gegen ihre Leistungen, ohne sie wäre der Kernel nicht dort, wo er ist, aber sie haben sich grundsätzlich an den Wünschen der User zu orientieren und nicht an ihrer Selbstverwirklichung zu arbeiten. JEDER hat das Recht frei zu entscheiden. Die Kerelentwikler aber auch die User. Die User werden die Distribution wählen, die ihre Hardware unterstützt und nicht jene, die "sauber" bzw. frei von jeder proprietären Verunreinigung ist.

Nicht der Händler entscheidet, was der Kunde kauft, sondern der Kunde !!!

Jder kann SEINEN Weg gehen, gewinnen wird der, mit dem besten Angebot nicht der, mit dem saubersten Kernel.

Peter

  • 0
    Von dem Pinguin sein'n Flüster am Di, 14. Februar 2006 um 20:43 #
    ..., wird es SuSE irgendwann nicht mehr geben.
    Ich für meinen Teil halte diese Idee für hervorragend und begrüße das.

    Ich auch!
    Jajajajajaaaaaa...
    Wann ist es endlich so weit?
    Wann? Wann? Wann?

    • 0
      Von Ede am Di, 14. Februar 2006 um 20:58 #
      So bald sicher nicht, beruhig dich wieder. So weit wie Suse ist kaum eine andere Distribution.
      0
      Von Peter am Di, 14. Februar 2006 um 21:20 #
      Damit mich keiner falsch versteht: Ich verwende fast ausschließlich SuSE und werde auch so schnell nicht auf eine andere Distri wechseln, da der Rest einfach nur "Bastelei" (Debianer und andere Fetischisten mögen mir verzeien:) ) ist.

      Ich will einfach nur, dass die Hardware läuft und das ist bei SuSE fast immer der Fall. Mich interessiert nicht, ob irgend ein Kernelmodul frei ist oder nicht. Was bringt mir das, wenn ich sagen kann, alles auf meinem PC ist GPL, aber Graka, Netzwerk, WlLan, usw. laufen nicht oder nur mit "Minimalleistung"

      Peter

      • 0
        Von Ede am Di, 14. Februar 2006 um 21:40 #
        Kommt halt drauf an, für was du eine Distribution brauchst. Auf meinem Thinkpad ist Suse mit ISDN überzeugend. Auf meinem Desktop mit ISDN-Anschluß habe ich 3 Systeme. Wenn ich aber wirklich nur damit arbeiten muß, nehm ich eigenartigerweise fast immer Suse, weniger häufig auch Ubuntu - die sudo-Rechte-Regelungen sind mir zu undurchsichtig. Der Rest ist Spielerei, immer wieder mal was neues, sonst wird es ja langweilig. Ein Server kann natürlich auch mit Sarge optimal sein.
    0
    Von Jehu am Mi, 15. Februar 2006 um 08:47 #
    > Nichts gegen ihre Leistungen, ohne sie
    > wäre der Kernel nicht dort, wo er ist

    Ohne die Kernel-Entwickler gäbe es keinen Kernel, vermute ich fast...

    > aber sie haben sich grundsätzlich an den
    > Wünschen der User zu orientieren und nicht
    > an ihrer Selbstverwirklichung zu arbeiten

    Quatsch. Die Jungs machen das für umme. Sie dürfen frei entscheiden, was sie tun. Oder wie willst Du sie zu irgendetwas zwingen?

    > JEDER hat das Recht frei zu entscheiden.

    ACK.

    > Die Kernelentwickler aber auch die User.

    Wie Du schon sagst, letztere können ein anderes Betriebssystem wählen. Aber sie können die Kernel-Entwickler zu nichts zwingen. Feierabend.

    > Nicht der Händler entscheidet, was der
    > Kunde kauft, sondern der Kunde !!!

    ACK. Die Kernel-Entwickler verkaufen aber nichts. Die machen das "unentgeltlich". Aus Spaß an der Freud.
    Wem das nicht paßt: einfach selbst mitarbeiten.

    Jehu

    • 0
      Von Peters am Mi, 15. Februar 2006 um 12:11 #
      > Die Kernel-Entwickler verkaufen aber nichts. Die machen das "unentgeltlich". Aus Spaß an
      > der Freud.

      Wo hast Du denn diesen Schmarren her? Du hast ja überhaupt keine Ahnung!
      Die "Hauptkernel"-Entwickler werden bezahlt! Oder glaubst Du tatsächlich, so ein komplexes Stück Software wie den Kernel könnte man nach Feierabend aus Spaß programmieren?

      Leg Dir bitte, bitte Ahnung zu oder halt einfach den Rand, ja?

0
Von egal am Di, 14. Februar 2006 um 21:53 #
Angeblich tut Novell alles um einen 3D-Desktop zu etablieren, dann schmeissen sie die einzigen 3D-tauglichen Treiber aus SuSE. Bin ich der einzige, der diese Startegie nicht mehr versteht?
0
Von schokokruemmel am Di, 14. Februar 2006 um 22:27 #
Ich denke, es ist das gute Recht der Entwickler, "ihre" Arbeit "sauber" machen zu wollen.
Im Falle von OpenSuse und Novell denke ich, dass jeder von euch die passenden Treiber manuell nachinstallieren kann - sofern man denn möchte.
Für die weniger "gebildeten" wird es sicher eine automatisierte Möglichkeit geben die Treiber via Download nachzuinstallieren - mit den entsprechenden Hinweisen zur "Rechtslage" ...
Ich persönlich habe nichts gegen diese "Politik" einzuwenden und bin der Meinung, dass sich die kommenden Suse-Distris noch mehr auf dem Markt für "Desktops" etablieren werden.
0
Von anonymous am Mi, 15. Februar 2006 um 00:11 #
... da programmiert Suse/Novell INTERN IM EIGENEN Haus einen XGL-Server, welcher momentan idealerweise mit binären ATI und Nvidia Treibern funktioniert.

