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Thema: OpenOffice.org oder LibreOffice?

59 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Reiner Text am Fr, 30. September 2011 um 14:12 #

privat ganz klar libre office
enterprise openoffice

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Von Unerkannt am Fr, 30. September 2011 um 14:13 #

Mir ist es eigentlich egal. Im Moment habe ich noch OOo auf dem Rechner, da meine Distribution aber gerade dabei ist OOo aus dem Paketsystem zu entfernen, wird es wohl in Zukunft LO sein. Benutzen tue ich es ohnehin nur OOWriter um in zugesandte Textdokumente zu schauen und manchmal OOCalc um die Summe von ein paar Werten zu bekommen. Wenn ich selbst etwas schreibe, dann sind mir einfache Textdateien oder Latex lieber.

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Von fhgfhg am Fr, 30. September 2011 um 14:19 #

Unter Debian Squeeze z.B. wird ja immer noch ein OpenOffice vorinstalliert.
Nur ist das gar kein originales OpenOffice, sondern Novells Go-OO, der direkte Vorläufer von Libre Office:
http://go-oo.org/
Wenn ich jetzt also LibreOffice nachinstallieren würde, dann wäre das in etwa gleichbedeutend mit dem Ersetzen von LibreOffice durch sich selbst.

Andere Distros hatten ebenfalls schon sehr lange diese Go-OO-"LibreOffice" ausgeliefert.

Diese Prolinuxfrage ist also nur dann sinnvoll, wenn man sie Nicht-Linuxnutzern, also z.B. Windowsnutzern stellt, die in ihrer Mehrzahl wohl noch das originale Sun oder Oracle OpenOffice einsetzen.

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Von Andre am Fr, 30. September 2011 um 14:23 #

Libreoffice ist das Produkt der Community. OpenOffice die Plattform.

200 Mio $ auf LibreOffice und Microsoft ist seine Cashcow los. Da sollte unsere Regierung die Milliarden lieber hinschieben um Software-Autonomie zu erreichen.

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Von Anonymous am Fr, 30. September 2011 um 14:47 #

Ich steh ganz klar auf OpenOffice.org, auch wenn diese von Debian (und deshalb auch Ubuntu) es im Paketarchiv durch ein Dummy-Paket ersetzt haben, das OpenOffice durch Libreoffice austauscht, ohne dass der gemeine Nutzer darauf irgendwie einwirken könnte. So etwas nennen die dann »Freiheit«.

Grueße
Ignatz

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    Von gunni am Fr, 30. September 2011 um 15:29 #

    Ich glaube Du missinterpretierst den Begriff "Freiheit", oder findest Du es auch "unfrei", dass Dir Kubuntu KDE als Standard-DE installiert, oder opensuse Thunderbird als Standard-Email-Client oder ...

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      Von SuSE am Fr, 30. September 2011 um 17:29 #

      openSUSE installiert KMail unter KDE und Evolution unter GNOME als Standardclient, Ubuntu ist auf Thunderbird umgestiegen.

      Jaja, korinthenkackerei...

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        Von cvxnxnvx am Fr, 30. September 2011 um 17:39 #

        Kein Wunder, dass alle Leute Ubuntu benutzen. :-)
        Thunderbird ist für Noch- oder Parallel-Windowsnutzer der am Besten geeignete Email-Client für Linux, da er produktiv cross-platform mit identischen GUIs nutzbar ist.

        • 0
          Von SuSE am So, 2. Oktober 2011 um 17:04 #

          Hm, ich bevorzuge Thunderbird, wegen der Erweiterbarkeit. Aber du hast schon recht. Allerdings wollen unsere Desktop-Teams bei ihren eigenen Mailclienten bleiben, irgendwie verständlich.

          Kim

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      Von Anonymous am Fr, 30. September 2011 um 20:54 #

      Das Gleiche könnte ich Dir auch vorwerfen. Dein Vergleich hinkt insofern, dass ich bei Kubuntu ohne Weiteres KDE austauschen kann, genauso wie ich bei OpenSUSE Thunderbird austauschen kann oder ...

      Es geht mir darum, dass ich bei Debian in jedem Fall LibreOffice auf die Platte bekomme, auch wenn ich bei der Paketverwaltung gezielt nach »openoffice.org« verlange. Ich will kein LibreOffice, ich will OpenOffice.org, aber Debian lässt mir durch das Dummy-Paket keine Wahl und genau das verträgt sich in meinen Augen nicht mit der vielbeschworenen »Freiheit«.

