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Thema: Lagern Sie Ihre Daten in der Cloud aus?

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Von frankenmichl am Fr, 28. Juni 2013 um 15:11 #

Ich habe mein Android-Smartphone inzwischen mit owncloud synchronisiert statt Google.
Owncloud selbst ist zwar irgendwie ständig etwas buggy, aber im Großen und Ganzen funktioniert alles tadellos.
Für Dateien nutze ich das ohnehin schon länger.

Nur ab und zu kommt bei mir noch Dropbox zum Einsatz, aber das habe ich noch nie für sensible Daten verwendet.

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Von Anti-cloud am Fr, 28. Juni 2013 um 15:11 #

würde ich das tun. Weder jetzt, noch irgendwann freiwillig meine Daten in eine "Klaut" zu geben. Wie man jetzt bestätigt bekommt, sind die Daten nicht sicher vor fremden Zugriffen. Da braucht mir auch keiner zu kommen mit diesen s.g freien Diensten. Wer weiß wer da drin rum schnüffelt. ;-)

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    Von Pffft... am Fr, 28. Juni 2013 um 17:46 #

    Daten, die du selbst verschlüsselt hast, sind sicher for fremden Zugriff. Nicht-öffentliche Daten unverschlüsselt irgendwo im Internet abzukippen wäre wohl das dümmste, was man tun kann.

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      Von postweg am Fr, 28. Juni 2013 um 19:05 #

      Das Entschlüsseln ist nur eine Frage der Zeit, auch wenn, zugegebener Maßen, wenig Leute sich den Aufwand der Entschlüsselung leisten würden.
      Das Problem dürfte aber auch sein, wie lange dauert die Entschlüsselung deinerin naher Zukunft?

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      Von jedermann am Sa, 29. Juni 2013 um 22:24 #

      Damit macht man sich für diverse Dienste nur Verdächtig, auch wenn man nichts zu verbergen hat. Am besten erst gar nichts auslagern.

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      Von RalfS am Di, 2. Juli 2013 um 11:20 #

      Sie sind sich aber bewußt, daß sich die NSA vor kurzem einen 512-Qubit Quantenrechner geleistet hat? Wenn Daten geheim bleiben sollen dann sollte man den Zugriff auch in verschlüsselter Form verhindern.

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Von lilili am Fr, 28. Juni 2013 um 15:37 #

inner Cloud und extra noch einige wo Bombe, Explosion, Anschlag ... un ähnliches dazu gefügt. Will ja dass eine ordentliche Datensicherung gemacht wird ;o))

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Von lilili am Fr, 28. Juni 2013 um 15:37 #

inner Cloud und extra noch einige wo Bombe, Explosion, Anschlag ... un ähnliches dazu gefügt. Will ja dass eine ordentliche Datensicherung gemacht wird ;o))

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Von lilili am Fr, 28. Juni 2013 um 15:37 #

inner Cloud und extra noch einige wo Bombe, Explosion, Anschlag ... un ähnliches dazu gefügt. Will ja dass eine ordentliche Datensicherung gemacht wird ;o))

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Von abendmuffel am Fr, 28. Juni 2013 um 17:41 #

Ja!

PS.: Welche Umfrage kommt als nächstes? Benutzen sie eine Tastatur?

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Von anonym am Fr, 28. Juni 2013 um 21:04 #

Abgesehen von eher unwichtigen Handy fotografien die per Dropbox synchronisiert werden nutze ich Googlemail und habe da auch keine echten Bedenken (*), ausserdem bin ich ein Freund von Online Backup Systemen, da ich damit ohne weiteres mit erprobter Software die sowohl für meine Desktop PCs wie auch für meine Smartphones verfügbar ist von überall auf diese Backups zugreifen kann (mal eben was bei einem Kunden in LoginService.java nachgucken ohne notebook dabei? Kein Problem). Ausserdem ist es ja gerade beim Backup sinnvoll dieses ausser Haus aufzubewahren - Wasserschaden, Feuer, etc... Das monatliche Backup im Bankschließfach ist da auch keine gute Absicherung, es reicht Stress mit dem Finanzamt und das Bankschließfach ist erstmal gesperrt.

