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Thema: Der Grund für Linux?

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Von der.schultze am Fr, 2. Juli 2010 um 14:28 #

Als ich während meines Studiums das erste Mal einen längeren Text verfassen sollte, ärgerte ich mich maßlos über die Unzulänglichkeiten von M$Word.
Ein Freund hatte mir bereits vorher von TeX erzählt, weshalb ich ihn bat mir dieses zu installieren.
Mein Freund erklärte mir, dass er (La)TeX nur für Linux hätte, worauf ich sagte: "Dann installieren wir eben auch Linux."
So begab es sich, dass ich 1997 mit Linux (SuSE 5.0) in Kontakt kam. Nach weniger als einem Jahr parallelem Nutzen (DOS/Windows fast nur noch für Spiele) trennte ich mich endgültig von Microsoft und habe dies bis heute nicht bereut. Privat sind meine Rechner seit 1998 M$-frei.
Zu Beginn nutzte ich ausschließlich SuSe, dann kam etwas RedHat und derzeit nur noch Debian (Server unter lenny, Laptop unter squeeze).

Schultze

Zusatz:
Der frei zugängliche Rechnerpool der Uni, bestand damals aus SUN-Stations unter Solaris und die Fähigkeiten faszinierten mich. Als dann bei mir Linux lief, war ich begeistert, dass mein kleiner PC plötzlich diese Fähigkeiten auch besaß.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 06. Jul 2010 um 07:56.
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    Von glasen am Fr, 2. Juli 2010 um 14:58 #

    Bei mir war es auch purer Zufall (Oder auch Schicksal ;) ) :

    Im Frühjahr '94 waren mein Kumpel und ich auf der Suche nach einem stabileren Ersatz für MS-DOS, damit unsere bevorzugten Spiele endlich mal länger als 2h am Stück ohne Absturz liefen (Man waren wir damals blauäugig und jung).

    Jedenfalls schleppte die Mutter meines Kumpels eines Tages einen kleinen Zeitungsartikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung an, in welchen von einem neuen kostenlosen Betriebssystem die Rede war. Dieses war in Eigenregie von einem finnischen Studenten entwickelt worden und sollte deutlich stabiler und schneller als MS-DOS sein.

    Wieder ein paar Wochen darauf habe ich ihn einer der damals aktuellen Computerzeitschriften (PC Praxis?) eine Werbung zu einer "Linux-CD" gesehen. Sollte 100DM kosten und alles beinhalten was man so braucht. Also das Taschengeld zusammengekratzt, noch ein wenig bei der Oma gebettelt und die CD bestellt.

    Für mich war die nach ein paar Tagen gelieferte CD (Auf der CD war Slackware 1.1.1 und 1.1.2) dann ein Riesenschock und gleichzeitig auch eine Offenbarung :

    Linux ist ja gar nicht MS-DOS-kompatibel! Nein es ist ein Unix-Derivat, ein Abkömmling jenes magischen Über-OS, von dem jeder schon einmal gehört hatte.

    Leider hatte ich damals keinerlei Ahnung von Unix und mein damaliger 386SX25 mit 3MB RAM war auch etwas zu schwach. Aber das Thema hat mich nicht mehr loszugelassen. Irgendwann bin ich dann über ein Unix System V-Buch gestolpert, dem eine Version der Distribution DLD beilag. Auch war mein aufgerüsteter PC (486DX50, 8MB RAM) auch stark genug um etwas Vernünftiges mit dem System anfangen zu können.

    Von da an war Linux ein ständiger Begleiter. Aber erst Anfang 2001 hab ich den kompletten Sprung von Windows zu Linux geschafft.

    P.S. :

    Die Slackware-CD hat einen Ehrenplatz in meiner CD-Sammlung. Ich es sogar geschafft eine lauffähige Installation unter QEMU hinzubasteln. Da der Kernel noch keine IDE-CD-Laufwerke unterstützt, musste ich einen Umweg über Diskettenimages bzw. eine Installationspartition machen. Was mich dabei am Meisten überrascht hat, ist die Tatsache, dass ein moderner Kernel problemlos ein Ext2-Dateisystem von 1994 lesen und schreiben kann. Jedenfalls reichte es um die Installationspartition mit den Slackware-Dateien zu füllen.

    Leider das System nur im Textmodus, da weder die Grafikkarte, noch die Netzwerkkarte vom System erkannt werden.

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    Von Klaus2 am Fr, 2. Juli 2010 um 22:29 #

    Suse 4.irgendwas...
    Erstkontakt mit Linux Mitte der 90er, RedHat 5.irgendwas in einem Buch von Stefanie Teufel "Jetzt lerne ich Linux". Und Debian/Kartoffel ...

    Das waren noch Zeiten wo man sich die xorg.conf selber schreiben musste und am Anfang keinen blassen Schimmer hatte. Schlaflose Nächte und eine Lernkurve so steil wie ein 8tausender ... ;-)

    Und vorallem keine Ubuntu-Fanboys weit und breit ;-)

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Von pvb am Fr, 2. Juli 2010 um 14:29 #

Wichtigste Software:
bash
g++
X11/Xt/Motif

(damals 1994)

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Von tset am Fr, 2. Juli 2010 um 14:39 #

Der wichtigste Grund fehlt:
Just having fun and World domination in sight. ;-)

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Von Der_Andi am Fr, 2. Juli 2010 um 14:59 #

Das kommerzielle Internet wurde noch nicht geboren, Mosaic noch nicht mal geplant, da wurde in MausNet Tananbaums Minix für die Motoroller angekündigt. Aus purer Langeweile doch installiert, Stunden gewartet und ausprobiert. Der blinkende Cursor war der Hauptgrund für für die Begeisterung. Man fühlte sich wie ein richtiger Hacker. Später AtariST gegen PC getauscht und Minix gegen Linux, BSD und andere Systeme. Gott, ist es lange her.

