Login
Newsletter

Thema: Nutzen Sie Wayland?

54 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von JoeXX am Fr, 27. September 2019 um 14:17 #

Mir ist klar, dass ich "Weiß ich nicht" angeben kann, aber wie finde ich das raus ob ich Wayland nutze?

0
Von André Ramnitz am Fr, 27. September 2019 um 14:33 #

Auf meinem Xperia X läuft SailfishOS. Das läuft schon seit Jahren sehr problemlos mit wayland.

Nutze wayland auch auf dem Desktop, allerdings nur auf meiner Artix-"Poserdistro" mit sway als window manager. Da laufen dann die meisten Sachen für allgemeine Anwendungsfälle im Terminal:
kakoune, neomutt, khal, ncmpcpp, cava usw.

Für Officeanwendungen, 2D-CAD und als Fallback habe ich noch eine Tumbleweed-Installation mit plasma 5. Die ist dank snapper/btrfs unkaputtbar. Das wayland-backend habe ich dort zwar auch installiert, allerdings nur zu Testzwecken. Beim letzten Versuch lief plasma allerdings schon ziemlich ordentlich.

  • 0
    Von klopskind am Fr, 27. September 2019 um 16:42 #

    Ich habe da ein paar Fragen:
    Wie lassen sich sich Artix und Void vergleichen? Mehr als nur eine andere Paketverwaltung? Warum Artix statt Void? Und warum fusionieren die Projekte nicht?

    Schönes Wochenende!

    • 0
      Von Andre Ramnitz_vomHandy am Mo, 30. September 2019 um 12:33 #

      Ich kann ich diese Frage nicht konkret beantworten, da ich Void noch nicht in Benutzung hatte. Hab auch ehrlich gesagt keinen Bock auf was Neues, da ich mit zypper und pacman gut vertraut bin. ;)

      Hab kurz mal auf deren Website nachgeschaut. Im Gegensatz zu Artix benutzt Void runit als default-init. Artix benutzt, wie Gentoo, openrc. Von daher kann man sich hier und da mal aus dem Gentoo Wiki und/oder github was für seine Konfiguration abschauen. Artix hat 3 Repos, die den Archlinux Repos vorgeschaltet werden. Diese beinhalten die Pakete, für die Änderungen wegen des Initsystems durchgeführt werden mussten.Im Prinzip so ähnlich, wie es Sidux damals gemacht hat.

      • 0
        Von klopskind am Mo, 30. September 2019 um 13:15 #

        Danke der Rückmeldung!

        Hm, ich muss das "OpenRC" in

        It uses OpenRC or runit as init because PID1 must be simple, secure and stable.
        von der Internetpräsenz von Artix wohl überlesen haben, und war deshalb davon ausgegangen, dass Artix wie Void runit nutzt.

        Mir fallen neben den bereits genannten Unterschieden in:

        - Paketverwaltung (pacman/xbps; ich denke, dass xbps ein wenig mächtiger ist und sich aber stark an die Einfachheit und Syntax der PKGBUILDS von Arch/Artix anlehnt; krude UI/flags haben aber beide),
        - init (OpenRC/runit; bei Artix hat man die Wahl, aber standardmäßig OpenRC, bei Void nur runit) und
        - der Ableitung der Artix-Pakete von Arch Linux

        inzwischen noch weitere auf:
        - unter Void hat man die Wahl zwischen musl und glibc,
        - außerdem wird LibreSSL statt OpenSSL verwendet und
        - die Entwicklung von Void läuft über GitHub und die Pakete werden zentral gebaut statt wie bei Arch (und dann auch bei Artix?) fast ausschließlich auf den Maintainer-/Entwicklermaschinen.

        • 0
          Von klopskind am Mo, 30. September 2019 um 13:20 #

          Das hatte ich vergessen zu tippen:

          Aufgrund der großen Ähnlichkeiten und der Schnittmenge an Alleinstellungsmerkmalen frage mich trotzdem, wieso die beiden Projekte nicht fusionieren. Ich denke, die Projekte und deren Nutzer würden davon profitieren.

