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Thema: Geben Sie Geld für Linux-Software aus?

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Von Christopher Roy Bratusek am Fr, 23. Juli 2010 um 21:58 #

>> Freie Software muss kostenlos sein.

Sehr fanatische Variante. Oder Naive - je nach dem.

  • 2
    Von Christo am Fr, 23. Juli 2010 um 23:48 #

    Ich habe mich für freie Software entschieden, weil ich ein Zeichen gegen den Kapitalismus setzen möchte. Für Software Geld zu zahlen halte ich für ethisch nicht zu vertreten.
    Und nein, mir ist es egal wie Programmierer dann ihr Geld verdienen, sollen die sich doch einen ordentlich Job suchen und in ihrer Freizeit programmieren.

    • 0
      Von Keks am Sa, 24. Juli 2010 um 00:40 #

      > sollen die sich doch einen ordentlich Job suchen und in ihrer Freizeit programmieren.

      Freizeit-Mediziner, Freizeit-Bäcker, Freiteit-Architekten. Elektronische Datenverarbeitung ist integraler Bestandteil unserer Gesellschaft, ja selbst in Schwellenländern.
      Du willst Infrastruktur von Hobbyisten "zwischen Tür und Angel" gewartet wissen?
      Ist ja so schon nicht das Gelbe vom Ei, was soll _das_ dann werden?

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      Von MoMo am Sa, 24. Juli 2010 um 03:07 #

      Ja ist es schon wieder Wochenende und du hast Ausgang?

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      Von hjb am Sa, 24. Juli 2010 um 11:20 #

      Unglaublich dumme Einstellung und dazu noch der gleiche, der auch ls "Bill" geschrieben hat.

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      Von Ragas am Sa, 24. Juli 2010 um 16:15 #

      Ich würd ja sagen, schwacher trollversuch ...
      aber da ich sehe wie viele Leute hier drauf reinfallen .....

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Von Neuer am Fr, 23. Juli 2010 um 22:47 #

[x] Zahle für Support

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    Von Ravenbird am Fr, 23. Juli 2010 um 23:23 #

    Ja da hast Du vollkommen recht!

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    Von Bill am Fr, 23. Juli 2010 um 23:50 #

    Warum? Support wird von der Community geleistet, und zwar per Forum und kostenlos.

    • 1
      Von Rantanplan am Sa, 24. Juli 2010 um 01:27 #

      Das setzt aber immer noch ein mehr oder weniger hohes Maß an Eigenleistung voraus. Nicht jeder hat Zeit und Erfahrung. Und auch Foren haben ihre Grenzen. Und die setzen häufig da an, wo es um inhaltliche Dinge geht, die über die instrumentelle Nutzung hinaus gehen, wie z.b. Debugging (in einem Forum wird dir niemand so ohne weiteres Patches schreiben).

      Auf der instrumentellen Ebene kannst du natürlich auch in Foren und häufig auch im Bekanntenkreis mit Hilfe rechnen. Das hat aber wenig mit freier Software zu tun. Es gibt auch Windows-Foren in denen man dir gerne erklärt wie man das Hintergrundbild ändert.

      Wenn du aber *deine eigenen* inhaltlichen Probleme zeitnah und *deinen* Wünschen gemäß möglichst exakt gelöst haben willst, dann hast du zwei Möglichkeiten:

      1. Entweder selber machen (mit mehr oder weniger Hilfe der Community). Wenn das Problem mehrere Leute betrifft, kann man sich sogar zusammenschließen. So entstehen freie Softwareprojekte.

      2. Oder du musst (und das ist eigentlich überall der Fall) eben jemanden dafür bezahlen.

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      Von krake am Sa, 24. Juli 2010 um 12:14 #

      [q]Support wird von der Community geleistet..[/q]

      Es ist ein üblicher Fehler, unter Support lediglich die Hilfe bei der Benutzung der Software zu verstehen.

      Im Kontext von Support als Dienstleistung geht es vielmehr um Dinge wie Wartung, garantierte Antwortzeiten, Vorabtesten bestimmter Setups, etc.

      Unter Umständen fällt auch Endanwendersupport wie z.B. Schulungen in diesen Kontext.

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    Von shovelhead am Sa, 24. Juli 2010 um 12:51 #

    Das fehlt wirklich.

    Ein häufig genanntes Argument ist doch, dass zB OpenERP frei verfügbar ist, Arbeitsplätze aber bei den IT Beratern geschaffen werden, die dieses Paket dann auf ein individuelles Unternehmen anpassen.

    Ansonsten: ich kaufe nicht, spende aber durchaus oft, wenn mir etwas gefällt oder hilft

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    Von Anonymous am So, 25. Juli 2010 um 23:44 #

    Halte ich auch nicht immer für eine gute Option:
    - Stichwort Free-Core
    - Schwache Doku bzw. komplizierter Setup, damit möglichst viele Support kaufen müssen.
    - Am schlimmsten: Veraltete Doku eines gut eingeführten freien Produktes, um schlussendlich doch abzusahnen.
    - Getunte prod. Systeme sind ohne Zahl-Support nicht mehr möglich.
    - ...