      Natürlich kann man es sich vom OpenOffice.org-Webauftritt herunterladen (alle Pakete in einem schönen Tarball), aber das sind über fünfzig Pakete mit langen, umständlich einzugebenden Namen, die man dann alle einzeln via dpkg einspielen müsste (ich wüsste nicht, dass dpkg eine Stapelverarbeitung besitzt und die von KPackage funktioniert nicht), die dann vielleicht nicht erfüllte Abhängigkeiten haben und schlimmstenfalls einen Rattenschwanz an unerfüllten Abhängigkeiten nach sich ziehen.

      Ich habe übrigens schon ausgiebig versucht, mich mit LibreOffice anzufreunden, die ressourcenfressende KDE-Integration vom Rechner geworfen, aber es stellt meine Dokumente ganz anders dar, als ich sie in OpenOffice.org entworfen habe. Ich müsste von daher meine ganzen Vorlagen für LibreOffice anpassen, damit sie in der nächsten Version wieder ganz anders aussehen, weil sich LibreOffice wenigstens an OpenOffice.org angleicht. Das immer und immer wieder. Ich rede hier übrigens nur von Writer, die Impress-Präsentationen habe ich noch nicht probiert.

      Entschuldigung, aber es handelt sich um einen produktiv eingesetzten Rechner, ich muss hier nebenbei noch was arbeiten. Der Rest des Systems will außerdem auch noch gepflegt werden.

      Wenn Debian die Vielfalt, die Open Source mit sich bringt, über den grünen Klee lobt und gleichzeitig selbst die Alternativen beschneidet, soll ich mich jetzt auch noch drüber freuen?

      Grueße
      Ignatz

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        Von Michael Stehmann am Fr, 30. September 2011 um 22:05 #

        dpkg kommt beim Installieren mit RegEx (*) klar. Sind also alle Pakete in ein Verzeichnis entpackt worden (und nur diese dort drin!) und bist Du (als root) in diesem Verzeichnis, genügt : dpkg -i *

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          Von Michael Stehmann am Fr, 30. September 2011 um 22:08 #

          Übrigens die Programme werden nach /opt installiert, und die Pakete bringen alle Abhängigkeiten mit. Bisher gab es jedenfalls seit langem keine Probleme.

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          Von btw am Sa, 1. Oktober 2011 um 00:59 #

          Dies ist eine Eigenschaft der Shell - das sogenannte Globbing!

          dpkg kann zwar auch mit RegExp umgehen, doch wird "*" in diesem Beispiel einfach (aufgrund des Globbings) in Dateinamen umgewandelt, die in diesem Verzeichnis existieren.

          • 0
            Von Konqui am Di, 4. Oktober 2011 um 13:31 #

            Nur so als kleinen Zusatz, wenn man ein
            dpkg -i *
            macht und andere Dateien als Debian-Pakete im Verzeichnis hat gibt es unschöne Fehlermeldungen.
            dpkg -i *.deb
            oder
            for i in *.deb
            do dpkg -i $i
            done
            wären da besser ... .

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          Von Anonymous am Mo, 3. Oktober 2011 um 20:18 #

          Darauf bin ich noch nicht gekommen, danke für den Hinweis :up:

          Grueße
          Ignatz

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        Von nbvbnvbnn am Fr, 30. September 2011 um 22:33 #

        Fakt ist aber, dass du das originäre OpenOffice problemlos einsetzen kannst.

        Das mit der "Freiheit" stimmt natürlich: Würden OpenOffice und LibreOffice gleichzeitig angeboten werden, so wäre das natürlich mehr Auswahl.
        IMHO ist das aber eher ein Manpower-Problem, denn Apache OpenOffice ist auch für Debian freie Software.
        Meldest Du Dich vielleicht als Maintainer der (Apache) OpenOffice-Pakete ab Debian Wheezy freiwillig?
        Ich wüsste ansonsten keinen Grund, warum man dieses Office nicht in Debian Wheezy Main aufnehmen sollte.