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Von ich am Fr, 2. Juli 2010 um 15:41 #

Habe so um 1991 an der Uni mit HP-UX im Internet gesurft. Da gab es noch kein WWW und Windows war nicht wirklich Netzwerktauglich. Zuhause erstmal weiter DOS und Windows 3.1 genutzt und mich über Bugs, Abstürze und geschrottete Dateien herumgeärgert. Bald darauf Linux auf Disketten besorgt. SLS, später Slackware. Immer alles selber konfiguriert und den Kernel compiliert. Lief alles problemloser als bei Windows, Dateien gingen nicht kaputt, Multitasking funktionierte wirklich, FTP und andere Netzwerkfunktionen waren schneller als bei Windows 3.11 und XP (was ich nur kurz verwendete), Abstürze gab es nur durch Eigenverschulden wie Fummeleien am Kernel. Man konnte MP3s auf einem ollen 486er anhören. Die Rechenleistung reichte dazu aus. Bei Windows brauchte man schon einen Pentium um MP3s zu hören. Man konnte bei Linux verschiedene Dvix-Versionen gleichzeitig installieren. Bei Windows ging nur jeweils eine Version, weshalb man je nach zu schauenden Video, vorher immer den passenden Divx-Player installieren musste. Schon HP-UX war ein tolles Spielzeug. Man konnte sich über Netz an verschiedenen Rechnern anmelden, dort Programme laufen lassen und auf fremde Diskettenlaufwerke zugreifen. Mit Linux ging das alles auch zu Hause, auch wenn ich erst relativ spät von zu Hause aus einen Internetzugang hatte.

Wenige Jahre später habe ich dann gar kein Windows mehr genutzt. Ausschlaggebend war mangelnde Funktionalität von Windows, Bequemlichkeit, Sicherheitsprobleme mit Windows, Firmenpolitik von Microsoft und Kosten.

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    Von flows am Fr, 2. Juli 2010 um 23:27 #

    "Ausschlaggebend war mangelnde Funktionalität von Windows, Bequemlichkeit, Sicherheitsprobleme mit Windows, Firmenpolitik von Microsoft und Kosten."

    Triffts auch genau bei mir. Ich fühl mich jedes mal wie kastriert wenn ich Windows benutzen muss: keine ordentliche Shell für Stapelverarbeitung, kein Zugriff auf alle Ordner, wie ich es gerne möchte (unter Linux gilt immer ich root, du nix, unter Windows darf ja nichtmal der Admin alles), Ordentliches Fenstermanagement mit mehr als Alt-Tab? Fremdwort in Redmond. Das ließe sich noch lange fortsetzen.

    Was zumindest KDE noch fehlt ist die Fehlerfreiheit - es stürzt zu oft etwas ab und irgendwelche kleinen Fehler behindern einen beim arbeiten. Nicht so schön, aber es kann ja nur besser werden (4.5 RC1 sieht ja schon ganz gut aus).

mehr ...
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Von volltroll.de am Fr, 2. Juli 2010 um 23:59 #

Ich weiß nicht mehr warum ich Linux nutze, aber irgendwie war es abneigung gegen MS von natur aus. Ich habe erstmal mit SuSE 4.irgendwas aus der Buecherei probiert, aber ohne Doku nicht auf einen gruenen Zweig gekommen, dann SuSE 5.2 Bestellt. Bloederweise wurden die CD beim Pförtner (Wohnhein) abgegeben, und ich musste noch einen Tag warten :(((( Aber Dicke Anleitung dazu und alles lief. Selbst die Grafikkarte wurde 1A unterstuetz, auch wenn ich den Treiber von Matrox extra runterladen musste.
Dann mal nen Abstecher nach FreeBSD 4.7, aber wieder zurueck und dabei geblieben. Win ist nur noch für Software drauf, die Winspezifisch ist, aber das läuft auch ganz gut in VMware.
Leider ist *BSD im Bezug auf Multimedia (DVB-T) nicht so gut wie GNU/Linux, sonst würde ich den umstieg ernsthaft in erwägung ziehen, denn langsam wird das System um Linux herum Grottiger.

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Von windowsidioten am Sa, 3. Juli 2010 um 00:18 #

Weil ich gezwungen werde, weil wir alle Kommunisten sein sollen?

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Von macuser am Sa, 3. Juli 2010 um 00:35 #

Warum sollte ich mich mit instabilen Linux oder windows rumplagen? Selbst ubuntu lief nicht ordentlich auf meinem Rechner, ich bleibe bei Mac OS X auf meinem MAcbook 13'.

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Von feneks am Sa, 3. Juli 2010 um 01:31 #

Ich bin noch mit AmigaOS 3.1 auf einem Amiga500 aufgewachsen und hatte einem Freund erzählt, dass ich dieses System vermisse. Darauf hin hatte er mir Debian gezeigt und naja, UNIX-alike bleibt UNIX-alike. :D

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Von blau am Sa, 3. Juli 2010 um 06:46 #

Ich wurde mit Windows95 nicht glücklich. Die Fehlermeldungen nervten, die Abstürze nervten, die Bedrohung durch Malware nervte und ich fühlte mich bevormundet.

