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Thema: War 2019 ein gutes Jahr für Linux und Open Source?

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Von Josef Hahn am Fr, 3. Januar 2020 um 14:19 #

... kann ich nicht viel resümieren.

Es muss alles Cloud (-> Facebook, Youtube, Instagram; nicht großartig mehr) und es muss alles Smartphone. Wo du auch hingehst. Bei Android-Smartphones hat man tief unter der Haube eine Art Linux, ja.

Ansonsten habe ich weitgehend das Gefühl verloren, dass es überhaupt noch eine lebendige und interessierte Community gibt. Klar, ein paar Leute pflegen noch ihre Projekte weiter. Wenn was neues kommt, sind das so Perlen wie VS Code. Da ist Open Source dann nur noch das Vehikel um den Leuten den Vendor-Lockin schmackhafter zu machen. Und die Leute finden's geil.

> Die Entwicklung ging auch im vergangenen Jahr rasant weiter

Joa; bei Kubernetes, ja?! Nicht auf dem Desktop...

> Microsoft Teams für Linux vorgestellt

Ahhh okay, doch, ganz vergessen... Sry...

> zahlreiche Neuerungen in den Alltagsgebrauch ein

Habe ich da irgendwas Nennenswertes verpasst? Nagut, wenn ihr jedes am System vorbeigefrickelte Dark-Theme separat als Neuerung zählt, kommt man sicher auf gute Stats.

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    Von Sindbad am Fr, 3. Januar 2020 um 15:48 #

    Es muss alles Cloud (-> Facebook, Youtube, Instagram; nicht großartig mehr) und es muss alles Smartphone.
    ja, das sind düstere Zukunftsaussichten.

    Aber frei nach Douglas Adams’ Science-Fiction-Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ gibt es immer noch Hoffnung:
    "Die Marketing-Abteilung der Facebook-Corporation ist ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt"

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      Von Josef Hahn am Fr, 3. Januar 2020 um 15:59 #

      > "Die Marketing-Abteilung der Facebook-Corporation ist ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt"

      Nicht dass das mein Empfinden für Gerechtigkeit und "das Gute" stören würde. Ich befürchte aber, dass es anders kommen wird. Die Rudel hirnloser Irrer sind doch genau auf der anderen Seite. Man kann doch Facebook nichtmal direkt einen Vorwurf machen, dass alle Welt derart darauf abgeht wie ein Zäpfchen, und seit rund einem Jahrzehnt nichts mehr mit sich anzufangen weiß, wenn es nicht irgendwie Facebook-verwertbar ist (dazu zählt für mich auch Instagram und das privatere Gepose in WA-Gruppen).

      Waren das die Mäuse, oder die Delfine, die bei Adams schlauer waren als die Menschen? Ich bin gerade zu faul es zu duckduckgoen... Aber wenn es noch Hoffnung gibt, dann wahrscheinlich in diese Spezies. Und in diesen heiteren weißen kleinen Roboter aus dem Film... :)

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        Von Sindbad am Fr, 3. Januar 2020 um 16:37 #

        Einige der "Irren auf der anderen Seite" kann aber durch stetiges Argumentiere und Linux-Administrieren doch bekehren.
        Beispiel A:) Wir haben in diesem Jahr kurzem die alten Windows-Sever durch RHEL/CentOS ersetzt. Die Windows-Fan-Boys aus der Netzwerkgruppe finden Linux plötzlich gut, da die Administration mit Config-Dateien und ohne lokale Registry-Datenbanken "vorteilhaft" ist.

        Beispiel B): Die Uni Gießen ist immer noch wegen des Virus "Emotet" offline, welches über MS-Office-Makros eingeschleust wurde. Nun werden für die meisten hessischen Unis alle E-Mails mit doc, xls, ppt-Dateien als Anhang am Gateway abgefangen und nicht mehr ausgeliefert. Viele MS-Fan-Boys fragen sich nun: Gibt es Alternativen?

        Beispiel C): Der hessische Datenschutzbeauftragte rät aus Sicherheitsgründen und wegen der DSGVO-Verletzung von Microsoft Azure ab. Damit ist bei uns das Cloud-Thema (vorerst) gestorben.

        Die Beispiele verhindern natürlich nicht die Apokalypse, wenn die Vogonische Raumflotte kommt. Sie kommt aber vielleicht später ;)

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          Von Keine Sorge am Fr, 3. Januar 2020 um 17:37 #

          Die vogonische Raumflotte liegt seit dem Windows 10-Upgrade in 2018 im Alpha-Quadranten fest. Eine Entscheidung darüber, wie das Problem gelöst werden soll wird erörtert werden, sobald die benötigten Formulare vorliegen. Das wird also noch dauern ...