        Es gibt nicht allzu viele Gründe, warum eine Software in Debian Main fehlt:
        1. Die Software ist unfrei, also fehlt diese.
        2. Die freie Software hat leider keinen Debian-Maintainer gefunden.
        3. Ein Hersteller oder Autor oder Upstream stellt den Support ein und fast kein Mensch und kein Debian-Maintainer ist in der Lage, eine bestimmte freie Software ohne diese Herstellerhilfe zu maintainen (z.b. nv).
        4. ...

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          Von tuxylon am Sa, 1. Oktober 2011 um 18:28 #

          > Die freie Software hat leider keinen Debian-Maintainer gefunden.

          Netter Euphemismus. Die Distros weigern sich aus ideologischen Gründen, OpenOffice anzubieten.

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            Von Michael Stehmann am Sa, 1. Oktober 2011 um 21:21 #

            Das stimmt für Debian definitv nicht!

            Man mag die Entscheidung des Maintainers für LibreOffice vielleicht noch "ideologisch" nennen; die Entscheidung nicht auch OpenOffice.org anzubieten, ist allein den personellen Ressourcen geschuldet.

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              Von tuxylon am So, 2. Oktober 2011 um 12:17 #

              Natürlich steht es gerade Ehrenamtlichen frei, ihre verfügbare Zeit einzuteilen wie sie wollen. Nur läuft die Sache hier komplett verquer. Es wäre gerade bei knappen personellen Ressourcen vernünftiger, das Bestehende auch weiter zu pflegen. Das geforkte LibreOffice müsste sich als Neuzugang hingegen um zusätzliche personelle Ressourcen bemühen, nicht das bewährte OpenOffice. Offensichtlich soll OpenOffice die Nutzerbasis entzogen werden.

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            Von lkjhgfdsa am Sa, 1. Oktober 2011 um 21:40 #

            Definitiv nein.
            Es fehlen die Ressourcen, i.e. die Manpower bzw. Maintainer, um neben LibreOffice auch noch Apache OpenOffice anzubieten.

            Ich bin davon überzeugt, dass, wenn sich Debian-Maintainer für Apache OpenOffice finden sollten, dieses Office auch im Debian-Main-Repo angeboten werden würde.
            Ideologisch passt auch dieses Office zur Debian-Philosophie, nur ausschließlich freie Software anbieten zu wollen.

            Dazu ein anderes, instruktives Beispiel:
            Vor einiger Zeit sollte Lilo aus Debian Main gestrichen werden, weil es ungewartet war, d.h. keinen Maintainer hatte. Auf der Mailingliste gab es darüber eine etwas erregte Diskussion, bis sich schließlich einer der Kritiker dazu breit erklärte, Lilo zu maintainen. Deshalb blieb Lilo in Debian.

            So einfach ist das.

            Für openSUSE etwa kann jedermann im OBS Apache OpenOffice für sehr viele Linuxdistributionen anbieten. Man muss sich nur anmelden und die Software bauen lassen.

            Für Ubuntu würde sich ein Apache OpenOffice-PPA sehr gut eignen.

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        Von spiderbit am Sa, 1. Oktober 2011 um 01:54 #

        Du kannst nicht verlagnen, das irgendwelche Debian Devs openoffice so pflegen das es in ne offizielle distri rein kommen kann, also das sie 2 solche monströsen Pakete Pflegen, selbst wenn man beiseite lässt das du eh gar nichts verlangen kannst, du hast die freiheit es selber einzupflegen im Zweifel, darum gehts primär bei Opensource, Opensource is tkein Wunschkonzert das Leute sich ohne von dir einen Cent zu bekommen genau so entscheiden und genau das anbieten was du willst. Natürlich kannst du dann die Distribution wechseln, aber mit Freiheitsverlust hat das nix zu tun.

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          Von Anonymous am Mo, 3. Oktober 2011 um 20:27 #

          Opensource is tkein Wunschkonzert das Leute sich ohne von dir einen Cent zu bekommen genau so entscheiden und genau das anbieten was du willst.

          Geld gibt's von mir nicht, da hast du recht (hab selbst keins), aber ich bringe mich als Amateur-Übersetzer in Debian ein, unter Anderem im Nachrichtenbereich von debian.org. Von daher verbitte ich mir irgendwelche unterschwelligen Unterstellungen, ich sei ein Schmarotzer!

