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Thema: Schadet Ubuntu Linux?

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Von Einfach am Fr, 21. Juni 2013 um 14:04 #

Wer es nicht will, soll es nicht verwenden.

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Von Käse-Salat am Fr, 21. Juni 2013 um 15:14 #

Ubuntu ist doch bloß Debian unstable an dem man ein bisschen rumgefrickelt hat. Mit anderen Worten ubuntu ist voller Bugs! Wer was ubuntu ähnliches ohne viele Bugs will nimmt halt Linux Mint Debian Edition. Mir persöhnlich ist ubuntu nicht offen genug aber das muss jeder mit sich selbst abmachen. Ja, ubuntu spaltet... (aber Niemand muß Ubuntu benutzen)

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    Von cc am Fr, 21. Juni 2013 um 16:00 #

    Spalter!!
    Erinnert mich an den Monty Python Film "Das Leben des Brain". Da streiten sich auch die Volksfront von Judäa (Suse, Mandriva, ...) und die Judäische Volksfront (Red Hat, Fedora, ...) wer denn nun die tollere Volksfront ist und beschimpfen die die populäre Front (Ubuntu) als Spalter. Aber eins haben sie gemeinsam: Die Römer (MS, Apple) sind doof!
    Eine wirklich passende Metapher über den Zustand der Linux-Communitiy ähm der Volksfronten meinte ich natürlich :D

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      Von blackiwid am Sa, 22. Juni 2013 um 03:41 #

      das trifft die Situation vielleicht vielleicht von vor nem Jahr, aktuell machen schon Canonical alles um zu spalten.

      Und sie Stoßen haufenweise Leuten mit nem Vorschlaghammer vorn Kopf.

      Aber danke Canonical... hab meinen Arsch dank der extremen heufung und der Ausmasse der Tritte in die Scheisse jetzt hoch gekriegt und einige tolle neue Distros kennen gelernt... zum einen Fedora (19) wo ich langfrsitig noch nicht so viel sagen kann. Aber aktuell schon besser gefällt und man technologisch einfach eine bessere Startbasis hat ( man muss einiges nicht erstmal einrichten das standard ist wie ramfs für tmp ).

      Aber in erster Linie meinem absoluten neuen liebling Archlinux... aktuell für fortgeschrittene Linuxer schwer zu toppen.

      Gentoo ist um welten schlechter toppt noch alle vorteile von Gentoo und das ohne tagelange kompilier-orgien. Und das beste Wiki das ich jeh gesehen hab bei ner distri.

  • Re: Ubuntu ist nicht stabil! von Realist 23. Jun 2013 17:13
       
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Von Linuxkenner am Fr, 21. Juni 2013 um 15:19 #

Ja Ubuntu Linux schadet und ist nach meiner Meinung einer der schlecht gemachte Linux! Ich habe mal Ubuntu installiert, ständig Abstürze und Probleme! Bei andere Linux-Distributionen von Linux habe ich nicht so viele Probleme bzw. kann die allein lösen!

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Von cc am Fr, 21. Juni 2013 um 15:31 #

Warum soll Cannonical die Community spalten?
Linux lebt doch angeblich von seiner Vielfalt. Mal davon abgesehen, dass die meisten Distributionen eh der mehr oder minder gleiche Krempel in anderer Konfektionierung ist (package manager, artwork, defaults).
Da kommt nun Ubuntu und hat ne ganz andere Vorstellung davon wie man einen Linux-Desktop zusammenbaut und will mal nen anderen Weg gehen als die meisten Distributionen und schon ist nicht mehr von Vielfalt die Rede, sondern von einer Spaltung der Community. Aha.

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Von Kommentator am Fr, 21. Juni 2013 um 15:51 #

.... weil sie eine riesige Userbasis hat. Bis auf wenige Pakete ist Ubuntu genauso wie jedes andere Linux auch. Nur deren eigene Entwicklungen heben diese Distribution noch ab. Wenn Mir von der OSS Community nicht unterstützt wird, ist Ubuntu bald Geschichte. Denn, propritäre Welt will Ubuntu net und die OSS auch nicht. Perfekter Kandidat für einen untergehenden "Stern".

