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Thema: Zogen Sie Konsequenzen aus der Übernahme von GitHub?

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Von Nur ein Leser am Fr, 12. April 2019 um 14:36 #

...isch aaabe gar keine GitHub!
Noch nie gehabt, bin da reiner Konsument der u.a. dort im Quelltext gehosteten Software.

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Von Töppke am Fr, 12. April 2019 um 16:07 #

Habe den Begriff hier und da schon gelesen, aber :
Musste erst mal googeln was das eigentlich genau ist. GitHub. Also nee brauche ich nicht

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    Von Buster am Fr, 12. April 2019 um 16:44 #

    Das ist nicht weiter schlimm. Den G00gle-Hupf würde ich für so etwas allerdings nicht benutzen. Da läuft mir ein kalter Schauer den Rücken runter. Musste ihn jüngst aber zwangsläufig benutzen, um nach einer anderen Suchmaschine zu suchen. Für ein brauchbares Ergebnis habe ich einen halben Tag gebraucht.

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Von kraileth am Fr, 12. April 2019 um 16:23 #

Ja, habe Konsequenzen daraus gezogen, was aber nicht heißt, daß ich GitHub den Laufpass gegeben hätte. Sehr viele wichtige Projekte sind weiterhin dort und ich halte einen Komplettboykott weder für geboten noch für sinnvoll. Ich halte auch viele andere Alternativen für technisch (!) sehr viel schlechter, z.B. GitLab. Es ist zwar super daß jedes Projekt sich selbst etwas aufsetzen kann, aber damit geht eben das zentrale Element verloren, das GH zu einem großen Teil ausmacht. Außerdem ist aus Sicht eines Paketbetreuers die fehlende Tarball-Generierung für Releases sehr, sehr hinderlich...

Allerdings hat der Verkauf von GH gezeigt, wie unschön es ist, wenn derart wichtige Infrastruktur für Open-Sorce in der Hand einer Firma ist - und theoretisch ganz verschwinden könnte, wenn diese Firma es möchte. Erinnert sich jemand an die Auswirkungen des Endes von BerliOS? Obwohl das international längst keinen so wichtigen Stellenwert hatte, war es ziemlich ärgerlich und einige Dinge sind möglicherweise unwiederbringlich verschwunden.

Die Konsequenz, die ich aus dem Verkauf gezogen habe, ist vor allem, daß ich bei der gemeinnützigen Alternative codeberg.org Mitglied geworden bin und meine Git-Repos in Zukunft dort hosten will. Das Projekt steht zwar noch ziemlich am Anfang, aber es hat aus meiner Sicht großes Potential. Es sind zwar nur ein paar Euros, die ich zahle, aber sie sind dort bestimmt nicht schlecht angelegt - und in Hinblick darauf, daß ich praktisch nur Open-Source verwende, ist es nur naheliegend nicht nur Zeit, sondern auch mal ein bißchen Geld für den Erhalt davon zu invenstieren.

Außerdem mag ich eigentlich die Git-Alternative Fossil sehr. Wenn es nicht so ein Exot wäre, würde ich es gerne viel häufiger einsetzen... Aber das ist ein Thema für sich.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 12. Apr 2019 um 16:27.
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    Von 1ras am Fr, 12. April 2019 um 17:27 #

    Die Zentralisierung ist genau die Achillesferse des heutigen Internets. Sie widerspricht dem Grundgedanken des Internets als ausfallsicheres Netzwerk und ist eine direkte Auswirkung der fortgeschrittenen Kommerzialisierung.

    GH ist dabei nur ein Beispiel unter vielen. Die Vorteile eines zentralen Elements kommen nicht ohne Nachteile und diese können gravierend sein. Dabei geht es nicht nur um den Ausfall oder die Übernahme zentraler Infrastruktur, sondern auch um dessen Lock-In-Effekt. Microsoft hat auf diese Weise ein komplettes Betriebssystem-Imperium geschaffen. Es ist also nicht so, dass wir aus der Geschichte nicht lernen konnten sondern vielmehr so, dass wir immer wieder in Versuchung geraten, die gleichen Fehler erneut zu machen.

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      Von kraileth am Mo, 15. April 2019 um 08:09 #

      Aus meiner Sicht ist die Strukturfrage keine Frage an sich, sondern muß in Hinblick auf jeweilige Voraussetzungen gesehen werden. Wenn es um die Ausfallsicherheit geht, ist ein verteilter Ansatz definitiv zu bevorzugen, da stimme ich zu. Sofern es aber um die einfache wechselseitige Mitarbeit zwischen verschiedenen Open-Source-Projekten gehen soll, hat eine gewisse Zentralisierung ihre Vorteile: Mit einem GH-Account kann ich bei zigtausenden von Projekten einen Fehler melden / Verbesserungsvorschläge machen oder einen Pull Request setzen.

