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Thema: Was halten Sie von proprietären, käuflichen Applikationen?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von T-Virus am Fr, 3. Juni 2011 um 15:09 #

Schauen wir mal deine kleine Liste im Detail an:

Vorteile
- Lange Updates -> Gibt es auch bei Distributionen mit Long Term Support wie Ubuntu und Debian.
- Jede Hardware laeuft, bei Linux ein Gluecksspiel -> Wenn der Kernel die Hardware Unterstützt und die Hersteller bei der Treiberentwicklung mitziehen geht es auch bei Linux.
- Neue Hardware laeuft, geht bei Linux in der Regel nicht -> USB 3.0 zeigt da ein anderes Bild. Dort gab es vor Windows einen sauberen Treiber.
- Programme einfach via Doppelklick installierbar, bei Linux manchmal Kompilieren, aber immer krams ins Textfenster eintippen. -> Geht auch bei UI geführten Paket Managern. Da reicht auch einmal markieren und isntallieren klicken.
- Stabil, Linux raucht immer ab -> Blödsinn! Meine Kisten laufen locker mal Monate durch und ohne Probleme. Windows raucht da eher ab wenn man die Grafikkarte ausgelastet ist. Dann raucht der Treiber ab und schon geht nichts mehr.
- Viele dicke Spiele, bei Linux nur minigames -> Linux != Spielekonsole. Dies war auch kein Ziel von Linux.
- Unternehmenstauglich, fuer Linux gibt es kein MS Office, kein gutes CAD, Musikprogramm, Grafikprogramm.... -> MS Office ist nicht der Standard der Welt. LibreOffice/OpenOffice und co. sond sogar guter Ersatz. CAD, Musik und Grafikprogramme gibt es wie Sand am Meer bei Linux. Wer sucht der findet auch...

Nachteile:
- Kostet Geld, aber Linux frisst immer Zeit, weil immer was gefrickelt werden muss. Die gesparte Zeit ist mir die Investition von 75€ für MS Windows 7 wert. -> Gefrickelt werden muss bei einer guten Distribution sogar fast nie. Und die 75€ sind nur für eine System Builder Version ohne Microsoft Support. Viel Spaß wenn die Kiste abraucht oder das OS streikt. Dann holft Microsoft dir nicht.

T-Virus

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    Von Kenner der Szene am Fr, 3. Juni 2011 um 15:15 #

    Also T-Virus du bist ja ein richtiger Fundi!

    Was ich in deinem Post sehr häufig lese ist "Wenn" und "Wenn".

    Beispiel am Kernel:
    "Wenn der Kernel die Hardware Unterstützt und die Hersteller bei der Treiberentwicklung mitziehen geht es auch bei Linux."

    Mag ja sein, doch wie deine Aussage vermutet glaubst du auch selber nicht so recht dran. Nicht jeder Hersteller hält sich dran und der Kernel frist auch nicht alles. Seh der Realität is Auge: Wunschdenken wie das von dir genannte ist im produktiven Umfeld Nonsens.

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      Von T-Virus am Fr, 3. Juni 2011 um 15:31 #

      Wenn es solch ein Nonsense ist und dann auch im produktiven Umfeld, warum gibt es bei Firmen wie Google oder auch bei meiner Firma Linux Server die laufen?
      Der bunte Desktp daheim ist kein produktives Umfeld.
      Ob ich Briefe/Bewerbungen mit MS Office schreiben oder dazu Libre-/OpeOffice nutze macht absolut keinen Unterschied.

      Und hier Windows 7 als Allheilmittel zu beweichräuchern, und anderes wurde nicht gemacht, ist totaler Blödsinn.
      Linux läuft und tut seine Sache genauso gut wenn nicht sogar besser als Windows.
      Linux als kaputt oder halbfertig zu beschimpfen zeugt doch von Dumm- und Unwissenheit.

