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Thema: Was fehlt Linux zum Durchbruch?

327 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von verifysoft am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:06 #

Kommt einfach daher, weil da was anderes im Elektromarkt vorinstalliert ist.
In anderen Abteilung dort läuft es doch, z.B. kam ich dort bei 3D Fernsehern auf 100% Linux Marktanteil.

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Von Benutzerfreundlichkeit am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:24 #

Ich vermisse den Punkt Benutzerfreundlichkeit.

Ich ärgere mich noch immer über das inkonsistente Copy/Paste. In Firefox etwas in die Zwischenablage kopiert, FF geschlossen und ich kann es nicht mehr pasten. In den meisten Anwendungen geht ctrl-c/-v in anderen brauch ich andere Tasten oder es geht nur über einen Menüleistenbefehl.

Ich habe in der Familie zwei PCs mit Linux installiert, was nach 3, bzw. 4 Monaten wieder durch Windows ersetzt wurde. Die Hauptgründe waren:
- Immer wieder englische und kryptische Fehlermeldungen, die jemand ohne Englisch- und technische Kenntnisse nicht versteht (z. B. mysql-akonadi meldungen beim Start von kmail. Hat man sie zur Seite geschoben, konnte man arbeiten, hat man sie mit OK bestätigt, hat sich kmail geschlossen.).
- Die erwähnten Copy/Paste Probleme (siehe oben).
etc.

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Von jwiz am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:26 #

/kT

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Von der.schultze am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:28 #

Was fehlt Linux zum Durchbruch?

Den Nutzern unfreier Systeme fehlt Verstand ...

Schultze

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 22. Okt 2010 um 14:28.
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Von zettberlin am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:36 #


Distributoren sind nicht ausreichend Endnutzer-orientiert.

Und sie spielen die Stärken von Linux nicht ausreichend aus, versuchen stattdessen eine Art MacOSX/Win7 für Arme zu präsentieren.

Zum Beispiel kann Linux für Echtzeitanwendungen mehr leisten als Windows und mindestens das Gleiche wie MacOSX. Aber in keiner gängigen Distro ist diese Fähigkeit auch nur leicht installierbar.

Regressionen werden allgemein auf die leichte Schulter genommen und wenn eine neue Technik auf ein paar Dutzend Rechnern in der Firma funktioniert, wird sie allgemein eingeführt.
Und die Mitarbeiter laufen herum und erzählen, sie hätten O-Ton: "200 Installationen letzte Woche ohne ein einziges Problem" gemacht.

Also was fehlt?

1.) Qualitätsbewusstsein.
2.) Kritikfähigkeit.
3.) Selbstbewusstsein.
4.) Eigenständigkeit.

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Von Andre am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:51 #

* Qualitätssicherung
* Qualitätssicherung
* Qualitätssicherung

* Benutzerfreundlichkeit

Beispiel?

Schaut euch folgenden Bootscreen an: http://www.pro-linux.de/artikel/2/image/1468/3561,bootlogo-von-kubuntu-1004.html
Das hatman schon zu 16Bit-Doszeiten optisch ansprechender hinbekommen. Und nein, das empfinde ich nicth als unwichtig. Und nein, das ist nicht erst seit Kubuntu10.10 so.

"Dieses einfache Bild" ist symptomatisch für den Zustand der Qualitätssicherung unter GNU/Linux (egal ob es sich um Pulseaudio, um Grafiktreiber, um KDE4.0/1/2 oder Amarok2.0/2.1 der um KOffice handelt)- nicht umsonst verstummen seit inzwischen JAHREN die Kritiken rund um den GNU/Linux-Desktop nicht. Das immerzu auf fehlende Werbung, fehlende Applikationen, und fehlende Vorinstallationen abzuwälzen ist lächerlich.

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Von ein Gast am Fr, 22. Oktober 2010 um 14:59 #

Unter den verschiedenen Linux-Distributionen mangelt es an einer Vereinheitlichung, insbesondere einer grafischen Benutzeroberfläche und eines einheitlichen API, auf welches Applikationen zugreifen können.
Es fängt an, mit der Anzahl zur Verfügung stehender Windowmanager (olwm, olvwm, fvwm, twm, etc.), dann die über reine Windowmanager hinausgehenden Umgebungen, wie GNOME und KDE. X hat kein Clipboard, also sollte es standardmäßig ein Clipboard geben. Es sollte ein einheitliches IME geben, als auch sollten die vorhandenen Schriftarten eine Basis haben. Die Drucker-Infrastruktur sollte über alle Distributionen einheitlich sein. Man sollte auf zueinander kompatible Systembibliotheken achten, damit Applikationen auch gegen Systemlibs linken können und die Binaries dann auf anderen Systemen ohne Neukompilierung lauffähig sind.

Es gibt da sicherlich noch viel mehr (Ein einheitliches Email-Programm, einen einheitlichen Browser, um nur Beispiele zu nennen)

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Von pfff am Fr, 22. Oktober 2010 um 15:16 #

Der größte Hemmschuh für den Durchbruch von Linux auf dem Desktop ist die momentan vorhandene Windowsinfrastruktur der Händler und Verkäufer im Zusammenspiel mit Microsoft.

Wie kann man das ändern?

Ganz einfach:

1. Mit einem Verbot jedweder Zahlung von Softwareherstellern an einen Verkäufer bzw. Hersteller von Computern, nur um die Software vorinstalliert auf die neu zu verkaufenden Rechner zu bringen.

2. Noch besser wäre ein generelles Verbot der weit verbreiteten Windows-Vorinstallationen auf neu verkauften Rechnern. Der Kunde hat sonst nämlich kaum eine Chance, dieser "Microsoft-Softwaresteuer" beim Rechnerneukauf zu entgehen.
Es sind diese Windows-Vorinstallationen, die jeden wirklichen freien Wettbewerb auf dem Desktop im Keim ersticken.