Als der Rechner irgendwann nichts mehr tat weil eine win_soundso.dll irgendwie kaputt war kaufte ich mir Suse9.2. Seitdem blieb ich bei (open)Suse, mit Abstechern zu Debian, und dem einen oder anderen *BSD.

Microsoft hat mich zu Linux gebracht. Danke, Microsoft!

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Von jochenplumeyer am Sa, 3. Juli 2010 um 08:26 #

Anfang 1994 konnte ich ein bißchen programmieren, aber die Simulationssoftware meines Praktikums lief auf einer Ultrix-Workstation von Digital. Den Umgang mit der Maschine hatte ich an einem Tag kapiert, war also gar nicht schwer.

Als der Programmierer-Physiker vor meinen Augen damit herumhantierte, kapierte ich, daß es sich bei Unix um einen systematischen Ansatz handelt, bei der Unterschiede wegabstrahiert sind (man kann den Datenstrom einer Datei in einem Soundprozessor leiten), auch wenn die Details manchmal mühsam sein können.

Es liefen auch wilde Skripte auf dem Ding, was mir den Eindruck vermittelte, daß man irgendwie alles zusammenstricken kann, wenn man es braucht.

Ein Freund schenkte mir zu Weihnachten 1998 eine Festplatte mit installiertem Linux, nachdem ich vorher daran gescheitert war. Wenige Monate später war ich schon sehr fit, und seitdem verdiene ich mein Geld mit Linux und Web.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 03. Jul 2010 um 08:29.
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Von devent am Sa, 3. Juli 2010 um 14:31 #

Ich habe mit DOS, Win3.11, Win98, WinMil, WinXp, Win2000 so ziemlich alles mitgemacht. Ich habe mit C/C++ programmieren angefangen, aber hauptsächlich nur gespielt. Ich habe zum ersten mal 2000/2001 Linux versucht, aber mein DSL Modem hat nicht funktioniert, d.h. kein Internet. Da ich eh gespielt habe, hat mich Linux dann nicht mehr interessiert. Dann später mit 2006 nochmal versucht, wären der Uni Zeit, aber mein Monitor/Grafikkarte funktionierten nicht.

Dann mit 2007 Ubuntu installiert und zum ersten mal funktionierte alles. Da ich damals mit Eclipse/Java programmiert habe, hatte ich dann WindowsXP/Ubuntu in parallel. WindowsXP war dann nur noch zum spielen, Linux zum arbeiten.

Nun setzte ich kein Windows mehr ein. Weder auf meinem Desktop/Mediacomputer noch auf meinen Laptops ein. Der Grund: In Linux funktioniert einfach alles.

Desktop, Office, usw. 5 min Installationszeit.
SQL Server, Web Server, Php? 3 Minuten Installationszeit.
Eclipse, Java, Python, Qt, C/C++, Ruby, ? 5 Minuten Installationszeit.
Mediacenter, Spiele? 5 Minuten Installationszeit.
Alles verfügbar, frei Haus. Ich sehe keinen Grund etwas anderes als Linux zu benutzen.

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Von qpp am Sa, 3. Juli 2010 um 15:19 #

Damals anno 2000/1 hab ich mir mein Taschengeld in einem kleinen aber freinen PC- und Technikshop verdient und dachte, ich kenn schon alles.

Irgendwann kam ein Mann und wollte ein SuSE 7.0 Professional. Ich hatte damals keine Ahnung, was das denn sein soll und hab mich von ihm aufklären lassen. Stellte sich raus, der Mann war Dozent für Mathe und Informatik an der lokalen Uni, also ging ich mal davon aus, dass er schon wußte, was und wieso er was wollte.

Nach Feierabend hab ich mir dann selbst so ein dickes Paket mitgenommen, damals für ~120DM. Daheim dann ausgepackt und im Gegensatz zu meiner ärmlichen Windows 2000 CD mit dem dünnen Info-Heftchen, gab's hier 6 CDs und eine DVD, sowie gedruckte Handbücher mit mehr als 1000 Seiten, auch noch komplett auf deutsch.

Dabei war auch ein Abschnitt über die Philosophie hinter Linux und OSS im allgemeinen, das fand ich gut, nett und freundlich beschrieben. Als Bett-Lektüre hab ich dann das Handbuch gegriffen und mich so moralisch vorbereitet, am nächsten Tag ging's los...

Ein paar Tage später wurde mir dann klar, was man heute den Leuten immer noch eintrichtern muss, dass Windows nicht alles ist und vieles auch anders geht.

Mittlerweile nutze ich seit Jahren ausschließlich und happy Gentoo, dennoch bleibt der SuSE ein Platz in meinem Herzen erhalten, es hat mir den Einstieg leicht und angenehm gemacht. Danke dafür :)

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    Von name1 am So, 4. Juli 2010 um 02:42 #

    Naja. Für die ersten Schritte mit Linux hat man noch nie so viel Geld ausgeben müssen. Und dass um 2001 ein Dozent einer Uni in einem PC-Shop Linux nachgefragt hat, ist schon mehr als seltsam. Hatte denn diese Uni kein Internetzugang, womit sich der Mann sein Linux selber hätte downloaden können?

