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Mo, 14. Mai 2018, 14:39

Software::Distributionen::Red Hat

Red Hat enthüllt Pläne für CoreOS

CoreOS wird nach der Übernahme zu Red Hat CoreOS und die weiteren Produkte von CoreOS werden in OpenShift integriert, wie Red Hat jetzt bekannt gab.

Red Hat

Der Linux-Distributor Red Hat hat vier Monate nach der Übernahme von CoreOS, der Firma hinter der gleichnamigen Container-Distribution und Tectonic, seine Pläne zur Integration der CoreOS-Produkte vorgestellt. Der Kauf von CoreOS war eine der größten Übernahmen von Red Hat bisher und kostete etwa 250 Millionen US-Dollar. CoreOS wurde 2013 gegründet und ist einer der Pioniere von Container-basierten Linux-Lösungen. Produkte des Unternehmens sind die gleichnamige Container-Distribution, die Container-Registratur Quay und Tectonic, eine auf Kubernetes aufsetzende Container-Verwaltung.

Anlässlich des Red Hat Summit, der in Los Angeles stattfand, hat Red Hat einen Ausblick gegeben, wie die CoreOS-Produkte in Red Hat integriert werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Container-Plattform OpenShift, wie auch im CoreOS-Blog jetzt nachzulesen ist. Teile von Tectonic werden in OpenShift integriert, um die ursprüngliche Vision einer vollständig automatisierten Container-Plattform, wie sie von Tectonic angestrebt wurde, zu OpenShift zu bringen. Das auf Kubernetes beruhende OpenShift ist eine Plattform für hybride Clouds, also einen Mix aus privater Cloud und öffentlichen Cloud, und soll den Anwendern die freie Wahl der Plattform lassen, eine Bindung an bestimmte Anbieter somit vermeiden. OpenShift wird mittels Tectonic unter anderem die Fähigkeit erhalten, Container automatisch zu aktualisieren. Bis bestehende Tectonic-Kunden auf OpenShift umsteigen können, sollen sie weiterhin Updates und Support für Tectonic erhalten.

CoreOS, die auf den Container-Einsatz optimierte Linux-Distribution, soll künftig als Red Hat CoreOS fortbestehen. Red Hat CoreOS soll auf den Quellen von Fedora und Red Hat Enterprise Linux beruhen und letzten Endes Atomic Host ersetzen, da es weitgehend dieselben Eigenschaften aufweist, unter anderem ein nicht änderbares Grundsystem, das stets atomar aktualisiert wird. Red Hat CoreOS soll als Basis für OpenShift, OpenShift Online und OpenShift Dedicated dienen. Aber auch die Verwendung von Red Hat Enterprise Linux als Basis soll weiter möglich sein.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die weitere Automatisierung der Container-Anwendungen. Das jüngst vorgestellte offene Operator Framework soll so erweitert werden, dass Entwickler und Partner in die Lage versetzt, ihre Operatoren einfacher zu testen und zu validieren. Mehr als 60 Partner wollen laut Red Hat das Operator Framework unterstützen.

Aus der Container-Registratur Quay, einem weiteren Produkt von CoreOS, wird in Zukunft Red Hat Quay. Während OpenShift eine eingebaute Container-Registratur bereitstellt, wird es künftig die Option geben, stattdessen die leistungsfähigeren Optionen Quay Enterprise oder Quay.io einzusetzen. Quay bietet zusätzliche Funktionalität wie die automatisierte geografische Replikation, integrierte Sicherheitsprüfungen mit Clair, Historie der Images, Zurücksetzen auf frühere Images und automatisierte Begrenzung der Zahl der gespeicherten Images.

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