3. Der Preis des beim Rechnerkauf mitgekauften Windows muß klar gekennzeichnet werden. Nur so kann der Kunde selbst entscheiden, ob ein Windows in seinen Augen diesen Preis überhaupt wert ist.
Es darf nicht passieren, dass eine große Anzahl von Kunden immer noch glaubt, ihr Windows sei ja "kostenlos".

4. Eine drakonische Verfolgung der Benutzung von sog. "Raubkopien". Auch das würde den Linuxanteil auf dem Desktop spürbar steigern.
Damit soll bewirkt werden, dass ein Nutzer, der sich z.B. zwischen Gimp und einer Adobe-Photoshop-"Raubkopie" entscheiden kann, als vernünftiger Bürger zu Gimp greift und die "Raubkopie" vernichtet.

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Von Iridias am Fr, 22. Oktober 2010 um 15:25 #

Da spielen mehrere Gründe zusammen.

Dass "Linux" nirgendwo vorinstalliert wird, ist da erst mal der Hauptgrund. Wenn es doch mal "Linux-PCs" gibt, dann sind das irgendwelche Gurken, die der Otto-Normal-User nicht mal mit Windows kaufen würde. (Meine Vermutung ist, dass man das nur macht um ein Argument gegen "Linux" zu haben. Frei nach dem Motto "es will/kauft ja keiner").

Aus diesem Dilemma folgt das nächste: Mangel an Spielen. Der User sieht bei einem Bekannten ein Spiel, will es auch haben, und ärgert sich dann, dass dieses ach so doofe "Linux" das nicht kann. (Das Verständnis, dass es umgekehrt ist, fehlt hier einfach.) Für Hardware-Treiber gilt im Prinzip das selbe. Statt dem Hersteller der Hardware, wird das Betriebssystem verantwortlich gemacht.

Zum Teil begründet sich das durch das nächste Problem: "PC CD-ROM", "PC Spiel". Es wird von allen Seiten dreist behauptet: PC == Windows. Das "PC" (mehr oder weniger) nur die Art der Hardware beschreibt, und nicht das Betriebssystem das darauf läuft - diese Erkenntnis entzieht sich der Allgemeinheit.

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Von Kernprogramme am Fr, 22. Oktober 2010 um 15:40 #

1. Ein vernüftiges TV Programm für DVB-S(2).
Kaffeine ist doch hier wirklich für den A****.
Man keine Programmliste für z.B. die 30 Lieblingssender zusammenstellen, sondern muß sich mit der Senderliste, bestehend aus bei Satellitenfernsehen vielleicht > 4000 Sendern zufrieden geben. Das sind also 4000 Zeilen zum Scrollen, viel Spaß um mal schnell zu sehen, was gerade wo läuft.


2. Eine brauchbare und hinter einer NAT FW gut funktionierende VoIP Videotelefoniesoftware mit ZRTP als Verschlüsselungsprotokoll.
So leid die Aussage auch sein mag, aber Skype ist hier noch das beste was man kriegen kann, wenn es um funktionaität und Robustheit geht.
Kein SIP Client funktioniert hier wirklich gut und stabil und bietet ZRTP als Verschlüsselung.


So, daß wären die absoluten Kernprogramme die auf einem Desktop Linux OS definitiv noch fehlen.
Über die Spieleunterstützung kann man sich streiten, es ist ja nicht jeder ein Gamer. Aber das wäre gewiss der nächste Punkt, nur wird die Open Source Community hier wenig ändern können, ganz im Gegensatz zu obigen Kritikpunkten.

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Von atari_tos am Fr, 22. Oktober 2010 um 15:46 #

Der Linux-Desktop ist ein Gemenge von Dauerbaustellen:

Der Kernel ist schon laut Plan im ständigen Wandel.

Der X-Server ist seit ich Linux verwende (ca. 11 Jahre) fragil; insbesondere was die freien Treiber und der Anbindung angeht.

Die Desktop Environments entwicklen sich für ein paar Jahre gut und werden dann komplett neu implementiert mit weniger Features und viel mehr bugs. Wenn man Software ersetzt, sollte die neue doch besser sein als die alte und nicht umgekehrt.

Multimedia ist seit jeher knifflig: mp3, DVD, BluRay, Flash. Alles illegal, instabil oder nicht vorhanden.

Suspend to RAM oder to Disc bei Laptops ist reine Glückssache.

Einen aktuellen, von Sane offiziell unterstützten Scanner auf dem Consumer-Markt zu finden, erinnert an die Nadel im Heuhaufen.


Durch die starke Kopplung von Betriebssystem und Anwendungssoftware bei den üblichen Linux Distributionen, schlagen die Veränderungen an den Basiskomponenten massiv auf die Stabilität des Endanwender-desktops durch. Um halbwegs aktuelle Anwendungen zu haben, muss alle 1/2 Jahr eine neue Version von Linuxdistri xyz installiert werden. Dabei werden dann auch neue, inkompatible Basiskomponenten eingesetzt.

Wäre das Betriebssytem, sagen wir von Kernel bis Desktop Environment getrennt von der Anwendungssoftware, könnte man auf einem Rechner über Jahre hinweg das Betriebssystem unangetastet lassen und gleichzeitig aktuelle Anwendungssoftware einsetzen.

Das ist der große organisatorische Vorteil von Windows. Stabile Schnittstellen und Entkopplung von System und Anwendungen.

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Von pvb123 am Fr, 22. Oktober 2010 um 15:56 #

- Server
- Smartphones
- Embedded Geräte
- Fernseher
nutzen alle was unixoides (meist linux)

Der Desktop PC wird weiter von Windows beherrscht,
was der allgemeinen Lernresistenz und der Marktmacht geschuldet ist.