          Mag sein, dass ich den Eindruck mache, ich würde mir für mein bisschen Engagement zu viel herausnehmen, aber Kritik darf ja wohl noch angebracht sein hier!

          Grueße
          Ignatz

          Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 03. Okt 2011 um 20:30.
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        Von Aberaber am Mo, 3. Oktober 2011 um 13:48 #

        Entschuldigung, aber wenn du bei deinem produktiv eingesetzten Rechner Debian Stable einsetzen würdest, dann müsstest du dich auch nicht um plötzliche Änderungen kümmern. Dann würdest du diene openoffice-Version noch mind. 1 Jahr (mit oldstable noch länger) nutzen, ohne etwas zu ändern.

        Da du Testing verwendest (unter Stable gibt es das Upgrade-Paket nicht), musst du dich natürlich auf ständige (und nicht einmalige) Änderungen einstellen. Debian gibt dir also schon die Freiheit. Zusätzlich hättest du auch noch die Pakete von openoffice auf eine bestimmte Version einfrieren können, damit dir libreoffice nicht installiert wird...

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          Von Anonymous am Mo, 3. Oktober 2011 um 20:38 #

          Squeeze hatte ich auch bis vor zwei Wochen, aber nachdem sich das System beharrlich geweigert hat, mit dem nVidia-Grafikchip zusammenzuarbeiten*, hatte ich einfach die Nase voll.

          So viel ich weiß, hat aber ein Squeeze-betriebenes altes Notebook im Zuge der sporadischen Aktualisierung sein OpenOffice.org ebenfalls ersetzt. Da müsste ich allerdings nachsehen.

          Grueße
          Ignatz

          * drei volle Tage Arbeit am Xserver, damit der Framebuffer funktioniert und das Ding überhaupt hochläuft, dann noch 65.000 Farben im Grafikmodus und später, als ein zweiter Bildschirm hinzukam, ging das alles von vorne los. Der proprietäre Treiber ließ sich überhaupt nicht installieren.

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            Von mnbnmb am Di, 4. Oktober 2011 um 09:05 #

            Mit der IMHO zu frühen Integration von Nouveau hat Debian Stable aus "Freiheitsgründen" die Stabilität der Distro etwas negativ beeinträchtigt.
            Squeeze ist dadurch um einiges verbuggter als nötig.


            "Der proprietäre Treiber ließ sich überhaupt nicht installieren."

            Ist denn der NVidia-Grafik-Chip so neu?

            Zum Framebuffer:
            Framebuffer ohne und vor allem mit KMS treibt mich hier immer in den Wahnsinn, meist wegen der automatisch eingestellten, gigantisch hohen Konsolenauflösungen. Deshalb installiere ich Debian meist mit "install vga=normal fb=false". Da meine Radeon mit KMS keine 3D-Hardwarebeschleunigung lieferte, musste ich KMS übrigens sowieso deaktivieren.

            Zu LibreOffice:
            Ich betreibe hier Squeeze mit LibreOffice. OpenOffice wurde nicht automatisch durch LibreOffice ersetzt. LibreOffice befindet sich in den Backports, d.h. ohne Aktivierung des Backports-Repos und händische Installation läuft da gar nichts. Selbst OpenOffice musste ich zuvor selbst komplett deinstallieren.

            Tatsache ist, dass Squeeze bei der Installation von der LXDE-/Xfce-CD immer OpenOffice aus dem Internet nachlädt. Das ist ziemlich lästig, wenn man sowieso LibreOffice einsetzen möchte.


            Allerdings sehe ich diese ganzen Squeeze-Bugs nicht als so dramatisch an. Der Grund: Ich hatte vor einiger Zeit Ubuntu 11.04 getestet und das hat mir doch ziemlich die Schuhe ausgezogen. Ubuntu "verlor" während des Betriebs die Festplatte, auf der es installiert gewesen ist, und stellte sie anscheinend auf read-only. Der Bug an sich würde mich ja nicht wirklich aufregen, wenn sich Ubuntu denn erst gar nicht installiert hätte. Aber so ...

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              Von Anonymous am Di, 4. Oktober 2011 um 17:49 #

              Ist denn der NVidia-Grafik-Chip so neu?
              Nein, eher »so alt« (GeForce 6150LE). Das Installer-Script vion nVidia brach nach dem Abnicken des Lizenzvertrags mit einem SIGTERM ab, die proprietären nVidia-Treiber aus non-free hingen von einem nicht erhältlichen Paket ab, dessen Namen ich nicht mehr weiß.