      T-Virus

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        Von anonym am Fr, 3. Juni 2011 um 15:48 #

        Server sind nach wie vor ein anderes Thema. Auf Servern möchte ich auch kein Windows haben, ich muß aber qualitativ betrachtet auch kein Linux dort benutzen. Ein anderes Unixoides OS tut es meist genauso.

        >Ob ich Briefe/Bewerbungen mit MS Office schreiben oder dazu Libre-/OpeOffice nutze macht absolut keinen Unterschied.

        Solange die Dokumente einfach sind, magst du recht haben. Sobald es komplexer wird, bin ich über ein Aktuelles MS Office aber sehr dankbar. Wir haben hier versucht nur mit OpenOffice zu arbeiten (vor ca. 1 Jahr), haben den Versuch als gescheitert erklärt - das suchen und herumärgern mit Sachen die mit Word oder Excel einfacher gingen rechtfertigen den Kostenunterschied nicht - unsere Zeit kostet mehr. Was nicht heissen soll, das OpenOffice nicht auch ein paar Vorteile gehabt hätte, aber in Summe ging die Rechnung halt nicht auf.

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          Von T-Virus am Fr, 3. Juni 2011 um 16:12 #

          Dann wäre die Frage warum wurde es nicht richtig verarbeitet?
          Wenn ihr mit OpenOffice nur MS Office Dokumente bearbeitet habt, ist dies kein Wunder.

          Wenn es nach Microsoft ginge, würde es keine Alternativen geben.
          Und Microsoft würde nicht mal ohne Druck seitens der EU die Möglichkeit bieten eine Alternative zu entwickeln.

          T-Virus

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            Von Kenner der Szene am Fr, 3. Juni 2011 um 21:29 #

            Junge, du lebst ja sowas von 1995 lol.

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              Von Sturmkraehe am Fr, 3. Juni 2011 um 22:15 #

              Sicher haben beide Seiten teils recht.... aber zu OpenOffice.org/LibreOffice und M$ Office vertrete ich eher die Meinung: die Gewohnheit macht den Unterschied.

              Ich erstelle auch Bücher, Handbücher, Anleitung, Druckvorlagen etc. und meine Erfahrung ist, dass, OpenOffice.org/LibreOffice für MICH um längen besser und einfacher zu bedienen ist als M$ Office. Ich suche nicht lange, ob es eine Funktion gibt, und wo sie steckt, sondern ich hab sie sofort zur Hand. Konvertierungen laufen meist Problemlos (kleinere Layoutanpassungen sind natürlich auch dort nötig, aber dafür ist ODF mit vielen von mir benutzten Systemen kompatibel).
              Ohne eine firmeninternen Schulung von M$ Office wäre ich häufiger nie darauf gekommen an bestimmten Stellen zu suchen um eine Funktion auszuführen (oder einige Symbole sind so klein, dass man dort keinerlei Funktion gesucht hätte).

              Für 3 Neulinge die ich beruflich an ein Office-System gewöhnen muss, ist es "scheinbar" auch einfacher die Aufgaben mit LibreOffice zu bewerkstelligen (was natürlich auch daran liegen kann, dass ich es ihnen selbst erkläre und als direkter Ansprechpartner dienen kann - M$ Schulung ist bei uns über das EDV-System standardisiert).

              Daher bin ich überzeugt: jeder nutzt was er lernt (oder wo er einfacher Hilfe bekommen kann). Da sind die Funktionsunterschiede nicht mehr ausschlaggebend... wie bei 99% aller Programme.

              Ähnlich geht's mit GIMP und Photoshop. Was nützt Photoshop ohne einen Profi der einem die Funktionen lehrt? Daher bleib ich bei GIMP, hier kenn ich mich aus.