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Von DylanTh am Fr, 22. Oktober 2010 um 16:05 #

Die Frage kann man so nicht stellen. Es gibt mehrere Gründe. Da fehlt der Support durch die Industrie. Ich nutze beispielsweise einen HP Scanjet G4010 und bekomme keinen Treiber von HP für Linux.
Dann gibt es Probleme mit freier Software, weil man kann keinen Programmierer zwingen kann seinen Sourcecode offenzulegen. Ein Programm nur deshalb abzulehnen weil der Sourcecode fehlt, ist meiner Meinung nach völlig übertrieben. Man sollte lieber froh sein das es überhaupt Programmierer gibt, die für Linux programmieren.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung gemacht, das wichtige Standards für den Desktopbereich fehlen. Es gibt die Linux Standardbase , die gerade für den Desktopbereich wichtige Standard deklariert, aber leider halten sich viele Distributionen nicht an diesen Industriestandard. Die Folge ist, das viele Firmen den Support, auf Grund des Mehraufwandes für so viele Distributionen, nicht leisten können.

Auf der anderen Seite ist es für mich nicht wichtig das Linux einen hohen Marktanteil hat, weil ich mit Linux kein Geld verdiene.
Ich fände es besser wenn GNU/Linux von the Open Group als Unix zertifiziert werden könnte. Derzeit ist Linux nur Unix-ähnlich, wodurch es wahrscheinlich auch von der Industrie als nicht so wichtig angesehen wird. Die Linuxdistributionen ignorieren ihre eigenen Standards und machen leider die gleichen Fehler wie sie bei Unix gemacht wurden. Ich dachte die Entwickler hätten aus den Fehlern wie sie bei Unix gemacht wurden gelernt.

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Von amoibos am Fr, 22. Oktober 2010 um 16:05 #

Ein funktionierendes Treibermodell, welches nicht bei jeden Kernelupdate alles über den Haufen wirft.

Konsistenz in der Bedienung der Programme. Auch die Konsistenz des Softwareumfangs zähle ich dazu. Ich will nicht alle 6 Monate mich an ein neues Programm gewöhnen, mit anderen Macken.

Softwareupdates einzelner Programme, sollten sich nicht auf andere Programme auswirken.

Ein klare Trennung zwischen den stabilen Versionen und Testversionen. Schluss mit der Veröffentlich nach bestimmten Daten, veröffentlicht wird wenn die offentsichtlichsten Fehler behoben wurden sind.

Unproblematischerer Umgang mit Lizenzen und Programmen. Akzeptanz, dass nicht alles frei sein kann.

Offene Dokumenationen von Programmen und aktuelle Hilfen zum Einstieg. Und hey, Hilfen gehören auf dem Rechner und nicht irgendwo im Internet versteckt.

Stärkere Verzahnung der einzelnen Module. Man muss nicht jeder Scheiß ändern können als Desktop-Nutzer.

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Von blacki am Fr, 22. Oktober 2010 um 16:15 #

Es liegt schlicht und einfach an Microsoft mit ihren Knebelverträgen.

Linux und Open Source ist führend im prof. Bereich (Supercomputer, Server) Der Satz der Computerhersteller: "....-Firma empfiehlt Windows 7" ist so komplett Nonsens! Er zeigt nur, dass diese Firmen von M$ gekauft sind. Und all die Photoshop-Mitläufer, Dreamweaver-Verborte und Flash-Idioten, nein es liegt nicht an Linux, es liegt an Adobe, die permanent gegen offene Standards (wie SVG) arbeitet.

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Von nobody am Fr, 22. Oktober 2010 um 17:25 #

Ich denke das größte Problem für den Heimbereich ist, das es keine stabile "Referenzdistribution" gibt, die man als Grundlage für 3rd-Party Applikationen/Treiber nutzen kann, und die der Homeuser dann ohne Probleme installieren kann. In etwa sowas wie MacOS, stabiler Kernel, stabile Libs.
Würde man sowas UbuntuHome 10 nennen, und der HomeUser kauft sich ein Programm/Treiber, wo draufsteht "Kompatibel mit UbuntuHome ab Version 10", dann sollte es keine Probleme bei der Installation geben, sondern das ganze sollte mit ein paar Mausklicks laufen.
->DAS fehlt im Moment einfach, damit es bei den HomeUsern erfolg hat.

Problem ist, WILL man sowas überhaupt? Was bringt es den jetzigen Usern, die zufrieden mit Linux sind, wenn Linux einen größeren Marktanteil hat?

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Von debian-user am Fr, 22. Oktober 2010 um 17:37 #

Ich glaube, Markting ist ein wichtiger Punkt. Für mich ist das Vorinstallieren von Windows auch eine Art Marketing, dass sehr gut funktioniert. Der Otto Normalverbraucher bekommt so alles vorgesetzt und er hat nicht mehr die Qual der Wahl. Selbst wenn Otto Normalverbraucher mit Windows unzufrieden wäre, könnte er Linux nicht (parallel zu Windows) installieren, weil er damit einfach überfordert ist.

Ich habe unter anderem auch mit Leuten zu tun, die noch nie vor einem Computer gesessen haben und die ich entsprechend schule. Aus meiner Erfahrung kann ich folgendes berichten: Wenn man diese Leuten von Anfang an einen Linuxcomputer (in meinem Fall mit Gnome) setzt und sie entsprechend schult, wollen sie später keinen Windowscomputer mehr haben. Windows ist dann für diese Leute viel zu kompliziert.

Da aber die Mehrheit der Bevölkerung auf Windows fixiert ist, müsste man intensives Marketing betreiben, damit die Vorzüge von Linux in der Bevölkerung bekannt werden. Wenn die Vorzüge irgendwann bekannt sind, muss man noch einen einfachen Weg zeigen, wie Otto Normalverbraucher von Windows auf Linux wechselt

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Von naseweis am Fr, 22. Oktober 2010 um 17:55 #

Dieses "Linux", über das da abgestimmt werden soll, gibt es leider nicht.
Linux ist leider nicht *ein* Produkt, sondern eine Zusammenstellung von nur teilweise wenigstens lose organisierten - größtenteils aber völlig unkoordinierten - Projekten, die alle ihre eigenen Ideen verwirklichen wollen und kein gemeinsames Ziel verfolgen.
Die Distributionen sind dabei etwas wie die Musik Sampler der freien Software: Bravo Hits 10.10, Lenny's Oldie Party, Ballermann Klopper 13.2...