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            Von Josef Hahn am Fr, 3. Januar 2020 um 18:23 #

            Da ist den Vogonen offensichtlich genau das passiert, was mir mit den letzten Updates mit Kubuntu (Workstations) und Debian (Server und Embedded) passiert ist. Mehrere verschiedene Blocker, die hier derzeit für Stillstand sorgen. Dazu kommt belustigend, dass unter gewisser Systemlast meine Hauptworkstation einfriert. Wie zu Win9x Zeiten. Und zwar ganz genau seit dem neuen Kubuntu - um nicht zu sagen: Es lief vorher zwei Jahre lang ohne irgendwas, aber beim neuen Kubuntu ist schon der Installer selbst einmal auf diese Weise hängengeblieben.

            Sag den Vogonen bitte Bescheid, sie sollen die Formulare mal durchstechen, wenn sie was haben... Am besten per WhatsApp natürlich. Denn Kontact/Akonadi tut's hier leider noch nicht so gaaanz perfekt... Ist aber ja auch erst zehn Jahre alt... Da geht bestimmt noch was, sobald mal das erste Plasmoid den Betastatus verlässt...

            Zu KDE-lastig? Sorry, den Javascript-basierten Ansatz für Desktop Plugins, wie Gnome3 ihn hatte, fand ich erstmal spannend. Aber _wie_ schlecht die Qualität dieser Plugins bei Lichte betrachtet ist - vorallem wenn man mal dreivier davon kombiniert - hatte mich schnell wieder zu KDE gedrückt. Da hast du dann ein Plugin für abgerundete Ecken. Und ein Plugin für mehrere Bildschirme. Man muss nicht glauben, dass dann in der Kombination die Ecken beider Bildsch..... Ach, was solls..... Ist ja doch überall das Gleiche...

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        Von der.schultze am Fr, 3. Januar 2020 um 22:24 #

        > Waren das die Mäuse, oder die Delfine, die bei Adams schlauer waren als die Menschen? Ich bin gerade zu faul es zu duckduckgoen... Aber wenn es noch Hoffnung gibt, dann wahrscheinlich in diese Spezies. Und in diesen heiteren weißen kleinen Roboter aus dem Film... :)

        Beide Spezies sind schlauer als die Menschen. Der Roboter heißt Marvin und hat immer solche Schmerzen in den Dioden. Daher ist er ein wenig depressiv. ;-)

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    Von Ghul am Sa, 4. Januar 2020 um 03:06 #

    Habe ich da irgendwas Nennenswertes verpasst?

    Ja, hast du.
    Microsoft gibt exFAT-Patente und -Spezifikationen für Linux frei

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    Von Pfister2 am Mo, 6. Januar 2020 um 11:00 #

    Ich nehme Dir langsam aber sicher nicht mehr ab, dass Du wirklich Dich ernsthaft für Linux interessierst. Es scheint für mich eher, als wolltest Du Linux schlechtreden (Deine Lohntüte kommt nicht zufälligerweise von einem Closed Source Anbieter?).

    Wie war das doch nochmals mit Linux und Grafikarten so anno 200x? Ich brauchte damals Tage, bis mein Notebook mit Debian endlich lief.

    Sound und schnelle Grafikausgabe waren dabei noch nicht mal inkludiert. Wenn ich heute sehe, was ich mit einem aktuellen Linux (ok, ich steh jetzt auf AVMultimedia, weil ich dies in Sekunden hochfahren kann) hinkriege, dann ist das nicht nichts.

    Natürlich gibt es mehr Komplexität, aber ich habe Jahre zugesehen, wie z.B. mein Bruder mit Mac Videofilme erstellte, wovon ich unter Linux nicht mal zu träumen wagte. Heute mach ich das alles locker mit 4K und mit dem neuen Ryzen 3950X auch verdammt schnell. Ausserdem läuft Linux nach wie vor verdammt effizient auf extrem alter Hardware, wo andere OS längstn nicht mehr laufen.

    Wenn Du so nicht mit Linux zufrieden bist, dann nimm halt was anderes -- oder dann hilf mit, es besser zu machen. Dank Linux und Open Source darf ich das sogar (dafür habe ich mit Windows 20 Jahre vergeblich gewartet).

