Hinweis: Das Forum wird geschlossen! Neue Registrierungen sind nicht mehr möglich!

 Zurück zu Pro-Linux   Foren-Übersicht   FAQ     Suchen    Mitgliederliste
Erste Schritte und Erfahrungen

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    Pro-Linux Foren-Übersicht -> Smalltalk
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
atomical
Gast





BeitragVerfasst am: 11. Jan 2003 11:37   Titel: Erste Schritte und Erfahrungen

Vorwort

Ich will mit diesem Text nichts und niemanden schlecht machen - der Text soll lediglich zur objektiven Diskussion anregen und ich bin auf Antworten gespannt. Außerdem würde ich mich auch über Links zu „Newbie – Hilfen“, etc. freuen.

Allerdings habe ich echt keinen Bock auf Antworten wie zum Beispiel: „Linux ist sowieso viel besser!“ oder „Die Linux Distribution von Blaues Basecap ist eh viel besser als die Linux Distribution von Gelber Schal!“ oder Ähnliches.

Ich habe mich entschieden, mich mit Linux zu beschäftigen - auch um eventuell irgendwann mal komplett umzusteigen – von vielen Dingen bin ich auch sehr angenehm überrascht.

Installation

=> sehr einfach und intuituv gehaltene Installation

=> Warum wird bei einem Lesefehler von der CD (Ich gebs ja zu, mein Brenner ist nicht mehr der Neuste) sofort ohne alternative Möglichkeiten wie zum Beispiel ein simples „Nochmal versuchen“ die Installation abgebrochen?

=> Update Agent – Warum werden heruntergeladene Update Pakete ungefragt gelöscht bzw. warum ist das die Standardeinstellung?

=> Warum schreibt das revolutionäre Dateisystem ext3 beim Runterfahren des Systems Fehler auf die Festplatte (Duplicate blocks – siehe unten) – Es trat definitiv kein Fehler beim Herunterfahren auf – zumindest wurde keiner angezeigt und abgestürzt war in der Session davor auch nichts. Meine Hardware ist auch in Ordnung – auf Anraten eines befreundeten Linux Nutzers war dies die erste Stelle, an der ich den Fehler suchte.

=> Warum kommt das Festplattencheckprogramm nicht mit „Duplicate/Bad blocks in inode ...“ zurecht und verhindert, das Linux komplett hochfährt (Andere Systems hätten „querverbundene Dateien“ dazu gesagt (schätz ich mal und lass mich auch gern eines besseren belehren), und wäre in jedem Fall hochgefahren) – die abgebotene manuelle Reparatur das Dateisystems (ich wollte die unwichtigere der beiden betroffenen Dateien löschen) scheiterte daran, das nicht mal der root – Nutzer irgendwo auf der Platte Schreibrecht hatte, obwohl dies vom „mount“ Befehl so angezeigt wurde („chmod“ konnte ebenfalls nicht schreiben – es lag also auch nicht an den Dateiattributen.).

=> Was nützt die von Linux Nutzern viel zitierte Aussage „Linux stürzt nicht ab“, wenn zwar das Betriebssystem stabil läuft (Bei einem halbwegs neuen System ist das Standard!), aber diese Stabilität schon beim mitgelieferten Web Browser (Mozilla) aufhört und man sich ständig ab- und wieder anmelden muss, weil man ihn sonst nicht mehr beenden kann (auch nicht „Abwürgen“).

=> Man vergleiche Äpfel mit Eiern und finde heraus, was besser ist! - Wieso vergleicht man dann nicht auch ein System, welches mit einer Firewall geliefert wird und ein System, welches fast gänzlich ohne Firewall geliefert wird? Eine auf anderen Systemen nachinstallierte, gut konfigurierte Firewall kommt mit Sicherheit an das überall gepriesene Linux Niveau heran.
Man vergleicht doch auch keinen Geländewagen mit einem Ferrari in Punkto Geländegängigkeit, oder?

P.S.: Warum konnte ich diesen Text nicht komplett aus OpenOffice in das Formular einfügen?
 

Thomas
Gast





BeitragVerfasst am: 11. Jan 2003 12:15   Titel: Re: Erste Schritte und Erfahrungen

Hi!