      Bei ausreichend motivierten und üppig mit Freizeit ausgestatteten Open-Source-Entwicklern ist es kein Problem, sich im Bug-Tracker von dutzenden oder hunderten von Projekten zu registrieren, im Fall der Fälle anzumelden und einen Report zu schreiben. Die Hürde, eine kleine Änderung einzubringen, ist unterschiedlich hoch: Von relativ einfach und recht schnell durchgeführt bis ziemlich kompliziert und mit hohem Aufwand verbunden. Anders im Falle von GH.

      Daß es besser ginge (z.B. unterschiedliche Plattformen mit offenen Schnittstellen!) sei nicht bestritten. Ich nutze GH auch nicht, weil ich es abgöttisch liebe, sondern weil es aus pragmatischen Gesichtspunkten das beste ist, was wir derzeit haben - wie gesagt, ich unterstütze eine Alternative. Aber ich muß auch sagen, daß ich den Einwand gegen die Zentralisierung in diesem Fall für etwas weniger stichhaltig erachte - immerhin geht es um Git. Wenn GH über Nacht verschwände, ginge an Quellcode und Historie wahrscheinlich nahezu nichts endgültig verloren, da auf den Platten vieler Nutzer komplette Kopien der Repos sind. Was verloren ginge, wären gemeldete Fehler usw. (was bei Fossil z.B. nicht der Fall wäre, da auch Wiki-Einträge usw. zum Repo gehören) und für einige Tage dürfte Chaos herrschen, wenn für die Paketierer die Distfiles nicht wie gewohnt erreichbar sind. Sicherlich nicht schön, aber ein viel geringeres Risiko als die Bedrohung durch das Verschwinden von Seiten wie Source Forge, wo immernoch recht viele Projekte Subversion nutzen, mit zentralen statt verteilten Repos.

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        Von 1ras am Mo, 15. April 2019 um 16:33 #

        Unbestritten hat eine Zentralisierung immer auch Vorteile, sonst würde sie erst gar nicht entstehen. Nur haben die Vorteile eben ihren Preis. Git ist dabei nicht das Problem sondern der darum herum geschaffene Lock-In-Effekt. Und natürlich erschwert Zentralisierung immer auch das Überleben möglicher Alternativen.

        Wenn übrigens Quellcode verwaister Projekte noch irgendwo bei den (ehemaligen) Nutzern auf deren Festplatten rumliegt, hilft dir dies erstmal nichts. Die Frage ist immer, ob dieser auch wieder den Weg zurück ins Netz findet.

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    Von Josef Hahn am Fr, 12. April 2019 um 18:15 #

    > aber damit geht eben das zentrale Element verloren

    Ich kann nur für mich sagen: Ich brauche da kein zentrales Element. Das klingt mir eher ungeschickt. Wenn es irgendwo große, zentralisierte Plattformen gibt, versuche ich bestmöglich, davon Abstand zu halten. Bei Github habe ich das von Tag 1 an gemacht. Warum? Weil ich wusste, dass es entweder ein Rohrkrepierer wird, oder entweder von einer Mega-Krake geschluckt wird.

    > Allerdings hat der Verkauf von GH gezeigt, wie unschön es ist, wenn derart wichtige Infrastruktur für Open-Sorce in der Hand einer Firma ist

    Joa, deshalb hab ich's halt gelassen... Obwohl meine Projektchen nichtmal im Fokus der Öffentlichkeit stehen - es ist nur Privatgebastel. Man kann ja auch schonmal Dinge im Vorfeld sehen...

    Halb-OT: SVN war eigentlich auch nicht schlecht... Bei Git quäle ich mich nach Jahren noch regelmäßig durch Stackoverflow; für Banalitäten ala "svn revert".

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Von hub and spoke am Fr, 12. April 2019 um 18:43 #

Es gibt hier keinen Anwendungsfall um GitHub aktiv zu benutzen, außer eventuell zur Meldung von gelegentlichen Bugreports oder Änderungswünschen.
Benutzung von git funktioniert auch so ganz gut, ohne GitHub.

Für Entwickler und Programmierer könnte das ganz anders aussehen in speziellen Fällen.