    In diesem Sinne, doch Linux ist auch 2020 ein tolles System, wer es denn sehen will... Das heisst nicht, dass es nicht noch besser werden könnte und es heisst auch nicht, dass ein gewisser Zeitgeist auch in Linux Einzug hält (z.B. Abwärtskompatibilität zu brechen). Alles in allem hätte ich aber nie zu träumen gewagt, mit Linux jemals derart weit zu kommen.

    Und ja, ich darf Dir gerne versichern, dass meine Kinder (10/13) immer Jammern, wie umständlich Windows doch ist, wenn sie in der Schule damit arbeiten dürfen/müssen.

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      Von Markus B. am Mo, 6. Januar 2020 um 14:56 #

      Nach eigener Aussage verwendet er schon seit 20 Jahren Linux - und was verwendet er? Kubuntu. Kubuntu!

      Das sollte dir bereits genügen, dass es vergebliche Mühe ist, dem mit Fakten zu kommen, dass Linux auch stabil laufen kann. Er will es gar nicht hören.

      Der schießt sich lieber andauernd mit der miesesten KDE-Distri, die es gibt, selber ins Knie, und hat schon mehrfach betont, keine Lust zu haben, auf was Funktionierendes zu wechseln. Zugleich suhlt er sich lustvoll unter jedem Artikel in seinem Frust über das, was er "Linux" nennt, in Wahrheit aber Canonical heißt.

      Ich glaube, er hört sich einfach gern jammern, so wie unsere Bauern.

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        Von Josef Hahn am Mo, 6. Januar 2020 um 16:58 #

        > Nach eigener Aussage verwendet er schon seit 20 Jahren Linux - und was verwendet er? Kubuntu. Kubuntu! Das sollte dir bereits genügen, dass es vergebliche Mühe ist, dem mit Fakten zu kommen

        Das ist _der_ große Grund, warum die meisten Umsteiger euch nach einer Weile einfach garnicht mehr ernst nehmen, und wieder zurück wechseln. Hast du mal mit dem tollkühnen Gedanken gespielt, Kritik (die ja nichtmal direkt sooo direkt an deine Person gerichtet ist) auch einfach mal ernstzunehmen? Seit ich Linux benutze, stolpere ich über Forenbeiträge, die sich wie deine lesen. Das ist Selbstbeweihräucherung und Filterblasenhygiene. Man sucht die Fehler immer woanders. Gerne ist es die Distri schuld, oder der GPU-Treiber, oder was sich auch immer gerade anbietet.

        Ich benutze seit 20 Jahren _nur_ Linux. In frühen Tagen hatte ich schonmal SuSE, Fedora, Gentoo, Arch. Heute habe ich Kubuntu auf den Workstations und Debian auf den Servern. Debian auch eine besonders miese Distri? Probleme habe ich derzeit damit auch einige. Wie ist da die Ausrede? Systemd schuld?! :)

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          Von Markus B. am Mo, 6. Januar 2020 um 20:18 #

          Du meine Güte, jetzt kommt er schon wieder mit dem ewigen "euch".

          Stets teilst du die Welt ein in ein großes "Ich" und auf der anderen Seite siehst du alles andere per se feindlich gesinnt und nennst es distanzierend "ihr" bzw. "euch", als wenn wir, die mit ihren Linux-Installationen zufrieden sind, eine große böse Gruppe wären, die sich gegen den kleinen, armen Josef verschworen hätte, der tagein, tagaus tapfer das Unbill bekämpft. Wie oft lese ich das von dir. Da fragt man sich, wer hier in einer Filterblase lebt.

          Etwa die gleiche Zeit wie du habe ich Windows von meinen Maschinen verbannt. Genau so lange teste ich immer wieder verschiedenste Distris. Eine sticht besonders negativ hervor: Kubuntu. Das Ding ist das ungeliebte Stiefkind von Canonical, jahrelang soll nur ein einzelner Maintainer dafür zuständig gewesen sein, und das merkt man. Sorry, Kubuntu war immer schon und ist bis dato ein Stück Scheiße und es ist eine Schande, wie sie damit KDE ein negatives Image beschert haben.