    Aber immerhin wusste er etwas über Linux. Das ist schon ein riesen Pluspunkt für diesen Herren und für diese Uni.
    Ich habe mein Diplom in Elektrotechnik an einer FH im Jahre 2002 abgeschlossen. Damals wurde den Studenten für alles immer Windows empfohlen, auch für Serveranwendungen in Firmen. Es wurde stillschweigend vorrausgesetzt, dass jeder Student Windows nebst Office von Microsoft besitzt. Alternativlösungen wurden immer irgendwie belächelt.

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      Von blau am So, 4. Juli 2010 um 06:38 #

      "ein Dozent einer Uni in einem PC-Shop Linux nachgefragt hat, ist schon mehr als seltsam."

      Vielleicht wollte er es *kaufen?* Ich habe Suse9.2 und 10.0 auch gekauft statt es herunterzuladen. Meine Absichten waren zum einen, den kleinen sympathischen Händler und zum anderen die Suse-Macher finanziell zu unterstützen, denn ich kann keinen Code schreiben.

      Vergangene Woche spendete ich für https://petition.foebud.org/FoeBuD/zensus11/ weil ich deren Arbeit für wichtig halte und ich froh bin, daß jemand diese Arbeit macht.

      Ich habe eine Liste mit Projekten im Kopf die IMHO Unterstützung verdienen und diese Liste arbeite ich ab.

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Von schwimmer am So, 4. Juli 2010 um 08:08 #

...denn nur tote fische schwimmen mit dem strom.

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Von hjb am So, 4. Juli 2010 um 11:39 #

HP/UX war auch meine erste Begegnung mit UNIX, irgendwann 1989. Zwar war alles ein bißchen kryptisch, doch das war damals alles, was mit Computern zusammenhing. Außerdem war ich nicht Sysadmin, ich mußte nur wissen, wie meine Programmierwerkzeuge funktionierten. UNIX war unendlich leistungsfähiger als alles, was ich bis dahin kennengelernt hatte. Schnell hatte ich mir die wichtigsten Befehle von vi angeeignet, dann make, sed und die Tools, die man sonst noch benötigt.

Ich hatte zuvor nur kurze Bekanntschaft mit DOS gemacht: an der Uni, wo ich es als absolut erbärmliches System kennengelernt hatte. MS-DOS 4.0 und 5.0 sowie Windows 3.0 und 3.1 waren genau der gleiche Dreck. Eine Alternative musste her, insbesondere als ich gegen Ende 1992 meinen eigenen PC hatte, doch ich fand nichts Ernstzunehmendes, bis ich Anfang 1993 ich in einem Shareware-Katalog erstmals auf Linux und BSD stieß. Die Angabe, Linux sei ein UNIX-Clone für PCs, und der Preis von 99 DM für einen Diskettensatz ließen mich aber zurückschrecken.

Auf dem FTP-Server der Uni fand ich Irgendwann, wohl im Februar 1993, versteckt in einem obskuren Verzeichnis namens SLS, Linux. Zwar hätte ich BSD vorgezogen, das war aber nicht verfügbar. Mit über 40 Disketten gewappnet begab mich eines Tages in einen Rechner-Poolraum und erledigte den Download unter HP-UX. Außerdem druckte ich das Linux-FAQ aus und las es komplett. Die Installation war dann problemlos, und der Rest ist Geschichte. Eine Windows-Partition hatte ich noch bis 1996, dann habe ich es endgültig auf den Müll geworfen, wo es auch hingehört, für immer und ewig.

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Von Christopher Roy Bratusek am So, 4. Juli 2010 um 11:40 #

Bei mir wars der Spieltrieb, die Idee alles mit dem System anstellen zu können, hat mich fasziniert. Außerdem wars kostenlos. (Ich war 14 als ich mein erstes Linux installier habe, da verdient man ja noch nichts)

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Von Ragas am So, 4. Juli 2010 um 14:16 #

Als Sohn eines Informatikers war mir linux schon immer irgendwie bekannt und auch im haus vorhanden.
Darum hatte alle meine rechner auch immer ein Mandriva als 2.OS installiert auch wenn ich bis ich 16 war haupsächlich Windows benutzt habe.
Ich war immer ein bisschen am spielen mit linux und habe damit windows gerettet, immer wenn ich es kaputtgespielt hatte.
Der eigentliche Auslöser fast vollständig auf Linux umzusteigen war, dass ich es irgendwann geschafft hatte meinen ersten eigenen und lauffähigen linux-Kernel zu compilieren. Das Nächste war dann das erste compilieren des Nividia Treibermoduls und erst an diesem Punkt habe ich angefangen die eigentliche Mächtigkeit und Schönheit des Linuxsystems zu verstehen.
Auch das Paketsystem und all dies hab ich erst danach in seinem vollen Umfang verstanden.
Das alles war damals auf Basis meines Mandriva noch höllisch zusammengeschustert und nichts funktionierte, da ich aus Unwissenheit einen vanilla Kernel benutzt hatte. Aber der nächste schritt kam, indem ich mir einen Laptop mit Ubuntu kaufte, dieses System durchforstete ich dann umgehend nach allen seinen Möglichkeiten, war aber recht schnell unzufrieden und sah mich nach alternativen um, womit ich am ende bei Gentoo landete, was noch immer meine bevorzugte Distribution ist.

Wahrscheinlich fasziniert mich an Linux die Möglichkeit alles selbst zusammen zu schustern und zu compilieren.