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Von fragemann am Fr, 21. Juni 2013 um 16:24 #

Lasst uns doch mal zusammenfassen:

-vieles funktioniert out of the box -falls nicht wird es automatisch nachinstalliert

- es gibt eine tolle Community (vor allem in DACH) , wo Neulinge in der *NIX-artigen Welt nicht gleich runtergemacht werden

- tolle Oeffentlichkeitsarbeit - davon profitieren ALLE doch irgendwie. Viele haben ueber Ubuntu den Einstieg zu unixoiden Betriebsystemen gefunden und sind spaeter moeglicherweise zu zu anderen Systemen gekommen.

- kalkulierbare Support-Zeit wegen geregeltem EOL - Viele ehemalige Freelancer-Debianeros koennen ja schlecht in Support-Vertraege "ca 3 Jahre" schreiben

- Finanzkraft durch Shuttleworth - ist doch toll wenn er sein Vermoegen verbrettert um was eigenes innovatives auf die Beine stellt - so muss es wenigstens kein Anderer machen


Jetzt kommt mir nicht mit Spyware und anderen Argumenten

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Von Idiotenpfleger am Fr, 21. Juni 2013 um 17:06 #

so wie es der Titel sagt: es ist alles viel einfacher als man denkt.

Ubuntu schadet? Warum? Wenn man der Meinung ist, dass Ubuntu deshalb Linux schadet, weil es massenhaft Nutzer hat, die dieses System (auch wenn es ja angeblich ach so schlecht ist) benutzen, dann sollte man sich wirklich mal selbst fragen:

was ist daran schädlich? Dass massenhaft Nutzer dieses System nutzen? Oder dass massenhaft Nutzer DIESES System nutzen und NICHT den Frickelkram, der anderswo angeboten wird?

Ich denke, es ist eher der letztere Ansatz. Denn man gönnt es Ubuntu nicht, man will selber... kann aber nicht, weil man dann nämlich das tun müsste, was die User wollen bzw. den gleichen Weg beschreiten müsste wie Ubuntu, was wiederum bedeutet, dass man denen von Ubuntu recht geben müsste! Und das geht natürlich nicht.

Man versucht also nun schon seit dem Jahr 2004 die Benutzer per idiotischer Dummlaberei dazu zu bringen, Ubuntu sein zu lassen und den anderen Frickelkram aus 1001 Distris und einem Sack Sourcecode zu benutzen. Klappt nicht. Blöd. Wird eben immer mehr und immer blödsinnigerer Bullshit aufgefahren... klappt nicht.
Warum nicht? Weil es dem User egal ist, wieviel Kernel-Contribution betrieben wird. Es ist dem User egal, ob Canonical bald pleite ist, CLA's sind dem User ebenfalls egal... usw.

Man kann den User nicht mit FUD und diesem ganzen Dummgelaber überzeugen. Nur dadurch, dass man ein unkompliziertes Betriebssystem bereitstellt und dazu gehört auch "Ohr an Masse" = Foren, Wikis, Doku.
Dazu gehört z.B. Font-Rendering, Icon-Styling. All diese kleinen Details. Vergleicht man mal Debian oder Fedora mit Ubuntu bzgl. Font-Rendering in den Default-Einstellungen, dann sieht man dass zwei davon zum Schreien und Davonlaufen aussehen - und da ist Ubuntu nicht dabei.
Dazu gehört, dass man Bugs, die der User sofort nach der Installation am eigenen Leib zu spüren bekommt, eben nicht ausliefert. Das zeigt nämlich: "User, du bist uns egal. Verpiss dich mit deinem Mist, lass uns in Ruhe". Den User allein lassen. Da ist man in der Linux"gemeinschaft" groß. Keine Doku, leere Versprechungen. Damit gewinnt man keine User.