              Auch bei Windows ist es in meinem Bekanntenkreis so: Funktionen zeigen und unterreichten und dann: Win7 NEIN DANKE... aber wehe es käme ein andere Prophet ;)

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        Von vuko am Fr, 3. Juni 2011 um 16:01 #

        Mit Stolzer Brust will dann mal von meinem Senf berichten:
        debian server, startet nur nach Stromausfällen neu, uptime>300Tage schon gesehen
        debian desktop, keine speichermedien (diskless), Nachts oft im Standby, uptime zuletzt bei >60Tage
        hier schmiert nix ab, jeder reboot hat auch echt seinen Grund

        Hardware leicht exotisch, alles ITX:
        mit Realtek 8111C, anfangs ein Ärgernis weil kein OpenSource/nicht im Kernel, selber kompilieren aber kein Problem für den versierten Nutzer
        (die Geschichte mit Intels GMA500 habe ich auf dem Netbook, grrr)

        mir fehlt allerdings eine "vertrauenswürdige, überwachende Instanz" beim OpenSource generell,
        den props am Markt vertraue ich in der Hinsicht aber schon lange nicht mehr :(

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        Von zettberlin am Fr, 3. Juni 2011 um 19:50 #

        > Der bunte Desktp daheim ist kein produktives Umfeld.

        Leider eine der größten und folgenschwersten Fehleinschätzungen in der Linux-Szene.

        Solange produktive Anwender grafischer Software nicht ernst genommen werden, wird Linux ein Nischenprodukt bleiben.

        Das ändert freilich (noch) nichts daran, dass es in 9 von 10 Fällen Windows und MacOSX überlegen ist. Ich habe jetzt gerade keine Lust, die hier vorgebrachten Uralt-Klischees von komplizierter Software-Installation bis zum schlechten Hardwaresupport noch einmal zurückzuweisen.
        Das Wiederkäuen überlasse ich lieber den Schafen.

        Ich möchte lieber noch was zum Thema sagen: Es gibt in der Tat einige Anwendungen für Win/Mac, die deutlichen Vorsprung zu freien Programmen zum gleichen Zweck haben.
        Ich denke, das liegt an zwei Dingen:

        1.) Niemand finanziert Entwickler von freien Anwendungen für Musiker, Grafiker, Filmemacher etc

        2.) Die oben gennannte Fehleinschätzung.

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    Von anonym am Fr, 3. Juni 2011 um 15:42 #

    >Windows raucht da eher ab wenn man die Grafikkarte ausgelastet ist.
    >Dann raucht der Treiber ab und schon geht nichts mehr.

    Nö, dann startet der Treiber neu. Zumindest auf meinem Dell Notebook. Ein streikendes OS hatte ich seit Windows XP nicht mehr. Microsoft hat aufgeholt, das sollte man nicht vergessen. Windows ist schon lange nicht mehr so fragil wie noch zu 98 oder gar ME Zeiten.

    Das Problem der Paketmanager ist doch: entweder selbst kompilieren, oder die Software als Paket von der Distribution beziehen - dann meistens nicht so aktuell wie möglich. Der Windows Weg über einen Installer mag technische Nachteile besitzen, hat aber den "logistischen" Vorteil des Software Bezugs direkt vom Hersteller. Wodurch letztlich auch ein Vorteil beim Thema Support entsteht.

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      Von kljlölöj am Fr, 3. Juni 2011 um 17:48 #

      Zitat:
      "hat aber den "logistischen" Vorteil des Software Bezugs direkt vom Hersteller"


      Und wenn der Hersteller z.B. wegen Insolvenz ausfällt, was ist dann?
      Eine Voodoo Banshee von 3Dfx (2000 untergegangen) läuft auch heute noch mit freien 3D-Treibern unter einem aktuellen Linux.
      Windows 7 dürfte da wohl Schwierigkeiten haben mitzuhalten.


      Zitat:
      "Das Problem der Paketmanager ist doch: entweder selbst kompilieren, oder die Software als Paket von der Distribution beziehen - dann meistens nicht so aktuell wie möglich."


      Die andere Windowsfraktion hingegen beschwert sich, dass bei Linux die Softwareentwicklung viel zu schnell vor sich ginge, ohne gleichzeitig viele alte und älteste Linux-Versionen weiterzupflegen.