Rein technisch war SuSE für mich 1997 schon attraktiver als Win95. Was damals schon fehlte, war dass mit jeder Version die losen Enden mehr und mehr zusammenwachsen. Das hat sich leider in der Zwischenzeit nicht im Mindesten verbessert.
Lediglich für Android sehe ich eine wirklich rosige Zukunft voraus.
Auf dem Desktop wird Linux wohl uns Freaks aus Leidenschaft vorbehalten bleiben, und mal ehrlich: Würden wir ein massenkompatibel gemachtes Linux noch haben wollen?! Hab da meine Zweifel...

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Von derfettePinguin am Fr, 22. Oktober 2010 um 18:38 #

Auf dem Desktop wird doch foolgendes dazu benötigt:
-Einheitliches System, sprich 1 Desktop, 1 Widgetset, 1 Paketverwaltung, 1 Distribution, 1 zentrales Einstellungsfenster, 1 Soundsystem. In Worten EINS!!!
-Der Eindruck, das alles aus einer Hand kommt und nicht zusammengeflickt wurde, so sollen beim starten keine omniösen Meldungen erscheinen, außer bei schweren Fehlern oder im Debugmodus
-Software
-Design
-Abwärtskompatiblität für mindestens 10 Jahre
-Dokumentation NICHT in Form von Manpages
-Treiber, obwohl die Situation da schon mal schlimmer war
-vernünftiges Grafiksystem ohne Xorg mit seinen 10k Macken


mehr FUD
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Von tw am Fr, 22. Oktober 2010 um 19:26 #

Fear, Uncertainty, Doubt + "Support" im Bekanntenkreis

Kuerzlich nem Kunden, der nur sehr einfache Anwendungen machen will (Fotos verwalten, Internet, minimale Office-Anwendung) neues Laptop mit Ubuntu 10.04 angeboten. Alle seine Hardware tut erwiesenermassen mit Ubuntu, keine Software da, die nur mit Windows laeuft. Erstmal alles klar, machen wir so.

Laptop mit DOS besorgt, Windows-Lizenzkosten gespart, Ubuntu drauf, nach minimalen Anpassungen tut alles wunderbar. Backup eingerichtet (rsync auf USB-Platte). Alles Paletti.

Etwas spaeter (als alles auslieferungsfertig war) kam dann ein Anruf "nein, ich will doch lieber Windows, mir ist abgeraten worden, damit koenne man keine an Bildanhaenge an Emails aufmachen, meine Bekannten kennen das nicht, koennen mir nur bei Windows helfen, ...".

Ich: "Man kann ohne Probleme Bildanhaenge an EMails angucken. (...) Wollen Sie vielleicht Dualboot haben, so dass Sie beides alternativ benutzen koennen?".

A: "Nein, NUR Windows."

Kunde ist Koenig, hat jetzt Laptop mit Win7 (Lizenz war dann leider etwas teuerer, da separat besorgt + kommerzielle Backupsoftware).

Hat jetzt halt in Zukunft die gleichen Probleme, wie auch die o.g. Bekannten, die dann vielleicht helfen koennen (oder auch nicht).

Rechner ist ca. halb so schnell wie unter Linux (dank Virenscanner + div. anderer Systemsoftware), braucht andauernd von Hand eingespielte Updates und Rumfummelei mit X Update-Tools, das Uebliche halt. Ausserdem benutzt er nur ca. 3GB der 4 eingebauten, weil Win7/32bit kein PAE macht.

Wer nicht will und auf die falschen Leute hoert, muss eben leiden.

Was lernen wir daraus: gebt keinen (Gratis-)Windows-Support fuer Bekannte und Verwandte, denn das ist einer der Hauptgruende, warum manche Windows benutzen.

  • Re: FUD von 0815 22. Okt 2010 21:35
       
  • Re: FUD von 64 Bit gibt's auch für Win 22. Okt 2010 22:13
       
  • Re: FUD von Jupp 22. Okt 2010 22:14
       
  • Re: FUD von Linux User 23. Okt 2010 00:05
       
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Von Lexi am Fr, 22. Oktober 2010 um 19:39 #

Microsoft ist ein Platzhirsch bei den Büroanwendungen. Wer jemals in einer Firma gearbeitet hat, weiß, welche Schwierigkeiten eine Umstellung weg von Microsoft Office bedeutet. Das bei 100-prozentiger Verfügbarkeit während der Migration. Es ist ein schwieriges Unterfangen und ich kann verstehen, dass man dann lieber Schutzgeld an Microsoft zahlt als migriert.

Ich verstehe aber auch manche Firmen nicht. Es gibt Firmen, die wollen Server auf Windows laufen lassen, obwohl Linux viel geeigneter ist. Das wird denen gesagt, aber die sind auf beiden Ohren taub.