User-Orientation? Könnt ihr nicht, wollt ihr nicht. Lasst ihr es eben. Ist doch okay. Macht es eben ein anderer. Und der ist dann eben erfolgreicher. Ist doch okay, oder nicht?

Ubuntu spaltet...

Mag sein, dass es spaltet. Und wenn es so ist, dann ist das höchstwahrscheinlich richtig so. Diejenigen, die sich darüber aufregen, sind diejenigen, die befürchten, dass sie am Ende auf der Seite der Verlierer stehen. Sie würden gern was abhaben vom großen Kuchen. Bekommen sie aber nicht, oder nur, wenn sie auf die andere Seite gehen. Dazu müssten sie aber zugeben, dass der Weg, den Ubuntu beschreitet irgendwie vielversprechender ist. Blöd. Kann man nicht. Okay, lässt man es eben.

Und wenn Ubuntu verliert? Ist doch egal, oder nicht? Wenn sie pleite gehen? Ist doch gut! Oder nicht? Dann ist doch ein Schmarotzer, ein Spalter, ein überaus böses, ungesundes Projekt weg! Warum regt man sich darüber auf? Warum lassen all diese selbsternannten Superhirne, die immer besser wissen, wie ein Projekt bei Canonical zu laufen hat, nicht einfach den Moment herankommen, an dem Canonical pleite geht? Und dann kann man immer noch aus seinem Kellerloch kriechen und rumtönen: "seht ihr, hab ich doch gleich gewußt!". Geht nicht.
Warum nicht? Weil immer noch die Chance besteht, dass Canonical nicht pleite geht und dass sie mit ihren Projekten Erfolg haben werden.
Das muss man torpedieren, wo es nur geht. Und wenn man dazu 9 Jahre alte Scheiße benutzt, die 9 Jahre lang schon nicht funkioniert hat...

So ist das halt in der Linuxwelt. Statt mal ein paar anständige freie Grafiktreiber zu schreiben, statt mal anständige Qualität abzuliefern, wird nur rumgebullshittet und mit irgendwelcher Moral schwadroniert.

Ubuntu Phone?
Ah ja, klar. Das ist ja viel schlechter als Plasma Active. Plasma Active geistert schon seit 2011 durchs Netz. Ich habe noch nix davon gesehen. Keine Geräte, keine Hersteller, kein gar nix. Warum? Weil es Bullshit ist. Keine Ergebnisse, kein gar nichts. Typisch für die Linux"gemeinschaft". Groß rumtönen und wenn man als User mal was sehen will: nix! Selber installieren? WTF! Ohne zu wissen, wie der Kram überhaupt funktioniert? Und man kann sich sicher sein: es ist eine riesige Bug-Hölle. Also: Klappe zu, Affe tot.
Ubuntu Phone? Ach, da wird jetzt ernst gemacht? Mit 8 Telefongesellschaften usw. Ist irgendwie eine andere Nummer als Plasma Active. Komisch. Irgendwie in einem größeren Rahmen, publikumswirksamer, auf die User zugehend.
Ja, nee. Ist ja alles... Schund. Und es schadet. Definitiv, weil der User das Zeug vors Gesicht gehalten bekommt und es evtl. sogar benutzen könnte, es besser finden könnte, usw.

Aber ach nein, das einzige woran euch gelegen ist, ist doch das Wohl der User! Nicht wahr? Genau deshalb wird alle halbe Jahre von den "guten Projekten" ein riesiger Haufen Dreck über dem User ausgekippt. Bugs, Bugs, Bugs. Ein Showstopper nach dem anderen. In den Projekten geht nix vorwärts. Stillstand allerorten. Die Bugtracker sind zu bersten voll und der User sitzt davor und wundert sich. Und wenn der User was dazu sagt, bekommt er ein nettes: "Verpiss dich!" entgegengeschleudert.
Ja, daran sieht man eindeutig: das Wohl der User liegt euch am Herzen.