              Deshalb installiere ich Debian meist mit "install vga=normal fb=false"

              Das merk ich mir fürs nächste Mal ...

              Ubuntu "verlor" während des Betriebs die Festplatte, auf der es installiert gewesen ist, und stellte sie anscheinend auf read-only.
              Gut, das ist hier (noch) nicht passiert. Abgesehen vom AFS-Client und Suspend to disk läuft Kubuntu 11.04 bei mir ausgesprochen rund (wenn auch langsam)

              Grueße
              Ignatz

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Von bla am Fr, 30. September 2011 um 22:48 #

Also dann doch OpenOffice.

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Von JV am Fr, 30. September 2011 um 23:16 #

LibreOffice strotzt vor Selbstbewußtsein und hat vielfältigen Grund dazu, aber anderseits auch Unwägbarkeiten, denn ein technisch gutes Produkt alleine wird auf Dauer nicht reichen.

OpenOffice.org hat sich bisher, trotz der Querelen von mehr als einem Jahr, überraschend gut behauptet, aber unter Linux große Teile der Anwender an LibreOffice verloren.

Beide Programmen zusammen haben Nutzer eingebüßt und Vertrauen verloren, der Gesamtsieger heißt derzeitig leider Microsoft, denn dort ist es gelungen mit MS Office 2010 endlich einmal ein technisch gereiftes Produkt zu veröffentlichen, beispielsweise sind OpenOffice.org Writer bzw. LibreOffice Writer bei der stabilität von großen Dokumenten nur noch gleich auf, wo OpenOffice.org zumindest bis MS Word 2003, dem MS Pendant von der Stabilität überlegen war.
Sollte sich die Clound durchsetzen steht MS derzeitig ebenfalls leider besser da, allenfalls kann OpenOffice.org evtl. von den eingestellten Experimenten mit einem eigenen Cloud-Office etwas profitieren.

Die Zeiten bis LibreOffice oder OpenOffice.org wieder zu einer solchen Bedrohung für MS werden wie es OpenOffice.org, vor ca. 5 Jahren, vom Potential her bereits einmal war, dürften sobald nicht zurückkehren, denn dafür fehlen beiden Programmen derzeitig genügend glaubhafte Unterstützer soweit es vertraglich gesicherten Support betrifft.

Ansätze dazu, wie jüngst bei OpenOffice.org angekündigt:
http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:neustart-openoffice-in-der-offensive/60089114.html

dürften mit großer Zurückhaltung zu betrachten sein, gleichzeitig zeigen sie den Weg auf der beschritten werden muß um wieder ernsthafter Gegner von MS Office zu werden.


(Wem ich hier zuviel zu MS Offfice geschrieben habe, der mache sich bitte klar das wir bei OpenOffice.org und LibreOffice über zwei Programme reden deren Nutzer überwiegend unter Windows arbeiten.)

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    Von spiderbit am Sa, 1. Oktober 2011 um 02:38 #

    Naja Libreoffice seh ich das anders zumindest zum Teil, die fangen ja gerade an Openoffice benutzbar zu machen, bei Openoffice ging es nur darum mehr features in einen monolitisches Monster einzufügen, das ganze Modularer zu machen war nie das Ziel, im Grunde der Beste weg ein Produkt dauerhaft unwartbar zu machen so das man es irgendwann aufgeben muss.

    Openoffice hat jetzt leben drin eine ganz andere Versionierung, schnelle releases mit minorpatches, wirklich änderungen am System nicht 2 mini features die dran geklebt werden in 5 jahren sondern da geht richtig was nach, alte Zöpfe werden auch mal abgeschnitten, daher halte ich libreoffice zumal es sich schon unter linux durch gesetzt hat, für ein office das das potential hat auch von powerusern irgendwann mal eingesetzt zu werden.

    Was ich mir als nächstes wünsche ist integration von Versionierungtools oder wenigstens einem wie Git so das man ernsthaft große Dokumente bearbeiten kann. und nicht nur 1 seitige Briefe und für den Rest benutzt man weiterhin sowas wie Latex, da es sonst ja auf xml basis soweit ich weiß nichts gescheites gibt, wäre das wirklich mal ein Fortschritt, wenn man etwas schreiben muss. Dazu es möglichst klein bringen das es flott ist und so schnell aufpopt wie z.B. gedit oder abiword und auch änliche Speicherverbräuche.