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        Von JoeB26 am Fr, 3. Juni 2011 um 19:39 #

        Zitat: "Und wenn der Hersteller z.B. wegen Insolvenz ausfällt, was ist dann?"

        Ich hatte bisher weder im privaten noch im geschäftlichen Umfeld den Fall der mich betroffen hätte. Dagegen hat mein OpenSource Instant Messenger (SIM-IM) seit jahren kein Update mehr bekommen und funktioniert deshalb mit ICQ7 Nutzer nicht mehr, etc.

        Jetzt aber bitte nicht die übliche Leier: Dann nimm doch den Sourcecode und programmier selbst weiter.

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          Von klkljkljklj am Fr, 3. Juni 2011 um 21:54 #

          Das Supportende für einen bestimmten Messenger hält Dich ja nicht davon ab, einen anderen zu benutzen.
          Wenn aber der Hersteller der eigenen Grafikkarte als Treiberproduzent z.B. durch Insolvenz ausfällt (eine andere Möglichkeit wäre die Weigerung eines Herstellers, Treiberaktualisierungen für ältere Grafikkarten nicht mehr für neue Windowsversionen zur Verfügung zu stellen), dann ist das unter Windows praktisch ein Totalschaden.

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            Von JoeB26 am Fr, 3. Juni 2011 um 22:18 #

            Ich bezweifle, daß wenn Nvida pleite geht, ich meine GraKa nicht noch weiter unter Win 7 bis zum Ablauf des Supports benutzen kann. Ich denke sogar, daß die Wahrscheinlichkeit hoch ist, daß die GraKa sogar noch unter Win8 funktioniert

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              Von kljkllk am Fr, 3. Juni 2011 um 22:28 #

              3Dfx war 1998 das, was NVidia heute ist. Da dachte auch niemand, dass 3Dfx einmal verschwinden könnte.

              Was für eine NVidia hast Du denn?

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                Von JoeB26 am Fr, 3. Juni 2011 um 23:01 #

                3Dfx war 1998? Da gibts für manche Karten sogar XP Treiber im Netz. XP hat noch bis 2014 Support. Ich denke, das ist mehr als ausreichend.

                Ich habe eine 8600er von Nvidia.

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                  Von ljljkl am Fr, 3. Juni 2011 um 23:24 #

                  "3Dfx war 1998?"

                  1998 feierte 3Dfx mit der Voodoo2 seine größten Erfolge, einer 3D-Addon-Karte, die schon im SLI-Betrieb funktionierte, und revolutionierte zusammen mit dem selbst entwickelten Glide die damalige Spielewelt in Richtung modernes "3D".
                  2000 ging 3Dfx unter, als es von Nvidia gekauft und übernommen wurde.
                  Man hätte also durchaus auch danach noch herstellereigene Treiber für die 3Dfx-Grafikkartenwelt bereitstellen können.

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                    Von GNU-Linux am So, 5. Juni 2011 um 20:49 #

                    Gerade die Probleme die ihr in diesem Postingabschnitt diskutiert sind doch die grundlegenden Probleme, die jeder mit proprietärer Software hat. Daran sollte man/frau doch erkennen, dass es in jedem Falle mehrwertbringend ist, für freie Software und somit auch freie Treiber zu "kämpfen" oder sie von dem Hardwarehersteller zu fordern.

                    Wenn jeder Hersteller genauso freie Treiber für seine Produkte herstellen würde, wie er proprietäre herstellt oder die Sourcen seiner Treiber veröffentlichte, dann wären die Probleme doch durch jeden, der es kann oder einen kennt der es kann, zu lösen und wir müssten hierüber gar nicht mehr diskutieren.