          Es ist ja schön, dass du "in frühen Tagen" (also bei 20 Jahren Linux so vor 10-15 Jahren) mal auch was anderes probiert hast. Das zeigt ja umso mehr, dass du gar nicht mitbekommen hast, wie gut sich die anderen Distris außerhalb deiner Kubuntu-Filterblase weiter entwickelt haben. Denn dann hättest du längst ein Linux mit KDE auf der Kiste, das jahrelang ohne besondere Probleme einfach funktioniert. Aber du bist ja Kubuntu so gewohnt, hast so viel Zeit darin investiert, da darf das einfach nicht sein.

          Debian läuft auf hunderttausenden, wenn nicht Millionen Servern ganz zur Zufriedenheit der Admins (auch auf hunderten von unseren - na ja, wahrscheinlich bin ich da nicht repräsentativ, du betreust sicher mehr als ich).

          Zusammenfassend:

          Situation bei dir:
          - Auf deinen Desktops laufen Linux und KDE unrund.
          - Auf deinen Servern läuft Debian unrund.

          Auf der anderen Seite bei uns, den Selbstbeweihräucherern und Filterblasenhygienikern:
          - Auf unseren Desktops laufen Linux und KDE gut.
          - Auf unseren Servern läuft Debian gut.

          Was könnte ein neutraler Beobachter nun daraus schließen?

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      Von Josef Hahn am Mo, 6. Januar 2020 um 17:10 #

      > Deine Lohntüte kommt nicht zufälligerweise von einem Closed Source Anbieter?

      Definitiv. Wie die Lohntüten der allerallermeisten Leute, die mit Software ihr Geld verdienen, oder? Daraus eine innere Freude abzuleiten, Linux künstlich schlechtzureden, ist aber gewagt.

      > Wenn Du so nicht mit Linux zufrieden bist, dann nimm halt was anderes

      Ich bin mit Linux auch nicht verheiratet. Wenn du mir ein System nennen kannst, bei dem meine Daten bei mir bleiben, schaue ich mir das an. Ich hatte schonmal letzte Woche rumgesponnen: Ich würde sofort loslaufen und ein paar Apple-Geräte kaufen, wenn gewisse Modalitäten geklärt wären. Das sind hauptsächlich kommerzielle Themen, und halt das Thema der Datensicherheit. Ich möchte das gute Gefühl haben, dass meine Daten _wirklich_ bei mir bleiben. Kein kommerzieller Anbieter kann mir das derzeit glaubhaft machen. Mit freier Software, naja, OpenSSL hatte auch schwere Zeiten, aber ich habe damit ein besseres Gefühl... Zumindest beschränken Lücken sich dort auf echte technische Mängel und nicht auf bewusst eingeführte Abflüsse.

      > Ausserdem läuft Linux nach wie vor verdammt effizient auf extrem alter Hardware, wo andere OS längstn nicht mehr laufen.

      Das ist wunderbar! Und auf meiner Hardware friert es einmal pro Woche ein. Mit der Installation von Kubuntu 19.10. Um nicht zu sagen: Erstmals genau _in_ der Installationsroutine. Für einen Hardwaredefekt wäre das schon ein großer Zufall. Es _könnte_ natürlich sein, dass meine Hardware schon immer defekt war, der defekte Teil aber vorher brach lag... Naja: "könnte".... Für mich reiht es sich ein in die Liste "2019 sind mir meine Systeme weggebröselt".

      > Und ja, ich darf Dir gerne versichern, dass meine Kinder (10/13) immer Jammern, wie umständlich Windows doch ist

      Was jammern sie denn da genau? Was machen 13 jährige Kinder in der Schule am PC, was mit Windows umständlich ist, aber mit Linux nicht? Oder reden sie da einfach dem Papa ein bisschen nach dem Mund? ^^

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        Von Markus B. am Mo, 6. Januar 2020 um 20:25 #

        Und auf meiner Hardware friert es einmal pro Woche ein. Mit der Installation von Kubuntu 19.10. Um nicht zu sagen: Erstmals genau _in_ der Installationsroutine. Für einen Hardwaredefekt wäre das schon ein großer Zufall.
        Seufz...nein, es liegt nicht an deiner Hardware. Wie hier beschreibst du in unzähligen Postings andauernd selbst, woran es liegt.

        Bitte, mit ganz viel Zucker obendrauf: installier' dir wenigstens versuchsweise irgendeine andere Distri z.B. Arch Linux, dann KDE drauf, und freue dich, wie schön das Leben sein kann. Kostet dich nur 2-3 Stunden, das ist ein Bruchteil dessen, was du schon zur Fehlersuche und für die vielen Frust-Posts hier aufgewendet hast.