Aber das ist doch alles gar nicht so schlimm. Canonical geht eh pleite und sie haben ja auch auf ihrer Homepage das Wort "Linux" nirgendwo stehen. Ist doch gut! Dann wird diese böse Firma auch nicht mit den Gutmenschen auf diesem Planeten in Verbindung gebracht.

Warum ist Ubuntu also schlecht für Linux? Man kann es nicht damit in Verbindung bringen. Man kann es links liegen lassen und sich an ihrem Misserfolg weiden. Oder man schluckt eben den Kloß des Neides und pfuscht weiter in seinem Mist herum...


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Von frankenmichl am Fr, 21. Juni 2013 um 17:11 #

Prinzipiell sehe ich die Contributors Licence Agreements bei Canonical schon als Problem für freie Software generell. Will ich zu deren Software etwas beitragen, muss ich jegliches Copyright komplett denen übertragen. Ihnen ein Recht zur Relizenzierung einzuräumen, würde ich ja vielleicht noch einsehen, das hat man bei vielen dual lizenzierten Projekten ja auch. Das ist irgendwie entgegen dem Geist freier Software..

Andererseits muss man aber auch sehen, dass Ubuntu viele Nutzer überhaupt erst dazu bewegt, Linux auszuprobieren und Windows/Mac OS X den Rücken zuzukehren, was wohl etwas gutes für die Freie Software als solches ist.

Ein Glück haben wir alle die Wahl - Ich werde keine Beiträge zu Canonical-Software leisten und einfach weiter mein Arch Linux benutzen - für mich ist das damit erledigt.

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Von zweiundvierzig am Fr, 21. Juni 2013 um 17:14 #

Bashing all over the World. 8)

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Von NonKon im Off am Fr, 21. Juni 2013 um 18:03 #

Ubuntu ist der Versuch eines einzelnen Geschäftemachers aus den Leistungen der Open Source Community Profit für sich zu generieren. Darüber hinaus hat das Projekt rein gar nichts mit der Idee "Linux" zu tun. Ebenso wenig wie OSX oder Android. Ich nenne so etwas Diebstahl, auch wenn es kein "Unrecht" ist. Und so etwas will und werde ich nicht unterstützen.

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Von Unerkannt am Fr, 21. Juni 2013 um 18:14 #

Vielleicht sollte man lieber Fragen ob Red Hat Linux schadet -- zumindest Linux auf dem Desktop.

http://www.linuxuser.co.uk/news/a-linux-conspiracy-theory
http://igurublog.wordpress.com/2012/11/05/gnome-et-al-rotting-in-threes/

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Von nico am Fr, 21. Juni 2013 um 19:45 #

Ubuntu ist eine eigenständige Distribution, die ihre Anhänger hat. Die ziehen ihr Ding durch. Man muss es nicht mögen, aber sicher schaden sie Linux nicht.

Dadurch, dass die nicht mit der Masse mitgehen, sondern ihre eigenen Lösungsansätze schaffen entsteht auch ein gewisser Wettbewerb mit den klassischen Distributionen. Wer langfristig erfolgreich sein muss auch die Mut haben manches anders zu machen und sich von den üblichen Pfaden weg bewegen. Was sie daraus machen ist wieder was anderes und ob sie es hin bekommen. Der Fisch muss der Beute schmecken, nicht dem Angler.

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Von einem namenlosen Leser am Fr, 21. Juni 2013 um 21:50 #

Wenn zwei(undzwanzigtausend) Distributionen sich streiten...
...freut sich die dritte!

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Von abendmuffel am Fr, 21. Juni 2013 um 23:00 #

Ubuntu schadet Linux nicht, aber es nützt Linux auch nichts.

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Von Leu am Sa, 22. Juni 2013 um 10:17 #

Heute ist Linux durch Canonicals/ubuntus Medienpräsenz deutlich bekannter geworden. Die Hardwareunterstützung wurde besser, weil auch Hardware-Hersteller daran Interesse bekommen. Linux wurde als Markt erkannt (Spielehersteller) und das zieht fähige Grafiktreiber nach sich.