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Von 0815 am Fr, 22. Oktober 2010 um 21:09 #

Es will einfach keiner haben auf dem Desktop.
Warum auch? Wo ist da der Vorteil wenn ich es verwende?
Ich seh da keinen.
Eigentlich sehe ich nur Nachteile im vergleich mit den beiden etablierten Desktopbetriebssystemen, wie z.B. schlechte Treiberunterstützung intern wie extern, kein Qualitätsmanagement man schaue sich nur an was ausgeliefert wird, teilweise nicht mal Beta Staus reif dabei denk ich immer an KDE 4, ist dies eigentlich irgendwann mal fertig? Professionalität in der Entwicklung fehlt mir, lieber ein schlecht laufendes Linux auf eine Playstation ziehen und das als Erfolg feiern als selbstverständliche Funktionen wie z.B ansteuern zweier Monitore unterschiedlicher Auflösung im Betreibssystem zuverlässig funktionierend zu integrieren oder ein Notebook das nach dem Einschlafen auch wieder aufstehen will,
Kontinuität, weiß ich ob die von mir gewählte Distribution oder Software irgendeines 2 oder 3 Mann Projektes nächsten Monat oder Jahr noch unterstützung findet oder überhaupt weiterentwickelt wird? Vielleich haben die kein bock mehr und machen was anderes was mehr spaß macht.

Software...habe ich unter Windows in Massen, kostenlos, gekauft und opensource, überwiegend besser funktioniernd.
Hardwareauswahl unter Windows hoch, es gibt jeden erdenklichen Mist und das geile ist, es gibt Treiber.
Man kann das beliebig weiterführen aber letztendlich:
Es wird keinen Durchbruch auf dem Desktopmarkt geben. Jedenfalls nicht so. Aber das haben Red Had und Novell schon längst erkannt und bleiben deshalb wie der Schuster bei seinen leisten, da wo sie die Stärken sehen.
Da helfen auch keine schwachsinnigen Verschwörungstheorien ggen irgendwelche Händler, Softwarefirmen etc. die gerne angebracht werden.

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Von els78 am Fr, 22. Oktober 2010 um 21:31 #

Wenn wir vom Desktop reden, ist Linux einfach noch nicht so weit und meine persönliche Empfindung = das ist auch gut so!!
Ich hab auch ein paar Jahre damit verbracht in meinem Bekanntenkreis Linux unter zu bringen, mit einem sehr schlechten Erfolg
(außer meiner Frau, die ist voll davon überzeugt und empfiehlt mittlerweile auch OS Software weiter! Aber ich bin halt auch immer vor Ort wenn etwas klemmt).
Gründe dafür gibt es genug und die wurden alle schon mal aufgezählt.

Was ich als weitaus wichtiger empfinde... In sehr vielen diversen Geräte Plattformen wird Linux mittlerweile eingesetzt!!!
Mein Plasma TV, Router, Handy, Blu Ray Player, Server, Media Station usw.. in Zukunft auch Autos (Meego) wer hätte das gedacht vor 10 Jahren??? War die Finanzkrise ein Grund dafür, das viele Hersteller ihre Software Strategie geändert haben?
Oder ist Linux einfach nur geil? ;)

Mfg
els78

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Von Zocker am Fr, 22. Oktober 2010 um 21:33 #

Counterstrike und WOW!

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Von Spaghetticode am Fr, 22. Oktober 2010 um 21:35 #

Mich stört an Linux eigentlich vor allem die mitgelieferte Software, die ziemlich häufig nur mäßig gut funktioniert, Es gibt haufenweise Applikationen, die nicht halten, was sie versprechen. Z.B. Abiword und KOffice. Beides schlicht unbrauchbar. Es wird aber tendenziell so getan, als seien das ernstzunehmende Applikationen.
Ansonsten gab es hin und wieder böse Überraschungen mit der Hardware, aber das habe ich jetzt eigentlich schon lange nicht mehr erlebt.
Trotz aller Kritik würde es mir grauen, wenn ich Windows verwenden würde. Auf Apple habe ich auch keine Lust, habe aber mittlerweile den Verdacht, dass die abgesehen von dem idiotischen Image-Marketing und der Lock-in-policy eigentlich gute Hard- und Software bauen, aber da mag ich mich irren.

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Von Udo2006 am Fr, 22. Oktober 2010 um 22:07 #

Da wir in einer Medialen Welt leben, wird alles aktzeptiert was gehypt wird . Früher kaufte man sich Computer aus einem Grund, weil der Nachbar den auch hatte und der Bekannte und und und...da konnte man leicht an Software kommen. Erst als die sogenannten Homcomputer( die mit festem Betriebsystem wie Commodore.Atari ect.) schlecht vermarktet wurden und deshalb ausstarben. Konnte der IBM Kompatible PC als Spielekiste den durchbruch schaffen. Nur mit Bürosoftware wär der Kasten heute noch immer müll.
Bei den Leuten die früher schon früh neue Technologie angenommen hatten, ist auch heute Linux ein System was genutzt wird. Aber die breite Masse ist nun als "Kunde" dazu gekomme und die ist in der Mehrheit und so heute Richtungsweisend. Früher wurde niemand der es nicht brauchte mit Computern genötigt, heute kommt niemand mehr daran vorbei und beugt sich dem indem er Computer nicht nach rein technischen Gesichtspunkten kauft, sondern wie das Image des Gerätes ist. So kommt Appel immer weiter vor und Linux niemand entscheidet sich für Linux, da für Linux sich entscheiden heisst wissen was es kann oder ob die eigenen Bedürfnisse damit gedeckt werden. Bei Appel und Co werden durch Werbung und Aussagen von Nutzern bei anderen Bedürfnisse erzeugt die glauben nur diese Produkt kann ihre Wünsche erfüllen. Die freiheit die Opensource eine lässt. ist auch das Problem das es sich nicht aufzwingt wir durch Werbung z,b.
Gruß

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Von burli70 am Fr, 22. Oktober 2010 um 22:16 #

Es wurde ja schon mehrfach gesagt, dass ein vernünftiges Angebot fehlt. Aber selbst, wenn es mal eins gibt, geht es doch meistens nach hinten los. Stichwort Netbooks.

Als die ersten Netbooks auf den Markt kamen wurde lieblos ein völlig ungeeignetes Linux draufgeknallt. Da muss man sich nicht wundern, wenn zwei Drittel zurückgegeben werden und das restliche Drittel mit Windows überspielt wird.

