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Do, 2. November 2017, 11:48

Software::Entwicklung

Elektra 0.8.20 erschienen

Das Entwicklerteam der Konfigurations-Bibliothek Elektra hat Version 0.8.20 mit zahlreichen neuen Plugins und einer großen Zahl weiterer Verbesserungen freigegeben.

Mirko Lindner

Elektra ist ein universelles, plattformunabhängiges Framework, um Konfigurationsdaten in einer Hierarchie von Schlüssel- und Wertepaaren zu speichern. Elektra kann systemweit für alle Konfigurationsaufgaben eingesetzt werden und kann verschiedenste Formate zur Repräsentation des Konfigurationsbaums verwenden, darunter viele Linux-Konfigurationsdateiformate und XML. Daher könnten alle Anwendungen prinzipiell auf Elektra als Konfigurationsbibliothek umstellen, ohne ihr Dateiformat ändern zu müssen. Tatsächlich ist die Motivation zum Umstellen für Anwendungen, die bereits funktionierenden Konfigurations-Code enthalten, wohl ziemlich gering.

Über elf Monate nach der letzten Veröffentlichung gibt es jetzt die neue Version 0.8.20 von Elektra, die aufgrund der langen Zeitspanne eine Rekordzahl von Verbesserungen enthält. Die Verzögerung wurde wesentlich durch eine Kompromittierung des bisherigen Web- und Generier-Servers des Projekts verursacht. Dieser musste komplett neu eingerichtet werden, wobei gleich puppet-libelektra zum Einsatz kam. Der Server wird nun somit vollständig mit Elektra verwaltet.

In der neuen Version wurde die Bindung für Ruby stark erweitert, eine für Haskell kam neu hinzu. Zahlreiche Plugins wurden neu erstellt. Durch die Plugins yamlcpp und Camel unterstützt Elektra jetzt YAML. Das Plugin Mini ist ein weiteres Plugin, das ein minimales INI-Format unterstützt. Das Date-Plugin ermöglicht die Validierung von Datumsangaben nach RFC2822, ISO8601 oder POSIX. Das Multifile-Plugin ermöglicht es, mehrere Konfigurationsdateien über ein Kommando einzubinden und unterstützt auch die von diversen Anwendungen genutzten Konfigurationsverzeichnisse.

Das File-Plugin interpretiert den Inhalt einer Datei als Wert einer Konfigurationsvariablen. Das Ipaddr-Plugin ermöglicht es, IP-Adressen zu validieren. Ferner gibt es nun ein Xerces-Plugin als Ersatz für das Xmltool-Plugin, das es ermöglicht, beliebige XML-Dateien zu verarbeiten. Darüber hinaus wurden zahlreiche Erweiterungen in Elektra implementiert und die Dokumentation stark verbessert. Details sowie die Download-Möglichkeiten der neuen Version kann man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung nachlesen. Die neue Version ist kompatibel mit Elektra 0.8.19.

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