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Mo, 31. März 2003, 00:00

Linux und Multimedia

Das Buch

Cover von Linux und Multimedia

Julius Stiebert

Cover von Linux und Multimedia

Multimedia ist seit jeher ein beliebtes Thema bei Leuten, die mit Computern arbeiten. In Zeiten, wo sich die Taktfrequenzen von Prozessoren im Gigahertz-Bereich bewegen, gehören Multimedia-Anwendungen längst zum Alltag. Auch Linux ist dieser Bereich nicht fremd. Daher widmet sich das Buch »Linux und Multimedia« ganz diesem Thema.

Die beiden Autoren beginnen mit einer Einführung in die Konfiguration des Linux-Kernels, wobei sie sich tatsächlich auf den (noch) aktuellen Kernel 2.4.20 beziehen. Das recht umfangreiche Kapitel über den Kernel erklärt dabei sehr viele Optionen, geht aber auch auf das nachträgliche Laden von Modulen ein. Weiter geht es mit anderen allgemeinen Schritten, wie dem Kompilieren von Programmen. Daher bietet das erste Kapitel auf jeden Fall einen gelungenen Einstieg - vor allem auch für Anwender, die noch nie richtig »unter die Haube« ihres Systems geschaut haben.

Die folgenden Kapitel behandeln dann »richtige« Multimedia-Themen. Den Anfang macht der Linux-Framebuffer, auf dem sich beispielsweise ein X-Server aufsetzen lässt. Grundsätzlich ermöglicht dieser aber auch, Videos an der Konsole wiederzugeben. Im Kapitel über Grafikkarten wird unter anderem behandelt, wie die 3D-Fähigkeit diverser Karten genutzt werden kann. Natürlich sind auch die beliebten NVidia-Karten Bestandteil dieser Beschreibung. Sound-Liebhaber finden ein Extrakapitel über Soundkarten vor, welches selbstverständlich die Einrichtung dieser Geräte beschreibt. Doch auch Informationen zum Erstellen von MP3s fehlen hier nicht - auf die freie Konkurrenz Ogg Vorbis gehen die Autoren leider nicht ein. Dass ein Kapitel über DVD mit an Bord ist, ist in der heutigen Zeit ja fast schon obligatorisch. Neben der Vorstellung verschiedener Software-Player gibt es hier auch einen Abschnitt über DeCSS. Ferner werden in eigenen Kapiteln TV- und Videograbber-Karten und der Einsatz eines TV-Ausgangs behandelt. Im Kapitel über Audio- und Video-Codecs kommt dann auch die Sprache auf Ogg Vorbis. Doch auch auf solch populäre Codecs wie DivX oder Quicktime wird eingegangen. Des Weiteren werden Informationen zu Webcams, Digitalkameras, Scannern oder CD-Brennern geboten. Ein Extrakapitel stellt allgemeine Multimedia-Player wie XMMS näher vor und als Abschluss gibt es ein Kapitel über Firewire-Schnittstellen.

Fazit

Das Buch der beiden Autoren bietet einen gut gelungenen Überblick über die verschiedensten Multimedia-Bereiche unter Linux. Grundsätzlich sind die Kapitel gut aufgebaut und erklären gut verständlich, wie Geräte oder Programme eingerichtet beziehungsweise genutzt werden. Teilweise werden Kapitel durch seitenlange Tabellen unterstützt. So findet man zwar übersichtlich, ob das eigene Gerät genutzt werden kann. Viele Kapitel bestehen so aber fast ausschließlich aus Tabellen. Gut hingegen fällt die Themenvielfalt auf. Eine gute Mischung aus aktuellen Themen wie DVD, Digitalkameras, TV-Karten oder 3D-Grafik wird geboten. Abgerundet durch ständig aktuelle Themen wie Soundkarten, Scanner oder grundlegende Kernel-Konfiguration eines Multimediasystems.

Dies ist definitv kein Buch, welches man von vorne bis hinten durchliest. Stattdessen wird ein gutes Nachschlagewerk geboten, in dem man gezielt die gewünschten Informationen heraussuchen kann. Für Multimedia-Interessierte auf jeden Fall ein Tipp.

Fakten

Multimedia
Untertitel: Multimedia-Applikationen nutzen und -Hardware konfigurieren
Autoren: Michael Mielewczik, Thomas Drilling
Auflage: 1. Auflage, 2002
Preis: 29,90 EUR (D), 30,80 EUR (Ö), 49,90 SFr
Umfang: 534 Seiten
Verlag: Software & Support Verlag
ISBN: 3-935042-24-8

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