Ich hab hier selbst so ein Erlebnis. Ich hab mir ein Belinea o.book 13011 mit Ubuntu gekauft. Ubuntu 9.10 war vorinstalliert. Nur ging bei dem vorinstallierten System kein Wlan und der Akku wird falsch erkannt, was zu einer falschen Ladeanzeige und überflüssigen Warnmeldungen führt.

Wlan geht seit Ubuntu 10.04.1 halbwegs, der Akku spinnt immer noch.

Was soll sowas? Das sind doch nur billige Alternativen für die, die sich die Redmond Steuer sparen wollen und noch eine Lizenz rumliegen haben.

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Von kein Missionar am Fr, 22. Oktober 2010 um 23:05 #

Ob da noch ein paar Millionen Anwender mehr oder weniger Linux verwenden, ist mir voellig wurscht. Ich habe, was ich benoetige und fertig. Auf den Durchbruch kann ich gut verzichten, da hat man nur die DAUs am Hals und man ist die gemuetliche, schadsoftwarearme Ecke los.

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Von ein niemand am Sa, 23. Oktober 2010 um 00:36 #

1. Killer-Apps.

Linux fehlen Apps die es sonst nirgendwo gibt und die Großkunden zwingen würden, Linux zu Nutzen, nur um diese Apps nutzen zu können. Windows und Macs sind überhaupt erst so groß geworden, nicht weil sie als nicht-exklusive Platformen ach so toll waren.

2. Core-Plattform die sich über 1-2 Jahrzehnte nicht ändert.

Linux wird dermaßen beschissen oft geupdatet, dass es nicht mehr lustig ist. Sobald Platform n+1 verfügbar ist, bekommt man für Version n keine neuen Apps mehr, es sei denn, jemand erbarmt sich höchst unoffiziell.

Könnten sie sich alle auf einen Satz von Libs mal einigen, und den dann über ein jahrzehnt stabil halten, würde das für die Plattform wunder wirken. Nein, es reicht nicht wenn sich einzelne Distributionen ab und zu mal abkoppeln, sich selber "stable" nennen, und dann einfach vor sich hin altern, während die Upstream-Entwicklung im hintergrund ungebremst weiter geht und keine neue App-version mehr auf den "stable"-Plattformen installiert werden kann.


Das Ding ist folgendes: Normal-Nutzer, wenn es sich nicht grad um hippe versionsgeile Immerdasneustehaber handelt, wollen stabilität. Sie wollen ein gewohntes System, das sich über Jahre und Jahre und Jahre nicht ändert und über Jahre und jahre und Jahre gepflegt wird. Ob man es glaubt oder nicht, Windows leistet genau das, von der einen oder anderen winzigen kosmetischen Änderung abgesehen. Bei Linux dagegen ist es auf ein jahr alten systemen im schnitt und in der Regel nicht mehr möglich, neue Software zu installieren. Irgendwelche inoffiziellen "Backports" gibts immer, aber das sind dann Mitleidswohltaten von freiwilligen, kein durchdachtes system.

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Von haha am Sa, 23. Oktober 2010 um 09:28 #

Es fehlt die Kombination von Leuten...

... mit hohem IT-Fachwissen
... auf dem Posten von Entscheidungsträgern

Leider gibt es auf diesen Posten meistens nur Powerpoint- uns Excel-Ingenieuere oder sog. Wirtschafts-IT-ler, welche ihre eingefahrenen Strukturen nicht verlassen wollen und auch kein unternehmerisches Risiko eingehen ;(

bye haha

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Von seb-eisdrache am Sa, 23. Oktober 2010 um 09:35 #

Hallo, ich arbeite als Elektroniker in einen Hüttenwerk und die Software zur Steuerung der Anlagen ist meist Windows. Dies liegt daran das die meisten Hersteller von Steuerungsanlagen ihre Progammier und Leitstandtools für Windows entwickeln, vermutlich weil es durch die oben genanten Gründe weit verbreitet ist.

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Von name am Sa, 23. Oktober 2010 um 11:47 #
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Von Vastator am Sa, 23. Oktober 2010 um 12:15 #

Linux ist nicht besser als Wind__f oder umgekehrt. Es ist eben anders. Ich benutze beide Systeme und bin mit beiden sehr zufrieden. Beide haben Vorteile - beide Nachteile. Ich denke, es ist wichtig, dass man weiss, was man mit einem OS "machen" will. Ich persönlich will Funktionalität - Flexibilität - und die Möglichkeit, "mein" OS nach "meinen" Ansprüchen konfigurieren "können" - - - das habe ich bei Linux gefunden. Bumm :-)

P.S. Die Wahrheit siegt nie - ihre Gegner sterben nur aus :D

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Von wolf51 am Sa, 23. Oktober 2010 um 12:16 #

habe als user Linux seit ca 15 Jahren im Betrieb;nutze dual-boot, mal mehr Windows , mal mehr Linux; habe in meiner Familie viele Kinder, viele PCs und Laptops; nur ein Kind (17 J.) benutzt Linux Mint in älterer Version. Meine Frau benutzt Computer nur zwangsweise. Es werden Anwendungen fast jeden Typs genutzt. Die anderen Mitglieder meiner Familie haben bei intensiver Nutzung des Computers kein Interesse sich mit dem Betriebssystem zu befassen, überhaupt etwas davon wahrzunehmen.
Die Oberfläche muß völlig einfach, stabil, ansprechend und selbsterklärend sein. Anwedungen müssen out of the box ohne viel Frickelei laufen.
Die Diskussionen um Linux vermitteln - noch immer - den Eindruck, Linux sei eine Spielwiese für Arroganzlinge mit Überlegenheitswahn.