Wer natürlich seine wichtigen Daten ohne Kopie nur der Cloud anvertraut hat eben die Sache nicht verstanden, das galt aber auch schon für Festplatten die zu Hause im Rechner steckten.

* Bedenken:
Natürlich sind die jüngsten "News" Datenschutzrechtlich problematisch. Unerwartet? Nö, war mir schon lange klar. Nur, mal im ernst: der eine teil meiner Mails sind uninteressante Terminabsprachen mit Leuten die nicht Osama heissen (seriously, ich würde es mit Geschäftskontakten in diese Regionen sicher anders handhaben), ein weiterer sind irgendwelche Newsletter von Hemdenmachern, Schuhmachern, Ebay und Rechnungen und dann kommen die geschäftlichen Mails mit nicht selten unzähligen Adressen im CC - diese mails landen dann sowieso irgendwo in der Cloud und beim NSA. Finde ich das ok? Nein. Ist es mir ganz egal? auch nicht. Überwiegt z.Z. der Nutzen und die Qualität von GMail? Ja, weil ich damit arbeiten muß und die Funktionen von GMail sowohl auf dem Desktop wie auch auf dem Android Client das leisten was mir das Leben erleichtert.

Insgeheim hoffe ich natürlich das die NSA die Qualität meiner Produkte erkennt und Kunde wird, is ja klar ;-)

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    Von Markus B. am Sa, 29. Juni 2013 um 04:06 #

    Wunderbar, wunderbar!

    Die klassische selbstbelügende Legitimationssstrategie mit allen 6 Kernkomponenten:

    a) Fatale Fehleinschätzung vermeintlicher eigener Bedeutungslosigkeit:

    "eher unwichtige Handyfotografien"
    "uninteressante Terminabsprachen"
    b) Gleichgültigkeit gegenüber Durchleuchtung von Geschäfts- und Privatleben:
    "geschäftliche Mails mit nicht selten unzähligen Adressen im CC"
    "Rechnungen"
    "irgendwelche Newsletter von [zählt Privatinteressen auf]"
    c) Fatalismus "eh nix neues", "kann man eh nix machen", "kriegen die eh auf anderem Weg":
    "keine echten Bedenken"
    "war mir schon lange klar"
    "landen sowieso irgendwo in der Cloud und beim NSA"

    d) Betonen von vermeintlichen Vorteilen oder auch vermeintlichen Zwängen, um das eigene Verhalten schönzureden und Zweifel auszuschließen:

    "kann von überall auf diese Backups zugreifen"
    "überwiegt z.Z. der Nutzen und die Qualität"
    "die Funktionen von [...] erleichtert mir das Leben "
    "weil ich damit arbeiten muß"

    e) Ultimative Selbstbestätigung "ich kenne mich aus, habe alles im Griff":

    "Wer [zählt Alternativen auf] hat eben die Sache nicht verstanden"
    f) Klassische Fehleinschätzung "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten" (man ahnt also sehr wohl eine diffuse Bedrohung, aber wischt diese sofort mit dem Verweis auf vermeintlich systemkonformes Verhalten beiseite):
    "würde es mit Geschäftskontakten in diese Regionen sicher anders handhaben"
    Dem liegt eine grundlegende Fehleinschätzung der Interessensgebiete von Geheimdiensten zugrunde (Hereinfallen auf das simple Bild der Massenmedien, es ginge bei der ganzen Datensammelaktion lediglich um Terrorismus).

    Vielen Dank, typischer kann man den durchschnittlichen User von "gratis"-Onlinediensten gar nicht darstellen.

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      Von Idiotenpfleger am Sa, 29. Juni 2013 um 17:05 #

      es war einmal in einem längst vergangenen Land...

      da hat man, wenn es am Anfang eines Telefongesprächs ein Knackgeräusch in einer bestimmten Tonlage im Hörer gab, die Kollegen von der zweiten Leitung auf das Herzlichste begrüßt und angenehme Unterhaltung gewünscht.
      Es gab auch in fast jeder Abteilung in den Betrieben der Wirtschaft besonders nette Kollegen, die sich um ihre Mitarbeiter in besonderem Maße gekümmert haben.