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    Von turboscholz am So, 14. April 2019 um 22:06 #

    Es gibt sogar zwei Anwendungsfälle: GitHub Pages und Travis :)

    Ich hoste seit dem Niedergang von Google+ meinen Blog auf GitHub. Und ich werde dies auch weiterhin dort tun, denn warum sollte ich mit einem Blog umziehen, der sowieso öffentlich ist? Falls sich Microsoft entschließt, GitHub Pages einzustellen, kann ich immer noch woanders hin wechseln.

    Ansonsten verwahre ich dort weiterhin eines meiner OS-Projekte (Gnome Commander), um es mittels Travis (zweiter Anwendungsfall) automatisch in einem Ubuntu-Docker-Container zu bauen. Dies mache ich, um zu testen, ob es in Ubuntu funktioniert, da ich lokal mit Fedora und Gentoo unterwegs bin.

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 14. Apr 2019 um 22:07.
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      Von Pro-Filer am Mo, 15. April 2019 um 04:17 #

      Wirklich Tolles Projekt - Gnome Commander!!!! 8)

      Frage bzw. Idee zum Projekt "Gnome Commander":

      Könnte man in das Projekt "Gnome Commander", eine Funktion einbauen,
      die es ermöglichen würde, einzelne Dateien Lokal, im selben Router Netz,
      vielleicht sogar verschlüsselt (muss aber nicht verschlüsselt sein,
      da ich 7zip Passwort Archive verschicken will), von einem "Gnome Commander",
      über IP Adresse oder so, zum anderen "Gnome Commander",
      unter Linux zu verschicken?
      So eine Funktion, suche ich schon seit langem, ohne gleich ein SSH
      und/oder Samba-Server laufen lassen zu müssen, und der gleichen.

      Ich habe zwei Linux (Ubuntu 18.10 bald 19.04 Mate 64bit & Debian)
      Rechner über einen Router am laufen, und möchte nicht Permanent,
      einen SSH und/oder Samba Server, oder dergleichen am laufen haben,
      auch aus Sicherheitsgründen, da ich meinem Provider Router,
      nicht so absolut wirklich traue!
      Und so eine Funktion die man nur mal gelegentlich nutzt, wäre da
      Perfekt, ohne Umfangreiche Konfigurationen, wenn möglich!

      Es müsste nur 7zip Passwort verschlüsselte Archive von einem
      zum anderen PC, transferiert werden können, mehr ist gar nicht nötig.

      Falls das möglich wäre, diese Funktion einzubauen ohne zu
      großen aufwand, für das "Gnome Commander" Projekt wäre ich
      wirklich sehr froh, darüber!!!!

      Ps. Als weiteres Farbschema wäre noch folgendes Gut:
      (Kategorie Gestreift)
      Hintergrund: Gelber oder Hellgelber Hintergrund abwechselnd mit
      Weißem Hintergrund.
      Vordergrund: Schwarzem oder Ganz Dunkel Blauem Vordergrund (Schrift).
      Namensvorschlag: Mr. Banana

      So oder so, vielen Dank für dieses ausgezeichnete Projekt/Programm!!!! 8)

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        Von turboscholz am Mo, 15. April 2019 um 22:36 #

        Danke für die Blumen. :up: :) Das Projekt ist ja nicht nur mein Verdienst, sondern insbesondere der meiner Vorgänger und der vielen Beteiligten.

        Zu Ihren Fragen (auch wenn hier off-topic, für Fragen zum Gnome-Commander existieren die Mailinglisten):
        1.) Die von Ihren beschriebene Funktion einer direkten Dateiübertragung werde ich nicht einbauen. Dazu existieren ja bereits ssh-Server, die bei richtiger Konfiguration sehr sicher sind. Jede neu-Implementation würde nur neue Sicherheitslücken heraufbeschwören.
        2.) Der Vorschlag ihres Farbschemas ist ziemlich individuell. ;) Sie können sich ein Farbschema manuell über den letzten Punkt im DropDown-Menü einstellen. ("Frei" auswählen, und dann auf Bearbeiten im Layout-Tab der Optionen klicken).

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          Von Pro-Filer am Di, 16. April 2019 um 01:06 #

          * Die Individuelle Farbeinstellungen habe ich nicht bemerkt,
          da das Einstellungs- Fenster bei mir nur klein,
          also zum Teil angezeigt wird.
          Aber es Funktioniert bestens, vielen Dank für den Tipp!!!! :)

          * Das es neue Sicherheitslücken bringen könnte,
          wenn man die besagte Funktion einbauen würde,
          und sie deshalb nicht eingebaut werden kann,
          kann ich natürlich bestens verstehen!!!! ;)

          ----

          Ein paar Wichtige Generelle Fragen zur Mailinglisten:

          * Da ich mich mit Mailing listen nicht auskenne,
          habe ich die Gelegenheit genutzt die Kommentar Funktion
          von Pro-Linux dazu zu gebrauchen.