    Und das hat alles IMHO _nichts_ mit dem Gedanken "Freier Software" zu tun, sondern Vertriebsmasche.

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Von Unglaublich am Sa, 24. Juli 2010 um 07:37 #

Solche Antwortmlichkeiten wie:

Spende und kaufe OSS

sind doch ein Witz.

Klar spendet und kauft man.
Erst waren's 5 Euro für die PostgrSQL Datenbank und dann 10 € für die Linuxdistribution die > 10000 Anwendungen enthält.

Hier von Geld spenden und Software kaufen zu sprechen ist doch ein Witz!
Das sind Almosen von denen kein Softwareenwickler leben könnte.

Müßte man für die Software wirklich Geld bezahlen, ehe man sie bekommt, dann würden die ach so spendablen Spender und Geldgeber sicher 300 - 3000 € ausgeben müssen.

Tja und jetzt seid mal ehrlich, wer von euch hat sagen wir mal 2000 € gespendet?
Das was die ganzen 10 wichtigsten Open Source Endanwenderdesktopsoftware auch mindestens wert ist?

Habt ihr 100 € für K3b gespendet und 50 € für Firefox?
Sowie 500 € für Open Office und 200 € für den GNU C/C++ Compiler?

Jetzt seid mal ehrlich.


Joa, ihr sagt, ihr spendet gerne für Open Source Software Geld, weil ihr das einmal vor vielleicht 5 Jahren bei einer ganz speziellen Aktion gemacht habt und da waren es dann auch nur 20 €.
Ganz toll, dafür kann man euch auf die Schulter klopfen.

Bei Ardour werden die Spenden z.b. schön öffentlich aufgeschlüsselt, man beachte das "Recent Donations" Feld, mehr als 10-20 € kommt da pro Person nicht raus und jeder dieser Spender spendet nur, weil er dafür ein ganz bestimmtes Feature gefixt haben will. Ganz toll.
Ich denke um alle Features in einem Vollzeitjob zu fixen, bräuchte man eine deutlich stärkere Spendenfinanzierung um dann auch wirklich mehr bezahlte Entwickler Vollzeit daran arbeiten zu lassen.
http://ardour.org/node


Aus dieser Sicht ist die Umfrage also ein Witz.
Die meisten die also mit "Spende für OSS Geld" geantwortet haben, weil sie mal vor 5 Jahren 20 € gegeben haben, könnten also auch genauso gut "Zahle nur für propritäre SW und für OSS spende ich nichts" oder "Freie Software muß kostenlos sein" ankreuzen.


Ich bin also dafür, daß man diese "Spende und kaufe OSS" Antwortmöglichkeit mit einem Geldwert versieht.
Z.b. "Spende und kaufe OSS Software pro Jahr im Wert von 1000 €".

DAS wären dann konkrete Angaben und vor solchen Spendern kann man dann auch den Hut ziehen.
Aber die 20 € in 5 Jahren Almostenspender kann man vergessen.

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    Von blubb am Sa, 24. Juli 2010 um 16:51 #

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass diese Umfrage in ihrer Gesamtheit zu ehrlichen Antworten führen wird?
    Nur die wenigsten Leute werden wohl zugeben, dass sie freie Software ähnlich sehen wie Free- und Shareware unter Windows. Um richtig sarkastisch zu werden: Wenn Wine dann auch noch die alten Windows-Raubkopien hochpreisiger Software zum Laufen bringt, umso besser. (Dieser Gedanke bemächtigt sich meiner Wenigkeit immer dann, wenn in Postings zu Gimp-Meldungen Photoshop unendlich in den Himmel gelobt wird, so als würde sich die ganze Welt Photoshop kaufen bzw. gekauft haben. Wer's glaubt ...)

    Deine Ausführungen im Hinblick auf 2000 Euro-Spenden sind - so finde ich - recht irreal, insofern es reine Privatanwender betrifft.

    Manchmal - wenn auch recht selten - klappt das nämlich auch mit kleinen Spenden, wie etwa das Beispiel Linux Mint zeigt:
    http://linuxmint.com/donors.php

    Haiku etwa setzt sog. "Bounties" aus und fragt die Community, ob sie dafür spenden wollen, dass ein Programmierer eine dringend benötigte Software schreibt. Auch hier dominieren kleine Spenden:
    http://haikuware.com/bounties/

    Oder aber der Computer des Hauptentwicklers einer gerne genutzten Linuxdistribution ist gerade in Rauch aufgegangen. In einem solchen Fall macht es ebenfalls Sinn, ganz konkret nach kleinen Spenden nachzufragen.

    Das setzt allerdings immenses Vertrauen von Privatnutzerseite voraus. Zudem handelt es sich hierbei weniger um "Otto Normalnutzer" als vielmehr um kleine, starke "Fan-Communities".