Und dann verbannt Suse/Novell diese Treiber. Aber hallo, dass ist jetzt ein Witz?? So blöd kann man nicht sein. Bei Suse/Novell weis vermutlich die eine Abteilung nicht was die andere treibt. Und Chefs treiben wohl was ganz anderes.

  • 0
    Von egal am Mi, 15. Februar 2006 um 00:56 #
    Genau das ist auch mein momentaner Eindruck. Ziemlich konfus das ganze.
    0
    Von Ede am Mi, 15. Februar 2006 um 06:29 #
    Vielleicht steht ja auch eine Strategie dahinter. Mal abwarten, was da kommt.

    Zu D3 noch: Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht gegen D3. Aber ich habe bis jetzt noch nicht begriffen, welchen Nutzen ich von D3 habe. Ist das tatsächlich mehr als eine Spielerei? Bis jetzt habe ich den Eindruck, daß ein Computersystem mit dem man professionell arbeiten muß kein 3D benötigt. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

    • 0
      Von Icke der zweite am Mi, 15. Februar 2006 um 07:06 #
      > Zu D3 noch: Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht gegen D3.
      > Aber ich habe bis jetzt noch nicht begriffen, welchen Nutzen ich von
      > D3 habe. Ist das tatsächlich mehr als eine Spielerei? Bis jetzt habe
      > ich den Eindruck, daß ein Computersystem mit dem man professionell
      > arbeiten muß kein 3D benötigt. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch
      > liege.

      Nein, du hast schon recht. Man kann ohne 3D Beschleunigung gut arbeiten.
      Man braucht nicht mal 'ne GUI um das zu tun!
      Aber 3D hat auch Vorteile:
      Die 3D Funktionen der Grafikkarten sind das wo sich die Hersteller drauf spezialisieren. Die 3D Leistung ist der Grund, warum es dort überhaupt eine Entwicklung gibt.
      2D Funktionen sind in jeder x-beliebigen Karte vorhanden und können von jedem genutzt werden (Stichwort VESA), aber die hoch entwickelten, beschleunigten und was nicht noch 3D Funktionen können viele Dinge einfach wesentlich schneller bearbeiten.
      Das muß nicht das drehen eines Festers sein - was in meinen Augen ebenfalls Schwachsinn ist - sondern kann auch einfach das bewegen eines Fensters sein.
      Sieh dir mal die Videos zum von SuSE XGL an. Da sieht man nicht nur Fenster die sich drehen...
      Gut ob mich transparenz nun wirklich weiter bringt lass ich mal dahingestellt sein. Manch einer möchte aber sowas haben, einfaches Beispiel:
      Jemand sieht über TV-Karte Fern und hat gleichzeitig eine Konsole darüber liegen in der er arbeiten kann. Wenn jemand damit zurecht kommt - warum nicht? Ist doch seine Sache!

0
Von Yu Kei am Mi, 15. Februar 2006 um 12:34 #

Vielleicht bin ich ja hier völlig falsch, aber welche prop. Treiber werden von Suse denn installiert?

AVM benutze ich nicht, da könnte es sein. Nvidia ja definitiv nicht, der muss über YOU nachinstalliert werden. Und wenn ich mir meine Systemmeldungen ansehen, dann ist der nachinstallierte Nvidia der einzige der den Kernel "tainted". Warscheinlich werden Flash und Acrobat nicht installiert. Gut verschmerzbar.

Kann es sein, das hier alle auf denm Novell "FUD" reinfallen? Novells leichte Anbiederung an die Community, die eigentlich so gut wie keine Folgen hat?

Klärt mich auf
Yu Kei

  • 0
    Von bingo am Mi, 15. Februar 2006 um 14:32 #
    Warscheinlich werden Flash und Acrobat nicht installiert. Gut verschmerzbar.

    ;-) Das sind userspace Programme - und für die gibt es schon ewig eine eindeutige Regelung. So sollen z.B. zur 10.1 solche Programme nicht auf den zum Download bereitgestellten isos sein - aber die verkaufte Box wird eine extra CD mit eben dieser Software enthalten.

    Die Meldung beschränkt sich auf Kernel-Module, d.h. wie du schon bemerkt hast, alles was in /var/log/messages nachher als "tainted" gemeldet wird fliegt komplett aus der Distri heraus. Dafür gibt es eine entsprechende API an die sich die Hersteller nur zu halten brauchen. Ob diese dann zukünftig ihre Treiber zum Download anbieten oder gleich auf ihre Treiber-CDs packen bleibt denen überlassen.

    Ich denke, man will sich da bei SUSE/ Novell auch ein gutes Teil an Arbeit ersparen, weil nun die Hersteller am Zug sind und nicht mehr von SUSE Mitarbeitern Skripte und RPMs für die Einbindung der Treiber geschrieben werden müssen.

0
Von Jürgen am Do, 16. Februar 2006 um 20:29 #
Bei Windows muss man sich die Treiber von Fremdherstellern im Web einzeln zusammensuchen und da beschwert sich auch keiner!
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