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Thema: Braucht eine grafische Oberfläche Netzwerktransparenz?

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Von pvb123 am Fr, 19. November 2010 um 16:55 #

Netzwerktransparenz mit X11 ist seit Jahren Standard bei unixoiden Systemen. So etwas darf nicht gestrichen werden !!!

Jedenfalls muss ein vernünftiges Unix X11 können.
Bei OS-X geht das über eine spezielle Anwendung, die einen X11 Server zur Verfügung stellt.

Einfach streichen darf man X11 auf keinen Fall.

Das verbietet sich schon deshalb, weil es in der freien Wildbahn viele Systeme gibt, die damit arbeiten. Eine Verbindung mit diesen Systemen wäre dann nicht mehr möglich. Ich stelle mir gerade einen Inbetriebnehmer vor, der Modernisierungen von alten Industrieanlagen zu machen hat und darauf angewiesen ist, sich mit den Altsystemen verbinden zu können.

Neue Features sind ja ganz nett.
Man muss aber vorsichtig sein und darf Standards nicht über den Haufen schmeissen.

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    Von lasdjflsdjf am Fr, 19. November 2010 um 17:05 #


    Einfach streichen darf man X11 auf keinen Fall.

    Das wird es auch nicht. Wayland wird, ähnlich wie MacOS, einen eingebetteten X-Server mitbringen. Der X-Server wird halt zu einem einfachen Client degradiert. Die Kompatibilität bleibt also vollständig erhalten.

    Daher ist das ganze Gejammer um die wegfallende Netzwerktransparenz auch so albern. Die Applikationen, die das wirklich benötigen, können weiterhin einen X11-Modus anbieten. Die Zukunft wird dann zeigen, wie wichtig die Netzwerktransparenz wirklich ist.

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      Von pvb123 am Fr, 19. November 2010 um 17:32 #

      X11 MUSS funktionieren, sonst ist das System für mich nicht brauchbar.
      Grund: Ich MUSS in der Lage sein mit Altanlagen arbeiten zu können.

      Wie das erreicht wird, ist mir erst mal egal, hauptsache es funktioniert.
      Z.B. habe ich einige Zeit suchen müssen, bis ich openSUSE wieder dazu bewegt habe auf Port 6000 zu lauschen. X11 muss auch ohne ssh -X laufen können, wenn man mit Altanlagen zu tun hat.

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        Von Ravenbird am Sa, 20. November 2010 um 08:37 #

        Und wo genau ist jetzt Dein Problem? Wayland das hoffentlich in Absehbarer Zeit in allen großen Distributionen Einzug halten wird erlaubt wie von anderen weiter oben erwähnt weiterhin die Möglichkeit einen normalen X-Server eingebettet laufen zu lassen um die nötige Kompatibilität zu ermöglichen. Die Frage die sich für Dich evtl. stellt ist eher die, ob wenn Wayland sich etabliert hat die Anwendungen die Du Remote nutzen willst noch auf dem alt hergebrachten X-Server laufen oder auf Wayland portiert wurden. Persönlich bin ich was das Konzept von Wayland betrifft ein absoluter Befürworter. Netzwerktransparenz sollte durch ein Modul oder ein externes Programm (wie Heute z. B. mit NX) für jene die es brauchen nachrüstbar sein.

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      Von ui am Fr, 19. November 2010 um 19:19 #

      > Das wird es auch nicht. Wayland wird, ähnlich wie MacOS, einen eingebetteten X-Server mitbringen. Der X-Server wird halt > zu einem einfachen Client degradiert. Die Kompatibilität bleibt also vollständig erhalten.

      Nein, weil das nur mit X11 Apps geht, Wayland Apps kriege ich dann nicht über das Netz. Und für mich ist die Möglichkeit einzelne Fenster per Netz auf meinen Desktop das Killerfeature von X11.

      Auf der Arbeit muss ich immer mehrere Citrix und RDP Session offen haben, das nervt tierisch weil man zwischen den ganzen verschieden Desktops schnell durcheinander kommt. Intuitiv ist was anderes, mir wäre es lieber wenn ich mir nur die einzelnen Apps die auf den remote Kisten laufen rüberholen könnte und nur noch einen Desktop mit *einem*Window Manager hätte.

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        Von Ravenbird am Sa, 20. November 2010 um 08:41 #

        Nein, weil das nur mit X11 Apps geht, Wayland Apps kriege ich dann nicht über das Netz. Und für mich ist die Möglichkeit einzelne Fenster per Netz auf meinen Desktop das Killerfeature von X11.

        Ich nehme das Du das nur via schnellen internen Netz machst oder? Den fürs Internet braucht man schon eine sehr schnelle Anbindung um das wirklich flüssig zu realisieren. Imho sollte man die Möglichkeit der Netzwerktransparenz als eigenständiges Modul oder als externes Programm zu realisieren. Dann können es jene die es brauchen nutzen und jene die es nicht brauchen müssen es nicht mit sich herum schleppen.

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    Von Christopher Roy Bratusek am Fr, 19. November 2010 um 17:08 #

    >> Jedenfalls muss ein vernünftiges Unix X11 können.

    Es muss nicht X11 können, sondern einen XServer haben.
    Du verlangst von KDE oder GNOME ja auch, dass sie einen Windowmanager haben, nicht dass sie EMWH können.

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    Von theBohemian am Sa, 20. November 2010 um 12:10 #

    > X11 darf nicht gestrichen werden
    Doch es gibt Anwendungsbereiche in denen X11 *keinen* Sinn macht und dort wird auch schon seit Jahren kein X11 verwendet. Gemeint sind: Smartphones, Netbooks, Industrieanlagen, Kassensysteme, usw.

    Android benutzt kein X11.
    QtEmbedded wird oft mit simplen Framebuffer laufen gelassen.

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