          Alpine Linux ist auch so ein Kandidat, aber bietet nur musl und Unterstützungszeiträume statt Rolling-Release.

          Naja, man steckt halt nicht drin. Sollen Sie ruhig so machen.

          • 0
            Von André Ramnitz am So, 6. Oktober 2019 um 11:24 #

            Ich denke nicht, dass das passieren wird. Dazu müsste eine der Parteien ja von vorne anfangen. Und das wird bestimmt nicht VOID sein, da die anscheinend auch recht stolz darauf sind, ihr System aus LFS gebaut zu haben. Und bei Artix gibt's halt den Vorteil, die meisten Pakete aus dem AUR mitbenutzen zu können. Darüber werden sich die Entwickler sehr wohl auch bewusst sein...

            Ach was mir gerade noch eingefallen ist:
            Mir macht's persönlich nichts aus, dass Artix grundsätzlich die Repos von Arch weiterverwendet und nur Ersatz für Pakete anbietet, die bereits von systemd "infiziert" worden sind. Näher an "upstream" kann man wohl kaum werden. :)

            Hier noch ein zynischer:
            Hätte Mint wohl auch mal mit ihren paar Lolbuntu Zusatzpaketen so handhaben sollen. Evtl. wären dann die ein oder anderen Security-Schmährufe vermeidbar gewesen.

2
Von hANSIc99 am Fr, 27. September 2019 um 17:40 #

Ich kann mich noch gut daran erinnern das ich in meiner Anfangszeit unter Linux ständig irgendwelche Probleme im Zusammenhang mit X11 hatte (Zerschossene xorg.conf nach Kernel Update oder Grafikkarten-Treiber Installation). Probleme solcher Art zerstören schnell die Motivation sich mit Linux auseinander zu setzen. Zugegeben sind mir solche Probleme mit X11 auch lange nicht mehr untergekommen - bin trotzdem auf Wayland umgestiegen - einfach nur wegen der schlechten Erfahrungen unter X11.

  • 3
    Von viant am Fr, 27. September 2019 um 19:34 #

    Ich habe Wayland ausprobiert mit GNOME und Sway und bin aufgrund etlicher Probleme ziemlich schnell wieder zurück zu X.org. Da Wayland für mich persönlich auch praktisch keine relevanten Vorteile bietet, zur Zeit aber noch viele Nachteile, verpasse ich auch nichts wichtiges und werde vermutlich auch noch die nächsten Jahre bei X bleiben.

    0
    Von 1ras am Fr, 27. September 2019 um 20:15 #

    Wie konnte es dir denn eine xorg.conf zerschießen, die verändert sich doch nicht von selbst? Oder war es eher ein Yast und Co. Problem, sprich von Werkzeugen die dort automatisiert herumfuhrwerkten?

    Nachdem du von Kernel Updates und Grafikkarten-Treiberinstallationen sprichst ging es aber vermutlich eher um Probleme mit proprietären Treibern Dritter, hat dann nur indirekt mit X11 zu tun.

0
Von Manfred Tremmel am Fr, 27. September 2019 um 21:56 #

Hab mit dem Erscheinen von Debian 10 versucht auf Wayland unter KDE umzusteigen, hab für die meisten Problemchen Workarounds gefunden, aber dass ein kopieren mit markieren und einfügen mit der mittleren Maustaste nicht funktioniert hat (außer bei den XWayland Fenstern), hat mich an den Rande des Wahnsinns getrieben. Bin dann schweren Herzens zurück zu X.org

  • 0
    Von 1ras am Fr, 27. September 2019 um 22:24 #

    Diese Funktion scheint kein Mensch mehr zu benutzen. Alles Windows-Entwickler, die kennen es nicht anders. GTK und die Ignoranz deren Entwickler, nicht ständig den Inhalt der primären Auswahl nach beliegen zu überschreiben und löschen, macht das ursprüngliche Konzept von X11 ohnehin seit langem kaputt. Dass es auch noch eine sekundäre Auswahl gibt und wofür diese mal verwendet wurde, hat unter Linux offenbar eh noch nie jemand verstanden.