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Von emaN am Sa, 23. Oktober 2010 um 13:48 #

Guckt man sich nur mal den Audio Bereich an, kriegt man das blanke Kotzen. Städig gibts was neues und alles Alte ist obsolet und bla bli blup. So gibt das nie was ernstes. Ist leider in anderen Bereichen auch so. Das Potential ist da, nur dadurch das keiner sagt: das machen wir jetzt so und so, eigentlich genau das was Linus im Kernel tut und richtig ist, wird es keinen Durchbruch geben. LEIDER

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Von Superuser am Sa, 23. Oktober 2010 um 14:24 #

Also ich habe vor 11 Jahren mich mit einem Fileserver und einer Anwendung zu Linux vorgewagt. Das System ist einfach im Vergleich zu M$ unschlagbar, modular und mit dem Standart LSB mE auch für alle Fälle gerüstet. Aber der normale Anwender will sich nicht um Pakete usw. kümmern. Er will eine Software auf Klick installieren und sehen und loslegen oder wieder deinstallieren. Er will sich nicht um Paketformate usw. kümmern und er will ehrlich gesagt eigentlich genauso auf Windows-Applikation klicken und die solln sich dann bitte in nem Emulator wiederfinden ENDE
Wenn das erreicht ist, dann wird sich Linux sofort und Total durchsetzen, weil es keinen Grund gibt es nicht zu benutzen. Aber erst dann und nicht vorher!

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Von Angst am Sa, 23. Oktober 2010 um 14:31 #

Wenn selbst bei _offiziellen_ Builds solch Meldungen zu lesen ist, dann ist man doch zutiefst verunsichert, ob das neue KDE4 wirklich so stabil ist, wie von den Fanboys propagiert:

They may not work. They may not even install. They may make your monitor explode in a shower of glass. EVEN LCDs, WHICH DON'T CONTAIN ANY GLASS! They may make your children grow horns, and cause the people in your neighborhood to explode spontaneously while doing the Macarena. They will rip out your eyeballs, and eat your soul with a really dull spoon, laughing and cackling while forcing Cheerios up your nose. They will make your intestines explode in a rain of confetti, while evil clowns bite your feet.

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Von AndyIII am Sa, 23. Oktober 2010 um 14:35 #

Ich habe von Ubuntu LTS auf Ubuntu 10.10 geupgraded. Nun komme ich nur noch in den Runlevel 2. Schuld sind offentlichlich meine installierten Nvidia-Treiber, keiner Ahnung welchen Treiber genau ich installiert vorher hatte. :huh:

Dieser Fehler war während der Betaphase bekannt und hat mir nun mein System zerschossen. Ich weiss gar nicht, was ich machen soll. Wie kann so etwas überhaupt passieren?

Linux braucht für die Stabilität als Desktop OS:
- mehr automatisierte Tests, mit Virtualisierung alles kein Ding. Runtimetests, statische Analyse, Unittests, build tests, use cases usw.
- im Kern muss ein System immer stabil sein.
- bessere debuggingtools werden benötigt.
- Komplexität ist ein Feind.

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Von heinz am Sa, 23. Oktober 2010 um 15:15 #

linux besteht aus separaten bestandteilen die mehr oder weniger gut miteinander verknüpft sind, wobei diese noch in redundanter form vorhanden sind. So verringert man keine komplexität sondern erzeugt sie und genau deshalb ist linux für normalos so kompliziert und frickelig, es ist nicht aus einem guss, wird es auch nie sein, weil einzelkomponenten nicht von zentraler stelle aus koordiniert werden. Genaus DAS haben windows und macosx Linux voraus, deshalb dominieren sie den markt der endanwender und locken zahlreiche entwickler professioneller endanwendersoftware an.

da wird auch die xte distribution nichts daran ändern wenn sie weiterhin nur die gängige software bundelt ein paar selbstgestrickte alibitools mitliefert und das bootlogo ändert. da muss einfach mal grundlegend mit den sense durchgefahren werden aber das kostet manpower und letztendlich viel geld, solange die comunity das nicht begreift und selber in angriff nimmt. solange sich hier nichts ändert ist linux eine riesige vergeudung von entwicklerresourcen, linux könnte schon lange den markt dominieren aber da hängen einfach zu vielen grüppchen dran die ihre vorstellungen und eitelkeiten haben, so wird das nie was um ms ernsthaft zu schaden, von ein paar nischen mal abgesehen.

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Von Meine Ukelele am Sa, 23. Oktober 2010 um 15:55 #

Es gibt keine durchgängigen, zuverlässigen und stabilen Strukturen.
Keine Kontinuität und Abwärtskompatibilität.

Stattdessen massenhaft unverträglicher Frickelkram, der alle paar Wochen/Monate
über den Haufen geworfen wird. Und die logische Konsequenz daraus ist,
das es auch keine Unterstützung gibt, weil sich eben kein Entwickler/Firma alle
paar Wochen/Monate ihre Arbeit zunichte machen läßt.

Solange sich daran nichts ändert, solange ist der LINUX-Desktop nicht massenmarkttauglich.
Solange wird der LINUX-Desktop auch nicht aus seiner <1%-Frickler-Ecke herauskommen.
Solange werden auch die großen Hersteller LINUX nicht unertsützen


Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen ?

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Von Erkenner der Wahrheit am Sa, 23. Oktober 2010 um 16:03 #

Beste was gibt. Basta!

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Von Atalanttore am Sa, 23. Oktober 2010 um 20:28 #

Der DAU versteht nicht was eine Distribution ist und beurteilt ein Betriebssystem nach dem Aussehen seiner grafischen Oberfläche.

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Von Ravenbird am So, 24. Oktober 2010 um 09:25 #

Ich habe 'Nichts von dem sondern...' gewählt weil es meiner Meinung an verschiedenen Gründen liegt.

  • Schlechte Unterstützung von Hardwareanbietern (Vorinstallation auf Komplettsystemen und Notebooks)

  • Kein einheitliches Paketsystem über alle Distributionsgrenzen und Versionen hinweg das auch das bezahlen von Software ermöglicht.

