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Thema: Installieren Sie ein 32- oder 64 Bit-Linux auf 64-Bit-Rechnern?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Horst der coole PC-Tuner am Fr, 1. Juli 2011 um 15:16 #

Ich installier ein 64-bit Betriebssystem auf einer 32-bit CPU.

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Von MichaelK am Fr, 1. Juli 2011 um 15:33 #

Hallo,

der RAM überhalb der 4GB ist natürlich ein Aspekt, aber im Privatbereich nicht wirklich interessant. Mal ehrlich. Viele kommen mit 4GB (ok, korrekterweise Minus diverse reservierte Bereiche) locker aus.
Viel mehr interessant sind Geschwindigkeitsaspekte. Anwendungen die mit 64-Bit-Zahlen rechnen, profitieren natürlich direkt von der Registerbreite (Grafikfilter, Video usw.). Aber nicht nur das.
Aber es gibt auch andere Benefits, selbst wenn man 64-Bit-Zahlen nicht braucht.

So stehen im 64-Bit-Mode doppelt soviele Register zur Verfügung, die mit AMD-64 eingeführt wurden.
Hinzu kommt, dass man von einem bestimmten Stand an Features der CPUs ausgehen kann, weil AMD-64-CPus noch relativ jung sind. Man muss also nicht bishin zum Pentium oder gar 80386 kompatibel sein, sondern kann problemlos z.B. SSE-Funktionen nutzen. Ok. Programme die als Quelltext vorliegen, können eh oftmals gut an den vorhandenen Prozessor beim Compile-Vorgang angepasst werden. Aber für Binärkram (inkl. vorkompilierte Pakete) bringt das Ganze schon was.
Was sich ebenfalls bei AMD-64 verändert hat, ist die Parameterübergabe an Funktionen. Die geschieht in aller Regel nicht mehr über den Stack (RAM), sondern via CPU-Register.

Wie schon genannt laufen auch 32-Bit-Programme in der Regel. Einziger Wermutstropfen: 16-Bit-Software wird nicht mehr direkt von der Hardware unterstützt.
Was aber nicht weiter tragisch ist. Denn soviel 16-Bit-Programme sind nicht mehr im Einsatz. Zweitens sind 16-Bit-Programme ja meist alte Programme. Die Geschwindigkeit moderner CPUs sollte meistens ausreichen, um diese Software via Emulations (QEMU und Konsorten) in akzeptabler Geschwindigkeit auszuführen.

Gruß
MichaelK

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Von Ulf123 am Fr, 1. Juli 2011 um 16:29 #

>> dass man ohne Leistungsverlust auf beliebig viel RAM zugreifen kann.

Ja, aber welcher Benutzer besitzt schon "beliebig viel RAM"? Die meisten Benutzer haben doch eh nur begrenzt viel RAM.

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Von nico am Fr, 1. Juli 2011 um 16:34 #

Auf Server, und definierten "Workstations" 64 Bit

Auf dem klassischen Desktop 32 Bit, Die wenigsten Anwendungen profitieren hier. Dafür gibt es Probleme mit propritärer Software wie Flash oder auch bei wine mit Amazons Kindle4PC. Zusätzlich verstehen ich sind auch mein nichtmal so altes Notebook sowie mein Netbook nur auf 32Bit.

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Von DylanTh am Fr, 1. Juli 2011 um 17:23 #

Momentan gibt es unter Debian noch immer Probleme ein 32 bit Programm in einer 64 bit Umgebung zum Laufen zu bringen.
Das Paketverwaltungssystem APT wird wahrscheinlich erst in ein paar Jahren beliebige 32 bit Programme in einer 64 bit Umgebung installieren zu können.
Das Problem liegt bei den 64 bit Bibliotheken. Ein 32 bit Programm läuft nicht mit einer 64 bit Bibliothek. Selbst Microsoft kann nicht garantieren das ein 32 bit Windowsprogramm problemlos in einer 64 bit Umgebung läuft.
Aber es wird bei Debian daran gearbeitet ....


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Von JoeB27 am Fr, 1. Juli 2011 um 20:06 #

Hallo,

ich hatte heute unter Windows XP (32-Bit) in VMware 7 versehentlich die 64-Bit DVD von Scientific Linux 6 gebootet und in der VM installiert. Mir ist es erst nach der Installation aufgefallen.

Dann habe ich mich jedoch gewundert, das es überhaupt geht. Die Host-CPU ist zwar 64 Bit, aber das Host-OS ist 32-Bit. Ich dachte immer, dann kann die VM auch nur max. 32-Bit sein. Das System meldet sich (uname -m) auch als x86_64.