Ich weiss, dass du nicht distributionsspezifische Antworten hören möchtest, es ist aber bei einigen deiner Fragen nötig, zu wissen, welche Distribution du einsetzt. Vielleicht kannst du diese noch nennen. Ich verspreche dir, dich auch nicht zu Green Shoe oder Deborah überreden zu wollen. Es geht einfach darum, dass man bei einigen Dingen nur distributionsspezifisch helfen kann. Wie ich aus deinen Fragen herauslesen kann, vermute ich mal, dass du Green Shoe aka Red Hat einsetzt.

Hier ein paar Antworten:


=> Warum wird bei einem Lesefehler von der CD (Ich gebs ja zu, mein Brenner ist nicht mehr der Neuste) sofort ohne alternative Möglichkeiten wie zum Beispiel ein simples „Nochmal versuchen“ die Installation abgebrochen?


Red Hat bietet vor der Installation eine Überprüfung der Medien an (Media Check). Dieser findet auch eventuelle Fehler auf der CD. Das mit dem Abbruch der Installation ist aber sicher nicht schön und ich nehme mal an, dass dies in einer nächsten Version geändert wird.


=> Update Agent – Warum werden heruntergeladene Update Pakete ungefragt gelöscht bzw. warum ist das die Standardeinstellung?


Dieses Verhalten kann sehr einfach in /etc/sysconfig/rhn/up2date eingestellt werden.


=> Was nützt die von Linux Nutzern viel zitierte Aussage „Linux stürzt nicht ab“, wenn zwar das Betriebssystem stabil läuft (Bei einem halbwegs neuen System ist das Standard!), aber diese Stabilität schon beim mitgelieferten Web Browser (Mozilla) aufhört und man sich ständig ab- und wieder anmelden muss, weil man ihn sonst nicht mehr beenden kann (auch nicht „Abwürgen“).


Bei mir läuft Mozilla äusserst stabil. Es kann aber durchaus sein, dass Mozilla wie jedes Computerprogramm mal abstürzt. Wenn das passiert, kannst du einfach eine Konsole aufmachen und "killall -9 mozilla" gefolgt von Enter eingeben. Dann musst du um Mozilla abzuwürgen nicht immer ein- und ausloggen.


=> Man vergleiche Äpfel mit Eiern und finde heraus, was besser ist! - Wieso vergleicht man dann nicht auch ein System, welches mit einer Firewall geliefert wird und ein System, welches fast gänzlich ohne Firewall geliefert wird? Eine auf anderen Systemen nachinstallierte, gut konfigurierte Firewall kommt mit Sicherheit an das überall gepriesene Linux Niveau heran.
Man vergleicht doch auch keinen Geländewagen mit einem Ferrari in Punkto Geländegängigkeit, oder?


Ich verstehe deine Argumentation nicht ganz... Was du hier aber so wie es aussieht als Firewall bezeichnest, ist wohl eher eine Personal Firewall direkt auf dem Notebook oder der Workstation. Da ist natürlich klar, dass auch Norton Personal Firewall oder ähnliche Produkte genauso gut sein können wie die Linux Kernel Firewall (iptables). Wenn es aber darum geht, eine dediziert Firewall mit Proxy, Socks, IP Filtering, etc. etc. geht, so sind GNU/Linux, *BSD und Co. dem Betriebssystem aus Redmond ganz klar überlegen, da sie diese Dienste bereits von sich aus beherrschen. Zudem ist das IP Filtering auf Kernelebene implementiert, im Gegensatz zu Windows, wo diese Dienste im Userspace installiert und ausgeführt werden.


P.S.: Warum konnte ich diesen Text nicht komplett aus OpenOffice in das Formular einfügen?


Unter Unix kann man Text kopieren, indem man ihn mit der rechten Maustaste markiert und dann bei Dreitasten-Mäusen mit der mittleren einfügt. Bei Zweitasten-Mäusen kann dieses Verhalten mit einem gleichzeitigen Druck auf die linke und rechte Taste simuliert werden. Diese Simulation wird bei der Installation oder der Mauskonfiguration festgelegt.