MS verschenkt sein OS und Office an Unis. In unserer Arbeitsagentur wird Win7 und Office für knapp über 10 Euro verkauft! MS drückt Win in den Markt.

Mozillas Firefox hat zur Verbesserung vom IE geführt. Denkt noch mal an den IE6 und seiner Beständigkeit im Markt trotz schlechter Qualität.

Ich glaube auch, dass Linux/ubuntu/Canonical die Entwicklung von Win unter Druck setzt.

Linux ist heute kein Nerd-Ding mehr. Zum Glück für sehr viele Menschen. Es kann ein Nerd-Ding sein, zum Glück weniger Menschen. (Update: Gemeint ist, dass auch die geringere Anzahl der Spezialisten, Freude an Linux weiterhin haben können, weil es für diese eben gleich nutzbar bleibt. Ich wollte nicht ausdrücken, dass ich froh wäre, dass es weniger Spezialisten als ahnungslose Masse auf diesem Gebiet gibt. Das ist per definitionem so.)

Ich gehöre zu den ersten und nutze ubuntu sehr gerne, weil es für mich die erste Distri war, die cool war, Spaß gemacht hat und einfach das macht, was ich will. Ohne Canonical wäre Linux nicht so bekannt geworden. Unterstützung von Herstellern erfreut auch die Spezialisten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 22. Jun 2013 um 13:18.
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Von TSU am Sa, 22. Juni 2013 um 12:59 #

Ubuntu finde ich zumindest als Umsteiger Distribution sehr nützlich. Sie hat mir den Wechsel von Windows auf ein Linux Betriebssystem leicht gemacht.
Läuft alles wie es soll und das noch sehr komfortabel.
Ich hatte schon mal vor ca 7Jahren versucht zu wechseln mit Suse und das gestaltete sich noch entschieden hakeliger.
Mit Ubuntu bin ich so zufrieden, daß ich Windows komplett von der Platte gekickt habe.

Ich denke, daß Ubuntu nützlich für Linux allgemein ist, weil es die Schwelle zum "Übertritt" für die User senkt, die ihren Computer als funktionierendes Werkzeug nutzen und kein Interesse am frickeln haben. Für die Linux an sich eben nicht das Hobby, sondern"nur" ein Betriebssystem ist, daß sicher funktioniert, und Ihnen die MS Schnüffelei und Registrierungsexzesse erspart.

Mir gefällt der Weg, den Canonical durch die Zusammenarbeit mit amazon eingeschlagen hat nicht, daher kann durchaus sein, daß ich mal die Distribution wechseln werde, aber daß ich zu Linux gefunden habe und auch dort bleiben werde ist ein Verdienst von Ubuntu.

Um unbedarfte User an Linux heranzuführen ist Ubuntu goldrichtig und das ist positiv für Linux allgemein.

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Von Penguin42 am Sa, 22. Juni 2013 um 13:14 #

Im Moment schadet sich Ubuntu mit seinen Einzelgängen nur sich selbst.

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Von Klaus Meier am Sa, 22. Juni 2013 um 14:32 #

Weil Ubuntu schon lange nichts mehr mit Linux zu tun hat. Mit der Einstellung, der Community, die dahinter steht. Wem es reicht, dass sein Rechner startet, mit einem OS, welches sich Linux nennt, der kann mit Ubuntu glücklich werden. Wer mehr erwartet, der nicht.