    Markier mal in den KDE-Benachrichtigungen (unter X11 versteht sich) irgend einen Text und versuch den wo anders einzufügen, dann siehst du wo die Reise hingeht.

    Übrigens hat Wayland ja nun auch so etwas ähnliches wie eine primäre Auswahl bekommen - übrigens von den GTK-Entwicklern initiiert, die das Konzept schon unter X11 nicht verstanden haben. Die Zukunft wird wunderbar!

    • 0
      Von Bert am Sa, 28. September 2019 um 06:50 #

      Diese Funktion scheint kein Mensch mehr zu benutzen.
      Definitely wrong.

      Mit der Linken Maustaste Text "abstreichen", um ihn anschließend mit der mittleren Maustaste woanders einzusetzen gehört für mich zu den wichtigsten, effizientesten Arbeitsmethoden unter Plasma. Das funktioniert einschließlich Konsole. Und so ist der Text hier übertragen worden. Ohne "Umweg" über das Kontext-Menü. Bei nur einer Sache sicherlich weniger interessant.

      Aber viel interesssanter bei Plasma ist, dass man Speicherplatz 1 im Klipper mit Strg-C belegt, und Speicherplatz 2 mit "abstreichen". Dann kann man an anderer Stelle mit Mittlerer Maustaste und Strg-V zwei Textbausteine in einem Zug einsetzen. Von mir sehr gerne genutzt bei Recherchen, um Link und Begleit-Text aus dem Browser in meinem Notizbuch oder in LibreOffice einzufügen. So braucht man den virtuellen Desktop auch nur einmal zu wechseln. Man muss nur die Reihenfolge beachten und "abstreichen" als Zweites nehmen. Mit einer Maus mit "echtem" Knopf neben bzw. über dem Rad sehr effizient zu nutzen.

      • 0
        Von 1ras am Sa, 28. September 2019 um 14:04 #

        Meine Aussage war natürlich sarkastisch gemeint, aber ich vermute es ist auch so angekommen.

        Das Problem ist, sobald man von einem Clipboard-Manager wie Klipper die primäre Auswahl mit einbeziehen lässt und auch nur eine GTK-Applikation beteiligt ist, kommt nur Müll bei rum, da GTK die primäre Auswahl als Müllhalde verwendet, was die History des Clipboard-Managers zumüllt.

    0
    Von Bert am Sa, 28. September 2019 um 07:25 #

    .. kopieren mit markieren und einfügen mit der mittleren Maustaste nicht funktioniert ..
    Schon gesehen? Scheint behoben. Nur nicht in einer für Debian günstigen Version.

    Wenn LibreOffice als Applikation gemeint ist, dann ist der Fehler wohl noch da. Vermisse ich auch.

    • 0
      Von Potz Blitz am Sa, 28. September 2019 um 15:42 #

      Soviel ich weiß, funktioniert das Kopieren mit markieren und einfügen mit der mittleren Maustaste inzwischen unter allen Desktops und sollte auch unabhängig von X11 oder Wayland sein. Ich betone: Afaik!

      • 0
        Von Manfred Tremmel am Sa, 28. September 2019 um 16:12 #

        Also bei KDE ist der Bug 373907 immer noch offen, auch wenn mit Qt 5.14 wohl die Grundlagen geschaffen wurden. Müsste ich mal eine aktuellen Neon Live Version ziehen und testen, wie es ausschaut.

        • 0
          Von Bert am So, 29. September 2019 um 11:43 #

          Gerade eben getestet. Jetzt funktioniert es!
          Also Text "abstreichen" und mit der mittleren Maustaste woanders reinklicken. Jetzt auch aus Libreoffice heraus woanders hin!