Leider kann ich dir bei deinem Problem mit dem Dateisystem nicht weiterhelfen, hoffe aber dass dir meine Antworte doch etwas genutzt haben.

Gruss,
Thomas
 

atomical
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Jan 2003 11:30   Titel: Re: Erste Schritte und Erfahrungen

Danke erstmal!

Ich nutze Red Hat 8.0 - und momentan läuft alles soweit.

Meinen Text konnte ich von OpenOffice in das Formular kopieren - allerdings nicht im Ganzen sondern nur immer 1-2 Absätze (je nach Länge). Wer weiß - mittlerweile hab ich auch Mozilla und den Rest des Systems per Agent auf den neuesten Stand gebracht.

Ich werde weiter testen und probieren und mal wieder was schreiben.
 

Sandro
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Jan 2003 15:51   Titel: Re: Erste Schritte und Erfahrungen

Die hier beschriebenen Probleme sind genau das,was mir an den ganzen grossen Distris auch immer negativ aufällt.Da müssen sich die User mit den neuesten Beta-Versionen von KDE und Gnome herumärgern,die mit jedem Release neue lustige Fehler haben,wichtige Anwendungen und Konfigurationstools sind absturzfreudig und eventuell sind noch fehlerhafte Kernel und X11-Server verbaut.Gleichzeitig wird aber mit der extremen Stabilität und Zuverlässigkeit von Linux geworben,wovon in der Praxis nicht so viel übrigbleibt.Dazu kommt dann noch ein bisschen Pech mit der üblichen Windows-optimierten Billighardware.Da braucht sich dann keiner zu wundern,wenn die User wieder abspringen.

mfG Sandro
 

Bob Gomorrha
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Jan 2003 11:29   Titel: Re: Erste Schritte und Erfahrungen

@Sandro

... des Pudels Kern getroffen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man bei seiner Distribution 1-2 Jahre hintennach ist, läuft das System i.d.R. tadellos.

Kleines Off-Topic: Mir waren diese Nebenerscheinungen von Linux am Anfang eigentlich ziemlich egal, da ich für den Umstieg und wirklich wichtige Dinge paralell Win installiert habe/hatte und mich zum anderen freute, endlich einen Computer und keinen Taschenrechner vor mir zu haben. Zu Beginn geht man halt wirklich durch das Tal der Tränen.

cu

bg
 

gorgophol



Anmeldungsdatum: 01.03.2003
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 01. März 2003 22:23   Titel: Re: Erste Schritte und Erfahrungen

also ich hab zwar auch noch net sehr viel erfahrung, kann mich aber bisher nicht über mangelnde stabilität oder so beklagen. ich hab zur zeit mandrake 9.0 und damit auch noch keine größeren probleme, außer denen, dass ich halt nur win gewohnt war. bis auf 2 oder 3 programme nutze ich inzwischen aber ausschließlich linux auch wenn ich vieles einfach durch klicken probiere, was dann doch net einfach so geht. (woher weiß ein win-user beispielsweise, was ein chmod-befehl ist usw.)

ein problem, das ich habe, ist die installation von software die net auf den cd's dabei war. vor allem bei rpm's gibt es oft viele abhängigkeiten, die nicht vorhanden sind und man sitzt erst mal ganz dumm da, und hat keinen schimmer woher man diese sachen kriegen soll.
vorteilhaft ist aber, dass auf vielen seiten, eine ziemlich detailierte install-anleitung gegeben wird. wenn man sich daran hält klappt meistens auch alles. allerdings nicht immer.

soviel mal von mir

gruß
benjamin
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden

atomical
Gast





BeitragVerfasst am: 07. Nov 2003 23:45   Titel: Re: Erste Schritte und Erfahrungen

So war das am 11. Januar!

Windoof hab ich seit 6 Monaten von der Platte verbannt - die Probleme von RedHat 8 gibt es in der 9er Version nicht mehr - und auch sonst ist das System einfach nur göttlich!

Wer umsteigen will - nicht gleich aufgeben ... ;)

mfg, atomical
 

Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   
     Pro-Linux Foren-Übersicht -> Smalltalk Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  

Powered by phpBB © phpBB Group
pro_linux Theme © 2004 by Mandaxy