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Thema: Nutzen Sie regelmäßig Windows?

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Von roy am Fr, 8. Januar 2016 um 19:28 #

Habe viele Jahre den Linux-Only weg gefahren mit allen damit verbundenen positiven wie negativen Seiten. Doch nun ist wieder ein Windows parallel auf dem Rechner.

Im Office-Alltag kann man sich mittlerweile ganz gut von Windows verabschieden. Entweder es gibt brauchbare Alternativen oder man kann es über den Browser nutzen.

Im restlichen Umfeld sieht es eher bescheiden aus.
Bei Grafik & Videobearbeitung tritt Linux auf der Stelle. Bei meinem Hobby Musikproduktion sind auch kaum Fortschritte zu sehen. Eher geht es Rückwärts. Aber auch bei Entwicklungstools für Elektronik, Embedded oder Robotics schaut man verwundert, dass Hersteller für ihre Werkzeuge zu gern auf Windows mit VS/.NET setzen. Selbst, wenn am Ende ein Linux auf den Dingern ist.

Unter Linux scheint man sich damit zu begnügen zum x-ten mal KDE und Gnome neu auf zulgen und neue Baustellen zu schaffen, statt allgemein brauchbare Werkzeuge zu liefern. Die großen Distributoren interessiert auch nur noch Server und Cloud-Infrastruktur.

Ich will nicht sagen, dass ich aufgegeben habe und setze wo es geht auf möglicht plattformübergreifende Formate. Aber irgendwie will ich mit der Kiste auch mal arbeiten und nicht weiter gegen Windmühlen kämpfen.

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    Von bremse am Sa, 9. Januar 2016 um 04:31 #

    Im restlichen Umfeld sieht es eher bescheiden aus.
    Bei Grafik & Videobearbeitung tritt Linux auf der Stelle. Bei meinem Hobby Musikproduktion sind auch kaum Fortschritte zu sehen. Eher geht es Rückwärts. Aber auch bei Entwicklungstools für Elektronik, Embedded oder Robotics schaut man verwundert, dass Hersteller für ihre Werkzeuge zu gern auf Windows mit VS/.NET setzen. Selbst, wenn am Ende ein Linux auf den Dingern ist.
    Na ja, das ist m.E. so Absolut nicht zu sagen.
    Grafik- und Videobearbeitung kann durchaus gut unter Linux funktionieren. Da würde ich immer sagen "kommt drauf an". ;)
    Bei Embedded sieht es aber mal gar nicht so schlecht aus.

    Im Bereich Robotik ist so ziemlich noch Alles möglich. - Der Bereich ist ja ebenfalls sehr groß und umfaßt ein ziemlich weites Feld. Bei Neuentwicklungen hat man im Grunde oft noch freie Wahl.
    Bei Industrieanlagen ist es oft einfach das "Problem", dass das Zeugs viele Jahre im Einsatz ist und/oder sein soll. Da kommen bei Vielen mittlerweile auch mit Windows Probleme auf, weil dort oft noch Uraltsoftware läuft, die auch ein aktuelles Windows nicht mehr einfach so mitmacht.
    Was in dem Bereich Entwicklungsumgebungen angeht, kann man dort wohl so ziemlich alles finden.

    Unter Linux scheint man sich damit zu begnügen zum x-ten mal KDE und Gnome neu auf zulgen und neue Baustellen zu schaffen, statt allgemein brauchbare Werkzeuge zu liefern. Die großen Distributoren interessiert auch nur noch Server und Cloud-Infrastruktur.

    Das scheint mir doch ein wenig zu allgemein betrachtet. Suse und RH haben natürlich eine recht bestimmte Auslegung. Wenn's paßt, kann man damit ganz gut fahren.
    (Muß man persönlich aber nicht als passend empfinden und auch nicht verwenden, wenn es einem nicht zusagt. Ubuntu ist mir bspw. ein wenig ... "inkonsequent" unterwegs.)
    Wir verwenden deswegen seit einigen Jahren Debian in der Firma.

    Was Gnome angeht, da kann ich persönlich wenig mit anfangen. Die scheinen mir einen ähnlichen Spagat wie MS hinlegen zu wollen. Vielleicht haben die am Ende ja sogar das bessere Konzept? Ich weiß es nicht.

    Von KDE sind wir in weiten Teilen weg. Das wird bei jedem größeren Qt-Versionswechsel "neu aufgelegt". Die "Altversion", endlich gut funktionierend, wird nicht mehr weitergepflegt, die neue Version, an vielen Stellen noch richtig kaputt, soll das dann ersetzen.
    Der Wechsel von KDE2 auf KDE3 verlief schon nicht so ganz glücklich, der Wechsel auf KDE4 war desaströs und der Wechsel auf "KDE5" (nenne ich ganz bewußt "KDE5") klemmt auch wieder gewaltig.
    Schade eigentlich, weil das Potenzial m.E. durchaus da wäre.

    So nutzen wir eben noch ein paar KDE-Anwendungen und ansonsten als Desktop XFCE.

    Das Einzige, was ja mittlerweile weit besser als früher funktioniert, man kann Qt- und Gtk-Zeugs auf dem Desktop mischen, wie man lustig ist. Paßt sich ja recht gut an.

    Ich glaube, es fehlt "Linux" (auf dem Desktop) an genau einem Punkt:
    Eine Art der Finanzierung, die es ermöglicht, eine bestimmte Entwicklung langfristig voranzutreiben.

    Bei LO ist das mittlerweile gut möglich. Da spendet man an die Foundation, kann Wünsche äußern, ...
    Einfache Spendenmöglichkeiten bspw. an Debian muß man schon sehr suchen.

    Ich wünschte mir da insgesamt einfachere Möglichkeiten, bspw. auch für KDE, XFCE, LXQT, ...
    Eine Liste an ausstehenden Punkten und dann eine entspechende Spendenkampagne. (Eben zusätzlich und nicht nur ganz allgemein an das entsprechende Desktopprojekt.)

    Ähnliches könnte auch andere Projekte weiterbringen. 8)

    PS. Ja, ich sehe durchaus das Monetäre als Problem. Egal, wie viel an ehrenamtlicher und/oder hobbymäßiger Entwicklung stattfindet, ganz ohne bezahlte Leute geht es eben auch nicht.

    Bei größeren Projekten geht es auch nicht ohne "Organisatoren", die den Haufen am Laufen halten.

    (Gut an KDE zu sehen. Erst fiel Trolltech weg, dann pickte sich Nokia nur das heraus, was benötigt wurde, dann war auch dort Schluß. Das erschwert eine kontinuierliche Arbeit ungemein.)

    Weswegen ich jährlich rein privat auch weit mehr an einige Projekte spende, als ich für Windows und Software für Windows je bezahlen mußte.
    Nicht nur, weil ich mit Linux (auch auf dem Desktop) besser zurechtkomme, als das je mit Windows der Fall war, ich finde schon den Punkt der OSS einfach besser. - Nennt mich ruhig einen Überzeugungstäter. :lol:

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    Von unreal am Sa, 9. Januar 2016 um 07:05 #

    > Bei Grafik & Videobearbeitung tritt Linux auf der Stelle.

    Blender, Darktable, Cinelerra, Gimp, ArgyllCMS

    (Auch bei den einfacheren Programmen hat sich in den letzten Jahren einiges getan)

    Wo genau ist das Problem? Was fehlt den oben genannten Programmen?

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