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          Von Pfister2 am Mo, 6. Januar 2020 um 21:09 #

          Ich hab ihm mehrfach AVMultimedia empfohlen, der Desktop ist dann in ca. 10 bis 20 Sekunden hochgefahren (6 GB an Sofware mit dem ganzen Multimedia-Stack). Dumm nur, er weigert sich, auch nur ein neues/anders Linux zu testen. Und das, obwohl, das, was er einsetzt, (angeblich) nicht laufe. Aber hallo, wenn es nicht läuft, dann nehm bzw. versuche ich doch was anderes...

          Für mich ist seine Argumentation einfach nicht schlüssig. Ja ich hatte auch dann und wann mal ein Problem mit Linux. Sich dann irgendwo Rat zu holen, hat viel geholfen (meistens lag das Problem übrigens bei mir selber). Nur genau dies scheint er um keinen Preis anpeilen zu wollen.

          Und darum habe ich das Gefühl, er will gar nicht, dass es läuft. Ich will nun aber niemandem (auch ihm nicht) unrecht antun. Ich betone, es ist einfach nur mein Eindruck, den ich habe.

          Gerne lade ich ihn nochmals ein, AVMultimedia zu testen (lässt sich über USB-Stick ja ohne Installation auf [fast] jedem 64-Bit-Rechner starten). Wenn es Probleme geben sollte und konkrete Fehlermeldungen kommen (dmesg, Log-Dateien etc), dann werde ich dem gerne nachgehen. Ich kann nicht versprechen, dass alles läuft. Ich kann aber berichten, dass ich es sowohl als Desktop als auch Server-Installation (bei mir und Kunden) intensiv nutze und sehr stabile Verhältnisse feststelle (aktuelle BIOS-Firmware vorausgesetzt, doch ist das kein Linux-Problem).

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            Von Josef Hahn x am Mo, 6. Januar 2020 um 21:44 #

            Ich war auch vor einigen Jahren schonmal so weit, dass ich mich daran gefreut habe, wie schnell ein Linux-Desktop bootet. Das war seinerzeit Xubuntu; das war auf meiner damaligen Maschine nach Anschalten wirklich in gaanz wenigen Sekunden beim Login. Heute nicht mehr, obwohl die Maschine stärker ist. Aber gut... Ich bin derzeit weit davon weg, mich mit sowas zu befassen. Er ist mir heute schon wieder einmal völlig eingefroren im Login-Screen. Das ist derzeit _eines_ meiner Themen.

            Ich hatte früher schon jede größere Distri mal drauf, wie man das die ersten zehn Jahre so macht, und konnte nie ganz große Qualitätssprünge zwischen den Distris feststellen. Höchstens schonmal einzelne Ausreisser nach unten. Gentoo war auch mal ganz schön für eine Weile. Später wollte ich für Workstation und Server etwas zumindest sehr ähnliches haben. Da wollte ich dann kein Gentoo oder Arch mehr nehmen. Dass heute sowohl Kubuntu als auch Debian zu den besonders schlechten Distris zählen, finde ich in der Vorstellung schwer. Und dennoch, ja, auf jeden Fall: Ich werde 2020 nutzen, um die Situation zu verstehen, und mir Alternativen anzusehen. Es ist aber für mich alles nicht ganz einfach, weil ich um mich herum wirklich eine große Menge Scripting laufen habe, die teilweise anzupassen wären. Und da rede ich von mehr als fünf Pfad-Anpassungen in zwei Config-Files. Das ist vielleicht so, als wenn du morgen beschließen würdest, den technischen Unterbau von AVMultimedia auszutauschen...

            ... bei dem Stichwort fällt mir auch noch eine Schwierigkeit ein: Meinungen im Internet sind immer schwer einzuordnen und zu bündeln, wenn sie einer Entscheidungsfindung dienen sollen. Viele raten ja bspw. zu BSD, auch bezüglich Stabilität usw. Stabil könnte es sein. Dann habe ich bei der Recherche mal ein Video gefunden, wo mal jemand die Sicherheitsversprechen auf die Probe stellt. Von irgendeinem 3*c3 oder irgendeiner Konferenz. Ein voller Talk; mehr als ein 5 Minuten Clip. Raussuchen möchte ich ihn jetzt nicht nochmal. Aber das klang schon eher vernichtend, um mal im Jargon von Videoclips zu bleiben. Und das war kein Gesabbel - der hatte Code und Live-Demos! Will sagen: Der eine sagt so, der andere sagt so, und der Dritte nochmal anders. Große Fangesänge sagen technisch wenig aus. Ich müsste _eigentlich_ zuerst einen Haufen Testcases schreiben, und dann jede Distri einmal dagegen lassen. Bis ich das durch habe, brauche ich dann auch nur noch die Kiste. :)