          LibreOffice 6.3.1.2 (Build ID: 1:6.3.1-0ubuntu2)
          KDE Plasma 5.16.5, KDE Framework 5.62, Qt 5.12.4
          in Kubuntu 19.10-beta mit Kernel 5.3.0-10-generic.

          Auf mich macht die Distri einen guten Eindruck und ich werde sie parallel installieren, um zu schauen ob ich sie für meine Belange "aufbohren" kann. Meine Skripte anpassen. Wenn das läuft einschl. späterem Upgrade auf 20.04, lasse ich das als 2019er Installation bis Mitte/Ende 2020. Also "Frühjahrsputz" 2019. ;-) Ich freue mich auf ein aktuelles KDE Plasma. :-) Die rein äußerlichen Veränderungen zu 5.12 halten sich in Grenzen. Also immer noch dasselbe Look&Feel. Aber ich freue mich auf viele kleine Detail-Verbesserungen. Da meine M560-Maus etwas herumzickt (angebliche Batteriestandsprobleme), hätte ich sowieso gerne einmal neu installiert. Die hatte ich nämlich vor einem halben Jahr nachräglich eingerichtet. Und da gabs anfänglich Treiberprobleme. Aber alles, was ich danach testete, ging out-of-the-box. Mit dieser Maus bringt der Gebrauch der mittleren Maustaste besonders viel Spaß. Weil es neben dem Rad einen echten, wirklich guten Knopf gibt. Sehr effizientes Arbeiten damit.

          • 0
            Von Falk am So, 29. September 2019 um 22:06 #

            Naja. Die Zwischenablagen sollten ja eigentlich zwischen KDE und Gnome vereinheitlicht sein. Die Bugs sollten also beide treffen. Wenn man nun die Zwischenablage diese Selection managen lässt, dann können bei verschiedenen Aktionen auch Formatinformationen mitgespeichert werden, also wohl auch größere Objekte. Dummerweise stürzt die Zwischenablage dann manchmal ab.

            Resultat: Nix geht mehr. Egal ob Ctrl+c oder Text anstreichen oder mittlere Maustaste oder ctrl+v - es reagiert nix mehr. Machmal hatte sich die Zwischenablage dann wieder erholt und war einige Minuten später wieder benutzbar.

            Das ist natürlich völlig unbenutzbar. Deshalb setze ich das Häkchen, dass die Zwischenablage und die Auswahl synchronisiert werden inzwischen nicht mehr. Fairerweise muss man auch sagen, dass es zumindest unter Fedora bei nicht gesetztem Häkchen wieder besser geht. Aber häufig ist es auch wie beschrieben, dass dann zusätzlich Müll drinsteht. Oder dass die mittlere Maustaste erst dann geht, wenn mans nochmal in der Zwischenablage ausgewählt hat. Außerdem - wenn ein Programm eine Auswahl macht, dann gehört die nicht in die Zwischenablage. Wenn also ein Eingabefeld in einer Software erscheint und der Vorgabewert ausgewählt ist, dann sollte der nur nach ctrl+c in die Zwischenablage wandern.

            Bei Opensuse gab es vorher allerdings jahrelang mehr Krampf - eben die beschriebenen Abstürze. Da kann man schon den Distributor nennen, weil der die Software so zusammenstellt und Compiliert, dass die Komponenten entweder zusammen arbeiten oder eben nicht.

            Ich finde das peinlich für Linux. Da schaut sich alle Welt die schöne Zwischenablage (z.B. Ditto von Windows) von früher ab - nur unter Linux funktionierts seit Jahren grottenschlecht. Das letzte Mal, als ich dieses Desaster hier formuliert hatte, wurde ich als Troll beschimpft.

            In etwa:
            "Die Zwischenablage funktioniert bei mir wunderbar - da gab es noch nie Probleme."

            Achja: Ich bin der Meinung, dass sich Primary Selection und Zwischenablage eigentlich völlig unauffällig wie eine einzige Komponente verhalten sollten, sofern das nicht explizit rauskonfiguriert wird.