      Und... den normalen Bürger hat das alles nicht die Bohne gekratzt.

      Warum? Ganz einfach: mit Überwachung, Geheimdiensten etc. ist es genau so wie mit dem Terrorismus. Gibt man ihnen Relevanz, räumt man ihnen Raum ein in seinem Leben, beachtet man sie... dann haben sie das erreicht, was sie wollten. Sie haben also gewonnen.
      Jeder Aluhutträger ist eine ihrer Trophäen. So einfach ist das.

      Es ist ja nun einmal so, dass am Ende einer Überwachungskette Menschen sitzen. Auch beim Data-Mining sitzen am hintersten Ende der Kette Menschen, die darüber befinden, ob dieser Mensch bösartig ist, oder nicht.
      Wenn man diesen Menschen Relevanz für sein Leben einräumt, erleichtert man ihr Leben. Man hält sinnlose Informationen von ihnen fern.
      Nichts ist für einen "Kollegen aus der zweiten Leitung" frustrierender, als sich den ganzen Tag irgendwelchen Bullshit anzuhören. Von Tante Frieda, die ihren neuen Macker wegen Impotenz verlassen hat, usw. Der Aluhutträger sorgt dafür, dass das Leben des "Kollegen aus der zweiten Leitung" interessanter wird. Und ja: alle Informationen sind interessant für die "Kollegen der zweiten Leitung". Sie denken, dass alles interessant ist und sie wollen Profile erstellen. Wunderbar.

      Noch dazu opfert der Aluhutträger sich selbst in einem sinnlosen Kampf um seinen Datenschutz. Denn er kann seine Festplatte verschlüsseln, nix in die Cloud laden, keine Mails schreiben (oder sie verschlüsseln)... eines Tages geht er zum Arzt, oder eröffnet ein Bankkonto. Damit ist es dahin. Er hat dann verloren. Auf ganzer Linie.

      Dazu gilt auch: https://xkcd.com/538/

      Der unbeschwerte Mensch, der weiß dass es Heerscharen von Leuten gibt, die seinen Bullshit aufzeichnen, lebt derweil. Nutzt die moderne Technik, das #Neuland etc. Und? Er lebt, er wird immer leben. Unbehelligt. Der Aluhutträger wird in seiner dunklen Bude sitzen, lebend. Er wird immer leben. Unbehelligt.
      Der Unterschied ist: der eine freut sich seines Lebens. Der andere nicht.

      Am Ende stellen beide fest: man hat nur das eine Leben. Kann man nutzen. Muss man aber nicht. Es ist auf alle Fälle gefährlich und es endet tödlich - dieses Leben.

      Deshalb nutze ich ebenfalls die Cloud. Da sind massenhaft Fotos gespeichert. Und Textdokumente. Tja, da können sie nun ein Profil von mir erstellen. Sie sehen also, auf welche optischen Reize ich abfahre. Und mit was ich mich so beschäftige.
      Ich gehe dabei mitnichten nach dem Motto "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten", weil das nicht wahr ist. Denn das, was ich verberge, lagere ich nicht in der Cloud. Und ich lagere es nicht in meinem E-Mail Konto.

      Man kann also einen normalen Mittelweg beschreiten. Weil nämlich diese Welt nicht schwarz-weiß oder nul-und-eins ist, sondern bunt. Es gibt Mittelwege, Kompromisse und vernünftigen Umgang mit Technik statt Ablehnung derselben.

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        Von Markus B. am Sa, 29. Juni 2013 um 21:51 #

        Hmm, auch in deiner Argumentationslinie sieht man schön obige Punkte a) bis e) ... Und dankenswerterweise lieferst du noch eine weitere typische Komponente, die den eigenen Standpunkt absichern soll.

        g) Vernadern und Ausgrenzen von Kritikern und Andersdenkenden:

        "Aluhutträger"
        "in seiner dunklen Bude"
        "freut sich seines Lebens nicht"
        "Ablehnung von Technik"
        Mir fällt auf, dass besonders dieser Punkt in Diskussionen über Datenschutz sehr oft benutzt wird, um das Lager in zwei Gruppen zu spalten: wir, die Coolen, Hippen, die die moderne Technik spielend mit allen ihren Konsequenzen im Griff haben, und auf der anderen Seite ihr, die reaktionären Paranoiker, die uns das alles madig machen wollen.