                    Solange proprietäre Software unterstützt wird und Nutzer ihr bedingungslos hinterherlaufen, haben diejenigen die sie herstellen jedwede Macht das auszuüben was sie für richtig halten oder für sie effizient ist und wir können nichts dagegen tun. Ich habe für jeden Verständnis, der sich krämt, weil er seine Hardware nicht dazu überreden kann, mit ihm zu reden. Hilfreich sind hier die Hardwarekompatiblitätsdatenbasen der Distris und die entsprechenden Foren um die Problem abzumildern, durch einen möglichen, besseren Hardwarekauf.

                    Logischer Weise bleiben Gamer und in wenigen Fällen die Nutzer außen vor, die immer die brandaktuellste Hardware haben wollen (trifft aber eher nur noch selten zu, da LT sehr rege Kernel baut/bauen läßt und viele gute Maintainer etc. hat). Durch eine angepasste Verhaltensweise läßt sich dies jedoch abmildern. Zudem muss man sagen, dass auch das Hinterherrennen hinter dem immer neuesten, eine bedingungslose Unterwerfung des perfiden Kapitalismus darstellt und ob das, dass Richtige ist ... !? :down:

                    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 06. Jun 2011 um 10:17.
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                      Von Bagga Butto Mann am Mo, 6. Juni 2011 um 17:49 #

                      Gerade die Probleme die ihr in diesem Postingabschnitt diskutiert sind doch die grundlegenden Probleme, die jeder mit proprietärer Software hat. Daran sollte man/frau doch erkennen, dass es in jedem Falle mehrwertbringend ist, für freie Software und somit auch freie Treiber zu "kämpfen" oder sie von dem Hardwarehersteller zu fordern.

                      Gerade in dem beschriebenen Beispielfall hat die sogennante Freiheit der Treiber gar nichts gebracht.


                      Die Linux Treiber für die Vooodoo 5 können bis heute kein SLI, obwohl die Dokumentation dazu vorhanden ist und die ganze Glide Bibliothek frei ist.

                      Die notwendige Dokus hatten die Open Source Entwickler sogar schon Ende 2000.
                      Treiber die SLI unterstützen wäre also denkbar gewesen, aber all das ist halt nichts wert, wenn sich niemand die Arbeit daran macht und die Treiberentwickler zu neuer Hardware wechseln.


                      Das gleiche Problem existiert übrigens bei der Terratec EWS64 XL Soundkarte.
                      Freie Treiber, die diese Soundkarte im vollem Umfang ausnutzen gibt es in form des SAM9407 Treibers, nur bringt das alles nichts, wenn der Treiber damals für OSS geschrieben wurde und OSS inzwischen aus dem Kernel hinausgeworfen wurde.
                      Ein ALSA Pendant gibt es bis heute nicht.


                      Die sogenannte Freiheit bei Treibern ist also wenig wert und wenn man erst in 5 oder 10 Jahre in den vollen Genuß der Leistung der Hardware kommt, dann ist es noch schlimmer.


                      Tja und dann schau dir mal heutige 3d Treiber an.
                      Wer vorhat ernsthaft unter Linux mit OpenGL Anwendungen zu arbeiten oder leistungsfordernde Spiele zu spielen, der ist bis heute mit den unfreien NVidia Treibern besser dran, als mit den freien Treibern für AMD Karten.


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                        Von ,.~ am Mo, 6. Juni 2011 um 19:38 #

                        Zitat:
                        "Terratec EWS64 XL Soundkarte"

                        Das ist doch eine ISA-Soundkarte?
                        ISA-Soundkarten werden von OSS 4.0 leider nicht mehr unterstützt, es bleibt also nur OSS 3.9, was allerdings immer noch herunterladbar und installierbar ist.
                        Mit Kernel 2.4 sollte das aber in jedem Fall noch funktionieren.


                        Zitat:
                        "Gerade in dem beschriebenen Beispielfall hat die sogennante Freiheit der Treiber gar nichts gebracht.
                        Die Linux Treiber für die Vooodoo 5 können bis heute kein SLI, obwohl die Dokumentation dazu vorhanden ist und die ganze Glide Bibliothek frei ist."

