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Thema: Was halten Sie von proprietären, käuflichen Applikationen?

57 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Olli am Fr, 26. April 2019 um 14:17 #

Ich habe alles bis auf eine Software als OpenSource und das ist Davinci-Resolve,
das war es mir dann doch Wert :)

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Von yxcvbnm am Fr, 26. April 2019 um 14:21 #

Ich habe nichts gegen proprietäre Software. Muss schließlich auch oft solche Software mit entwickeln. Privat nutze ich auch proprietäre Programme, wenn diese mir gefallen.

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    Von KDE User am Fr, 26. April 2019 um 15:58 #

    Sehe ich ähnlich. Allerdings suche ich normalerweise zuerst nach einer OpenSource-Lösung. Proprietär habe ich hauptsächlich Spiele und meine Homebankingsoftware. (Letzere, weil ich sie zu Windows-Zeiten schon gut fand, und es sie auch nativ für Linux gibt.)

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 26. Apr 2019 um 16:00.
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Von artodeto am Fr, 26. April 2019 um 14:28 #

Proprietaere Software muss schon was deutlich besser koennen, damit ich sie nutzen.
Ich geb mir Muehe beide Entwicklungsschienen gleich zu bezahlen, wobei das natuerlich bei internen Dingen vom OS irgendwann schwer wird.

Ansonsten, wenn sie einfach zu installieren und zu warten ist und mich nicht auspioniert, why not?

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Von nurmalso am Fr, 26. April 2019 um 14:33 #

Auf der einen Seite ist ein freies und offenes Betriebsystem eine tolle Sache und unverzichtbar, wie man zuletzt an Sectre und Meltdown verfolgen konnte. Hardwarehersteller haben hier auch eigentlich nichts zu befürchten, denn ohne Treiber oder ein Betriebsystem würde eh niemand dafür Geld ausgeben. Bei reinen Softwareherstellern ist frei und offen aber eine ganz andere Geschichte und würde auch so garnicht funktionieren. Eine Mischung aus beiden ist jedenfalls kein Problem für mich.

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Von kamome am Fr, 26. April 2019 um 15:06 #

Kommt mir nicht auf die Platte!
Genau genommen kommt mir nichts ohne Quellcode auf die Platte – wenn möglich (nicht bei jedem Firmware Blob bei jeder Hardware möglich). Aber die Software sollte auch frei sein (wenn möglich, die Hardware ebenfalls, da tut sich ja einiges).
Wenn doch mal „richtige“ Software nötig sein sollte, dann in einer VM.
Gegen das Kaufen (oder Spenden) Freier Software habe ich natürlich nichts.

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    Von Ghul am Fr, 26. April 2019 um 15:32 #

    Du tust ja so, als würdest du bei jedem Stück Open Source Software einen Code Audit machen.

    Irgendwo muss Vertrauen anfangen, insofern siehst du das für meinen Geschmack etwas eng.
    Closed Source Software in eine VM zu stecken, finde ich aber okay.

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      Von ManInTheMiddle am Fr, 26. April 2019 um 15:46 #

      > Du tust ja so, als würdest du bei jedem Stück Open Source Software einen Code Audit machen.
      > Irgendwo muss Vertrauen anfangen, insofern siehst du das für meinen Geschmack etwas eng.

      Genau dieses Vertrauen hört dort auf, wo die Blackbox anfängt.

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        Von Ghul am Fr, 26. April 2019 um 19:41 #

        Ohne Code Audit ist jede Software eine Blackbox.

        Der Unterschied ist, dass man die Kiste, mit dem proprietären Code nicht öffnen kann, die andere schon.
        Aber beide sind schwarz und somit eine Blackbox, wenn man nicht nach sieht was drin ist.

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      Von kamome umidori am Fr, 26. April 2019 um 21:16 #

      > Du tust ja so, als würdest du bei jedem Stück Open Source Software einen Code Audit machen.

      Nein, kein Stück. Aber schon diese Möglichkeit hast Du bei Closed Source eben nur sehr eingeschränkt (wie von anderen schon erwähnt).
      Und Lücken und Hintertüren in einer offengelegten Software unterzubringen (und geheim zu halten) ist nun mal deutlich schwierigen als bei geschlossener Software.

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        Von Ghul am Fr, 26. April 2019 um 21:54 #

        Dann vertraust du Open Source Software blind und Closed Source lehnst du nicht aus technischen, sondern aus rein ideologischen Gründen ab.