Wenn ich heutzutage mein 2.OS Windows7 starte dann lande ich zwar ebenfalls auf einer recht schicken Oberfläche aber wenn ich anfangen will es zu benutzen brauche ich plötzlich irgendwelche zwielichtige Tools aus dem Internet, die jedesmal irgendwelche Registrierungen und Geld wollen, Werbebanner. Und nicht zu vergessen ein regelmäßiger Bluescreen wenn ich mein Lieblingsspiel starten will. So fühle ich mich doch sehr eingeschränkt und wenn ich an diesem System ein Problem beheben müsste würde mir nur eine Neuinstallation einfallen.

Unter Linux habe ich all diese kleinen Tools meist schon im Standardsystem dabei Systemfehler kann ich genau lokalisieren und gehen meistens auf mein eigenes Konto und selbst wenn ich mal mein gesamtes System komplett unbenutzbar mache dann weiß ich immernoch, wie ich mit einer LiveCD in das System hineinkomme und wieder alles reparieren kann.

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Von petsie am Mo, 5. Juli 2010 um 11:10 #

Ich weiß nicht mehr, in welchem Jahr es genau war, aber es muss Mitte bis Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts gewesen sein, als ich von Kollegen des RRZN, an dem ich mir etwas für's Studium dazu verdiente, hörte, dass es ein Projekt gibt, ein Unix-ähnliches Betriebssystem quelloffen und kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Ganz furchtbar stolz auf meinen 386-er PC - den ich damals dem Rechenzentrum nur für knapp unterlegen hielt ;) , habe ich mir einen Stapel von ca 15 Disketten an einem eigens am RRZN eingerichteten Terminal kopiert und dann ging's los. Damals funktionierte TCP/IP noch nicht, aber Netzzugang war für mich seinerzeit eh illusorisch. So war es denn auch nicht ganz einfach, auf dem Stand der Dinge zu bleiben. Aber schon bald erschienen die ersten Distris auf CD und die Update-Hektik war ja auch noch nicht so stark verbreitet, wie heute.

So kam dann peu á peu eine SuSE nach der anderen, Fedora 6 bis 8 (ab neun war die Grafikunterstützung leider nicht mehr zu gebrauchen (bei 13 geht's wieder)) und die Ubunti (oder wie lautet der Plural von "Ubuntu"?) ab 6.weißnichtmehr.

Bin also eher Linux-User aus Gewohnheit :D

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Von gquell am Mo, 5. Juli 2010 um 13:27 #

Ich habe 1985 während des Studiums an einer Apollo-UNIX-Workstation gearbeitet und so meine ersten UNIX-Erfahrungen gemacht. Als ich mich 1986 selbständig machte, war die 3. Investition ein SCO-XENIX mit einem 286PC mit 4MByte Ram und 20Gbyte HD ( Nr.1 war ein ATARI ST und Nr. ein PC mit MS-DOS :-( ). Auf diesem entwickelte ich meine ersten Programme und mußt dazu tief in die Internas des Systems eintauchen. Anfang der Neunziger waren dann SCO-ODT und SCO-UNIX die bevorzugten Entwicklungsumgebungen bei uns. Mitte der Neunziger tauchte dann die erste SuSE-Distribution auf unseren Rechnern auf. Vorher hatten wir mit Linux nur experimentiert, erst die SuSE-Version war einigermaßen einsetzbar. Von da an kauften wir jede SuSE-Version bis SuSE zu einer amerikanischen Firma wurde. Auch die Entwicklungsumgebungen wie Informix-4GL wurden dann für Linux-Systeme angeschafft. Danach wechselte ich zu Debian. Heute setze ich vor allem Debian Lenny und Ubuntu ein. Aber auch Opensolaris und OpenBSD werden genutzt.
Mein erstes XENIX-Paket kostete 3500,-DM (inkl. Word für XENIX). Die Entwicklungsumgebung INFORMIX 4GL kostete damals 16.000,-DEM. Und die regelmäßigen Update verschlangen auch ein kleines Vermögen. Erst mit Linux änderte sich das. Heute setzen wir komfortable Entwicklungsumgebungen wie Netbeans und Eclipse auf Workstations ein, die früher ein Vermögen gekostet hätten. Wir können den kompletten Software-Entwicklungszyklus mit freier Software abdecken, unsere Investitionen beschränken sich fast nur noch auf Hardware. Wir entwickeln für unsere Kunden die Software unter der GPL, d.h. der Kunde erhält den Quellcode und darf im Rahmen der GPL damit machen, was er will.

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Von soriac am Mo, 5. Juli 2010 um 15:50 #

sie war Schuld, dass ich mich für Linux interessierte. Am Anfang war es noch ganz harmlos, im Zuge zweier Fachpraktika 1990 und 1992. Der erste Kontakt mit etwas "Unix-ähnlichem", genauer gesagt VMS auf einer Vax, zündete bei mir die Faszination, als ich mich ganz primitiv per VT240 auf die Maschine einlogte. Für jemanden wie mich, der typischerweise aus der DOSen-Ecke kam, haben mich die puren Möglichkeiten eines solchen Systemes in den Bann gezogen, was schon alleine mit der Kommandozeile möglich war, war meilenweit vom alten dos-prompt entfernt. Multitasking ohne Verrenkungen, es war sehr beeindruckend.