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              Von Andre am Di, 7. Januar 2020 um 04:56 #

              wenn du etwas stabiles mit dem ausblick auf langzeitstabilität auf dem desktop einsetzen willst bist du vermutlich bei debian am sinnvollsten aufgestellt. wenn dann noch etwas einfriert würd ich als erstes bei hardware/treiber inkompatibilitäten suchen. ich hatte jedenfalls dort in den vergangenen jahren die wenigsten kde-probleme. dafür muss man dort dann mit veralteten applikationen leben.

              *buntu war noch nie wirklich stabil auf dem desktop.

              wenn du deine scripte einmalig geschickt anpasst, kannst du sie danach vermutlich distro-übergreifend verwenden - jedenfalls funktioniert das bei meinen scripten.

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        Von Pfister2 am Mo, 6. Januar 2020 um 21:44 #

        > Definitiv. Wie die Lohntüten der allerallermeisten Leute, die mit Software ihr Geld verdienen, oder? Daraus eine innere Freude abzuleiten, Linux künstlich schlechtzureden, ist aber gewagt.

        Na ja, wenn ich Freude an Linux habe, dann finde ich ganz bestimmt einen Job in diesem Umfeld, ich meinte, solche Leute sind gefragt. Wenn Du aber seitenfüllend Deine Erfahrungen "schilderst", landest Du auch ganz bestimmt bei Closed Source.

        > Und auf meiner Hardware friert es einmal pro Woche ein.

        Sorry, aber wenn Du es derart pauschal hinschreibst, ist das völlig unbrauchbar. Dann lass es halt mal eine Woche ohne Grafik laufen. Läuft es dann noch? Nimm eine andere Grafikkarte. Läuft es dann noch? Und und und...

        > Was jammern sie denn da genau? Was machen 13 jährige Kinder in der Schule am PC, was mit Windows umständlich ist, aber mit Linux nicht? Oder reden sie da einfach dem Papa ein bisschen nach dem Mund? ^^

        Da liegst Du sowas von daneben, sorry. Den Lehrplan findest Du hier:

        https://003.lmvz.ch/connected/

        Und dann schau bitte hier:

        https://003.lmvz.ch/connected/connected_1/1_1.html

        Ziel der Lektion wäre gewesen, dass sich mit einem von der Lehrerin erstellten Passwort in einer Redmond-Schiene hätten anmelden können. Die Lektion endete, ohne dass sich die Kinder anmelden konnten. Die von der örtlichen Schul-PCs (Intel i5) sind extrem lahm (konnte ich an einem Besuchstag selber begutachten), es war bzw. ist noch immer zum "Schreien".

        So, und jetzt nimm mal AVMultimedia. Da findest Du zwar keine Cloud, keine Online-Tools, keine Registrierung -- aber eben auch keine Anmeldung. Hast Du Dir mal überlegt, wie schwierig es für Kinder (bis zum Schreibmaschinen-Schreiben es ist, ein vernünftig sicheres Passwort nur schon einzugeben? Brauchst Du wirklich ein Passwort, wenn Du gar nicht ON bist?

        Das alles kann ich mit Linux bzw. AVMultimedia machen, weil es Open Source ist und niemand vorschreiben kann, dass ich es verwanzen muss. Im übrigen nochmals, zeig mir mal ein OS, das in ca. 10 bis 20 Sekunden komplett eingerichtet ist.

        Bei jedem Neustart sieht AVMultimedia gleich aus, weil es immer wieder komplett on-the-fly neu eingerichtet wird. Wenn z.B. meine Kinder Icons löschen oder irgendwas zerstört wird, ein Neustart und alles ist wieder paletti. Ich habe jetzt über die letzten Jahre mehrere Lehrkräfte erlebt, die nicht wussten, wo ein HDMI-Kabel eingesteckt werden könnte. Und ja, es wurden gar PowerPoint-Vorträge verlangt, obwohl die Lehrpersonen PowerPoint selber nicht in Ansätzen konnten. Ich sag, nimm Sozi, und dann macht das ganz verdammt viel mehr Spass...