        Dein Beispiel mit der Verharmlosung des omnipräsenten Stasi-Terrors zeigt, dass du leider einer Generation angehörst, die niemals persönlich erlebt hat, dass allein das Wissen, überwacht zu werden, das Verhalten von Menschen völlig verändert und zu einem Klima von Misstrauen und Angst sowie letztlich totalem Verlust der persönlichen Freiheit führt.

        Ich hatte mal einen Geschichtslehrer, der uns prophezeite, dass schon die Generation nach uns alle von unserer Vätergeneration erkämpften Freiheiten und Rechte aus reiner Bequemlichkeit, gepaart mit geschichtlichem Unwissen, wegwerfen würde. Wir widersprachen ihm damals vehement - nie wieder, so glaubten wir, wäre in unserer "aufgeklärten" Zeit ein Spitzelwesen wie unter Metternich, den dreißiger/vierziger Jahren oder in der DDR mehr möglich - da würde die Bevölkerung doch unisono aufschreien!

        Wie haben wir uns doch getäuscht. Erstaunlich nur, wie schnell das alles geht und wie billig sich Menschen verkaufen.

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          Von Idiotenpfleger am So, 30. Juni 2013 um 08:08 #

          Zitat: "Dein Beispiel mit der Verharmlosung des omnipräsenten Stasi-Terrors zeigt, dass du leider einer Generation angehörst, die niemals persönlich erlebt hat, dass allein das Wissen, überwacht zu werden, das Verhalten von Menschen völlig verändert und zu einem Klima von Misstrauen und Angst sowie letztlich totalem Verlust der persönlichen Freiheit führt."

          oha. Das Beispiel in meinem ersten Satz...? Ich gehöre sehr wohl einer Generation an, die diesen ach so aggressiven und schlimmen Stasi-Terror mit erlebt hat. Das mit dem Knacken in der Telefonleitung war nicht so dahergesagt, sondern selbst erlebt, ebenso wie die Begrüßung etc.
          Kannst du natürlich nicht wissen, da du nur theoretisches "Wissen" über solche Situationen verbreitest.

          Dass die Präsenz einer Stasi/NSA das Verhalten der Leute ändert? Natürlich tut sie das! Und würdest du deinen Aluhut auch tragen, wenn es diese Stasi nicht gäbe? Ich glaube nicht. Ich frage dich also: bei wem hat die Stasi mehr erreicht? Bei mir oder bei dir? Ich denke: bei dir. Spiel, Satz und Sieg für die Stasi. Auf deinem Terrain. Muss das sein? Nein. Kann man sich drüber beschweren, sich den Kopf an der Wand einschlagen. Oder was anderes machen. Bilder über die Cloud mit Freunden teilen. Teilhaben an schönen Dingen des Lebens.
          Nochmal: bei wem hat die Stasi/NSA das Verhalten mehr geändert? ;)

          Und da du ja auf die mehr als umfangreichen Passagen, in denen ich darlege, dass man mit deinem Verhalten denen vom Geheimdienst einen Sieg zuspielt, überhaupt nicht eingehst, kann man davon ausgehen, dass bei dir eh nur heiße Luft vorhanden ist. Du bist jemand, der andere gern in die "Dummerchen"-Ecke stellt, mit seinem fundierten Halbwissen, mit seinem "Beurteilungsschema" als ginge es hier um eine psychische Krankheit, mit seinem eingebläuten "Wissen" über die Diktatur im Osten usw.

          Dabei sage ich dir: du weißt gar nichts. Hast keine Ahnung. Du kannst deinen Aluhut mit Stolz tragen. Aber sie haben dich sowieso schon in ihrem Datenbestand. Vergiss es. Dein "Kampf" ist eh verloren. Und dann kannst du jetzt entweder rausgehen oder im dunklen Loch sitzen bleiben. Bleib lieber im dunklen Loch... ist besser so für alle.