            • 0
              Von Bert am Mo, 30. September 2019 um 20:51 #

              nur unter Linux funktionierts seit Jahren grottenschlecht.
              Kann schonmal garnicht sein. Funktioniert bei mir mindestens seit 2012 (KDE 4.8) soweit anständig, dass ich sagen kann "alles ist gut". Es gibt kein Desaster. Ich installiere alles Out-of-the-box ohne rumzufummeln. Und so geht es. Seit mindestens Kubuntu 12.04. Zwischen allen Applikationen, egal welcher Herkunft. Unter Linux Mint 19 habe ich Plasma nachinstalliert. Keine Probleme. Egal welche Applikation, egal welche Inhalte, ob ASCII oder JPEG. Geht alles. Auch mit 2000facher Zwischenablage. Der "Klipper-Editor", die Such-Funktion, QR erzeugen, durch die Zwischenablage scrollen. Geht alles. Meine letzte Test-Installation war KDE neon mit einer frühen Version von Plasma 5.16. Keine Probleme bei den Testen. Plasma 5.16 hatte Probleme in der Darstellung beim Taschenrechner. Das war zwei Updates = 14 Tage später behoben. Aber bei Klipper war alles in Ordnung.

              • 0
                Von Falk am Mi, 2. Oktober 2019 um 23:07 #

                OK, mit Fedora geht es eigentlich auch. Eher selten, dass es sich aufhängt und dann auch nicht komplett, sondern sie kommt wieder. Es nennt sich Plasma Zwischenablage (könnte Klipper sein, Edit: "dnf search klipper" findet nichts). Hier stören eher Kleinigkeiten - ist häufig nicht hochgescrollt, der Scrollbalken ist klein (UHD).

                Bei Opensuse hatte sich die Zwischenablage aber regelmäßig verabschiedet. Dabei hatte ich nicht nur KDE-Programme verwendet. Vermutlich hängt es eher an den libs, als am Dateiformat. Das ist auch passiert, wenn ich die 2. per default gestartete Zwischenablage wieder entfernt hatte (Parcellite) bzw. als einzigste behalten habe.

                Ob das nun nach Ewigkeiten endlich behoben ist, kann ich aber nicht sagen, weil ich derzeit kein aktuelles Opensuse benutze (und auch keine Zeit für irgendwelche Tests habe).

                Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 02. Okt 2019 um 23:11.
                • 0
                  Von Bert am Do, 3. Oktober 2019 um 15:00 #

                  Schwierigkeiten zwischen Parcellite und Klipper kenne ich, ist aber schon sehr lange her. Wenn man KDE nachinstallierte, musste Parcellite raus. Aber der Punkt ist wohl, dass verschiedene Clipboard-Systeme sich gegenseitig behindern können. Das ist kein Linux-Problem als solches. Eben Open Source. ;-)

                  Unter Plasma 5 ist Klipper (/usr/bin/klipper) im Paket plasma-workspace von Debian/Ubuntu enthalten. Wer sich unter Gnome oder Xfce sich irgendwas KDE-zugehöriges nachinstalliert, hat wohl meist das Problem, dass Klipper automatisch mit an Bord sein könnte.

                  Angriffspunkte, Klipper zu deaktivieren lägen bei
                  Einstellungen für Systemabschnitt der Kontrollleiste, Allgemein, Zwischenablage "AUS"
                  /etc/xdg/autostart/klipper.desktop
                  systemctl disable klipper.service
                  systemctl stop klipper

                  systemd's klipper.service gibt's unter (xy)Ubuntu 18.04(.3) nicht (mehr), XDG autostart schon. Wenn Plasma die präferierte Umgebung ist, dann ganz einfach Rechtsklick auf den Systemabschnitt in der Kontrollleiste. Der Systemabschnitt (engl. system tray) bei KDE ist: der Pfeil nach unten in der Kontrollleiste oben oder der Pfeil nach oben in der Kontrollleiste unten, plus zugeschalteter Icons links neben dem Pfeil.