    Damit wäre es endlich möglich das Poweruser ohne dabei einen schreianfall zu bekommen solche Software benutzen könnte, auchja noch was vergessen so ne art source-view wie bei html-editoren wäre auch interessant eventuell. Vielleicht wäre für viele solch eine Art der bearbeitung fast interessanter, wäre dann ein wenig wie latex nur nicht ganz so altbacken, das ganze dann integriert mit python-schnittstelle oder sowas, so das man z.B. verschiedene versionen eines dokuments erzeugen lassen könnte, habe das bei meinem lebenslauf so das ich variablen fülle mit englischen abschnitten und deutschen und ein zentrales dokument wo das alles formatiert wird so das ich die Formatierung bei beiden afu einmal ändern kann.

    Das wären für mich interessant sachen, nur latex nervt auch ein wenig denke xml könnte hier besser sein.

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      Von JV am Sa, 1. Oktober 2011 um 08:35 #

      > Naja Libreoffice seh ich das anders zumindest zum Teil

      das ist aus Diinen Ausführungen nicht zu erkennen, denn auch ich stimme vollkommen zu, und hatte das deutlich gemacht, das LO technisch auf der 'Höhe' ist

      > die fangen ja gerade an Openoffice benutzbar zu machen, bei Openoffice ging es nur darum mehr features in einen monolitisches Monster einzufügen, das ganze Modularer zu machen war nie das Ziel,

      Auch das stimmt so nicht ganz denn es gab im Laufe der letzten Jahre (_vor_ Übernahme durch Oracle) entsprechende Bestrebung und Arbeiten auch bei OOo, dazu gab es ebenfalls Veröffentlichungen

      > wirklich änderungen am System nicht 2 mini features die dran geklebt werden in 5 jahren sondern da geht richtig was nach

      Aber natürlich, allerdings ist Vieles auch dadurch bedingt das hier die Chance bestand Dinge zu übernehmen die bereits bei go-oo existierten und Dinge einfließen zu lassen die die Entwickler seit Jahren in der Schublade hatten und die aus rechtlichen Gründen (Entwickler wollten CA für SUN nicht unterschreiben) nicht in OOo eingeflossen waren

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Von Anonymous am Sa, 1. Oktober 2011 um 08:58 #

OOo ist immer noch das Maß der Dinge. LO ist mir schon alleine deswegen unsympathisch, weil es mir mirnichtsdirnichts untergejubelt wurde. Ich muss mit dem System produktiv arbeiten. Da kann ich mir keine Experimente erlauben.

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Von P3t3r am Sa, 1. Oktober 2011 um 10:33 #

Immerhin sind ein Großteil der alten Entwickler also die die OOo zu dem gemacht haben was es heute ist nun bei Libre Office von daher ist die Wahl einfach.

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Von hes am Sa, 1. Oktober 2011 um 10:38 #

seit Mitte der 90er arbeite ich beruflich (sowohl unter WinDow als auch unter div. Unixe, seit Mitte der 90er vorwiegend unter Linux) mit StarOffice, dann, nach Verfügbarwerden von OOo mit OpenOffice, nun mit LibreOffice .

Der Einstieg von Oracle in OpenSource Komponenten hat deren Verfügbarkeit nicht unbedingt gutgetan. Beispiel MySQL, Java (auch mit der schwerfälligen Beseitigung von Security Bugs) Hudson, das, nachdem erst ein Fork stattfinden musste, der Eclipse Foundation übergeben wurde und natürlich OOo, das dann ja an die Apache Foundation(?) weitergegeben wurde. Daher auch die Entscheidung für LibreOffice - und diese Entscheidung hat mir bis jetzt keine Probleme bereitet - aus meiner Sicht auch betriebswirtschaftlich die bessere.

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Von Barristan am Sa, 1. Oktober 2011 um 17:03 #

Bin mal gespannt, wann sich die Formate auseinanderentwickeln...

