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Do, 6. Juli 2017, 15:00

Der MausTüröffnerTag bei der FraLUG

Der MausTüröffnerTag

Da wir den offiziellen Start auf 10 Uhr gelegt hatten, waren wir gegen 8.30 Uhr vor Ort, um mit dem Aufbau zu beginnen. Gegen 9 Uhr hatten verteilte der Router bereits IP-Adressen und die Tische waren so in Gruppen aufgestellt, wie wir es geplant hatten. Da wir leider nicht für alle Tische Laptops in ausreichender Zahl bereitstellten konnten, baten wir Eltern im Vorfeld, von USB-Sticks bootbare Laptops für den Tag mitzubringen, sofern dies eine Möglichkeit war. Zwischen halb zehn und zehn waren dann auch alle Teilnehmer da, so dass wir einigermaßen pünktlich loslegen konnten.

So sah das geplante Programm für den Tag aus:

Uhrzeit Thema
10.30 - 11.30 Einführung
12.00 - 12.45 Erste Schritte mit Linux (für Schule und zuhause)
13.00 - 13.45 Mittagspause
13.45 - 14.30 Musik / Audio unter Linux
15.00 - 16.00 Scratch - mein erstes Programm mit Linux
16.30 - 17.00 Abbau und Ende

Wie bereits oben kurz angedeutet, war der Fokus nicht auf der Wissensvermittlung analog zum Frontalunterricht sondern in dem spielerischen Umgang mit dem System und seinen Anwendungen gelegt. Jeder Block bestand aus einem kurzen Theorieteil, gefolgt von praktischer Gruppenarbeit am Rechner mit anschließender Präsentation. So stand beispielsweise als eine Anwendung LibreOffice bei den »ersten Schritten mit Linux« im Vordergrund. Die Kinder hatten hier die »Aufgabe«, eine Präsentation mit Impress zu erstellen und diese anschließend - wer wollte - vorzutragen. Die Resonanz war beachtlich - so stellte ein sechsjähriges Mädchen ihre erste Präsentation vor dem gesamten Publikum vor (am meisten beeindruckt schien ihre Mutter zu sein, da ihre Tochter »sonst eher schüchtern ist und so etwas noch nie gemacht« hatte).

Allein der Altersunterschied stellte eine gewisse Herausforderung dar: von dem Schulanfänger, der maximal erste Erfahrungen mit dem meist Windows-basierten Computer von Mutter oder Vater gesammelt hate, bis hin zu Jugendlichen am Ende der Unterstufe, die bereits einen Youtube-Kanal ihr eigen nennen konnten, war alles dabei. Dieses konnte man insbesondere bei dem vorletzten Block merken, bei dem es darum ging, erste Programmiererfahrungen mit Scratch zu sammeln (Scratch ist eine Programmiersprache des MIT Medialabs, mit Kinder spielerisch Programme mithilfe einer GUI mittels Drag and Drop zusammenbauen können, die eine Katze in einem Bildschirmausschnitt steuert). Während einige Kinder noch mit dem Verstehen des generellen Ansatzes von Scratch beschäftigt waren, programmierten andere bereits ihre ersten Schleifen und bauten Sound-Effekte in den Programmablauf ein.

Im Rahmen der Mittagspause hatten wir Gelegenheit, die Anwendungen und Spiele von Linux an Demo-Laptops vorzuführen. Wie zu erwarten, stießen insbesondere die Spiele auf großes Interesse (nicht nur bei den kleinen Kindern). Damit dieser Aspekt nicht zu kurz kam, hatten natürlich die Laptops bzw. USB-Sticks ebenfalls eine Reihe von Spielen installiert. Darüber hinaus hatten konnten wir das Interesse einer Anzahl von Eltern wecken, Linux einmal als vollwertige Alternative zu Windows und Co. auszuprobieren (analog zum LPD des Vorjahrs, der unter anderem unter dem Motto stand »Sichere Alternativen zu Windows XP«). Ferner konnte einigen Eltern mit Rat und Tat zur Seite gestanden werden, die bereits Linux im Einsatz hatten, aber noch Fragen zu Funktionsweise einiger Anwendung, Konfiguration und Administration hatten.

Wie wir es bei den meisten größeren Veranstaltungen machen, die wir durchführen, gab es am Ende Feedback-Bögen, auf denen die Teilnehmer ihre Eindrücke wiedergeben konnten. Das Besondere an diesen Feedback-Bögen war, es die Maus-Goodies wie Aufkleber, Anstecker und Luftballons nur nach entsprechender Abgabe eines Feedback-Bogens gab. Eine Mutter meinte hierzu, dieses sei glatte Erpressung, worauf eine daneben stehende Mutter nur ganz trocken bemerkte: »Also ein Prinzip, das in der Erziehung schon seit tausenden von Jahren sehr erfolgreich eingesetzt wird«.

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