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Von SchwarzRoterKater am Sa, 22. Juni 2013 um 16:44 #

Ich bin über Suse9 zu linux gekommen, und hab mich damals tierisch gefreut, dass es da ein Linux gibt, bei dem alles ohne die ganzen Probleme funktioniert, die ich damals mit suse hatte...
Irgendwann kannte ich mich technisch besser aus und habe festgestellt, dass ich sobald ich irgendwas selber mache, das System spätestens beim nächsten vollen Update funktionsunfähig gemacht habe.
Bei anderen Distros ist mir das wesentlich seltener passiert. Und das Paketverwaltungssystem fand ich dann irgendwann nur noch umständlich, langsam und problembehaftet. Bei Debian ging das irgendwie noch besser...
Seit ich jetzt Arch-User bin möchte ich von Ubuntu nichts mehr wissen. Klar, es ist einfach und umsteiger kommen damit ganz gut zurecht. Mir ist Ubuntu irgendwie viel zu wenig linux. Irgendwie wie Android. Ausser der Kernel ist da so gut wie nix mehr standard, hab ich immer so's gefühl.
Dazu kommt, dass ich schon immer KDE-User bin und die Implementierung von Kubuntu immer fürchterlich schlecht fand.

Neueinsteigern empfehle ich heutzutage eher Mint, wobei ich auch nicht weiß ob das arg viel besser ist. Mit KDE hatte ich da vor ca. 1,5 Jahren so ein Aha-Erlebnis als ich Chakra-Linux ausprobiert hatte. Das war super easy zu installieren, hat gleich funktioniert und da es nur auf KDE setzt war dieses auch super implementiert. Leider ist das viel zu klein und wird zu langsam weiterentwickelt. Das Sandboxing von non-QT Anwendungen fand ich von der Idee her ganz cool, leider ist das m.E. am Maintaining gescheitert.

Alles in allem bleibt mein Fazit: Ubuntu ist ganz nett für neue Leute zum ausprobieren. Aber als "Linux-Distribution" kann ich es kaum noch bezeichnen. Für Anfänger lieber Mint, oder - falls der User wirklich Linux kennenlernen will - empfehle ich eine richtige Distribution( z.B. Fedora/OpenSuse/CentOS...). Wenn mich jemand nach der besten Distribution fragt (und da das wiki wirklich überall eine Schritt-für-Schritt Anleitung bietet) empfehle ich für jeden User, der an sich den Anspruch hat mit einem guten Linux zu arbeiten, ganz klar Arch-Linux.

Zurück zum Thema:
Ubuntu spaltet m.E. nicht die Community, einen Nutzen hat es aber auch keinen. Die (ex-Windows-)User die ich kenne, die Ubuntu auf ihrem Rechner installiert bekommen haben, haben auch jahre danach nicht mehr Ahnung von Linux als zu Beginn. Updates wurden auch so gut wie nie gemacht. Dann installiere ich einem Wechsler doch lieber gleich Arch(Fedora/OpenSuse/CentOS/blabla). Da kenn ich mich dann wenigstens aus, wenn derjenige mich um Rat fragt.

Die Mobile-Ubuntu Geschichte finde ich aber schon gut. Alles ist besser als IOS und Android das Feld der mobilen-Hosentaschen-Computer zu überlassen. Auf dem Desktop Ubuntu? nicht wirklich, ich will ein richtiges Linux!

Ein "richtige Linux-Distibution" lebt von seiner Community und nicht von einem Konzern.

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Von Gast_ am Sa, 22. Juni 2013 um 22:08 #

Grundsätzlich bin ich der Meiung, dass Ubuntu die Community spaltet. Ich würde niemals eine Distri wie Ubuntu nutzen, welche nur Eigenentwicklungen nutzt (Upstart, Mir, Unity, ...)

Hab ich ein Problem mit irgend etwas, dann google ich danach. Ich kann eine Anleitung, egal ob für Arch, Gentoo, Debian, Suse, ... , auf meine Distri "portieren" und damit mein Problem lösen (Ich profitiere also von jeder Community jeder Distri).
Hat man aber ein Problem mit Ubuntu (was sich mit Sicherheit weiter von Debian entfernen wird) dann bin ich auf die Ubuntu Community beschränkt.
Je mehr Eigenentwicklungen Ubuntu nutzt, desdo stärker wird dieses Problem.

Das sehe ich als "spalten" an.