        Und eines kann ich Dir versichern, meine Kinder reden nicht nach meinem Mund. Da fliegen ganz ordentlich die Fetzen, von wegen WhatsApp, die alle anderen hätten und so. Das haben wir beide im übrigen auch bereits mal gründlich durchdiskttiert, siehe hier:

        https://www.pro-linux.de/news/1/27629/comm/1/show-all-comments.html

        Oder erinnerst Du Dich gar nicht mehr daran??? So, und jetzt ist (wie damlas genug). Bring was Konstruktives -- und sonst lass es halt (nicht) bleiben.

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          Von Josef Hahn x am Di, 7. Januar 2020 um 00:04 #

          >> Und auf meiner Hardware friert es einmal pro Woche ein.
          > Sorry, aber wenn Du es derart pauschal hinschreibst, ist das völlig unbrauchbar. Dann lass es halt mal eine Woche ohne Grafik laufen. Läuft es dann noch? Nimm eine andere Grafikkarte.

          Ich habe es ja nicht hingeschrieben, damit mir hier jemand hilft. Es ist nie zuvor passiert, zuerst im Installer vom neuen Kubuntu und danach immer mal wieder. Zwei gleichzeitige Compilerläufe führen schnell dazu. Da sind wir aus der Grafikwelt eher raus. Ich habe gerade so viel Kram in der Pipe von anderen Sachen, die irgendwas nicht richtig tun, dass ich diesem Freeze bisher nicht nachgegangen bin. Als nächstes werde ich wohl mal schauen, warum auf meinen Pi-Radios PulseAudio nach einer Weile die Arbeit einstellt. Dann habe ich endlich mal wieder Musik in der Küche. :)

          > Ziel der Lektion wäre gewesen, dass sich mit einem von der Lehrerin erstellten Passwort in einer Redmond-Schiene hätten anmelden können. Die Lektion endete, ohne dass sich die Kinder anmelden konnten. [...] So, und jetzt nimm mal AVMultimedia. Da findest Du zwar keine Cloud, keine Online-Tools, keine Registrierung -- aber eben auch keine Anmeldung. [...] Brauchst Du wirklich ein Passwort, wenn Du gar nicht ON bist?

          Nun gut. Aber man könnte ja dann auch sagen, dass mit AVMultimedia das "Ziel der Lektion" garnicht erreicht wird, oder? Da hätte die Lehrerin auch den Login machen können. Von diesem Randfall abgesehen ist es doch "Best Practice", ein gescheites Passwort zu fordern.

          > Im übrigen nochmals, zeig mir mal ein OS, das in ca. 10 bis 20 Sekunden komplett eingerichtet ist.

          Das funktioniert ja wahrscheinlich auch deshalb, weil es wenig mitbringt, und wenig Stellschrauben hat, oder? Das ist technisch auf jeden Fall cool, und bestimmt auch nicht banal. Aber die komplette Automatisierbarkeit ist für mich schon interessanter, und das machen Debian/Ubuntu nicht ganz schlecht bisher. Meine Probleme kommen alle danach (oder davor beim Erstellen von Bootmedien: https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/grub2/+bug/1851311).

          > Ich habe jetzt über die letzten Jahre mehrere Lehrkräfte erlebt, die nicht wussten, wo ein HDMI-Kabel eingesteckt werden könnte. Und ja, es wurden gar PowerPoint-Vorträge verlangt, obwohl die Lehrpersonen PowerPoint selber nicht in Ansätzen konnten.

          Hehe, jaja, die kann ich mir schon lebhaft vorstellen. ^^

          > Und eines kann ich Dir versichern, meine Kinder reden nicht nach meinem Mund.

          Nee, wenns um das Passwort geht, glaube ich das. Aber ist dann nicht auch der Lehrplan einfach doof da?

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    Von blubbermal am Di, 7. Januar 2020 um 16:56 #

    Smartphone-Lemminge können mit ernsthafter Computer-Arbeit eh' nix anfangen. Es sei denn, Power-Point soll dazugehören ...

    Cloud, als ein per Internet erreichbarer Speicherplatz? Diesen gibt es länger als als das genannte Modewort.

    MS Teams, kenne keine Firma, die das Einsetzt. Sieht aber mit Kopano anders aus ...

    Jahresrückblick: Alle Top 500-Supercomputer laufen unter L I N U X ;-)

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Von Pepe Gockel am Sa, 4. Januar 2020 um 02:10 #

Solange Typen wie der Hahn hier mit solch aussagekräftigen Titeln wie:

Außer dass es so langsam vor sich hin sediert ...
sediert?
M(

das dann kommentieren, kann das auch nix werden.