        Also ohne wissenschaftliche und technische Grundlage.
        Kurz: Glaube

        Und Lücken und Hintertüren in einer offengelegten Software unterzubringen (und geheim zu halten) ist nun mal deutlich schwierigen als bei geschlossener Software.
        Heartbleed hat gezeigt, dass dem nicht so ist.
        Und wenn niemand den Code anguckt, dann ist das auch sehr einfach.

        So etwas muss nicht einmal wie eine Backdoor aussehen, ein Bug, den man entsprechend ausnutzen kann, reicht ja schon.

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          Von kamome umidori am Fr, 26. April 2019 um 23:44 #

          Kurz:

          Nein; und auch

          Blödsinn

          Falsch; und anschauen _kannst_ Du den Code eben fast nur, wenn er offen liegt – und in vielen Fällen passiert das auch (natürlich gibt es auch Code-Leichen in den Repos).

          Klar

          -> Mach mal mehr als 1–2 Schubladen auf in Deinem Denken!

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Von Ghul am Fr, 26. April 2019 um 15:27 #

Der Hauptgrund dafür ist mangelnder Support wenn die Gewährleistung herum ist.

Würde der Support 15 Jahre betragen und garantiert werden, dann würde ich auch öfters auf proprietäre Software setzen.
Aber so rechnet sich die, die Lizenz für Windows mal ausgenommen, Privat einfach nicht.


Gewerblich sieht's natürlich anders aus, da bin ich eher bereit, in diese Geld zu investieren, sofern man damit produktiver ist.
Denn es bringt ja nichts, wenn man sich mit Open Source Software abmüht und man damit nicht oder nur sehr umständlich unter hohem Zeitaufwand das Ziel erreicht.

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Von ManInTheMiddle am Fr, 26. April 2019 um 15:51 #

Closed Source Software betreibe ich nur in einer VM.

Ausnahmen sind BIOS und manchmal Treiber.

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    Von Janko Weber am Sa, 27. April 2019 um 21:33 #

    Als wäre nicht längst klar daß die Hardware-Hersteller mit den Herstellern der kommerziellen Betriebssysteme unter einer Decke stecken...


    MfG Janko Weber

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Von Alzheimer am Fr, 26. April 2019 um 16:32 #

Wer auf dem PC Linux ohne jegliche proprietäre Software nutzt, hat meist ein Android-Gerät oder ein iPhone in seiner Tasche, auf dem jegliche Google-Dienste genutzt werden und haufenweise Closed-Source Apps aus den Appstores genutzt wird. Denn die Anzahl jener Leute, die auf ihrem Smartphone ein ganz exotisches Betriebssystem nutzen oder garkein Smartphone besitzen, ist selbst in Relation zu den Desktop-Linux-Nutzern ziemlich winzig.

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    Von kamome umidori am Sa, 27. April 2019 um 06:08 #

    > Wer auf dem PC Linux ohne jegliche proprietäre Software nutzt, hat meist …

    Das ist eine recht starke Behauptung – Du hast vermutlich nicht weltweit alle tausende von Nutzern ausfindig gemacht, auf die „… Linux ohne jegliche …“ zutrifft, oder? Oder hast Du da eine super Datengrundlage?
    Ich vermute, dass jemand „ganz mit ohne“ auf dem Desktop auch auf dem Telefon oder Schlepplet mal kurz nachdenkt (und wenigstens mit LineageOS liebäugelt, vielleicht sogar schon ein Librem bestellt hat).

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      Von Alzheimer am Di, 30. April 2019 um 15:19 #

      Nur weil man ein Android-Derivat wie Lineage nutzt, hat man noch lange kein Google-freies oder anderweitig von proprietärem Code freies Gerät. Selbst wenn man auf die Installation der Google-Services verzichtet (was wahrscheinlich die Meisten Lineage-Nutzer eh nicht machen).

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    Von Snaps127 am Sa, 27. April 2019 um 10:11 #

    Kann sein. Nichtsdestotrotz geht es. Ich nutze Ubuntu Gnome (Desktop) und UBPorts (Smartphone). Bin also einer von den "Wer hat schon...?"

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    Von throgh am So, 28. April 2019 um 01:16 #

    Ach echt? Hast du dazu Zahlen oder nur eine persönliche Sichtweise und darauf bauend entsprechend die Behauptung? Ich nutze fast ausschließlich quelloffene, freie Software - Ausnahme siehe unten auch ist manche Unterhaltungssoftware wie das gute, alte "Sim City 4" und DOS-Produktionen wie auch Module alter Konsolen. Und mein mobiles Endgerät wird mit [b]Replicant[/b] betrieben: Einem Fork von Android in Kombination mit F-Droid. Und selbst dort werden keine geschlossenen Pakete respektive Dienste überhaupt meinerseits installiert.

