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Thema: Welcher Desktop für Anfänger?

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Von Käsesemmel am So, 19. Mai 2019 um 06:38 #


Hier bietet KDE doch eine Taskleiste nebst Start-Menü, die der bei Windows 7 nicht nur ähnlich ist, sie ist imho sogar besser.

Würde ich auf jeden Fall so unterschreiben. Würde ich aber auch bei LXDE/LXQt. Bei letzteren gefällt mir insbesondere sehr gut, dass alles sehr einfach gehalten ist. Wenn man sich da durch klickt, ist alles so wie man es intuitiv erwartet.
Nur ist es dadurch natürlich nicht sonderlich feature-reich und modern.
Auch dass Plasma einfach wirklich schick und wie ein Betriebssystem-Upgrade aussieht, ist natürlich ein Punkt.


Das System sichere ich offline mit einem speziellen Tool, das dauert gerade mal 1 Minute.

Gut, hier muss ich zugeben, dass ich keine richtige Lösung habe. Bisher ist die Mentalität noch, dass meine Eltern sowieso keine sicherungswerten Daten produzieren. Stimmt eigentlich auch nicht mehr wirklich, mein Vater schreibt seine Arbeitsstunden in so einer Tabellenkalkulation nieder, aber selbst da musste ich ihn bisher immer schon alleine davon überzeugen, dass man die Aufzeichnungen vergangener Jahre nicht direkt löschen muss, sondern in einen separaten Ordner (trotzdem noch auf der gleichen Platte) wegspeichern kann.


Bei btrfs und snapshots sehe ich das Risiko, dass irgendwann das Filesystem voll gelaufen ist, wenn du dich längere Zeit nicht gekümmert hast.

Die btrfs-Snapshots sind ja inkrementell, also so ähnlich wie bei git werden nur die Änderungen zum vorigen Snapshot abgespeichert.
Auch wichtig ist, dass bei openSUSE in der Standard-Konfiguration nur vom Betriebssystem Snapshots erzeugt werden, nicht von den Benutzerdaten (also /home). Hat die Vorteile, dass eben die Snapshots nicht unendlich aufblähen, auch z.B. mit kurzlebigen Download-Dateien, die dann ewig in den Snapshots hängen, und dass man das Betriebssystem zurückrollen kann, ohne dass kürzliche Benutzerdatenänderungen verloren gehen. Und man sollte ja sowieso ein richtiges Backup von Benutzerdaten machen.

Dass mir btrfs wegen Snapshots vollläuft ist mir tatsächlich trotzdem schon passiert, allerdings nur auf Tumbleweed und mit ziemlich vielen Packages installiert (unter anderem auch mehrere Desktopumgebung, was kein normaler Benutzer braucht).
Bei den sehr viel kleineren und selteneren Updates unter Leap habe ich doch noch recht viel Vertrauen, dass das da nicht so schnell bzw. gar nicht passiert. Alte Snapshots werden ja auch automatisch aussortiert.


Da [YaST] root Rechte erfordert, können deine Eltern damit keinen Schaden anrichten. Denn die root Rechte wirst du ihnen nicht geben wollen, vermute ich.

Tja, gute Frage.
Eigentlich würde ich meinen Eltern gerne Raum zum Lernen lassen. Also auch durch die Repositories zu schauen und selbst mal was zu installieren.
Was vielleicht unter openSUSE auch schwieriger sein könnte, da die graphischen App-Store-artigen Package-Manager-Frontends, also z.B. von KDE "Discover", zumindest bisher nicht funktioniert haben (irgendwas wurde da letztens gemacht, aber keine Ahnung, ob das schon in Leap 15.1 mit dabei ist).

Schaden anrichten mit YaST, ist dann aber wieder weniger ein Thema, wenn man eben btrfs Snapshots hat.
Jedes Mal, wenn man ein YaST-Modul öffnet, wird ein Snapshot erstellt. Klar können meine Eltern trotzdem noch irgendwas fehlkonfigurieren, aber sollte etwas wirklich konkret dabei kaputt gehen, dann werden die das mir sagen, und ich kann dann das System zurückrollen.

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    Von Au Backe am So, 19. Mai 2019 um 13:43 #

    Thema "keine Benutzerdaten": Ich denke, jeder hat solche. Und sei es nur, was unter .config steht. Z. B. Lesezeichen im Browser bei Verlust neu zusammenzustellen, das macht auch Arbeit.

    Schau dir mal rsync an, das sichert nicht nur inkrementell, sondern auch unterschiedliche Versionen. Man könnte also nicht nur den aktuellen, sondern einen anderen Stand aus der Vergangenheit restaurieren. Man kann vorgeben, wie weit zurück diese Vergangenheit gehen darf (z. B. in Anzahl Tagen). Man kann Dateien/Verzeichnisse davon ausschließen, wenn es sinnvoll ist, z. B. fette Images, die man sich von einer CD/DVD neu erzeugen könnte.

    Und wenn man in der Lage ist, Skripte für die benutzte Shell zu entwickeln, kann man den Aufruf der Sicherung "narrensicher" gestalten. Bei mir sind die nötigen Parameter $user, $target, $days. Damit sichert root über cron das Userverzeichnis alle 20 Minuten auf drei unterschiedlichen Ziellaufwerken mit unterschiedlichen Haltezeiten.

    Damit mache ich es gelegentlich als Benutzer auf ein ext. USB-Laufwerk, das ich für den GAU im Schließfach aufbewahre. Das tausche ich 1x wöchentlich aus.

    Thema Systemsicherung: wenn du deinen Eltern wirklich root Rechte gibst, muss das Thema imho abschließend geklärt sein. Ich persönlich finde das handling von btrfs snapshots nicht trivial und sehe ein Restrisiko durch Fehlbedienung.

    Dazu kommt: es ist ein Teil des Systems, das durch einen Update unbemerkt fehlerhaft werden könnte. Dann sind die Unwägbarkeiten unlimitiert und ein rollback könnte unmöglich werden, denn wenn der Fehler bemerkt wird, könnten alle fehlerfreien snapshots schon eliminiert sein.

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    Von Au Backe am Mo, 20. Mai 2019 um 17:55 #

    Was rsync angeht: hier habe ich gepatzt ...

    Gemeint war rdiff-backup

    Das basiert zwar letztlich auf rsync, aber die beschriebenen Randbedingungen bezogen sich auf rdiff-backup.
    Sorry, wenn ich für Verwirrung gesorgt haben sollte.

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