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Thema: Der Grund für Linux?

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Von Anonymous am Mo, 5. Juli 2010 um 17:06 #

Als wir mal wieder Vertretungsstunde hatten, hat uns der Lehrer (mal wieder abseits vom Lehrplan) das Urheberrecht erklärt. Er hat uns gezeigt, was man darf und was nicht, über Softwarelizenzen sowie die Programm-CDs hergezogen, die (weil sie gegen Fälschungen gesichert sind) so schön glitzern, dass man mit ihnen die Wände dekorieren kann. Irgendwann kamen wir irgendwie auf Spionage und Verschwörungstheorien, etwa dass im Windows 2k Defragger ein Hintertürchen für Scientology versteckt sein soll.

Tja, dann kam die Werbung für Linux. Er hat es so beschrieben, dass ein paar Leute ihre Freizeit mit dem Schreiben eines Systems verbringen, das zuverlässig läuft, seinem User nicht nachspioniert und das nichts kostet. Ich hab anfangs mit dem Wort "Linux" überhaupt nichts anfangen können und es daher mit Google versucht; bin dann bei OpenSUSE gelandet und wollte es mir ziehen, bis ich dann festgestellt habe, dass ein 128-MB-MP3-Player für so was nicht ausreicht: Schon damals (um 2006 rum) war das OpenSUSE-Image über ein Gbyte groß. Später habe ich einen Linuxer kennen gelernt, der konnte es mir aber auch nicht herunterladen, weil er als Modemsurfer (!) dazu stolze zweieinhalb Tage brauchen würde und er hat seine Linux-Distri auf 'ner CD geschenkt bekommen.
Zu Hause selbst ziehen ging ebenfalls nicht, denn da hatte ich noch kein Internet. Der Computerfuzzi vor Ort ist auch eine sehr schlechte Adresse für so was, als Microsoft-Stiefellecker (Microsoft Small Business Specialist). Er wollte mich allen Ernstes von Linux abhalten, Linux wäre nichts, schon gar nicht für mich, richtig nachvollziehbare Argumente konnte er nicht liefern (ich hab ihm damals schon nicht geglaubt).

Nichtsdestotrotz war das Thema Linux erst einmal erledigt.

2007 (oder war's früher?) brachte CHIP eine OpenSUSE-Version auf einer Heft-DVD raus (und ich hab aus Versehen zur CD-Version gegriffen :o ). Gegen Ende 2007 war's dann endlich so weit: CHIP Linux 1/2008 kam raus, mit OpenSUSE 10.3, Ubuntu/Kubuntu 7.10 und sidux 2007-04 pre3. Gleich geholt, sidux-CD gebrutzelt (ist ein wenig gewagt als Anfängerdistri, ich weiß), aber die ersten Monate nur im Livebetrieb laufen lassen. Später kam in der CHIP ein Artikel über virtuelle Maschinen, in der ich sidux zum ersten Mal installieren konnte. Dann gen Ende 2008, als dann KDE4 zum ersten Mal nach sid kam, konnte ich schon eine eigene Festplattenpartition für sidux aufziehen, was ich auch getan habe. Internet hatte ich auch schon, aber nicht unter Linux, weil sich der WLAN-Adapter beim besten Willen nicht installieren ließ. November 2008 habe ich mir einen WLAN-Stick von der HW-Liste im sidux-Wiki bestellt, und der läuft heute noch wie geschmiert.

Dann lief eine Zeit lang Windows und sidux im Dualboot, letzten Sommer kam es dann zum berüchtigten Bruch mit sidux und ich habe mir bei einer Aufräumaktion im Praktikumsbetrieb einen alten PC geangelt, nach erfolglosen Versuchen mit icewm-sid (das ständige Updaten ist mir mit der DSL-light-Leitung zu lästig geworden, zwischendurch will ich auch mal surfen) kam im Oktober Debian auf die Platte. Bin (fast) rundum zufrieden damit, möchte da auch nicht mehr so schnell weg und bin letzte Woche zu den Übersetzern gegangen.

Inzwischen läuft die ehemalige sidux-Maschine wieder auf sidux, allerdings "nur" von externer USB-Festplatte (die zum Booten erstaunlicherweise schnell genug ist) und nur weil ich KDE SC 4.4 unbedingt ausprobieren wollte sowie für die "Recherche" für meinen freiesMagazin-Artikel.
Upgrades gibt's keine.


Grueße
Ignatz

Pro-Linux
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