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Fr, 8. September 2017, 13:24

Software::Systemverwaltung

AWX: Freies Projekt zu Ansible Tower

Ansible hat das freie Projekt AWX vorgestellt, das den jetzt freigegebenen Quellcode von Ansible Tower fortführen wird. Gleichzeitig hat Red Hat Ansible Tower 3.2 und kommerzielle Unterstützung für Ansible vorgestellt.

Red Hat

Ansible ist ein Programm zur Automatisierung der Konfiguration von Rechnern in einem Netzwerk. Das System verwaltet ein beliebig großes Netz, das auch virtuelle Systeme umfassen kann, indem es für Klassen von Rechnern oder individuelle Rechner Anweisungen speichert, die den gewünschten Zustand des Systems beschreiben. Dann kann der Administrator Ansible anweisen, diesen Zustand wieder herzustellen. Dafür ist kein spezieller Agent nötig, da Ansible alles über SSH erledigt. So kann Ansible jede beliebige gewünschte Aktion auf dem Zielsystem ausführen. Entwickelt wurde Ansible ursprünglich von der gleichnamigen Firma, die zusätzliche Software und kommerzielle Dienste zu Ansible anbot und im Oktober 2015 durch Red Hat übernommen wurde.

Ansible Tower hingegegen ist eine webbasierte Oberfläche, ein REST-API und eine Aufgaben-Engine für Ansible. Es ermöglicht, Ansible-Jobs zu definieren und in Echtzeit zu überwachen. Jetzt hat Red Hat den Quellcode des bislang proprietären Programms geöffnet, so wie der Distributor grundsätzlich mit allen Werkzeugen verfährt, die aus Übernahmen an ihn übergegangen sind. dazu hat Red dem Projekt den neuen Namen AWX verpasst. Der Name »Ansible Tower« bleibt dem kommerziellen Angebot von Red Hat vorbehalten. Die Pflege und Weiterentwicklung des Quellcodes wird jedoch im AWX-Projekt erfolgen.

Im Vergleich zu Ansible Tower soll AWX viel öfter in neuen Versionen erscheinen. Außerdem erhielt es seine eigene Versionierung, die mit der bereits verfügbaren Version 1.0.0 beginnt. Der Quellcode steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Derzeit wird das Projekt stark von Red Hat dominiert. Externe Beiträge sind jedoch willkommen und wurden schon bei Ansible in großer Zahl akzeptiert. In näherer Zukunft will das Projekt sich neu organisieren und eine entsprechende Projektleitung schaffen.

Ansible Tower dagegen wurde zugleich mit der Ankündigung des AWX-Projekts in Version 3.2 angekündigt. Sie soll in einigen Tagen im Rahmen von Abonnements verfügbar sein. Die Neuerungen dieser Version umfassen unter anderem die Möglichkeit, eigene Ansichten für Teilmengen der verwalteten Rechner zu schaffen, die man anhand verschiedener Kriterien zusammenstellen kann. Instanz-Gruppen ermöglichen es, Kapazitäten für Gruppen von Rechnern bereitzustellen. Isolierte Knoten sind Rechner, auf denen Jobs rein lokal ausgeführt werden. Ferner wird jetzt ein SCM-Inventar unterstützt und die Anmeldung am System kann mittels Plugins flexibel gestaltet werden.

Außerdem hat Red Hat auch Ansible Engine vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine kommerziell unterstützte Version von Ansible, die für Abonnenten von Ansible Tower oder als eigenständiges Abonnement verfügbar ist. Es ist die erste Version, die unter dem Banner von Red Hat erscheint. Zusätzlich ist eine Networking-Erweiterung verfügbar, die der Automatisierung von Switch-Konfigurationen dient. Enthaltene Ansible-Module behandeln unter anderem die Produkte von Arista, Cisco, Juniper, Open vSwitch und VyOS.

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