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Thema: Die Zukunft von Ubuntu

82 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Hermann der Entrüstete am Do, 6. April 2017 um 15:15 #

[...] oder wird der Ubuntu-Desktop (und damit wohl leider auch der Linux-Desktop in seiner Gesamtheit) endgültig in die Bedeutungslosigkeit verschwinden[...]

Der "Ubuntu-Desktop" u. der "Linux-Desktop" hängen doch nicht wirklich von einander ab.

Der "Linux-Desktop" wird auch nach Canonicals Abwinken weiter genutzt werden. Es war ja auch nie einen Nehmen u. Geben, sondern fast ausschließlich ein Partizipieren (Canonicals) an Produkten von RH, SUSE, Debian usw. usf..

1
Von tuxcad am Do, 6. April 2017 um 15:34 #

denn wie schon im Artikel erwähnt, auch weitaus potentere Player haben am mobilen Markt kläglich versagt! Das Canonical, mit viel weniger Ressourcen und noch viel weniger "Marktpräsenz" im Konsumentengeschäft hier der Durchbruch gelingen sollte, grenzte schon an die Hoffnung auf ein Wunder. Dank seiner Marktmacht (und gigantischen Ressourcen) hat Google sein Androidsystem hier fest etabliert und macht das gleiche wie Microsoft im Desktop-Geschäft, es hält sich einen kleinen Mitspieler (Apple) um nicht als totaler Monopolist gesehen zu werden. Gegen diese Multi-Milliardenschweren Marketingmaschinen anzukommen ist nahezu aussichtslos. Der Schritt von Shutleworth ist in dieser totalen Form mutig und es scheint so, als wolle er die Ressourcen nun auf die wichtigsten Felder bündeln, die Server und den IoT Bereich. Man kann nur hoffen, dass dies letztlich auch wieder etwas dem Desktopsystem zugute kommt. Ich finde Unity nicht schlecht, aber es braucht diesen Desktop auch nicht wirklich unter Linux, da gibt es schon genug andere.

1
Von Christian Danneberg am Do, 6. April 2017 um 15:40 #

Einst bin ich von Ubuntu weg, wegen Unity und den ganzen Alleingängen. Vielleicht wirds ja wieder was und eines Tages wechsle ich wieder von Debian zu Ubuntu?

  • 3
    Von glasen am Do, 6. April 2017 um 16:02 #

    Ubuntu wird in Zukunft wieder das werden, was es vor der Entwicklung von Unity schon einmal war:

    Ein stabilisierter Snapshot von Debian Testing/SID der alle 6 Monate erscheint und einen gewissen Zeitraum (Früher 18 Monate, heute 9) mit Updates versorgt wird.

    • 0
      Von holgerw am Fr, 7. April 2017 um 10:50 #

      OT:

      Hi @glasen,
      weißt Du, warum ein solch neutraler Kommentar wie der hier von Dir unterhalb des sichtbaren Treasholds landet?

      Die Bewertungskriterien finde ich hier manchmal ziemlich seltsam.

    0
    Von Töppke am Fr, 7. April 2017 um 11:08 #

    MIr ging das ganz genau so.

    Übrigends: Wenn ich lese das.."Cloud und Cloud-Services"wohl ausgebaut werden, also nee Danke. Meine Daten bleiben auf meinem PC und gehen nirgens hin!

    Gut das es die anderen Distris gibt!

1
Von Oiler der Borg am Do, 6. April 2017 um 16:29 #

weil Canonical die schlimmsten Sockenschüsse beerdigt hat, hat Ubuntu womöglich wieder eine Zukunft :angel:

Auch Microsoft mit unendlich mehr Kapital und einer riesigen Marktpräsenz war
kommerziell
nicht nennenswert erfolgreicher.

Soviel Genauigkeit muss an dieser Stelle sein immerhin lief Windows on Fon, - im krassen Gegensatz zum ewigen Mockup Ubuntu Touch !

2
Von Ede am Do, 6. April 2017 um 16:51 #

Debian haben sie als Basis genommen. Dann eine wahnsinnige Energie investiert (Zeit, Geld). Und jetzt fokussiert es sich scheinbar auf Server? Ich bin nur ein einfacher Anwender, der seinen ganzen Kram mit Debian macht (Büro, Grafik, HTML etc.) . Ich habe nie verstanden, weshalb in diesem Bereich Ubuntu Vorteile haben soll. Es wurde immer gesagt Debian ist nur was für Server. Ich mache meine Büroarbeit am Desktop in einem Windows-Netzwerk mit Debian. Wenn sich die Ubuntu-Leute an Debian beteiligen würden, wäre es vermutlich besser.

  • 1
    Von mnbvcxy am Do, 6. April 2017 um 18:28 #

    Die Konzentration u.a. auf Server ist deshalb wichtig, weil Ubuntu dort sofort Geld verdienen kann, ohne irgendwelche abgehobenen Spinnereien und Träumereien.

    Ich bin froh, dass Canonical samt Ubuntu auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt ist.

    Dadurch wird ein Massen-Gnome3-Desktop möglich, der bis ins Kleinste auch als richtiger Desktop funktioniert, so wie zu Ubuntu-Gnome2-Zeiten.

    Und dann gibt es da ja auch noch GTK3-Mate-Gnome2. :-)

    • 1
      Von Ede am Do, 6. April 2017 um 19:52 #

      ja, weil Ubuntu damit Geld verdienen kann. Aber versteht einer, weshalb Ubuntu, das für Desktops konzipiert war, jetzt plötzlich für Server attraktiv sein soll und nicht mehr Debian? Ich bin mit meinen Prognosen schon oft falsch gelegen, aber das geht schief - bei Ubuntu.

      • 1
        Von Wiesensohle am Fr, 7. April 2017 um 10:25 #

        Aber versteht einer, weshalb Ubuntu, das für Desktops konzipiert war, jetzt plötzlich für Server attraktiv sein soll

        Es ist ja nicht so, das die noch nie was mit Servern zu tun gehabt hätten und jetzt plötzlich auf diesen Zweig umschwenken würden. Desktop war eine Schiene, eine andere Server. Und mit letzterem ist Canonical schon länger erfolgreich. Damit haben die bisher ihr Geld verdient und offensichtlich werden sie sich in Zukunft mehr darauf konzentrieren.

      1
      Von Peekaboo am Fr, 7. April 2017 um 06:47 #

      Gnome war noch nie Massentauglich mit seinem tollen Registry-Clone und "Simplicity". Vorallem letzteres war nichts weiter, als möglichst viele Funktionen zu entfernen, womit man im Endeffekt nichts einfacher, sonder nur versteckter und umständlicher wurde. Gnome kannst du genauso, wie KDE nehmen und in die Tonne treten. Da ist mir nach 20 Jahren Linux schon fast ein Windows-Desktop lieber.

    1
    Von ehWurst am Do, 6. April 2017 um 18:35 #

    Zustimmung! Es gibt neben Debian-Original auch sehr gute Distributionen (Kanotix ...), die nichts anderes als Debian sind und ihre (zugegeben vmtl. eher begrenzte) Fangemeinde haben. Also mir reicht Debian auch voll und ganz auf dem Desktop.

    • 1
      Von Ede am Do, 6. April 2017 um 21:25 #

      "Also mir reicht Debian auch voll und ganz auf dem Desktop." : was heisst "reicht"? Es enthält mehr als 43000 Softwarepakete!!!

      • 1
        Von Abnicker am Fr, 7. April 2017 um 06:43 #

        43000? Der Wert ist wohl geschummelt. Ich installiere ein stable, testing, sid oder
        unstable. Entsprechend liegen hier die gleichen Programme (mehr oder weniger) in verschiedenen Versionen vor. Nicht Schummeln

        • 1
          Von Peekaboo am Fr, 7. April 2017 um 07:46 #

          Nein, da ist nichts geschummel. Ich komme auf ~45000 ohne Mehrfach- (sind nicht viele) und ohne Virtual Packages.

          Aber zähle doch einfach selbst https://packages.debian.org/stable/allpackages?format=txt.gz ;P

          • 1
            Von da-real-lala am Fr, 7. April 2017 um 10:02 #

            Der eine spricht von Programmen, der andere von Paketen.
            Somit ist z.B. fuer den einen das Videospiel 0ad ein Programm, fuer den anderen 4 Pakete. :D

            0ad (0.0.17-1) Real-time strategy game of ancient warfare
            0ad-data (0.0.17-1) Real-time strategy game of ancient warfare (data files)
            0ad-data-common (0.0.17-1) Real-time strategy game of ancient warfare (common data files)
            0ad-dbg (0.0.17-1) Real-time strategy game of ancient warfare (debug)

            0
            Von holgerw am Fr, 7. April 2017 um 10:54 #

            Gerade bei Debian neigt man zu einer sehr aufgesplitterten Paketierung, (was ich gar nicht weiter bewerten möchte), und kommt dadurch auf viele Pakete.

    1
    Von Chef am Do, 6. April 2017 um 22:56 #

    Ich bin von Debian zu Ubuntu gewechselt, weil bei Ubuntu die Software aktueller ist. Debian finde ich aber als stabiler, bzw. als stabilstes Linux OS.

    • 0
      Von Locutus von Borg am Sa, 8. April 2017 um 01:08 #

      Es geht auch mit Debian aktuell. Sagt dir SID was? ;P

      • 0
        Von #! am Sa, 8. April 2017 um 01:17 #

        sid war bei meinem letzten Test im Gegensatz zu Arch oder auch Tumbleweed aber wirklich unstable.

        0
        Von Chef am Sa, 8. April 2017 um 01:49 #

        Naja Sid ist aber nur für Entwicklung (unstable), da kann dir von heute auf morgen dein System schrott sein, nach einem Update. Auf Sicherheitslücken wird ebenfalls nicht geachtet. Lieber nicht.

        Da gabs auch mal so eine Distri die auf Sid beruht und es stabil hin frickeln wollte, ist aber für mich nur Misch-Masch.

        • 0
          Von V_180_358 am Sa, 8. April 2017 um 09:36 #

          Ich fahre jetzt seit August 2012 auf zwei Rechnern ohne Unterbrechung originales Debian unstable. Angefangen habe ich das, weill eben immer wieder behauptet wird, daß einem das relativ leicht mal um die Ohren fliegen kann. Auf das Erlebnis warte ich immer noch...
          Mir hat es noch nie etwas zu Schrott ge-updated.
          Klar, man muß eine Auge drauf haben, was da passiert und sich im schlimmsten Fall auch zu helfen wissen.
          Bei angeblich stabilen Distributions-Versionen habe ich jedenfalls schon viel, viel schlimmere Dinge erlebt.

          • 0
            Von Chef am Sa, 8. April 2017 um 12:07 #

            Das ist natürlich ein positives Beispiel, andere Erfahrungen habe ich gemacht.

            Was auch eine Rolle spielt sind: Update-Intervall & Software-Konstellation & Hardware & ganz wichtig: inkompatible Software-fremdquellen.

            Aber wozu der Stress überhaupt ? Gerade wegen den Sicherheitslücken.

4
Von Archi LTS am Do, 6. April 2017 um 16:56 #

"Wird sich die Rückkehr in den Linux-Mainstream als Erfolgsrezept erweisen, oder wird der Ubuntu-Desktop (und damit wohl leider auch der Linux-Desktop in seiner Gesamtheit) endgültig in die Bedeutungslosigkeit verschwinden, in eine kleine Nische für Freaks, Admins und Entwickler?"

Selten so einen Müll gelesen..
Ubuntu soll das Maß der Dinge sein...lächerlich.
Ausgehalb der Ubuntu Welt gibt es also laut Kofler nur Freaks, Admins und Entwickler?
Und die sind alle bei Suse,Fedora,Debian,Archlinux, etc..

Wenn das so ist, wo ist denn das Problem?
Ubuntu ist,war und wird nie alternativlos sein...

  • 4
    Von wuergbuntu am Do, 6. April 2017 um 17:35 #

    Dem kann ich nur zustimmen.
    Nur für Ahnungslose Redakteure war Ubuntu = Linux!
    Schlimmer noch, genau diese DAUs haben es über alle
    Medien so erscheinen lassen.

    Ich bin jedenfalls froh, das Ubuntu endlich seine Rechnung bekommt.

    Diese Shuttlewurst hat immer nur Millionen Manstunden freier Entwickler abkassiert und mit seinen dummen Ideen alles versaut.

    Selbst nach einer Abstimmung in Sachen "Unity"
    waren damals über 90% der Community dagegen.

    Shuttelwurst hat es trotzdem gemacht.

    Und zu guter Letzt, Ubuntu ist nur ein Derivat/Fork
    von Debian, wie 100 andere auch.

    Von mir aus kann Ubuntu sofort verschwinden, , macht lieber mehr Werbung für Devujan, damit
    die Debianer die freie Wahl zwischen SystemD und
    openrc haben, oder einem anderen init.

    Denn diese SystemD-Krake schränkt die Freiheit
    von Linux ein. Aber das werden auch erst alle begreifen, wenn es zu spät ist.

    1
    Von Rüchtüch am Do, 6. April 2017 um 17:53 #

    Vor kurzem las ich noch in Hr. Koflers Blog, das er ja auch hier bewirbt und verlinkt, dass er bei openSUSE 42.* ein Alleinstellungsmerkmal (wie z.B. bei Ubuntu) sucht. Wo gibt es ein solches denn noch nach dem Wegfall von Unity & Co. bei Ubuntu?

    3
    Von Potz Blitz am Do, 6. April 2017 um 18:06 #

    Selten so einen Müll gelesen
    Aber, aber, wer wird sich denn gleich so abfällig äußern?

    Ich finde die Sichtweise von Michael Kofler hat schon was für sich. Sicher ist Ubuntu nicht das Maß aller Dinge, aber diese Distribution hat vielen Neulingen (manche nennen sie DAUs) den Weg in die Linux Welt geebnet. Darauf dürfen Mark Shuttleworth und seine Leute sicher ein bisschen stolz sein, oder? Sicherlich hat nicht alles geklappt und andere Distris haben auch schöne Kinder. Aber das Schöne an Linux ist doch die Offenheit und dazu gehört auch, dass man mal scheitern darf.

    Und sollte Linux irgendwann nur noch von Red Hat oder Google weiterentwickelt werden, ... ich weiß nicht ob das wirklich schöne Zeiten werden.

    1
    Von Moppelkotz am Do, 6. April 2017 um 18:43 #

    Hier hat *buntu in den letzten vielleicht 10 Jahren bei potentiell umsteigewilligen mehr Schaden angerichtet als alle anderen Linux'e zusammen. Ubuntu (oder einen seiner Ableger) nutze keiner mehr. Und die, die mit Ubuntu auf die bewußte Schnauze gefallen sind, sind für immer verloren. Denn für die ist Ubuntu = Linux. Und die lassen ihre vermeintliche Weißheit auch noch frei raus.
    Leider.

    • 0
      Von Idiotenpfleger am Fr, 7. April 2017 um 10:38 #

      Die Wahrheit ist:

      Wenn man mit Ubuntu oder seinen Ablegern als Anwender nicht das erreicht, was man möchte, dann wird man das erst Recht nicht mit einer anderen Distri erreichen, weil der Rest der 300 Distries allesamt noch größerer Schrott ist als es Ubuntu schon ist.

      Deshalb ist es ja klar, dass diese Anwender für immer verloren sind, weil sie keine Zeit haben, sich mit Stockholm-Syndrom und Dunning-Kruger, den beiden vorherrschenden Problemen der Linux-"Gemeinschaft", zu beschäftigen.

      • 0
        Von V_180_358 am Fr, 7. April 2017 um 15:15 #

        Komischerweise ist hier seit ~10 Jahren ein kleiner Kreis mit *nicht-Ubuntu* stabil dabei geblieben. Während von einer etwa doppelt so großen "Laufkundschaft" mit Ubuntu (und noch mehr Mint) heute keiner mehr Interesse zeigt.

        • 0
          Von Oiler der Borg am Mi, 12. April 2017 um 16:39 #

          Während von einer etwa doppelt so großen "Laufkundschaft" mit Ubuntu (und noch mehr Mint) heute keiner mehr Interesse zeigt.

          MOI

          derzeit noch Quiana :angel:

1
Von chilli am Do, 6. April 2017 um 18:38 #

Herr Kofler, Canonical beerdigt Unity und Convergence, nicht Ubuntu. Und selbst wenn ich nicht so der riesige GNOME3 Fan bin, ich danke dass ein Ubuntu ohne Unity und mit GNOME3 das weitaus größere Potential hat.

Wieso ist Ubuntu auf dem Desktop nochmal groß geworden? Dank Unity? Nein. Sie sind trotz Unity präsent geblieben weil sie mit einem gut gemachten Gnome 2-System groß geworden sind.

1
Von Bolle vom Berg am Do, 6. April 2017 um 20:59 #

Was ist von Ubuntu an Know How an z.B. Debian zurückgeflossen oder fließt zurück, dass eine Abkehr Ubuntus vom Desktop so ein Gewicht haben könnte, wie in dem Artikel beschrieben?

  • 2
    Von Jonn Jonsen am Do, 6. April 2017 um 21:27 #

    Nichts.Ubuntu bzw. Canonical ist und war obsolet weil die nur von der Gemeinschaft kostenlos nehmen um damit Profit zu machen

    • 1
      Von Manuel 121212 am Do, 6. April 2017 um 23:39 #

      Du meinst also so wie die Linux-Nutzer die Linux nur nutzen und sich nicht selbst beim Paketbau, Dokumentation und co. beteiligen?

      • 1
        Von Saber Rider am Fr, 7. April 2017 um 00:15 #

        Gnome 3? Nein Danke. Hoffe beim upgrate wird nicht der Destop ausgetauscht, sonst müsste ich neu aufsetzen.

        0
        Von Bolle vom Berg am Fr, 7. April 2017 um 14:21 #

        wohl eher wie Linux-Nutzer, die als Firmen kommerziell Linux einsetzen, es auch für sich optimieren, aber mit dem Rest der aktiven Community nicht zusammenarbeiten. Hier jetzt dem Ede von nebenan, der ein ubuntu auf seinem Heimrechner aufsetzt, schlechtes Gewissen machen zu wollen kommt bissl selbstgerecht herüber, oder?

      2
      Von oldmcdonald am Fr, 7. April 2017 um 01:14 #

      Ubuntu bzw. Canonical überflüssig zu nennen, ist schon ganz schön vergesslich. Ubuntu hat deswegen so grandios eingeschlagen, weil Canonical scheinbar die einzigen waren, die es schafften, einen Linux-Desktop so zu konfigurieren, dass er für ALLE, die sich für Linux interessierten, benutzbar war.
      Das war eben das tolle an Ubuntu: Dass Standard-Software genommen und in eine benutzerfreundliche Form gebracht wurde - ohne Patches und eigene Softwareentwicklungen, sondern einfach durch ausgeklügelte Konfigurationen.

      Der große Profit wurde damit ja eben NICHT gemacht - sonst wäre es nämlich bei diesem Modell geblieben. Erst, als Ubuntu endlich einmal Geld generieren wollte, ging es los mit den unnötigen Eigenentwicklungen. Und damit meine ich nicht Upstart - das war eine hervorragende Übergangstechnologie, die viele Jahre bestand hatte, sinnvoll war und funktionierte, bis systemd kam und technologisch einfach überlegen war.
      Wie weit könnte Wayland heute sein, wenn Canonical Zeit und Geld dort hineingesteckt hätte - womöglich hätten sie Ihre Konvergenz-Träume damit realisieren können.

      Mir und Unity weine ich keine Träne nach. Dass Wayland/Gnome3 nun auch für Ubuntu die Zukunft ist, kann man nur begrüßen, aber dass die Projekte Ubuntu-Phone und Convergence beendet wurden, ist keine gute Nachricht.

      • 0
        Von Bolle vom Berg am Fr, 7. April 2017 um 10:33 #

        Ok sie haben sich um eine bessere Konfiguration im Desktop-Bereich gekümmert. Da gebührt ihnen Anerkennung. Ich empfehle auch allen Debian-Einsteigern das ubuntuusers-wiki, weil es einfach mal sehr gut gemacht ist. Ich kenne auch einige Leute, die ubuntu nutzen, weil es für sie gut händelbar ist.

        Jetzt das ABER: wenn ich mit absoluten Neulingen in Sachen Linux ein Debian aufsetze, ihnen ein paar Sachen erkläre, ihnen evtl. die Upgrades noch simpler gestalte. Funzt es auch! Ich selbst bin von ubuntu weg, weil debian einfach mal auf älterer Hardware um einiges schneller läuft.

        Als ich dann später in irgend einem Jugendklub vor einem unity-Desktop saß, war ich erstmal perplex, wie zäh dieser halbwegs aktuelle Rechner lief und dass es mir vorkam, als könnte ich nur die 10 Buttons am linken Rand klicken und sonst nichts. Komische Erfahrung gewesen ...

        • 1
          Von Ede am Fr, 7. April 2017 um 15:47 #

          "sie haben sich um eine bessere Konfiguration im Desktop-Bereich gekümmert": nein, sie haben alles verkompliziert, undurchsichtiger gemacht, gewissermaßen ein Monopol angestrebt, dass einer, der auf Ubuntu Linux gelernt hat, so leicht nicht auf eine andere Distribution wechseln kann.

          " ... ihnen evtl. die Upgrades noch simpler gestalte ... ": simpler als in der Konsole mit apt-get * geht es nicht.

          " ... als könnte ich nur die 10 Buttons am linken Rand klicken und sonst nichts ... ": wenn man seine User behandelt wie Idioten, wird man früher oder später nur Idioten als Anwender haben.

          • 0
            Von Bolle vom Berg am Fr, 7. April 2017 um 19:09 #

            "... simpler als in der Konsole mit apt-get * geht es nicht." Doche geht. Das hab ich meiner Mutter geschrieben und die ist in der Mitte der Siebziger und bedient debian mit xfce4:


            #!/bin/bash
            gksu apt-get update
            gksu apt-get dist-upgrade
            gksu apt-get autoremove
            gksu apt-get clean

            echo "Liebe Mutter, Aktualisierung fertig!"

            exit 0


            Sie muss nur die Konsole öffnen, "aktualisieren" eingeben, das root-PW (nein es ist nicht meine Name und mein Geburtstag ;)), und schon rattert das durch.

            Aber zugegeben: apt ist schon sehr komfortabel.

            • 0
              Von Ede am Fr, 7. April 2017 um 19:19 #

              ... jetzt musste ich aber richtig lachen - ja, das ist cool - freut mich für deine Mutter. Ich glaube, wenn ich in 5 Jahren in Rente gehe, biete ich Linux-Kurse für Rentner an und dann erinnere ich mich an dein Script ...

              0
              Von Herr Unterberg am Sa, 8. April 2017 um 09:40 #

              Warum kein Icon auf das sie einfach nur klicken müßte? :)

              • 0
                Von Bolle vom Berg am Sa, 8. April 2017 um 09:52 #

                Hab ich nicht hinbekommen, ehrlich gesagt. Wichtig war mir, dass sie den Verlauf der Aktionen sieht und zum Schluss die Echo-Meldung, dass alles gut durchgelaufen ist. Es ist ja nicht so, dass apt immer ohne jeglichen Rückfragen und Stops durchläuft. Das hätte bei der Icon-Lösung, die ich hatte, nicht geklappt (du kannst dir ja die ausführbare Datei überall hinlegen und einfach draufklicken).
                Außerdem ist Mütterchen ja noch lange nicht zu doof, die Konsole zu öffnen ;-).

        0
        Von Wiesensohle am Fr, 7. April 2017 um 10:44 #

        Das war eben das tolle an Ubuntu: Dass Standard-Software genommen und in eine benutzerfreundliche Form gebracht wurde - ohne Patches und eigene Softwareentwicklungen, sondern einfach durch ausgeklügelte Konfigurationen.

        ACK!

        Genau das nenne ich einen hochpolierten Desktop! Und das habe ich damals so geschätzt!

        0
        Von tuxnix am Fr, 7. April 2017 um 20:57 #

        Ja, nur das "Mir" von Anfang an als eine Sperre konzipiert wurde und ansonsten keine technologische Notwendigkeit darstellt.
        An Softwareentwicklung die andere dann auch nutzen könnten hat Ubuntu kein Interesse.
        Ein Phone, das Wayland nutzt wie das Jolla und Plasma mobile machen will Ubuntu nicht.

    1
    Von YarYar am Fr, 7. April 2017 um 07:48 #

    +1

    Das ist auch mein Hauptkritikpunkt an Ubuntu: Von debian nehmen und nicht zurückgeben. Alleingänge allenthalben. Den Unity Desktop bsp. gab es nur auf Ubuntu. Nehmen und nicht geben war immer die Devise von Shuttleworth.

    Und dann lese ich immer Ubuntu hätte die neuere Software und wäre quasi ein stabileres debian testing. Dazu kann ich nur sagen: Auf meine laptop hatte ich mit Ubuntu in allen Varianten mehr Probleme als jetzt mit debian testing oder Sparky Linux, welches auf debian testing beruht.

    Ganz ehrlich: Ubuntu wurde viel von der Presse gepushed. Wie jetzt auch in diesem Artikel. Dadurch hat man geholfen Ubuntu bekannt zu machen - und damit auch Linux. Das ist der einzige Verdienst wenn man so will. Eine gute Marketing Abteilung haben sie auf jeden Fall ;-)

    Yaryar

2
Von Zweiauge am Fr, 7. April 2017 um 07:24 #

Unity gibt es auf dem Desktop erst seit 2011 und damit lange nachdem sich Ubuntu als Distribution durchgesetzt hatte. Die Gründe dafür waren nicht der Desktop, sondern die einfache Handhabung bei der Installation, bei der Einbindung von Geräten und der benutzernahen und einfachen Konfiguration der offiziell unterstützten Software. Dabei blieb aber immer noch der Zugriff auf rein communityunterstützte Software, was auch die angesprochen, die sich nicht einschränken wollten. Und nicht zuletzt hatte Ubuntu aufgrund der Debian-Wurzeln ein überragendes Paketmanagment, das einfache Updates und Upgrades garantierte - ohne Quasi-Neuinstallation wie bei manch anderen Distributionen.

Ich habe Unity nie auf einem Produktivsystem (wie es so schön heißt) eingesetzt, da es mich in meiner Arbeitsweise viel zu sehr bevormundet hat. Anfangs bin ich bei Gnome geblieben und dafür auch wieder von Ubuntu weg, später aber wie via Kubuntu - als KDE seine verspielte Phase überstanden und einem nicht mehr jedes Feature, dass man eigentlich nicht brauchte, aufgedrängt wurde - auf Ubuntu zurück.

Das Schicksal von Ubuntu hängt nicht an Unity oder Mir, es hängt an der Benutzbarkeit, sowohl bei der täglichen Arbeit als auch bei Installation und Wartung. Hätte man die letzten 7 Jahre bei Gnome oder KDE mitgearbeitet, wäre das von Anfang viel sinnvoller gewesen als sich dauernd mit neuen Entwicklungen, die keiner brauchte, zu verlaufen.

  • 0
    Von Abnicker am Fr, 7. April 2017 um 12:24 #

    Die konnten und wollten nicht mehr mit dem Gnome- Projekt bzw. auch umgekehrt zusammenarbeiten, da es Streit zwischen beiden gab. Das letzte Feuer wurde im Zusammenhang mit einem Patch für ein neues Protokoll zum Benachrichtigungsfeld gelegt. Ja lange ist es her...

    • 0
      Von chilli am Mo, 10. April 2017 um 16:16 #

      ... nenn mir mal wen, der mit dem GNOME Projekt zusammenarbeiten kann ... ich meine im Sinne von zusammenarbeiten, und nicht im Sinne von "sich nicht beschweren über GNOME-Defaults und die dauernden API/ABI Brüchen schweigend jedes Mal wieder neu umzusetzen".

      Wieso sind MATE und Cinnamon entstanden? Aus dem gleichen Grund wie seinerzeit Unity.

      • 0
        Von Abnicker am Mi, 12. April 2017 um 23:20 #

        Du hast ja nicht ganz unrecht, aber die Situation hat sich dahingehend schon gebessert. War auch vor gar nicht all zu langer Zeit ein Artikel hier auf pro-linux.

        Mate ist nicht deshalb entstanden, Mate ist nichts weiter als die Weiterführung von Gnome2, was ich ja auch gut finde. Die Zeit wird es ja bringen ob Mate mit seinem traditionell zu bedienenden Desktop das bessere Gnome sein wird. Gtk3 wird da eine wesentliche Rolle spielen.

    0
    Von kamome umidori am Fr, 7. April 2017 um 14:20 #
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Von Frickelfreund am Fr, 7. April 2017 um 12:44 #

Hab gestern mal auf einem Pi Ubuntu Mate 16.04 installiert. Wenn nicht die fehlende erweiterte Grafikunterstützung wäre, hätte ich das für einen guten Desktop gehalten. Mate ist zwar Gnome 2 basiert, aber das haben die recht nett eingefärbt, wirkt aus einem Guss.

Sogar meine Cirrus Logic Soundkarte funktioniert endlich ohne Extrawurst dank 4.9 Pi Stock Kernel.

Geht doch, Ubuntu könnten wenn sie wollten.

Ja, zurück zur Einfachheit. Die langen einsamen Trips kosten nur Zeit, Geld und Nerven.

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Von bernd_b am Fr, 7. April 2017 um 17:17 #

Verstehe den Artikel auch nicht, aber für Ubuntu-Bashing gibt er mir keinen Anlass.

Ubuntu läuft seit vielen Jahren auf dem Rechner meiner Allerbesten. Warum? Weil der Adminaufwand gering ist und Ubuntu eine stabile, aktuelle und sehr große Softwareauswahl bereit stellt.
Dabei hatte man doch so lange ich denken kann die Wahl, ob man Gnome, Kde, Xfce oder was auch immer benutzen will. Was gibt es da zu meckern? Und:
Wenn Ubuntu ständig abstürzen würde, dann wäre ich schon längst wieder Single.

Habe nun auch aber auch nie den Eindruck gehabt, dass es Gnome, KDE, Xfce, LXDE usw ohne Ubuntu nicht mehr geben würde.

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Von Anonymous am Sa, 8. April 2017 um 10:38 #

.... gegen Volksfront von Judäa

(aus "Leben des Brian")

Daran erinnert mich das Ubuntu Gebashe.

Ich nutze zwar weder Ubuntu noch den Unity-Desktop, aber in meinem Bekannten- und Kollegenkreis benutzen die paar Linuxer, die es da zwischen den vielen Windows-Willys gibt, fast alle Ubuntu (und erstaunlicherweise nutzen die kein Ubuntu-Derivat, sondern den Unity-Desktop).

Ohne Ubuntu gäbe es erheblich weniger Linuxer, weniger Support-Webseiten wie ubuntuusers.de, weniger Treiberunterstützung bzw. Hersteller-Support für Linux-Treiberentwickler.

Ist schon sonderbar, dass sich einige Leute hier nach solchen Zeiten zurücksehnen.

Die Sorgen, die Michael Kofler ausdrückt, teile ich ebenfalls - dass Canonical den gesamten Ubuntu-Desktop-Bereich nur noch als lästiges, lustlos gepflegtes Anhängsel behandeln wird, weil er kein Geld bringt.

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    Von Idiotenpfleger am So, 9. April 2017 um 15:14 #

    Also ich für meinen Teil würde es sehr begrüßen, wenn Canonical den Desktop nur noch als lustlos gepflegtes Anhängsel behandeln würde. Am besten wäre, wenn sie den Desktop ganz aufgeben würden. Denn dann hätte die Linux-"Gemeinschaft" endlich das was sie wollen:

    alle Distries sind wieder der gleiche Müll, es gibt keine Distri die durch besondere Benutzbarkeit (also das was im Jahr 2017 normal ist, wird in der Linuxwelt als "besondere Benutzbarkeit" abgelegt) hervorsticht

    Es gibt keine Distri mehr, die "nur nimmt und nie gibt" (hat zwar bzgl. Ubuntu niemals der Wahrheit entsprochen, aber was solls), man kann also nun wieder nehmen und geben und einen lustigen Austausch pflegen, der zwar nie stattgefunden hat und auch niemals stattfinden wird... und man kann wieder lustige Bugs beobachten, wie sie in der einen Distri auftauchen, dann wieder abtauchen, bei der nächsten auftauchen usw. - und das obwohl ja alles eine "Gemeinschaft" ist und nun das geben und nehmen wieder funktioniert, ohne den bösen Shuttleworth und seine schwarzen Ritter, die nur ein Ziel haben: die guten weißen Ritter vom Pfad der Tugend ("folge den roten Hüten") abzubringen.

    Es gibt keine Alleingänge mehr (war zwar trotzdem alles offen, aber weil es ja von Ubuntu kam und all diese Soziopathen ein krasses NIH-Syndrom haben, war es eben doch ein Alleingang per Definition)

    Und dann liebe Kinder müssten wir ja eigentlich bald das Paradies auf Erden haben. Die Schmarotzer-Distri tot und die guten weißen Ritter mit dem roten Hut sind wieder ganz oben auf und segnen uns alle mit ihrer Weisheit und moralischen Überlegenheit. Außerdem kehrt dann endlich dieses warm and fuzzy Feeling zurück, das sich einstellt, wenn man sich zu einer elitären Gruppe zählen kann. Mal ehrlich: mit Ubuntu, das war doch scheiße. Jeder Idiot kann nun Linux installieren... damit hat man ja gar kein Alleinstellungsmerkmal mehr (außer dass die Leute denken: "der hat Arch auf dem Laptop... hat wohl zu viel Zeit und keine Freunde... das wird einen Grund haben, also halten wir uns fern von dem").

    Also liebe Kids: es brechen goldene Zeiten an. Warum feiert und frohlockt ihr nicht? ;-)

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    Von chilli am Mo, 10. April 2017 um 16:30 #

    "dass Canonical den gesamten Ubuntu-Desktop-Bereich nur noch als lästiges, lustlos gepflegtes Anhängsel behandeln wird, weil er kein Geld bringt"

    Genau das haben sie doch jetzt etwa zwei Jahre lang gemacht? Null Weiterentwicklung, kaum Pflege (plus Regressionen hier und da).

    Ubuntu wurde tatsächlich mit Unity irgendwie ... meh... Unity war als Alleinstellungsmerkmal konzipiert und hat mit seiner CLA auch nicht viele Entwickler, die möglicherweise eine ähnliche Vision gehabt haben, einsammeln können. Das NIH Syndrom (not invented here) von Canonical war meiner Meinung nach Unitys und Mirs und Convergence Hauptproblem. Ohne das hätte es wahrscheinlich noch mehr Support/Treiber/etc. gegeben, nciht weniger.

    Der "Nimbus" von Ubuntu wurde auf Basis eines gut gemachten Gnome2 Desktops erarbeitet. Und mit Einführung von Unity wurde von diesem Nimbus nur noch gezehrt.

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Von Tellerrand am So, 9. April 2017 um 17:35 #

Selten so einen Unsinn gelesen!

Es gibt inzwischen mindestens 100 Derivate/Forks
die genauso einfach zu installieren und zu bedienen sind, wie ein Ubuntu.

Übrigens ging das schon viele Jahre vor Ubuntu mit SuSE oder Knoppix <--- der Erfinder der Live-CD, die eine super Hardwareerkennung hat und womit man gleich in das Internet kam.
(Schreibe ich nur, weil suggeriert wurde, dass das
eine Erfindung von Ubuntu wäre)

Selbst ein ArchLinux ist dank Manjaro, Antergos
und andere ein Kinderspiel.

Und das Thema Werbung, Spyware und nach der Installation einfach ungefragt mit Amazon verbinden,
erspare ich uns besser hier, wäre was für einen neuen
Thread. Dazu würde dann auch gehören, das Hr. shuttldings schon möglichst viele Patente auf "seine"
Software angemeldet hat und das z.B. die User, die Kbuntu weiter pflegen wollten, spezielle Verträge unterzeichnen müssen, steht wohl auch für die Freiheit von Ubuntu?

Pro-Linux
Traut euch!
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