                        Das stimmt zwar.
                        Es ist aber schon bemerkenswert, dass diese freien tdfx-Treiber für Voodoo-Karten in punkto 3D nun schon etwa 10 Jahre recht problemlos funktionieren, während nv nie in der Lage war, auch nur primitivstes Hardware-3D unter Linux für Nvidiakarten anzubieten.
                        Es hat also schon etwas gebracht.
                        So habe ich unter Debian Lenny meine nur 2D anbietende Geforce4MX-Grafikkarte mit 64MB RAM durch eine in punkto 3D funktionierende uralte Voodoo Banshee-PCI-Karte mit 16MB RAM ersetzt.
                        Unter Squeeze ergibt sich die gleiche Situation.
                        Irgendwie traurig.
                        Vielleicht bringt Nouveau in Wheezy für NVidia-Karten ein wenig freies Hardware-3D mit.

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                          Von Bagga Butto Mann am Mo, 6. Juni 2011 um 20:02 #

                          Das ist doch eine ISA-Soundkarte?
                          ISA-Soundkarten werden von OSS 4.0 leider nicht mehr unterstützt, es bleibt also nur OSS 3.9, was allerdings immer noch herunterladbar und installierbar ist.
                          Mit Kernel 2.4 sollte das aber in jedem Fall noch funktionieren.

                          Das macht die Sache dann noch schlimmer.
                          Denn warum sollte man den Kernel 2.6.x downgraden und vielleicht braucht man sogar einen neuen Kernel weil man irgendetwas benutzt, was es im alten nicht gibt. Z.B. ein Dateisystem oder eine TV Karte die mit dem alten Kernel nicht geht.

                          Bezüglich der ersten Frage, ja, es ist eine ISA Soundkarte.


                          Es ist aber schon bemerkenswert, dass diese freien tdfx-Treiber für Voodoo-Karten in punkto 3D nun schon etwa 10 Jahre recht problemlos funktionieren, während nv nie in der Lage war, auch nur primitivstes Hardware-3D unter Linux für Nvidiakarten anzubieten.

                          Ersteres gilt nicht für Voodoo 2 3d Beschleunigerkarten.
                          Für die ist der TDFX Treiber nicht gedacht, dafür gibt es einen anderen. (Name ist mir entfallen)

                          Und bei den anderen Karten für die der TDFX Treiber geeignet ist, braucht man zusätzlich noch eine funktionierende libglide Version auf dem System, weil der TDFX Treiber die OpenGL Anweisungen nach libglide wrapped und die 3d Beschleunigung bei diesem Treiber nur über die Glide API direkt funktioniert.

                          Von problemlosen funktionieren kann also keine Rede sein, weil die Glide API z.B. in Ubuntu ab ca. Ubuntu 6.10 nicht mehr offiziell supported wurde. Man mußte sich also auf Pakete der Community verlassen, damit das funktioniert.

                          Bezüglich der NVidia Hardware war für den nv Treiber kein Bedarf, weil die propritären NVidia Treiber ausgezeichnet funktionieren.
                          Ich habe den nv Treiber jedenfalls noch nie dauerhaft benötigt.
                          Der einzigste Einsatzzweck bei mir für den nv Treiber waren Linux LiveCDs, bei denen die propritären Treiber aus lizenzrechtlichen Gründen nicht standardmäßig dabei sind. Sowie für einen uralten Rechner mit Riva128 Karte, die inzwischen aber schon längst ausgetauscht ist.

                          So habe ich unter Debian Lenny meine nur 2D anbietende Geforce4MX-Grafikkarte mit 64MB RAM durch eine in punkto 3D funktionierende uralte Voodoo Banshee-PCI-Karte mit 16MB RAM ersetzt.
                          Und wieso nutzt du nicht einfach den propritären Treiber von NVidia für deine Geforce4MX?

                          Die Geforce4 MX ist schließlich auch deutlich schneller als die Voodoo Banshee und bietet AFAIK auch mehr 3d Funktionien.