  • Schlechtes Marketing (gut es hat sich was getan, aber die Präsenz wie z. B. von Windows und anderer Microsoft Produkte ist um Welten höher. Auch richtet sich Werbung von Linux eher an professionelle Anwender den an normale Heimbenutzer.)

  • Es gibt zu wenig kommerzielle Software. Das dürfte vor allen die Spiele betreffen. Aber auch viele kleine Tools fehlen. Klar gibt es da oft einen Ersatz, aber der ist dann meist nur ähnlich und erfüllt nicht zu 100% die selben Anforderungen.

  • Zu geringe Verbreitung an Schulen und Unis (dort ist die Dominanz von Windows meistens nach wie vor erdrückend. Besonders da Microsoft besonders an Schulen und Unis gerne mit Software kostenlos oder sehr billig um sich schmeißt um schon die Kinder und Jugendlichen zu ködern. Lehrer dienen bei dieser Strategie btw. als Multiplikatoren.)

  • Zu wenig Zusammenarbeit zwischen den Distributionen.

  • Verschiedene miteinander konkurrierende DEs (ja manchmal kann Vielfalt auch kontraproduktiv sein)

  • Manchmal seltsame Entscheidungen bei der Entwicklung von DEs (ich sage nur 'Simplifizierungswahn' bei Gnome)
  • Würde man diese Probleme beseitigen denke ich das dem 'Durchbruch' von Linux wirklich nichts mehr entgegen stehen. An der Benutzerfreundlichkeit an sich kann es ja bei modernen Desktopdistributionen wie Ubuntu, OpenSuse, Fedora & Co. wirklich nicht mehr liegen. Die ist nämlich gegeben.

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 24. Okt 2010 um 09:26.
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    Von USER am So, 24. Oktober 2010 um 10:26 #

    Das einzige was fehlt ist die Nutzersicht.
    Wenn ich zum Beispiel in einem Forum wie diesen auf einen Fehler oder eine fehlende Funktion in einem Linux-Programm hinweise (und ich mache das stets höflich), dann bekomme ich sehr oft zu hören: "Es ist open source, wenn es dir nicht passt, dann kannst Du es ja implementieren". Nein kann ich nicht, denn ich bin nicht Entwickler sondern User! Aber das ist genau das Problem: Linux ist in vielen Bereichen von Entwicklern für Entwickler! Es fehlt der durchgängig der Anwalt für den User!

    hier ein Beispiel: Auf meine Frage, wo denn die Druckvorschau in einigen KDE-Programmen geblieben ist, bekam ich zur Antwort, "man habe den Print-Dialog optimiert und dafür die Druckvorschau herausgenommen. Die Druckvorschau könne aber mit wenigen Programmzeilen in die jeweilige App wieder eingebaut werden". Wass soll ich bitte machen ? Hallo, ich bin ein USER! Das schlimme ist: dies war eine Funktion die schonmal da war und prima funktioniert hat. Und zwar eine grundlegende!

    Hier noch der Disklaimer: "ich finde linux toll und danke allen die zum großen teil freiwillig oder kostenlos daran mitgearbeitet haben."

    würde mich freuen hier ein paar konstruktive antworten zu bekommen, ob an dem genannte problem vielleicht schon gearbeitet wird.

    Gruß USER

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    Von Ulf321 am Mo, 25. Oktober 2010 um 01:46 #

    300!

    • Re: 300! von qwertz 25. Okt 2010 01:53
         
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    Von Bilbo am Mo, 25. Oktober 2010 um 11:26 #


    Denn die landläufige Meinung da draußen ist:

    "Nicht ausgereift genug. Freie Software ist doch was für Hacker."

    Und auf die kommt es an.

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    Von Sauer am Mo, 25. Oktober 2010 um 11:48 #

    Was bei Linux auch total nervt, ist das ehemals sehr gute Programme verhunzt.

    Das aktuellste Beispiel wäre hier der Taschenrechner von Gnome.
    Die neue GUI ist absolut benutzerunfreundlich und im Design ne Katastrophe.


    Ich habe keine Ahnung was der Typ, der diese ehemals gute GUI versaut hat, geraucht hat, aber man sollte ihn definitiv auf Drogenentzug schicken.

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    Von Sauer am Mo, 25. Oktober 2010 um 11:49 #

    Was bei Linux auch total nervt, ist das ehemals sehr gute Programme verhunzt werden.

    Das aktuellste Beispiel wäre hier der Taschenrechner von Gnome.
    Die neue GUI ist absolut benutzerunfreundlich und im Design ne Katastrophe.


    Ich habe keine Ahnung was der Typ, der diese ehemals gute GUI versaut hat, geraucht hat, aber man sollte ihn definitiv auf Drogenentzug schicken.

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    Von Randy Andy am Mo, 29. November 2010 um 13:36 #

    Diese Koppelgeschäfte mit vorinstalliertem /vergünstigtem M$-OS dürfte es schon aus Wettberwerbsrechtlichen Gründen so nicht geben! Der Preis des OS müsste stets separat ausgeschildert sein, und ich müsste stets die Wahl haben exakt den gleichen PC auch ohne OS zu kaufen, bei Nachlass des Kaufpreises für das OS.
    Sch... M$-Monopol welches die Vertriebswege unter Druck setzt, die Statistik verfälscht, da nur verkaufte OS gezählt werden, gehört abgeschafft.
    Meine letzten beiden PC musste ich mit Vista & Win7 kaufen obwohl ich das nicht vorhatte zu nutzen, und das auch weiterhin nicht gedenke!
    Um den Kaufpreis zurückzuerhalten hätte ich klagen, oder das Schnäppchenangebot stehen lassen müssen.
    Ist doch klar dass sich viele Verbraucher davon abschrecken lassen, besonders die ohne Rechtsschutzvers.
    Hinzu kommt natürlich noch die schlechte Linux-Treiberunterstützung der Hardware-Hersteller.

    A.

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