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Von tuxylon am Sa, 1. Oktober 2011 um 20:11 #

Umfragen wie diese offenbaren, warum sich Linux nie auf dem Desktop durchsetzen wird. OpenOffice entwickelte sich gerade zu einem Ernst zu nehmenden Konkurrenten für die Produkte aus Redmond. LibreOffice kennt keine Sau. LibreOffice nutzt außerhalb des Linux-Biotops keine Sau. LibreOffice macht ein ganzes Jahrzehnt harter Arbeit zunichte.

Beständigkeit ist das A und O im Geschäft. Die Launen der Entwickler machen alles kaputt. Die Kungelei der Document Foundation ist an Widerlichkeit nicht zu überbieten. Und die Distributionen machen bei dem Spiel noch mit, schmeißen OpenOffice aus ihren Repos und trällern das Lied vom schönen neuen noch freieren LibreOffice. Was kommt als nächstes? Beschließen die Gimp-Devs ihr Programm in Klump umzubenennen?

Klar, als Nutzer habe ich von den Entwicklern nichts zu fordern. Das unterscheidet mich von meiner Rolle des mündigen Kunden. Bei letzterer bestimmt der Geldbeutel die Entwicklung eines Programmes. Nur werden sich diejenigen mit den großen Geldbeuteln gut überlegen, wem sie ihr Geld geben.

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    Von brrrrr am Sa, 1. Oktober 2011 um 21:49 #

    Eine völlige Verdrehung der Tatsachen.

    Wäre Sun nicht an Oracle verkauft worden, so würde es LibreOffice vermutlich gar nicht geben.

    Oracle hat sich selbst auf sein CloudOffice konzentriert (samt "Abzug" von OpenOffice-Entwicklern) und für OpenOffice mit der Zeit das beschlossen, was heute der bekannte Status Quo für OpenOffice ist, also das, was Dir als "Unbeständigkeit" erscheint.

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      Von bürger am So, 2. Oktober 2011 um 07:41 #

      Eine völlige Verdrehung der Tatsachen.

      Die TDF und LibreOffice hatte sich gegründet weil sie eben NICHT mit Oracle zusammenarbeiten wollten.

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        Von SuSE am So, 2. Oktober 2011 um 17:39 #

        Was würdest du machen wenn dein neuer Arbeitgeber ein Projekt was du liebst einfach "ignoriert" und nicht erklärt, wie dessen Zukunft assieht? Ich würde das selbe wie die LibreOffice-Kollegen machen...

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          Von nano am Di, 4. Oktober 2011 um 09:17 #

          Er hat schon Recht. Die Entwickler sind praktisch in einer Nacht und Nebel Aktion geflohen und haben viel Schaden hinterlassen. Oracle hatte zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Chance zu antworten. Hätte man gewartet, dann hätte man bemerkt, dass Oracle OpenOffice sowieso freigibt.

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          Von nano am Di, 4. Oktober 2011 um 12:44 #

          Nachtrag:

          Was würdest du machen, wenn du eine Firma wärst, welche gerade eben eine andere übernommen hat und erstmal gucken muss wie es mit welchem Produkt weitergeht?

          Ich würde mich auch nicht darauf einlassen alles herzuschenken, sondern zuerst alles prüfen und durchrechnen.

          Vorallem waren die Forderungen an Oracle ja lächerlich. Die Entwickler haben direkt nach dem Kauf den Namen OpenOffice.org gefordert, wofür Oracle ja gerade Geld ausgegeben hatte.

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        Von asdfghhjj am So, 2. Oktober 2011 um 18:26 #

        Nur eine Frage ganz nebenbei:
        Wie alt ist denn die zuletzt veröffentlichte OpenOffice.org-Version?
        Wann kommt die nächste OpenOffice-Version? 2013? Gar nicht?

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        Von heymann am So, 2. Oktober 2011 um 20:39 #

        Oracle hat SUN übernommen, und OO (und so vieles andere) geaxt. IBM hat die Reste aufgekauft und an die Apache Foundation gegeben, weil IBM OO.org als Grundlage von Lotus Symphony nutzt. Libreoffice war das gleiche von der OO.org Community.

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    Von El_Sivas am So, 2. Oktober 2011 um 21:41 #

    So ein Quatsch. Nach der Übernahme von SUN durch Oracle wurde monatelang versucht von letzerem eine Aussage zu bekommen, wie es mit OpenOffice.org weitergeht. Die haben einfach mal gar nix dazu gesagt und stattdessen OpenOffice.org nach und nach Ressourcen entzogen.