          * Das es Mailing listen gibt, davon hatte ich
          schon mal gehört.
          Ich habe aber die sorge das meine E-Mail Adresse,
          dann irgend wo im Internet veröffentlicht werden könnte,
          für absolut jeden Menschen zugänglich.

          * Wird die eigene E-Mail Adresse, denn für das
          gesamte Internet, also für jeden sichtbar sein,
          oder nur für die Mitglieder der Mailing Liste?

          * Und falls es für das gesamte Internet sichtbar ist,
          wie kann man das ohne die eigene E-Mail Adresse
          zu veröffentlichen, machen?
          (Bezüglich Sicherheit und Spam Vermeidung.)

          * Und kann man dort auf Deutsch schreiben,
          oder sollte alles besser in English sein?
          Ich kann nicht wirklich vollständig gut English,
          und nutze dann meistens DeepL als
          Übersetzungsprogramm.

          Vielen Dank für die Informationen und Tipps!!!! :)

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Von GitHubbler am Fr, 12. April 2019 um 23:47 #

Ja, ich hatte mich angemeldet, als Konsequenz. In dem Fall nach den alten Bedingungen, bevor sich etwas ändern könnte. Denn wir wissen ja, worauf der Gigant scharf ist - auf die Kontrolle über Daten.

Github nutzte ich bisher nur als Software-User. Einige meiner bevorzugten Software-Pakete finden sich dort.
Ob ich nun tatsächlich Software dort hochlade, ist noch offen - das hängt ganz von meinen Projekten ab, wohin ich sie lege. Habe mich gerade dagegen entschieden, einen Blog mit J.kyll dort einzurichten. Also mit e.

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Von Manfred am Sa, 13. April 2019 um 00:28 #

Natürlich hab ich die Konsequenzen gezogen, hat mich drei Tage gekostet, dann waren alle Projekte auf GitLab und die GitHub inaktiv gestellt.
Alles was nicht OpenSource ist, wird eh lokal gehostet.

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Von yxcvbnm am Sa, 13. April 2019 um 10:51 #

Für mich hat sich insofern etwas geändert, das ich nun wie bei einigen anderen Anbietern, so viele private Repos haben kann, wie ich will. Vorher war man auf einige wenige beschränkt.

Projekte die nicht Open Source sind, werden sowieso auf eigenen Servern gehostet.

Den Stumpfsinn einiger "Open Sourceler" mache ich aus Prinzip schon nicht mit. Wenn es mit bei GitHub nicht mehr gefällt, dann wechsel ich. Der Grund das GitHub nun zu Microsoft gehört, reicht nicht aus.

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Von NöNein am So, 14. April 2019 um 13:41 #

Welche Konsequenzen soll ich den ziehen? Ich bediene mich weiterhin des Quellcodes der dort liegt. Eigene Projekte und Quellcode habe ich dort nie gelagert. Ein paar Patches eingereicht, aber das wars dann auch.

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Von theofolk am Mo, 15. April 2019 um 11:08 #

Bin sofort zu Gitlab umgezogen und zu meiner Freude auch meine Lieblingsdistri Manjaro. Habe zwar nur unbedeutende kleine zsh- und bash-Skripte, aber auch die will ich nicht auf Microsoft-Servern lassen. Tut mir leid, ich traue denen immer noch nicht trotz aller Beiträge zum Kernel usw.

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    Von Josef Hahn am Mo, 15. April 2019 um 11:42 #

    > ich traue denen immer noch nicht trotz aller Beiträge

    Mit jedem ihrer "Beiträge" werden sie mir suspekter. Der Umstand, dass es heute PowerShell für Linux gibt, drängt mich _über_haupt_ nicht dazu, meine privaten Daten in deren Clouds abzumüllen.

    Und ich freue mich über jeden, der es ähnlich sieht. Auch wenn das nicht die Mehrheit ist...

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      Von ah am Mo, 15. April 2019 um 19:34 #

      > Mit jedem ihrer "Beiträge" werden sie mir suspekter.

      Begründung?

      > Der Umstand, dass es heute PowerShell für Linux gibt, drängt mich _über_haupt_ nicht dazu, meine privaten Daten in deren Clouds abzumüllen.

      Begründung?

      > Und ich freue mich über jeden, der es ähnlich sieht. Auch wenn das nicht die Mehrheit ist...

      Früher war ich auch mal so ideologisch eingestellt. Irgendwann ist dann das Studium vorbei und Realität ist angesagt.

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