Ganz erfasst hat es mich dann später, als ich in Kontakt zu Irix auf einer SGI kam :) Ab da wollte ich unbedingt mehr über dieses "Grossrechner-System" probieren. Leider waren die Möglichkeiten auf einem 386 eingeschränkt, ein xenix konnte ich mir nicht leisten, eine SGI sowieso nicht :-) Bald jedoch hörte ich via einer weiteren faszinierenden Errungenschaft zu der Zeit, dem Internet, welches sich schon etwas auf meiner Uni verbreitet hat, von einem geheimnisvollen System "Linux". Ich musste mich noch etwas durchringen, bis 1994 ein Linux-Buch mit einer Slackware als Zugabe in den Handel kam. Gekauft, probiert, seitdem nie wieder aufgehört.

Auch wenn der Linux-Zug bei mir nur langsam in Gang kam, kam er doch stetig. Am Anfang noch als Kuriosum auf meiner Platte, mit dem ich hauptsächlich rumspielte und allenfalls ein wenig programmierte (Kommandozeilen-C war einfacher als jedes Borland), kam so 1997 zum ersten Mal ein SuSE auf meine Maschine, in etwa zu der Zeit, als mein Privatrechner Anstalten machte, ans Netz zu gehen (vorher war ein Computernetz eine Sache des Uni-RZ). Da konnte das Linux gegenüber Windows glänzen. In etwa ab der Zeit bemerkte ich, doch schon häufiger Linux als Win zu starten, alles, was ich letzterem umständlich beibringen musste, vom TCP/IP bis hin zu Serverfunktionen, war unter Linux ein leichtes. 2000 dann war Win entgültig als Spiele-Lader und zum Musikmachen deklassiert worden, praktisch alles andere, was ich sonst noch so mit dem Computer machte, wurde von Linux erfüllt.

Ich habe im Laufe der Zeit die Disti öfters gewechselt, Gentoo, Ubuntu, Mandriva, derzeit bin ich wieder bei SuSE, aber unter'm Strich blieb Linux weiterhin mein Favorit. Mit keinem anderen System bin ich so gut zurechtgekommen. Ich habe zwar immer noch die aktuellen Win-Versionen ausprobiert (Musik betreibe ich damit bis heute, und die brauchen leider mässig aktuelle Versionen), Empfand es aber gegenüber einem GNU/Linux mit unzähligen OS-Programmen als Rückschritt. Daher wäre für mich ein vollständiges Zurück zu Windows ein Ding der Undenkbarkeit.

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    Von Pro am Mo, 2. März 2015 um 22:35 #

    Bei mir war es auch die Faszination von Unix.
    Habe mit eine Slackware (Beilelage von einem Unix-Buch; ca. 1997) angefangen, dann DLD und kurz danach SuSE von Version 4.4.1 bis 6.1 zum vorläufigen Schluß kam kurz Debian. Dann (1999) lernte ich in einem Praktikum FreeBSD kennen und das löste ein echtes Aha-Erlebnis aus. Zum ersten mal funktionierte auf dem Rechner alles wie geplant!!! Keine Zicken mehr!
    Nach über 5 Jahren Linux-Abstinenz in denen mir FreeBSD sehr gute Dienste geleistet hat und sehr sehr zuverlässig arbeitete, war Linux auf dem Desktop so sehr gereift, dass es FreeBSD hinsichtlich Bedienerfreundlichkeit und Vielfalt auf dem Desktop, überholte. Bei FreeBSD hatte sich an der überaus soliden Stabilität aber auch an der aufwendigen Desktop-Installation in den 5 Jahren nicht geändert...
    Von nun an (ca. 2005) setze ich bis heute Linux auf dem Desktop und FreeBSD auf dem Server ein. :)
    Linux zickt gelegentlich nochmal, auch wenn es immer bunter und schöner wird...
    Als Distributionen hatte ich ab 2005 Fedora, dann Gentoo (2 Jahre) und zum Schluss aus beruflichen Gründen (seit ca. 2009) Ubuntu eingesetzt, seit 2012 nutze ich Linux Mint, weil ich Unity und Gnome3 nicht leiden kann. Ich brauche mein Gnome2.
    Ich wollte wieder mal Fedora ausprobieren aber leider unterstützt nur Ubuntu meine W-LAN-Sticks... :( Linux ohne Netz-Zugriff bzw. Internetzugang, ist einfach nichts...

    Leider ist ja Linus Torvalds selbst der Meinung, dass Linux nur gut genug sein muss... Da ist die Philosophie bei *BSD ganz anders. :)
    Ich hatte auch mal OpenBSD, NetBSD und Solaris ausprobiert. Solaris/OpenSolaris ist nach fast einem Jahr testen komplett durchgefallen, weil es einfach zu wenig Software gibt bzw. die erhältliche Software zu spartanisch vorkompiliert wurde oder das selber kompilieren deutlich komplizierter als unter *BSD ist. OpenBSD hat mir nicht gefallen und NetBSD hat bei mir "einen Stein im Brett", ist mir aber für den Dauereinsatz, im Gegensatz zu FreeBSD, etwas zu Pflege aufwändig.

    Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 02. Mär 2015 um 22:45.
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Von Anonymous am Mo, 5. Juli 2010 um 17:06 #

Als wir mal wieder Vertretungsstunde hatten, hat uns der Lehrer (mal wieder abseits vom Lehrplan) das Urheberrecht erklärt. Er hat uns gezeigt, was man darf und was nicht, über Softwarelizenzen sowie die Programm-CDs hergezogen, die (weil sie gegen Fälschungen gesichert sind) so schön glitzern, dass man mit ihnen die Wände dekorieren kann. Irgendwann kamen wir irgendwie auf Spionage und Verschwörungstheorien, etwa dass im Windows 2k Defragger ein Hintertürchen für Scientology versteckt sein soll.