Ob sich Linux auf dem Desktop durchsetzt oder nicht ist mir relativ Wurst. Trotzdem bringt eine weite Verbreitung von Ubuntu auch der restlichen Linuxwelt etwas. Verbreitet sich Ubuntu, dann gibt es auch mehr Treiber und das bringt der ganzen Linuxwelt etwas (lieber nen prop. Treiber als keinen)

Ich sehe also keinen Nachteil an Ubuntu für die restliche Linuxwelt.

Auch das "Spalten" hat doch keine negativen Auswirkungen auf die Linuxwelt. Die Nutzer, die "weggespalten" werden bringen doch eh niemanden etwas. Oder bringt ein OSX User irgendetwas für die Unix-Welt? (Ubuntuzielgruppe sind doch keine ITler).
Das jetzt nicht falsch verstehen: Lieber nutzt jemand Ubuntu als Win oder OSX aber einen Mehrwert für die Community is nich drin. (außer bei Treibergeschichten und das geht eh in den Kernel und bringt somit jedem etwas und hier kann dann auch nichtmehr von "spalten" dir Rede sein)

Ich denke Ubuntu nimmt irgendwann eine Stellung wie OSX ein (egal ob Desktop oder mobil) . Man ist zwar noch irgendwie kompatibel mit *n*x aber mehr auch nicht.

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Von Dr. Evil am So, 23. Juni 2013 um 17:00 #

Wie soll der "Ruf" der "Linux"-"Gemeinschaft" denn durch Ubuntu verschlechtert werden?
Ich finde, "Napoleon" Shuttleworth passt schon ganz gut zum "Rest" der "Gemeinschaft".
Die haben sich schon gegenseitig verdient; die "menschenfreundliche Grundhaltung" ist dieselbe. Nur das Shuttleworth Geld hat und jene "Gemeinschaft" nicht.

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Von scholle2 am So, 23. Juni 2013 um 20:11 #

jedenfalls zur Zeit.

Wenn ihr lieben Leser mal einen Blick auf http://distrowatch.com/
werft, dann ist Ubuntu in der Beliebheitsskala von der haushohen Überlegenheit von vor zwei Jahren ganz erheblich abgesackt.

Das, was ich hier jetzt mit Linux erlebe kommt mir aus der Motorrad-Welt bekannt vor.
Bis in die 80er Jahre schraubte fast jeder Motorradfahrer an seiner Maschine selbst herum. Wenn es an richtig schwierige Reparaturen ging, legte der Kunde den ausgebauten Motor auf die Werkbank und hat interessiert zugeschaut oder gar mit geholfen. Das Ganze ohne Maulerei und Besserwisserei.
Als das Motorrad zum Mode- und Massenprodukt mutierte, war damit schnell Schluss.

Ubuntu hat Linux, meiner Meinung nach, einer breiteren Masse, die nicht das technische und ideelle Interesse am Objekt hat, zugänglich gemacht. Von den mir bekannten Ubuntu-Usern, die von M$ kamen, haben ausnahmslos alle jahrelang kein Update eingepflegt.

Aber das ist kein Grund Ubuntu schlecht zu machen. Es sind doch die User die so handeln. Wenn Ubuntu sich durch Eigenentwicklungen vom Mainstream entfernt, dann wird es schlimmstenfalls ein weiteres OS mit Linux-Kern (ähnlich Android) und bereichert damit die OS-Landschaft. Sollte die Entwicklung, auch für das Smartphone, erfolgreich sein, dann schon jetzt und hier meine Gratulation.

Ubuntus Weg ist kein Schaden und auch keine Spalterei. Der Linuxkernel und seine vielen, darauf aufbauenden Distributionen leben weiter.
Ein hervorragendes Beispiel für diese Dynamik erleb(t)en wir in der Entwicklung von LibreOffice.

Freie Software hat vor allem mit Freiheit zu tun. Das sollten einige Kommentatoren doch etwas mehr berücksichtigen.

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Von M wie Meikel am Mo, 24. Juni 2013 um 10:37 #

Das wäre doch mal ein lustiges Followup. :-)

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