    Aber Privatspenden für wichtige freie Projekte wie gcc, openssh und openssl u.ä.?
    Privatspenden kommen hier wahrscheinlich noch seltener vor.
    Mozilla hat einmal entsprechend gespendet:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mozilla-Foundation-spendet-fuer-OpenBSD-115149.html

    Effektiver wäre es vielleicht, entsprechende Goodies anzubieten oder die eigene Distribution entsprechend zu verkaufen, so wie das Suse früher mit einem gesunden Preis-Leistungsverhältnis gemacht hat. Auch der Slackware-Shop wäre hier anzuführen oder etwa OpenBSD, das sich wesentlich über CD-Verkäufe finanziert.
    Eine FSF-Mitgliedschaft ist auch eine Alternative.

    Selbst mit einem recht preiswerten Kauf z.B. von Novells SLED (Mandriva und RedHat führen ebenfalls käuflich erwerbbare Produkte in ihrem Sortiment) trifft man in etwa die Richtigen, da das Geld an Leute fließt, die Menschen beschäftigen, die hauptberuflich die Linuxentwicklung wesentlich voranbringen.

    Es ist völlig falsch anzunehmen, dass Privatleute mit Spenden sämtliche wichtigen freien Projekte finanzieren könnten. Dazu braucht es in der Hauptsache Firmen und fest angestellte Vollzeitprogrammierer.

    Das nöchste Problemfeld wäre dann der Kauf proprietärer Linuxsoftware, wie z.B. NeroLinux, StarOffice, proprietäre Spiele oder die Binaries von Crossover. Das ist aber wieder eine andere Geschichte, die auch davon abhängt, ob man denn unbedingt jeden Linux-Softwarekauf unbedingt als "Spende" ansehen muß.

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    Von Anonymous am So, 25. Juli 2010 um 23:51 #

    3000 € für Software sind vollkommen übertrieben; wie viel hat denn dein letztes Notebook mit vorinstalliertem Windows gekostet? Also man kommt für ein Windows samt Student-Office und ein bisschen Windows-Shareware kaum über 300 €.
    Und das habe ich _locker_ schon für freie Software im Lauf der Zeit gekauft / gespendet.

    1000 € im Jahr: Geh heim und träum weiter ... da lacht dich ja der Windows-Bill scheckig, das traut sich ja nicht mal der!

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Von Lace am Sa, 24. Juli 2010 um 09:18 #

Ich habe vor 10 Jahren schon die Spiele von Loki Games für Linux gekauft. Natürlich bezahle ich Geld für gute Software. Wo ist das Problem? Arbeit kostet Geld. Gute Arbeit ist ihr Geld wert. Loki Games ist damals übrigens Pleite gegangen. Falscher Markt. Das war wirklich Schade, denn Loki war eine echte Chance für Linux.

Ich habe dann auch den Markt gewechselt. Heute habe ich einen Mac. Das bedeutet für mich: freie Software und kommerzielle Software auf einem Un*x.

Übrigens sind eure Kommentare z.Z. sehr lustig. Softwareentwickler brauchen kein Geld verdienen? Weil Mama und Papa das für die machen? Oder Hartz IV? Woher soll deren Geld kommen? Vergesst nicht: die Mauer im Kommunismus mussten höher gebaut werden, als die im Kapitalismus... :huh: :huh: :huh:

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Von Pablo Lachmann am Sa, 24. Juli 2010 um 11:47 #

Doofe Umfragekategorien, weil man immer gleich zwei Aussagen zustimmen oder ablehnen muss. Das macht man nicht, methodisch unsauber. Wenn ihr mehr wissen wollt müsst ihr eine offene Frage ohne vorgegebene Antwortkategorien stellen und die Antworten im nachhinein kategorisieren oder zumindest in einem Fragebogen in zwei Fragen getrennt abfragen.

Meine Option wäre: Habe gespendet, kaufe aber ab und zu auch proprietäre Applikationen

Gruesse, Pablo

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 24. Jul 2010 um 11:48.
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Von anonym am So, 25. Juli 2010 um 15:24 #

Eher weniger. Wenn ich mal Code veroeffentliche (zugegeben sehr selten) dann will ich da auch nichts fuer.

Trotzdem kaufe oder spende ich ab und an mal was. Mal ein Spiel oder etwas an das KDE Projekt. Den Opera habe ich damals gekauft, aber das ist auch schon wieder ewig her.
Wenn ich vor der Wahl stehe, dann ziehe ich eigentlich immer humanitaere und manchmal buergerrechtliche Zwecke einfach vor.

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Von Anonymous am So, 25. Juli 2010 um 18:53 #

Ich hab halbes DSL light -- Pech für mich, Glück für die Projekte ;)

CDs kann ich noch selbst laden, DVDs kaufe ich lieber. Da ist in der Regel noch eine Spende für das Projekt dabei.

Grueße
Ignatz

Pro-Linux
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