          Ausgrenzen usw.- was für ein Blödsinn. Ich führe nur vor, wie es wirklich ist. Es ist sinnlos und paranoid zugleich, sich vorzustellen, dass man in der heutigen Gesellschaft so einfach einer Speicherung von persönlichen Daten nicht entgehen kann. Das muss man begreifen. Denn es ist ja auch so, dass dieses Aluhut-Verhalten einen in gefährlicher Sicherheit wiegen kann. "Ich habe mich vorbereitet, mich kriegen sie nicht" - und dann ist man der erste, bei dem sie klingeln.

          Mittelmaß finden und nicht überreagieren ist die Devise.

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            Von Markus B. am Mo, 1. Juli 2013 um 10:23 #

            "Dein "Kampf" ist eh verloren."
            "Bleib lieber im dunklen Loch... ist besser so für alle."

            Wie war das gleich mit "Ausgrenzen usw.- was für ein Blödsinn." ?

            Spiel, Satz und Sieg für die Stasi.
            Naja, in meinem Fall tatsächlich. Ich saß 5 Monate in Hohenschönhausen ein. Auch mal 14 Tage im dunklen Loch, vielen Dank, daran nochmal erinnert zu werden...

            Ich könnte dir, wäre mit dir eine sachliche Diskussion möglich, auch viel über die Umstände erzählen, die mich dorthin geführt haben, und warum ich starke Parallelen zur gegenwärtigen Entwicklung sehe.

            du weißt gar nichts.
            Hast keine Ahnung.
            Kannst du natürlich nicht wissen, da du nur theoretisches "Wissen" über solche Situationen verbreitest.
            Wahrscheinlich hast du Recht. Ich meine, ich kann nur auf drei total verwanzte Wohnungen, mehrmonatige Totalüberwachung sowie Prügel in der U-Haft verweisen, deren Folgen ich noch heute spüre. Was ist das schon gegen einen Held, der bei einem Knacken in der Leitung (was für ein Schwachsinn btw) eingebildete Mitlauscher begrüßte...

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    Von lequid am Sa, 29. Juni 2013 um 10:10 #

    Für eine aktive überwachung sind diese unwichtigen Daten störend. Bei den Datenstaubsaugern sieht es aber anders aus. Jede scheinbar unwichtige Information geht in eine Matrix von vielen Vektoren ein. Danach lassen sich Personen in Risikogruppen einteilen. Je mehr echte Informationen, desto besser. Selbst verhaltensmuster in Onlinespielen könnten interessant sein.

    Gleichzeitig lassen sich Personenprofile erstellen und überwachen, jeder lebt in seinem täglichen trott. Ändert man sein verhalten, ändern sich die Vektoren und es können Alarmsignale hoch gehen.

    Bisher ist das Datamining noch nicht so weit. Sonst würden wohl whistleblower bereits im vorfeld auffällig werden. Irgendwann kann das aber richtig funktionieren.

    Als Lösung gibt es nur zwei Mittel, Datenreduktion. Möglichst keine Daten von sich preis geben. Das ist nicht nur schwierig, sondern macht erst recht verdächtig. Derartige Fehlinformationen liefern, dass es gar nicht auffällt wenn man man plötzlich sein Verhalten ändert, da die Vektoren sich dank falscher Daten kaum ändern.

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    Von Anonymous am Sa, 29. Juni 2013 um 11:23 #

    Kurzfassung Deines Elaborates:

    "Aber ich habe doch nichts zu verbergen!"

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    Von Data Miner am Sa, 29. Juni 2013 um 12:29 #

    Nun ja, zynische Alu-Hüte sind ja auch nicht dafür bekannt, dass sie die Welt zu einem besseren Ort machen. Davon abgesehen sollte man sich aber schon Gedanken machen, ob der Nutzen eines Cloud-Angebots wirklich die Informationen wert ist, die man dort Preis gibt.