Tja, dann kam die Werbung für Linux. Er hat es so beschrieben, dass ein paar Leute ihre Freizeit mit dem Schreiben eines Systems verbringen, das zuverlässig läuft, seinem User nicht nachspioniert und das nichts kostet. Ich hab anfangs mit dem Wort "Linux" überhaupt nichts anfangen können und es daher mit Google versucht; bin dann bei OpenSUSE gelandet und wollte es mir ziehen, bis ich dann festgestellt habe, dass ein 128-MB-MP3-Player für so was nicht ausreicht: Schon damals (um 2006 rum) war das OpenSUSE-Image über ein Gbyte groß. Später habe ich einen Linuxer kennen gelernt, der konnte es mir aber auch nicht herunterladen, weil er als Modemsurfer (!) dazu stolze zweieinhalb Tage brauchen würde und er hat seine Linux-Distri auf 'ner CD geschenkt bekommen.
Zu Hause selbst ziehen ging ebenfalls nicht, denn da hatte ich noch kein Internet. Der Computerfuzzi vor Ort ist auch eine sehr schlechte Adresse für so was, als Microsoft-Stiefellecker (Microsoft Small Business Specialist). Er wollte mich allen Ernstes von Linux abhalten, Linux wäre nichts, schon gar nicht für mich, richtig nachvollziehbare Argumente konnte er nicht liefern (ich hab ihm damals schon nicht geglaubt).

Nichtsdestotrotz war das Thema Linux erst einmal erledigt.

2007 (oder war's früher?) brachte CHIP eine OpenSUSE-Version auf einer Heft-DVD raus (und ich hab aus Versehen zur CD-Version gegriffen :o ). Gegen Ende 2007 war's dann endlich so weit: CHIP Linux 1/2008 kam raus, mit OpenSUSE 10.3, Ubuntu/Kubuntu 7.10 und sidux 2007-04 pre3. Gleich geholt, sidux-CD gebrutzelt (ist ein wenig gewagt als Anfängerdistri, ich weiß), aber die ersten Monate nur im Livebetrieb laufen lassen. Später kam in der CHIP ein Artikel über virtuelle Maschinen, in der ich sidux zum ersten Mal installieren konnte. Dann gen Ende 2008, als dann KDE4 zum ersten Mal nach sid kam, konnte ich schon eine eigene Festplattenpartition für sidux aufziehen, was ich auch getan habe. Internet hatte ich auch schon, aber nicht unter Linux, weil sich der WLAN-Adapter beim besten Willen nicht installieren ließ. November 2008 habe ich mir einen WLAN-Stick von der HW-Liste im sidux-Wiki bestellt, und der läuft heute noch wie geschmiert.

Dann lief eine Zeit lang Windows und sidux im Dualboot, letzten Sommer kam es dann zum berüchtigten Bruch mit sidux und ich habe mir bei einer Aufräumaktion im Praktikumsbetrieb einen alten PC geangelt, nach erfolglosen Versuchen mit icewm-sid (das ständige Updaten ist mir mit der DSL-light-Leitung zu lästig geworden, zwischendurch will ich auch mal surfen) kam im Oktober Debian auf die Platte. Bin (fast) rundum zufrieden damit, möchte da auch nicht mehr so schnell weg und bin letzte Woche zu den Übersetzern gegangen.

Inzwischen läuft die ehemalige sidux-Maschine wieder auf sidux, allerdings "nur" von externer USB-Festplatte (die zum Booten erstaunlicherweise schnell genug ist) und nur weil ich KDE SC 4.4 unbedingt ausprobieren wollte sowie für die "Recherche" für meinen freiesMagazin-Artikel.
Upgrades gibt's keine.


Grueße
Ignatz

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Von nathan am Mo, 5. Juli 2010 um 21:48 #

Hi,
angefangen habe ich mit Windows 95 (ich glaub 1997), meine Eltern bekamen ihren ersten Computer.
Merkwürdigerweise habe ich nur positive Erinnerungen an diesen Computer, er läuft immer noch 1a und ich kann mich an keinen Bluescreen erinnern.
2002 gab es einen neuen PC mit Windows XP
Irgendwann kaufte ich mir einen eigenen PC und bekam vom Kumpel eine geklaute WinXP-CD.

Zu Linux:
Es begab sich zu der Zeit, als mein Windows gut lief, das ich, warum auch immer, zu der Überzeugung gelangte, dass ich kein böser Softwarepirat bin...
Ich hatte zwei Optionen:
1.) Viel Arbeiten um Geld für'n WinXP-key mir zufriedenen (war damals Schüler, da dauert es bis man 100€ zusammen hat. Ich käme auf ca. 20 Arbeitsstunden)
2.) Einkostenloses Betriebssystem mir herunterladen. (Musste mich zwar in Linux einarbeiten, was deutlich länger als 20h gedauert hat aber es mir sehr viel Spaß gemacht)
Ich habe die Entscheidung für Option 2 nie bereut!

Begonnen habe ich mit Slackware (ca. 2 Jahre). Es war auch die richtige Entscheidung.
Ich hatte einfertiges System (X-Server xfce) aber das System ist ziemlich nackt, kein grafisches Dingsbums (wie bei Suse oder Windows), wo ich nichts verstehe und stattdessen saubere config-files. Pakete und Quellcode habe ich (wie bei Windows Programme) immer manuell runter geladen und installiert, es hat gedauert, bis ich slapt-get entdeckt habe. Und ich war sehr froh als Ton aus meinen Lautsprechern kam und ich herausgefunden habe, dass ich hal installieren muss, damit usbsticks automatisch gemountet werden.