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Von Feldkaplan Klappstuhl am So, 5. Januar 2020 um 08:47 #

Oder auch nicht?

Glaubt man Statistikdiensten, wie Statcounter, dann ist der Anteil von Linux an Desktopbetriebssystemen weltweit von 0,84% im Januar auf 0,83% im Dezember gesunken.
Auch in Deutschland war er rückläufig, von 1,88% auf 1,84%.

Und mit OpenSource allgemein habe ich so meine Erfahrungen mit der neuen Schule unserer Tochter (6. Klasse) machen dürfen. Schon der Versuch eine Alternative zum von der Schule quasi vorgeschriebenen MS Office zu nutzen führte zu einer regelrechten Mobbing Kampagne. Nicht nur von den Mitschülern. Und nicht nur gegen das Mädchen.

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    Von Sindbad am So, 5. Januar 2020 um 18:06 #

    Schon der Versuch eine Alternative zum von der Schule quasi vorgeschriebenen MS Office zu nutzen führte zu einer regelrechten Mobbing Kampagne
    Und genau das ist der Kern des Problems. In Schulen wird mit proprietärer Software gelehrt, in öffentlichen Einrichtungen wird diese fast ausschließlich genutzt und in (Ausbildungs-)Betrieben und Universitäten kann keiner mehr etwas anderes als Microsoft bedienen. Schlimmer noch: Keiner will etwas anderes bedienen.

    Die neue EU-Richtline "über offene Daten und die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors" (Amtsblatt L 172/56) sieht explizit die Strategie "open by design and by default" für alle Dokumente des öffentlichen Sektors vor. Aber selbst die EU-Kommission schert sich einen Dreck um offenen Formate und bestellt für die EU-Verwaltung wieder Betriebssysteme und Office-Pakete bei Microsoft.

    Der einzige wenn auch sehr mühsame Weg aus der Misere ist, immer und immer wieder für OpenSource-Alternativen zu kämpfen und schrittweise den einen und anderen Dienst in seinem Umfeld durch OpenSource-Software zu ersetzen. Irgendwann sind 5G-Netze , KI und Cloud-Computing allgegenwärtig. Die Admins, die dann nur Klicken und keine Konsole bedienen können, sind dann alle arbeitslos oder im Ruhestand. Und wenn alle Admins Linux denken, besteht doch wieder Hoffnung.

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Von walker1973 am So, 5. Januar 2020 um 15:01 #

Würde ich zumindest sagen es ist einiges passiert sei es Kernel seitig oder Treiber im allgemeinen.
Auch bei den Desktop Enviroments ist einiges passiert, alles in allem Positiv nur bei den Programmen passierte nicht so viel so zumindest mein Empfinden.
Alles in allem Positiv mal sehen wie es sich 2020 Entwickelt.

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Von Andreas Körner am So, 5. Januar 2020 um 19:04 #

Als OpenBSD Nutzer muss ich sagen, dass das Jahr ziemlich wichtige Verbesserungen gebracht hat.
Auch wenn die Leute weiter MS nutzen... ist doch egal. Mein System soll konkret mich zufrieden stellen.

Und was das ganze Cloud und co. Zeugs betrifft, hat auch Vorteile, weil es prinzipiell erst einmal viele Dienste für jeden Rechner bereitstellt. z.B. habe ich unseren jährlichen cewe-Weihnachtskalender jetzt das erste Mal webbasiert mit OpenBSD erstellt. Ist doch Klasse, ging vorher nicht.

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Von Buster am Di, 7. Januar 2020 um 17:10 #

Wann ist etwas gut oder schlecht für Open Source? Welche Kriterien sollten für eine solche Bewertung herangezogen werden? Wie hoch muss der Kenntnisstand sein, um eine solche Bewertung abgeben zu können?

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    Von pointer am Mi, 8. Januar 2020 um 13:25 #

    Gut erkannt. Wahrscheinlich geht's hier eher um das Bauchgefühl. Ich habe mein Kreuz mangels nachvollziehbarer Kriterien trotzdem bei "Kann ich nicht beurteilen" gemacht. "Gefühlt" eher ein durchschnittliches Jahr - kein großer Fort- oder Rückschritt.

    Objektiv wäre eine Bewertung anhand der Entwicklung von Marktanteilen. Aber ob es da verlässliche Daten gibt?

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