    Das wird schwer, weil man selbst den Wert der eigenen Informationen nicht kennt bzw. im besten Fall nicht richtig einschätzen kann. Das klingt ein bisschen Marx, nicht wahr? Nicht umsonst existiert darüber ein komplettes Feld in der Wissenschaft.

    Eine Institution im weiteren Sinne, also z.B. ein Unternehmen oder eine Behörde, hat schon per Definition viel bessere Möglichkeiten Informationen zu bewerten als der Einzelne. Man sollte davon ausgehen, dass sie von diesen Möglichkeiten auch Gebrauch machen. Es ist daher naiv anzunehmen, dass man selbst uninteressant ist oder nichts zu verbergen hat.

    Ganz zum Schluss bleibt dann nämlich nur noch der ohnehin fromme Wunsch, sich beim unvermeidlichen Handel mit den eigenen Information nicht übervorteilen zu lassen.

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Von Anonymous am Sa, 29. Juni 2013 um 11:34 #

Selbst wenn er es nicht aktiv selbst tut.

Wer irgendwo etwas bestellt, kauft (sofern nicht anonym per Barzahlung), zum Arzt geht, eine Krankenversicherung hat, ein Bankkonto, Telefonanschluss und Internet, gibt die Hoheit über seine Daten ab und weiss nicht, auf welchen Datenhalden die landen und wie sorgsam oder leichtsinnig damit umgegangen wird.

PS: Ach ja, den Arbeitgeber habe ich vergessen.

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    Von Henrikx am Sa, 29. Juni 2013 um 12:32 #

    Der Arzt greift aber nicht auf mein Adressbuch zu und untersucht meine Kontakte, ob sie wollen oder nicht. Er ließt und analysiert auch nicht meine Briefe der letzten sechs Monate.


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      Von Strahlex am Sa, 29. Juni 2013 um 13:06 #

      Wie sollte er, das macht eh schon die NSA.

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      Von Anonymous am Sa, 29. Juni 2013 um 13:32 #

      Wenn ich die Windows-Kisten in den Arztpraxen sehe, wird mir immer übel. Wer weiss schon, ob die habwegs gewartet werden bzw. mit was die alles verseucht sind.

      Da musste schon froh sein, wenn die Bande vertrauliche Unterlagen nicht von der Arzthelferin in die nächstbeste blaue Tonne stopfen lässt (aber das ist ein anderes Thema).

      Und Ärzte rechnen mit den Krankenkassen ab. Ein Teil der Daten landet also in einer undurchsichtigen IT.

      Aus Kostengründen gehen einige Krankenkassen (meine, z.B. auch) dazu über, Risikopatienten bzw. chronisch Kranke durch externe Dienstleister betreuen zu lassen, die den Patienten dann am Telefon wohlfeile Tips geben und sich erkundigen dürfen, ob die alten Leutchen auch ihre vielen bunten Pillen geschluckt haben.

      Wenn man sich als Pateint auf sowas einläßt, haben die dann auch Zugriff auf die Krankengeschichte.

      Von der eGK ganz zu schweigen.

      Der Datenschutz erodiert auch im Gesundheitsbereich gewaltig.

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Von äöü am Sa, 29. Juni 2013 um 12:37 #

Ich benutze Google-drive und Microsoft Skydrive um meine Daten zwischen unterschiedlichen Systemen zu nutzen. Privat versteht sich.

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Von Strahlex am Sa, 29. Juni 2013 um 13:09 #

Wenn die für mich Werbung machen solls mir recht sein. Die Cloud und Soziale Netzwerke arbeiten für mich, bessere Werbung gibts nirgends um den Preis.

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Von zettberlin am Sa, 29. Juni 2013 um 13:50 #

... für das, was man mit den üblichen Clouddiensten macht. Dateien austauschen und für mich selbst für unterwegs vorhalten.

Ansonsten habe ich einige Routen bei Google-Maps gespeichert, weil es eben eine Mapanwendung ist, die ich auf meinem eigenen System nicht so leicht nachbauen kann.

Adressbücher, Notizen, E-Mails und alles andere, bei dem ich sicher sein will, dass es für dritte zumindest schwierig wird, sie abzugreifen, liegen auf meinen eigenen Rechnern und nirgendwo anders.