Gibts da nen Grund oder war es Zufall und ich muß damit rechnen, daß die VM früher oder später deshalb das Spinnen anfängt.

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Von Nathan am Fr, 1. Juli 2011 um 20:25 #

Hi,
ich benutze 32bit, denn es gibt keinen grund für ein desktoplinux mit 64bit.
Bitte nennt mir einen sinnvollen grund für ein 64bit desktoplinux?

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Von ob am Fr, 1. Juli 2011 um 21:54 #

wie nun? sind 32 bit chessengines stärker als 64 bit schachengines? ratinglisten sagen was anderes.

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Von Jemand am Sa, 2. Juli 2011 um 00:20 #

Das, so fände ich, wäre eine gute Idee gewesen, mit in die Umfrage reinzunehmen. Ich denke, die allermeisten werden wohl ein Multilibsystem haben, nur bin ich mir darüber nicht sicher.

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Von i.MX515 am Sa, 2. Juli 2011 um 11:47 #

Ich wüsste nicht wozu ich auf meinen Privat-Rechnern mehr wie 2GB RAM bräuchte, 64bit bringt mir deshalb gar nichts, ist mir total egal.

Ich finde diese abartigen RAM-Mengen absurd, wieso mein PC jetzt 150x so viel RAM braucht wie mein damaliger super OS/2-Desktop-PC kann ich kaum nachvollziehen.

Schade das RAM nicht sauteuer ist, dann würden Betriebssystem und Programme gezwungen sinn+maßvoll mit RAM umzugehen, das ganze verführt nur dazu immer schlampiger zu programmieren(auch wegen der immer schnelleren CPUs, die übernehmen die fehlenden Softwareoptimierungen).

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Von Stenley am Sa, 2. Juli 2011 um 12:27 #

Na, da werden ja einige Zeitschriftenverlage umdenken müssen.
Ich selber nutze auch Linux in 64 bit.
Weenn sich Zeitschriftenverlage entscheiden sollen, ob sie nur die 32bit oder nur die 64bit Version einer aktuellen Distribution auf der beiliegenden DVD beifügen sollen, dann entscheiden sie sich gewöhnlich für die 32bit Version.
Gewöhnlich packen sie nur die 32bit Version bei, wenn auf ihrer DVD mehrere Distributionen enthalten sind.

Da ich nun mal die 64bit Version bevorzuge, greife ich zu Zeitschriften, wo 32bit UND 64bit einer Distribution beiligen und womöglich für weiteres kein Platz mehr ist.

Wenn nun jedoch - wie aus dieser Umfrage hervorgeht - die Mehrheit der Linuxnutzer die 64bit Version bevorzugt, dann müssen die Zeitschriftenverlage wohl demnächst umdenken.

Möglicherweise mögen die meisten auch wie ich, eine DVD wo möglichst viel Software für eine Distribution dabei ist, statt eine DVD wo von jeder Distribution ein bischen drauf ist (DVD mit 32bit und 64bit Version einer Distri vs. 32bit von zehn Distris)..


Grüße
Stenley

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Von Hook am Sa, 2. Juli 2011 um 12:51 #

Warum?

Weils geht!
Und zwar schon bestimmt 5 Jahren ohne nennenswerte Probleme.

Solange es keinen triftigen Grund gibt, an altem Krams festzuhalten, sollte man den neuen Entwicklungen offen gegenüber stehen. Hat nicht mal jemand gesagt, 640kb würde für immer reichen? ;-)

Ich tanke auch Super für mein Auto, obwohl es Dank selektiver Klopfregelung auch mit Normal fahren würde (ok, Normal gibts nicht mehr). Leistungsschub? Minimal bei V_max (wann fährt man das schon?)


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Von iuch am Sa, 2. Juli 2011 um 18:25 #

Ich installiere 64Bit-Systeme, weil es unter Linux manche Programme nicht mehr als 32Bit-Version gibt. So gibt es unter Linux keine aktuelle Version von rawtherapee in 32Bit, was unter anderem am gcc liegt. Es ist weiterhin zu vermuten, dass es in Zukunft immer mehr Software nur in 64Bit Ausführung geben wird.
Dank der derzeitigen Netbooks (die alle noch 32Bit Maschinen sind) wird der Großteil der Software zwar noch als 32Bit Version weitergeführt und getestet, aber außer für Nischenanwendungen und für embedded ist die Zeit für getestete und zuverlässige 32Bit Software gezählt.

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Von Anon Y. Mouse am Sa, 2. Juli 2011 um 20:38 #

... was mir wichtiger ist ;-)
flash oder echte 64 bit :-P

oder halt welches medium ich gerade zur hand habe...

insgesamt bemerke ich persönlich keinen unterschied

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