    Merksatz: Stereotypen und Schubladen sind niemals für einen Diskurs passend.

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    Von tomkater68 am Mo, 29. April 2019 um 15:52 #

    er auf dem PC Linux ohne jegliche proprietäre Software nutzt, hat meist ein Android-Gerät oder ein iPhone in seiner Tasche

    Ich habe auf dem PC ein Linux ohne jegliche proprietäre Software und ein Android Gerät mit Lineageos, also 'pure' Android ohne proprietären Google Kram. Keine Google Dienste, kein Playstore, kein Google Maps, kein Youtube. Alle installierten Apps stammen aus dem F-Drod Repository, sind also ebenfalls reine Opensource Anwendungen. Und ich lebe hervorragend damit.

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Von laptopschnitzel am Fr, 26. April 2019 um 17:24 #

Ich nutze proprietäre Software wenn ich beruflich dazu gezwungen werde und privat wenn es eine massive Zeitersparnis und/oder einen relevanten Komfortvorteil bedeutet. Dafür gebe ich dann auch gerne etwas Geld aus, denn gerade die kleinen Anbieter von Linux-Software sind auch unterstützenswert. Auch ihre Software macht Linux zu einem guten Ökosystem, denn sie löst manche Probleme.

Deswegen:
Stata für Linux x64 - weil es manche Dinge nicht für R oder Python gibt
Master PDF Editor - weil es Okular/poppler in Details voraus ist und Bearbeitung kann
Vuescan - Weil scannen in ein PDF mit eingebautem OCR und vertretbarer Dateigröße in vollautomatisch massiv Zeit spart

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Von Calabi-Yau am Fr, 26. April 2019 um 17:49 #

Die letzte Software, für die ich bezahlt habe, war vor Jahren Windows (vorinstalliert auf dem Rechner). Linux gibt es ja umsonst. Aber selbst unter Windows habe ich für Anwendungen nichts mehr bezahlt, die Auswahl (nicht bloß open source) ist schließlich riesengroß. Ich habe es mir allerdings zur Angewohnheit gemacht, manchen Entwicklern ab und an eine Spende zukommen zu lassen. Gäbe es eine Software, die ich unbedingt bräuchte und die etwas kostet, würde ich dafür natürlich in die Tasche greifen. Aber für meine persönliche Bedürfnisse ist das nicht notwendig.

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    Von zxy am Fr, 26. April 2019 um 21:24 #

    Nichts bezahlt zu haben, heißt ja nicht dennoch zu bezahlen, etwa mit Daten und Surfgewohnheiten, wobei das bei bezahlter Software natürlich ebensowenig ausschließbar ist.
    Genau das kann aber unfreie Software wie entsprechende "Freeware" genauso wie freie Software betreffen, da man letztere meist eben nicht im Sourcecode "korrigiert" und dann neu kompiliert, das freie (Balena) Etcher z.B. und so manche freie Android-Software sind Beispiele dafür.

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Von throgh am Fr, 26. April 2019 um 22:57 #

Ich habe bisweilen nur bedingt ein Problem für gute Software auch zu bezahlen. Ein ABER bleibt und bezieht sich vorzugsweise auf ältere Unterhaltungssoftware, die ich auch problemlos von weiterer Anbindung zu Netzwerkdiensten und sonstigen Anforderungen abkoppeln kann, sehr gerne auch Module für alte Spielekonsolen. Aber sobald es darum geht mit Hardware zu arbeiten ist diese Toleranz vorbei: Ergo präferiere ich dann Libreboot oder auch spezifisch von mir selbst angepasste Coreboot-Versionen - auch hier mit dem faden Beigeschmack von notwendigen Firmwareblobs. Und natürlich dann auch den Quellcode für alles Anderes soweit eben möglich.

So gehen dann Spenden an Projekte wie oben Genannte und ja: Keine Software ist perfekt, auch freie Software nicht immer. Heartbleed zeigte das nochmals eindrucksvoll. Ändert aber nichts daran, dass ich bei freier Software jederzeit selbst eingreifen kann während weit mehr als genug proprietäre Programme auch von mir nicht einsehbare Bibliotheken ausliefern und lieber sind mir offene Fehlerlisten als eine "Black Box".