    Der Schritt, sich daraufhin zunächst von Oracle zu distanzieren und ein eigenständiges Office herauszubringen war mehr als gerechtfertigt. Man hat sogar Oracle dazu eingeladen, sich weiterhin an dem gemeinsamen Projekt zu beteiligen und ebenfalls darum gebeten den Namen "OpenOffice" zu übertragen um eine Kontinuität darstellen zu können - aber sie wollten nicht. Oracle hätte es so schön haben können: ein Office unter den eigenen Fittichen, das es natürlich auch kommerziell hätte vermarkten können und zu dem externe Entwickler, die das Unternehmen nicht bezahlen braucht, ihren Teil beitragen. Oracle war aber einfach zu ignorant dazu und als es erkannte, dass in der Community die Felle davonschwammen hat man OpenOffice.org kurzerhand ganz aufgegeben und der ApacheFoundation übergeben, die derzeit aber keine Ressourcen frei zu haben scheint die Entwicklung so zu foccieren wie SUN es seinerzeit getan hat. Oracle hat OpenOffice.org kaputt gemacht. LibreOffice ist die Reinkarnation.

    Das Problem ist aber wie du sagst. Die User und Unternehmen aus der proprietären Welt haben ihre Mühe zu verstehen dass LibreOffice im Grunde ein sich weiterentwickelndes OpenOffice.org ist. Begriffe wie "Fork" gibt es in der traditionell-proprietär-industriellen Welt nicht. Da ist per Default immer alles geschlossen, anders lautende Produkte eines Konkurrenten mit der selben Technik werden da als Industriespionage bezeichnet. Dass genau das im Open Source Bereich aber so vorgesehen ist, ist für viele erst mal fremdartig.

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    Von JSteinhilber am So, 2. Oktober 2011 um 21:50 #

    Wie recht Sie damit haben das glauben Sie wahrscheinlich selbst nicht einmal.
    Aber nicht nur daß ich Ihnen in vollem Unfang zustimmen kann, die offensichtliche LibreOffice-Philosophie "release often, release fast" verwandelt die einstmals wirklich brauchbare Office-Suite (und ernstzunehmende MS-Alternative) OpenOffice in einen Misthaufen mit dem man demnächst gar nichts mehr anfangen kann.

    Meine Empfehlung an alle Mitentwickler unserer OS-Software, und vor allem an alle User lautet: Finger weg von LO.
    LO ist seit der Version 3.4 eine Software für alle die Spaß haben an Workarounds die die Welt nicht braucht.
    Eine produktive Software ist LO jedoch definitiv nicht und wenn die Burschen so weitermachen wird sie es auch niemals sein.

    Gruß
    Jürgen Steinhilber

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      Von nano am Di, 4. Oktober 2011 um 12:46 #

      Wird wahrscheinlich eine Spielwiese wie sovieles andere auch..

      Nunja, du hast Recht. Wenn man arbeiten will kann man sowas nicht gebrauchen.

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Von Christoph Schmees am Di, 4. Oktober 2011 um 09:12 #

solange Oracle mit seinem dicken Hintern auf OOo sitzt, kommt für mich nur LO in Frage. Ich denke, dass Oracle sich geirrt hat. Die haben mit der typisch amerikanischen Wurschtigkeit gedacht, sie könnten "mal eben" hemdsärmelig den weiteren Weg von OOo bestimmen. Mit der heftigen Reaktion der freien Programmierer-Gemeinde haben sie vermutlich nicht gerechnet. Jetzt heißt es, die Scherben zusammenzukehren und den Schaden möglichst klein zu halten.
Ok, LO hat noch ein paar Macken. Aber ich arbeite von Beginn an produktiv damit (writer und calc) und habe noch keine ernsthaften Probleme gehabt. Nach meinem Dafürhalten gibt es jetzt zwei mögliche Richtungen: a) Oracle lenkt ein, und OOo und LO werden wieder zusammengeführt; b) OOo stirbt und LO übernimmt seine Rolle. Mal sehen, wir sprechen uns in einem Jahr wieder :-)

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Von Pro am Di, 4. Oktober 2011 um 21:08 #

ich verwende LibreOffice nur darum, weil es bei meiner Distribution im Repository ist, OpenOffice ist nicht mehr drin.

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