                          Vielleicht bringt Nouveau in Wheezy für NVidia-Karten ein wenig freies Hardware-3D mit.
                          Ich habe die Nouveau Karten auf meiner Geforce 8800 schon getestet und sie funktionieren ok.
                          D.h. man kann all das darstellen, was man auch mit einer Voodoo Banshee Karte darstellen könnte.
                          Bei häheren Grafikfunktionieren, also Vertex- und Shader Programs dürften aber nach wie vor noch die propritären Treiber vorne liegen. Das gleiche gilt für die Energiesparmodi.

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                        Von GNU-Linux am Mo, 6. Juni 2011 um 19:51 #

                        >> Gerade in dem beschriebenen Beispielfall hat die sogennante Freiheit der Treiber gar nichts gebracht.

                        Darauf bezug genommen habe ich ja schon und so ganz stimmt das ja nicht. Es hätte entweder die Möglichkeit bestanden, dass der der es nutzen will oder einer den er kennt oder aber der Hersteller der Hardware hätte einen Treiber zur Verfügung gestellt, was zweifelsohne die beste Lösung gewesen wäre. Bei einem proprietären Treiber hättest du noch nicht einmal diese Möglichkeit besessen.

                        >> Die sogenannte Freiheit bei Treibern ist also wenig wert und wenn man erst in 5 oder 10 Jahre in den vollen Genuß der Leistung der Hardware kommt, dann ist es noch schlimmer.

                        Doch, natürlich. Nur sind wir alle und insbesondere die Hardwarehersteller gefordert.

                        Ich verstehe deine beschriebenen Nöte, allerdings ändern die nichts an der Nachvollziehbarkeit meines obigen Postings.

                        Selbst wenn man/frau mit proprietärer Software/Treibern besser dran ist, sollte sich jeder dazu aufraffen und nach seinen Möglichkeiten helfen. Und wenn es nur eine schriftliche Aufforderung an den Hersteller der proprietären Software ist, doch freie Software zur Verfügung zu stellen !

                        Auch wird es eine 100%-ige Zufriedenheit auf keiner Seite geben ...

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                    Von Korrektor am Mo, 6. Juni 2011 um 17:43 #

                    2000 ging 3Dfx unter, als es von Nvidia gekauft und übernommen wurde.

                    3DFX wurde nicht von NVidia gekauft.

                    NVidia kaufte nur die lukrativen Teile aus 3DFX heraus.

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        Von Bagga Butto Mann am Mo, 6. Juni 2011 um 17:41 #

        Eine Voodoo Banshee von 3Dfx (2000 untergegangen) läuft auch heute noch mit freien 3D-Treibern unter einem aktuellen Linux.
        Windows 7 dürfte da wohl Schwierigkeiten haben mitzuhalten.

        Nö, wieso sollte sie das?

        http://www.3dfxzone.it/dir/news/3dfx/sfft_1.6_voodoo3_4_5/

        Aber unter Linux können die freien 3d Treiber ja bis heute keinen SLI Modus.
        Die Voodoo 5 wird also nur unzureichend unter Linux unterstützt, wenn man dort nur die halbe Leistung hat.

        0
        Von Bagga Butto Mann am Mo, 6. Juni 2011 um 17:41 #

        Eine Voodoo Banshee von 3Dfx (2000 untergegangen) läuft auch heute noch mit freien 3D-Treibern unter einem aktuellen Linux.
        Windows 7 dürfte da wohl Schwierigkeiten haben mitzuhalten.

        Nö, wieso sollte sie das?

        http://www.3dfxzone.it/dir/news/3dfx/sfft_1.6_voodoo3_4_5/

        Aber unter Linux können die freien 3d Treiber ja bis heute keinen SLI Modus.
        Die Voodoo 5 wird also nur unzureichend unter Linux unterstützt, wenn man dort nur die halbe Leistung hat.

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