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Von theuserbl am Sa, 27. April 2019 um 03:46 #

Es gibt bei mir drei Kategorien, wie wichtig die Lizenz ist:

- Grundlegende Programme (Programme, auf die andere Programme aufbauen, wie Betriebssystem, Compiler mit dem es kompiliert wurde, fundamentale Bibliotheken [wie Qt, GTK+, etc], Virtuelle Maschinen wie Java und .NET Core) sollten OpenSource sein.

- einfache Anwendungen werden bevorzugt, wenn es gleichwertige auch als OpenSource gibt. Ansonsten können sie jedoch auch ClosedSource sein.

- Spiele können erst recht ClosedSource sein. Ist natürlich ganz nett, wenn es auch einige OpenSource-Spiele gibt, jedoch ist es für mich unbedeutend, sofern man nicht selber am Spiel mitentwickeln möchte.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 27. Apr 2019 um 03:47.
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    Von Ghul am Sa, 27. April 2019 um 13:40 #

    Bei mir ist es ähnlich, allerdings habe ich vier Kategorien.

    Die vierte ist die folgende:

    - Grundlegende Bibliotheken sollten unter einer so freien Lizenz stehen, dass sie auch für proprietäre Projekte und ohne Rechtsrisiko auch statisch gelinkt werden können.
    Die LGPL reicht also nicht aus. MIT, zlib, BSD Lizenz sind hier bspw. das Mittel der Wahl.
    Schade ist hier, dass es noch keine freie und gute GUI Bibliothek gibt, die das erfüllt. GTK und Qt scheiden wegen der zu unfreien LGPL aus.

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Von jhohm am Sa, 27. April 2019 um 12:22 #

Wenn die Beste Lösung proprietäre Software ist - z.B. Softmaker-Office - warum soll ich sie dann nicht kaufen?

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Von Mietzekatze am Sa, 27. April 2019 um 13:27 #

VMware Workstation nun einmal für mich im Bereich Virtualisierung (+Vagrant) unerreicht ist. Ich mag Virtualbox und KVM, aber die Performance sowie in Teilen die Stabilität bitten sie nicht. Sonst ganz klar schlägt mein Herz im FLOSS -Takt.

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    Von Moinsen am Sa, 27. April 2019 um 22:03 #

    Richtig, sie bitten nicht, sie bieten ebenso Performance und Stabilität. Oh, und es gibt noch ganz andere Möglichkeiten zu virtualsieren, dafür brauche ich die GPL-Verletzer ala VMware nicht.

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    Von schmidicom am Mo, 29. April 2019 um 08:08 #

    KVM ist genau so stabil wie der Hypervisor von VMWare und unter optimalen Bedingen (gute Hardwareunterstützung für den Host und saubere Treiber im Gast-System) mit Sicherheit auch performanter. Das einzige was immer wieder massiv zu wünschen übrig lässt ist das UI, obwohl es davon mehrere gibt können sie alle nicht mit dem mithalten was VMWare oder auch Citrix anbietet.

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Von Ghul am So, 28. April 2019 um 04:47 #

ich fand die Antwort von "Alternativen sind Jahrtausende himterher" völlig in Ordnung.

Warum fragt ihr, wenn ihr diese Meinung nicht zulässt?

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Von epiphanius am Mo, 29. April 2019 um 09:08 #

Früher, noch unter Windows Zeiten, habe ich ein paar Mal interessante Software gekauft. Nach einer Weil stellte sich dann heraus, dass schwere Fehler auftraten, die dann nicht mehr gewartet wurden und die eine Firma auch schloss. Solche oder ähnliche Erfahrungen hinterlassen doch eine ziemliche Skepsis.Natürlich ist es in weiten Bereichen ein ungelöstes Problem, wie sustainable software finanzierbar ist. Na ja, so ungefähr. Als alter Hase blickt man doch ab und an auf die Entwicklungen und Ausgaben im Hard- und Software-Bereich zurück und erschaudert darüber, wofür man früher Haufen von Geld hingelegt hat und wie dazu die Erwartungen frustriert wurden. Heute bin ich eigentlich mit freier Software stationär voll abgedeckt und sehr zufrieden. Geld wird hin und wieder noch in Software gesponsert und auch für WP-Plugins hingelegt. Obwohl es bei letzteren auch Reinfälle gab.

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Von Josef Hahn am Mo, 29. April 2019 um 10:18 #

Wollte ich neulich. Eine proprietäre IDE...

Da ist mir die Kauleiste ausm Gesicht geklappt. Man konnte die jahresweise mieten; nicht kaufen. Die Webseite hat es nur etwas netter ausgedrückt...

Und da habe ich mir so gedacht: Macht's euch ein; verarschen könnt ihr 'nen anderen...

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