0
Von asfd am Fr, 27. September 2019 um 22:10 #

solange es nicht abstürzt und ich keinen Fenstermanager implementiere.

0
Von Ede am Sa, 28. September 2019 um 12:27 #

Mit Buster habe ich zu Beginn ganz gute Erfahrungen gemacht. Es lief aber irgendwie holprig und dann bemerkte ich kleine Probleme. Mal hie, mal dort, kaum richtig zu beschreiben. Da ich dann KDE Plasma mittels Openbox testete, bemerkte ich, wie schön KDE Plasma mit Obenbox läuft. So, wie ich es will. Da bin ich dabei geblieben und das schliesst Wayland aus ...

1
Von Andy_m4 am Sa, 28. September 2019 um 13:20 #

Ja. Zugegeben. X.org ist nicht das gelbe vom Ei. Es ist sogar richtig mies. Und ja. Eigentlich braucht man was Neues. Und mit Wayland hat man ja tatasächlich etwas Neues auf die Beine gestellt.

Nur löst es tatsächlich alle Probleme die wir mit X11 haben?
Ein praktisches Problem ist z.B. das Schriftarten unter Linux oftmals bescheiden aussehen. Das Problem lässt sich lösen mit Antialiasing. Dummerweise ist das weder ein Feature was X11 bietet noch Wayland. Wenn dann muss es die jeweilige Anwendung selbst implementieren.
Ein Feature was man aber ohnehin überall haben will sollte auch global angeboten werden.

Wayland wäre ne super Chance gewesen solche Sachen mal endlich an zentraler Stelle zu managen. Hat man verpasst.
In der Praxis hab ich sogar Nachteile. Es gibt z.B. keine Netzwerktransparenz a-ka Remote-Desktop. Auch hier wieder ist die Antwort, das die GUI-Toolkits ihr eigenes Süppchen kochen sollen.

Zugegeben. Die Netzwerktransparenz von X11 ist beschissen. Zuviele Roundtrips. Zu hoher Bandbreitenbedarf. Aber statt da anzusetzen und eine Lösung zu schaffen (selbst für Windows gibt es gute Lösungen) lässt man das Thema außen vor.

Von anderen kleinen und großen Problemen die Wayland noch hat und über die vermutlich jeder schon mal gestolpert ist, der Wayland benutzt hat will ich erst gar nicht anfangen.

Zusätzlich hab ich das Problem, das viele Programme noch auf X.org angewiesen sind. Das heißt, selbst wenn ich Wayland nutze muss ich den X11-Kram noch mitschleppen.

Wenn man all das zusammennimmt, stellt sich natürlich für mich als Nutzer die Frage:
Was soll ich mit Wayland?

Es kann nix besser. Hat hier und da sogar Nachteile. Welchen praktischen Grund sollte es geben, Wayland einem X.org vorzuziehen?
Und nein. Allein mit "hat die schönere Architektur" kann ich mir in der Realität nix kaufen.

  • 1
    Von 1ras am Sa, 28. September 2019 um 14:42 #

    Wayland wäre ne super Chance gewesen solche Sachen mal endlich an zentraler Stelle zu managen.

    Das Prinzip von Wayland ist doch das genaue Gegenteil von "an zentraler Stelle zu managen". Bei den Toolkits hat sich irgendwann die Unsitte eingeschlichen in ein Bitmap zu zeichnen und dieses dann von X11 darstellen zu lassen, anstatt die zentralen Zeichendirektiven von X11 zu verwenden (und diese ggf. auszubauen). Wayland ist die Weiterführung dieses dezentralen Ansatzes.