Nachdem ein Bekannter ca. ein halbes Jahr auf mich eingeredet hat, wie göttlich apt-get ist, bin ich zu Dedian gewechselt. Praktisch war es schon aber Slackware war mir sympatischer.

Und so ging es weiter...
irgendwann (ca. 2 Jahre später) benutzte ich nur noch KDE-Programme, weil sie mir am besten gefielen. Also installierte ich mein Linux neu, um alten Ballast loszuwerden und aufgrund eines Harddiskcrashes. Meine Wahl fiel auf Kubuntu 8.04, da ich zufaul war, mir alles neu zuinstallieren.

Jetzt bin ich bei OpenSuse mit kde4.4. Zypper ist das beste Packetmanagement, dass ich je hatte, aber Slackware weilt immer noch in meinem Herzen.

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Von pxxsxx am Di, 6. Juli 2010 um 15:01 #

Tach,
mein Weg zu Linux war lang. Angefangen hat der ganze Computerkram bei mir mit einem Commodore 128. Der hat mir lang und treu gedient - doch irgendwann starb Wonderboy :cry: . Als dann alle in meinem Umkreis auf Amiga umgestiegen sind, hab ich mir gedacht: Nö, ich mach was anderes. So wurde es dann bei mir ein Atari ST. Dieser begleitete mich, bis ich mir 1997 einen Aldi-PC zulegte... Das Drama nahm seinen Lauf.
Windows 95... So ein Rotz - es muss doch da was besseres geben. Also, auf die Suche. Win NT probiert und abgelegt, OS/2 probiert und abgelegt, Native Oberon probiert und abgelegt, Unixware probiert und ne Weile dabei geblieben - dann abgelegt. BeOS probiert, für gut befunden aber Treiberprobleme, ebenso QNX. Zwischendurch hab ich alle Linuxdistributionen, die mir in die Finger fielen ausprobiert. irgendwann war Suse 6.4 auf einer Heft-CD. Probiert, für gut befunden und dabei zunächst geblieben. Von meinen "Gehversuchen" mit Apple will ich garnicht reden... Das is nix für meinen Papa seinen Sohn.
Dann hab ich aus beruflichen Gründen den MCSE gemacht (In meiner Gruppe hatte ich den Spitznamen "Konsole"... warum nur??? Es ist erschütternd, wenn man den ganzen Tag unter Windows ein schwarzes Fenster offen hat, und kann aber fast nix drin machen). Als ich feststellte, dass Windows 2000 eigentlich ganz gut funktioniert und auch relativ zuverlässig läuft, warf das meine Linux-Phase ein wenig zurück. Ganz davon lassen konnte ich aber nicht. Als ich dann eine SGI Indigo mit Irix vor der Verschrottung retten konnte, kam ich - fröhlich ein Liedchen pfeifend - wieder zurück.

Ich hab so ziemlich jede Distribution getestet, aber Suse liegt mir bis heute am meissten. Kann sein, dass das an den NCLP-Kursen liegt ;)
Allerdings mag Suse mein Laptop (FSC Amilo Pi1536) nicht, was mich zu einer schlanken, schnellen sauberen Alternative führte: Zenwalk Linux. Eigentlich das perfekte System, gäbe es da nicht so viele Probleme mit Paketabhängigkeiten... Nachdem mir mal wieder so ein Problem mein System versaut hatte, hab ich zum Spass mal Sabayon-Linux ausprobiert und bin nahezu begeistert.

Auf meinem privaten Server läuft (aus Bequemlichkeit) der SMEServer, der auch wunderbar funktioniert und bisher wirklich noch keine Probleme macht, als Firewall hab ich pfSense laufen. Zwischendurch hatte ich auf dem SME zusätzlich eine virtuelle Suse laufen, aber ich kann daheim auf Scalix verzichten :P

Ich bin quasi bei Linux gelandet, weil es funktioniert. Punkt.

HL1 und dessen Mods laufen auch unter Wine sehr gut (das brauch ich, um mit meiner Frau Counter-Strike um die Fernseh-Fernbedienung zu spielen), für andere Spiele hab ich jetzt wieder einer 128er und einen Atari Lynx ;-)
Ich hab zwar auch Windows 7 installiert, verwende es aber nur als Testsystem für die Arbeit. Privat setze ich noch ganze zwei Microsoft-Produkte ein:
1. Microsoft Multiplan am C128
2. Das Fahrrad-Reparaturwerkzeug, dass ich mal geschenkt bekommen hab
Achja, bei meinem Atari-Portfolio bin ich grad nicht sicher, ob das eingestzte DIP-DOS ein Lizenzprodukt von Microsoft ist...

Gruß
Peter

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 06. Jul 2010 um 15:04.
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Von rohox am Fr, 9. Juli 2010 um 12:40 #

Ich habe immer wieder von Linux gehört, mal da und dort was gelesen. So steigerte sich die Neugierde immer mehr und als dann eines Tages Galileo ein Gratis-Onlinebuch für Ubuntu bereitstellte, wollte ich es wissen.
Tja und nun bin ich begeisterter Linux-Anwender und bereue nur, dass ich nicht schon früher meiner Neugierde nachgegeben hab.

Pro-Linux
Traut euch!
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