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Thema: Nutzen Sie regelmäßig Windows?

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Von k_tz am Sa, 9. Januar 2016 um 16:44 #

Das stimmt so nicht, wobei aber auch nicht klar ist, was Du eigentlich meinst.


a) Zu den ATI-Grafikkarten:

Alle Radeon-Karten ab der Radeon 7000 werden unter Linux voll unterstützt und zwar mit dem freien Radeon-Treiber, die meisten Radeon-Karten auch mit 3D. So funktioniert meine Radeon 7500 aus dem Jahre 2001 immer noch, mit 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung, was diese übrigens schon seit Suse 8.1 so tat.

Falls Du Debian Jessie benutzt, so musst Du bei Radeon-Grafikchips das Paket linux-firmware-non-free nachinstallieren, unter Ubuntu, openSUSE und den meisten andreen Distros betseht dieses Problem nicht.

Es gibt übrigens sogar einen Entwickler, der die EXA-Unterstützung für die uralten R128 (Ati Rage)-Grafikkarten zu Ende implementiert hat. Ab Mesa 8.0 fehlt hier allerdings - außer in Ubuntu 12.04 nach Zuschalten eines externen PPAs - die 3D-Unterstützung, da die DRI1-Treiber mittlerweile aus Xorg entfernt wurden. Diese Uralt-Hardware ist meist in noch nicht ganz so alten Apple-Rechnern und einigen Notebooktypen verbaut.


b) Zu 64bit-only-Linuxdistros:

Die einzigen Mainstream-Linuxe, die demnächst 64bit-only sein werden, sind openSUSE und Fedora.

Dabei gibt es openSUSE 13.1 und 13.2 noch in 32bit, nur 42.1 ist 64bit-only. IMO eine höchst riskante Entscheidung, die aber vornehmlich damit zu tun hat, dass sich die openSUSE-Community offenbar langsam selbst auflöst, weshalb die Maintainer fehlen. Leap 42.1 kann nachwievor in 32bit gebaut werden, vor einigen Wochen wurde dabei versehentlich eine Kernel i686-Kernelserie in den Leap-Repos veröffentlicht. Es gibt aber keinen Maintainer, der den Build-Prozeß überwachen und dafür mit seiner Freitzeit gerade stehen möchte. Deshalb ist i686 unter Leap 42.1 gewissermaßen "ausgefallen". Es wird zwar immer angeführt, dass die SLES12-Basis auch nur 64bit sei, das ist aber nicht der wahre Grund: Zum anderen gibt es Tumleweed noch in 32bit und zum anderen besteht die "SLES-Tumbleweed-Chimäre" Leap 42.1 nur zu einem Teil aus SLES12-Software, da u.a. Kernel und KDE bleeding-edge sind, weil diese aus Tumbleweed stammen.

IMO wird langfristig nur openSUSE Tumbleweed übrig bleiben, womit dann quasi zwei "Fedoras" existieren, eines von openSUSE und eines von Red Hat.

Bei Fedora ist das mit 32bit IMO nicht so wichtig. Zum einen ist Fedora schon immer bleeding-edge gewesen, zum anderen existieren CentOS 5 bis 7 mit Langzeitunterstützung gewissermaßen als LTS-Fedoras, etwas, was openSUSE so nicht kennt. Und CentOS7 wurde im Gegensatz zu RHEL7 und SLES12 vor kurzem auch in einer 32bit-Version veröffentlicht.

Zu den alten Kisten: Debian Wheezy läuft immer noch auf alten AMD K6-Rechnern mit 256MB Ram. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich mir den Spaß erlaube, eine solche alte Kiste als LVM-vsftpd-Rechner zu benutzen. Selbst der uralte Dawicontrol DC2975-SCSI-Controller wird noch problemlos eingebunden.

Das kann Windows 10 ganz bestimmt auch?

Das glaube ich nicht. Der erwähnte 400MHz-Prozessor bricht ganz bestimmt schon beim Ausführen der ersten Spywareprogramme komplett zusammen. :-)

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