    Es kann nix besser.
    Was mit Wayland besser werden könnte, sollte es denn irgend wann einmal produktiv einsetzbar sein, ist die Sicherheit. Wayland versucht zumindest, die einzelnen Anwendungen besser voneinander zu trennen und nicht mehr jedem Zugriff auf alles zu geben. Ob es dann hinterher nicht nur wie Schweizer Käse aussieht mit ganz vielen (nötigen) Löchern, muss sich aber erst noch zeigen. Manche Unzulänglichkeiten in der User Experience sind ja genau hierauf zurückzuführen.

    • 1
      Von Andy_m4 am Sa, 28. September 2019 um 18:44 #

      Wayland versucht zumindest, die einzelnen Anwendungen besser voneinander zu trennen und nicht mehr jedem Zugriff auf alles zu geben.
      Versucht es also. Blöd nur, das man dann auf ein Compositor angewiesen ist und wenn der abschmiert auch alle anderen Anwendungen abschmieren.
      Trennung stell ich mir dann doch etwas anders vor.

      • 1
        Von 1ras am Sa, 28. September 2019 um 18:58 #

        Deshalb habe ich ja auch von Versuch gesprochen :-) Es muss sich erst noch zeigen, was der Nutzer als noch erträglich hinnehmen wird und was von den guten Vorsätzen dann effektiv noch übrig bleibt.

        • 1
          Von Andy_m4 am Sa, 28. September 2019 um 19:10 #

          Ok. :-)

          Wie gesagt. Ein Ersatz für X11 tut Not. Und ich möchte Wayland auch gar nicht schlecht reden. Nur ich werde das Gefühl nicht los, das die Macher von Wayland vor allem die Technik im Blick hatten und weniger das "Was springt am Ende für den Anwender raus".
          Ein Phänomen, welches man ja häufig in Open-Source-Projekten beobachten kann.

          • 1
            Von 1ras am Sa, 28. September 2019 um 21:12 #

            Wayland kann man sich ja glücklicherweise in Ruhe ansehen. Im Gegensatz zu manch anderen "Innovationen" bei denen es hieß "friss oder stirb", werden X11 und Wayland noch lange Zeit parallel laufen und das ist auch gut so. So gesehen ist der Nutzer in einer relativ komfortablen Situation.

            0
            Von Bert am Fr, 4. Oktober 2019 um 07:00 #

            Ein Phänomen, welches man ja häufig in Open-Source-Projekten beobachten kann.
            Ist das nicht der Normalfall? Es wird doch gerne gesagt, jeder Programmierer macht genau das, was er selber gerne besser haben will.

            Ich sehe das ganz entspannt. Es wird doch dran gearbeitet.

    1
    Von Konstantin Bläsi am Sa, 28. September 2019 um 16:09 #

    Kein Problem wenn du die Notwendigkeit und Vorteile (noch) nicht erkennst, die Welt dreht sich auch ohne dein Einverständnis weiter. Mach dir da mal keine Sorgen ;)

    Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 28. Sep 2019 um 16:11.
0
Von zettberlin am Sa, 28. September 2019 um 17:58 #

... das ist low level, ein Grafikserver soll einfach nur funktionieren.

Mit virtuellen Desktops, auch via Netzwerk, Einfügen mit Mittelklick und ohne, dass der Lüfter heult.
Und natürlich für jede grafische Anwendung, die es für Linux gibt, auch die, die ihr letztes Update vor 10 Jahren hatten.

Mit Xorg geht das alles schon immer. Wenn es wirklich was neues geben soll, muss es diese Anforderungen, wenns geht noch besser als Xorg umsetzen.

0
Von Janko Weber am So, 29. September 2019 um 22:16 #

>Nutzen Sie Wayland?

Nein; die Zukunft kann warten!

Es gibt im Moment nichts besseres als Debian 8 mit X11 und XFCE-Desktop.


MfG Janko Weber

  • 0
    Von Unerkannt am Mo, 30. September 2019 um 11:35 #

    Nein; die Zukunft kann warten!
    Sehe ich auch so. Mich stört im Moment eigentlich nichts an X11, was mich dazu bewegen würde Ausschau nach einer Alternative zu halten.

Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten