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Thema: Was halten Sie von proprietären, käuflichen Applikationen?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Bagga Butto Mann am Mo, 6. Juni 2011 um 17:49 #

Gerade die Probleme die ihr in diesem Postingabschnitt diskutiert sind doch die grundlegenden Probleme, die jeder mit proprietärer Software hat. Daran sollte man/frau doch erkennen, dass es in jedem Falle mehrwertbringend ist, für freie Software und somit auch freie Treiber zu "kämpfen" oder sie von dem Hardwarehersteller zu fordern.

Gerade in dem beschriebenen Beispielfall hat die sogennante Freiheit der Treiber gar nichts gebracht.


Die Linux Treiber für die Vooodoo 5 können bis heute kein SLI, obwohl die Dokumentation dazu vorhanden ist und die ganze Glide Bibliothek frei ist.

Die notwendige Dokus hatten die Open Source Entwickler sogar schon Ende 2000.
Treiber die SLI unterstützen wäre also denkbar gewesen, aber all das ist halt nichts wert, wenn sich niemand die Arbeit daran macht und die Treiberentwickler zu neuer Hardware wechseln.


Das gleiche Problem existiert übrigens bei der Terratec EWS64 XL Soundkarte.
Freie Treiber, die diese Soundkarte im vollem Umfang ausnutzen gibt es in form des SAM9407 Treibers, nur bringt das alles nichts, wenn der Treiber damals für OSS geschrieben wurde und OSS inzwischen aus dem Kernel hinausgeworfen wurde.
Ein ALSA Pendant gibt es bis heute nicht.


Die sogenannte Freiheit bei Treibern ist also wenig wert und wenn man erst in 5 oder 10 Jahre in den vollen Genuß der Leistung der Hardware kommt, dann ist es noch schlimmer.


Tja und dann schau dir mal heutige 3d Treiber an.
Wer vorhat ernsthaft unter Linux mit OpenGL Anwendungen zu arbeiten oder leistungsfordernde Spiele zu spielen, der ist bis heute mit den unfreien NVidia Treibern besser dran, als mit den freien Treibern für AMD Karten.


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    Von ,.~ am Mo, 6. Juni 2011 um 19:38 #

    Zitat:
    "Terratec EWS64 XL Soundkarte"

    Das ist doch eine ISA-Soundkarte?
    ISA-Soundkarten werden von OSS 4.0 leider nicht mehr unterstützt, es bleibt also nur OSS 3.9, was allerdings immer noch herunterladbar und installierbar ist.
    Mit Kernel 2.4 sollte das aber in jedem Fall noch funktionieren.


    Zitat:
    "Gerade in dem beschriebenen Beispielfall hat die sogennante Freiheit der Treiber gar nichts gebracht.
    Die Linux Treiber für die Vooodoo 5 können bis heute kein SLI, obwohl die Dokumentation dazu vorhanden ist und die ganze Glide Bibliothek frei ist."

    Das stimmt zwar.
    Es ist aber schon bemerkenswert, dass diese freien tdfx-Treiber für Voodoo-Karten in punkto 3D nun schon etwa 10 Jahre recht problemlos funktionieren, während nv nie in der Lage war, auch nur primitivstes Hardware-3D unter Linux für Nvidiakarten anzubieten.
    Es hat also schon etwas gebracht.
    So habe ich unter Debian Lenny meine nur 2D anbietende Geforce4MX-Grafikkarte mit 64MB RAM durch eine in punkto 3D funktionierende uralte Voodoo Banshee-PCI-Karte mit 16MB RAM ersetzt.
    Unter Squeeze ergibt sich die gleiche Situation.
    Irgendwie traurig.
    Vielleicht bringt Nouveau in Wheezy für NVidia-Karten ein wenig freies Hardware-3D mit.

    • 0
      Von Bagga Butto Mann am Mo, 6. Juni 2011 um 20:02 #

      Das ist doch eine ISA-Soundkarte?
      ISA-Soundkarten werden von OSS 4.0 leider nicht mehr unterstützt, es bleibt also nur OSS 3.9, was allerdings immer noch herunterladbar und installierbar ist.
      Mit Kernel 2.4 sollte das aber in jedem Fall noch funktionieren.

      Das macht die Sache dann noch schlimmer.
      Denn warum sollte man den Kernel 2.6.x downgraden und vielleicht braucht man sogar einen neuen Kernel weil man irgendetwas benutzt, was es im alten nicht gibt. Z.B. ein Dateisystem oder eine TV Karte die mit dem alten Kernel nicht geht.

      Bezüglich der ersten Frage, ja, es ist eine ISA Soundkarte.


      Es ist aber schon bemerkenswert, dass diese freien tdfx-Treiber für Voodoo-Karten in punkto 3D nun schon etwa 10 Jahre recht problemlos funktionieren, während nv nie in der Lage war, auch nur primitivstes Hardware-3D unter Linux für Nvidiakarten anzubieten.

      Ersteres gilt nicht für Voodoo 2 3d Beschleunigerkarten.
      Für die ist der TDFX Treiber nicht gedacht, dafür gibt es einen anderen. (Name ist mir entfallen)

      Und bei den anderen Karten für die der TDFX Treiber geeignet ist, braucht man zusätzlich noch eine funktionierende libglide Version auf dem System, weil der TDFX Treiber die OpenGL Anweisungen nach libglide wrapped und die 3d Beschleunigung bei diesem Treiber nur über die Glide API direkt funktioniert.

      Von problemlosen funktionieren kann also keine Rede sein, weil die Glide API z.B. in Ubuntu ab ca. Ubuntu 6.10 nicht mehr offiziell supported wurde. Man mußte sich also auf Pakete der Community verlassen, damit das funktioniert.

      Bezüglich der NVidia Hardware war für den nv Treiber kein Bedarf, weil die propritären NVidia Treiber ausgezeichnet funktionieren.
      Ich habe den nv Treiber jedenfalls noch nie dauerhaft benötigt.
      Der einzigste Einsatzzweck bei mir für den nv Treiber waren Linux LiveCDs, bei denen die propritären Treiber aus lizenzrechtlichen Gründen nicht standardmäßig dabei sind. Sowie für einen uralten Rechner mit Riva128 Karte, die inzwischen aber schon längst ausgetauscht ist.

      So habe ich unter Debian Lenny meine nur 2D anbietende Geforce4MX-Grafikkarte mit 64MB RAM durch eine in punkto 3D funktionierende uralte Voodoo Banshee-PCI-Karte mit 16MB RAM ersetzt.
      Und wieso nutzt du nicht einfach den propritären Treiber von NVidia für deine Geforce4MX?

      Die Geforce4 MX ist schließlich auch deutlich schneller als die Voodoo Banshee und bietet AFAIK auch mehr 3d Funktionien.

      Vielleicht bringt Nouveau in Wheezy für NVidia-Karten ein wenig freies Hardware-3D mit.
      Ich habe die Nouveau Karten auf meiner Geforce 8800 schon getestet und sie funktionieren ok.
      D.h. man kann all das darstellen, was man auch mit einer Voodoo Banshee Karte darstellen könnte.
      Bei häheren Grafikfunktionieren, also Vertex- und Shader Programs dürften aber nach wie vor noch die propritären Treiber vorne liegen. Das gleiche gilt für die Energiesparmodi.

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    Von GNU-Linux am Mo, 6. Juni 2011 um 19:51 #

    >> Gerade in dem beschriebenen Beispielfall hat die sogennante Freiheit der Treiber gar nichts gebracht.

    Darauf bezug genommen habe ich ja schon und so ganz stimmt das ja nicht. Es hätte entweder die Möglichkeit bestanden, dass der der es nutzen will oder einer den er kennt oder aber der Hersteller der Hardware hätte einen Treiber zur Verfügung gestellt, was zweifelsohne die beste Lösung gewesen wäre. Bei einem proprietären Treiber hättest du noch nicht einmal diese Möglichkeit besessen.

    >> Die sogenannte Freiheit bei Treibern ist also wenig wert und wenn man erst in 5 oder 10 Jahre in den vollen Genuß der Leistung der Hardware kommt, dann ist es noch schlimmer.

    Doch, natürlich. Nur sind wir alle und insbesondere die Hardwarehersteller gefordert.

    Ich verstehe deine beschriebenen Nöte, allerdings ändern die nichts an der Nachvollziehbarkeit meines obigen Postings.

    Selbst wenn man/frau mit proprietärer Software/Treibern besser dran ist, sollte sich jeder dazu aufraffen und nach seinen Möglichkeiten helfen. Und wenn es nur eine schriftliche Aufforderung an den Hersteller der proprietären Software ist, doch freie Software zur Verfügung zu stellen !

    Auch wird es eine 100%-ige Zufriedenheit auf keiner Seite geben ...

Pro-Linux
Traut euch!
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