Für Projekte, die die gemeinsame Arbeit via Netz an Dateien erfordern, würde ich auch nur meinen eigenen Server oder einen anderen Server von einer Person, die ich persönlich kenne benutzen.

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Von jedermann am Sa, 29. Juni 2013 um 22:20 #

Und den drei Buchstaben Vereinen noch helfen beim Daten sammeln oder wie?

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Von Numerobis am So, 30. Juni 2013 um 11:22 #

Ich bin doch nicht blöd!

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Von Tuxentier2011 am Mo, 1. Juli 2013 um 09:11 #

Eigentlich nicht hätte ich gesagt. Will ich ja auch nicht.
Gut, dann fiel mir ein, daß ich schonmal unwichtige und zudem verschlüsselte Daten bei einem filehoster abgelegt habe um diese Daten an einen ausgewählten Personenkreis weiterzuverbreiten.
Dann fiel mir ein, daß inzwischen auch freemailer cloud-Strukturen nutzen. So gesehen schwebt ein guter Teil meiner emails bereits irgendwo durch eine vermutlich noch deutschland-basierte Sammlung von Rechenzentren. Diese Daten halte ich für teilweise wichtiger und sie sind noch nichtmal verschlüsselt (kennt jemand wen (außerhalb der Beastie/Linuxnerds!) die email-Verschlüsselung nutzen?
Letztendlich ist cloud ja auch nichts anderes als früher das Rechenzentrum der Uni wo man halt Rechenzeit oder Speicher "mieten" konnte. Heute findet man dort noch mehr Anwendungen und durch die Vernetzung ist der Standort der Daten weniger klar definiert, es wird halt der Standort herangezogen wo gerade eben Kapazität ist. Damit nutzt man etwas in der Art zwangsläufig sehr oft.
Dennoch, sowas wie ein Chromebook (sonst sehr toll) würde ich nicht mal geschenkt nehmen, es sei denn ich bekomme alles auf lokalen Speicher (den die Dinger kaum haben) umgebogen. Vom Privacyapsekt abgesehen bräuchte man dann Netz um an seine Daten zu kommen und das ist beileibe nicht überall vorhanden.

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Von Tuxentier2011 am Mo, 1. Juli 2013 um 09:27 #

Lt. Vortrag über OpenWRT auf dem BLT2013 laufen inzwischen Router so, daß man sie (sic!) über eine Cloud-"App" konfigurieren muß, diese "Äpp" schreibt dann per TR069 zurück auf den Router.
Man will das gar nicht zu Ende denken.

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    Von nico am Mo, 1. Juli 2013 um 13:30 #

    sowas wie myfritz.net ? Speedports kann man direkt über die Internetsete der T-Com verwalten. Bei anderen Providern ist das wohl ähnlich. Soll alles absolut sicher sein. Anfreunden kann ich mich noch lange nicht damit.

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Von RalfS am Di, 2. Juli 2013 um 11:13 #

Vor kurzem war bei Heise zu lesen, daß die amerikanische Regierung besorgt darüber sei, daß gerade der Innovationsmotor deutscher Mittelstand irgendwie in Sachen Cloud den Anschluß verpaßt habe. Eventuell war dies auch falsch übersetzt: vielleicht hieß es da, daß man aufgrund der fehlenden Cloud-Begeisterung eben keinen Anschluß habe.
Die Obama-Regierung kritisierte die schädliche Klimabilanz dieses Vorgehens, denn so müsse die NSA sich auf viel rechenintensiveren Wegen wie dem Abhören von Kommunikationswegen die Daten besorgen. Was das an Energie koste!
Man überlegt nun, wie man Clouds für den deutschen Mittelstand interessanter machen könne.
Eventuell könne der Cloud Information Analyzer-Service für besonders kreative Daten lustige kleine PaperClip-Addons verteilen, so in der Art des "Like it!"-Buttons.
Besonders eifrige Paperclip-Gewinner könnten mit Überraschungsreisen in die USA belohnt werden.

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